Soll ich meinen Chef davon in Kenntnis setzen?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von she. 14.03.10 - 17:08 Uhr

Hi ihr Lieben,
ich habe schon einmal gefragt, aber ich brauche noch ein bisschen Zuspruch. Verzeiht mir bitte! Ich möchte hier wirklich niemanden nerven. Aber manche Dinge sind furchtbar schwer zu entscheiden....

Es geht darum das mein Mann und ich im April/Mai unsere erste Insemination durchführen lassen möchten. Nun habe ich durch meinen letzten Beitrag erfahren, das man doch sehr flexibel sein muss und nicht alles zeitlich abstimmen kann so wie man es vielleicht gerne hätte .

Meine Frage nun, würdet ihr mit eurem Chef über sowas sprechen? Ich kann mir in meinem Job keinen Urlaub oder einen Tag mal so einfach frei nehmen. Unser Urlaub ist festgelegt und ausser der Reihe ist es sehr schwierig. Es ist nicht unmöglich, aber dafür müssen alle Karten auf den Tisch. Wir sind ein sehr kleines Team, daher ist es nicht so einfach. Und einfach mal eben so spontan krank melden ist nicht meine Art. Da hätte ich ein viel zu schlechtes Gewissen.

Ich frage deshalb, weil ich gerade mal ein dreiviertel Jahr an meiner neuen Arbeitsstelle bin. Sonst hätte ich auch keine Skrupel meinen Chef zu fragen bzw. mit ihm offen darüber zu sprechen.

Auf der einen Seite ist mein Kinderwunsch so groß das es mir gleich ist, aber auf der anderen Seite habe ich natürlich auch Sorge das mir Steine in den Weg gelegt werden oder ich gar gehen muss.

Es kommt auch noch hinzu, das mein Chef ähnliches schon mit einer ehemaligen Kollegin mitgemacht hat. Sie hat damals wohl vier künstliche Befruchtungen gehabt ehe sie schwanger wurde. Aber ob er es nochmal tolerieren würde? Und dann bei jemanden, der noch relativ neu ist?

Puh, es ist so schwierig zu entscheiden....

Was würdet ihr tun oder mir raten?

Danke für's zuhören!
eure she.

Beitrag von ballroomy 14.03.10 - 18:46 Uhr

Hallo,

warum kannst Du Dir denn keine Krankmeldung geben lassen für die Tage, an denen Du weg musst?
Das dürfte doch kein Problem sein, eigentlich.

Ich würde das so machen.
Ich finde nicht, dass Du Deinen Kinderwunsch, der doch was ziemlich privates ist, so ausbreiten musst in der Firma.

Gruß
ballroomy

Beitrag von vwpassat 14.03.10 - 18:51 Uhr

Da ich keine Ahnung von dem Kram habe: Wie lange dauert das denn bzw. wäre es nicht erstmal von Vorteil, dies in eine Urlaubswoche zu packen?

Beitrag von dore1977 14.03.10 - 19:12 Uhr

Hallo,

ich antworte Dir einfach mal, nein leider kann man das nicht in einer Woche packen. In kurzen Fakten:

- Frau bekommt Medikamete die ihre Eizellen wachsen lassen.
- ca alle 2 Tage Ultraschallkontrolle beim Doc
- wen die EZ groß genug sind wird der Eisprung ausgelöst.
- Der Mann muss sein Sperma abgeben und wird Richtung Gebärmutter gebracht.

Je nach dem wie die Frau auf die Medikamente reagiert kann sie das ganze hinziehen ohne Ende, leider ist es somit leider auf keinen Fall einfach in eine Urlaubswoche zu legen. Damit wäre vielen Frauen geholfen.

@TE ich würd dem Chef irgendwas von Frauenproblemen und veränderten Zellen erzählen und komplizierter Terapie, die nicht richtig anschlägt....(möglichst ungenau bei der ganzen Sache bleiben) Das ist dann meist der Punkt wo jeder Chef abschaltet und schon gar nicht s mehr hören will #schein
Nein ich hätte keine Bedenken in diesem Fall zu lügen. Eine Kinderwunschtherapie ist sowieso schon schwirig genug durchzustehen körperlich und auch seelisch!

LG und viel Glück Dore

Beitrag von vwpassat 14.03.10 - 20:07 Uhr

Danke für die Aufklärung.

Beitrag von duchovny 14.03.10 - 21:00 Uhr

Bei mir war die Ausrede immer "Zyste"!:-)

Na, aber die Ultraschalltermine bekommt man oft nach Feierabend gepackt oder wenn die Klinik nicht ganz so weit weg ist in die Mittagspause, viele Kliniken haben nicht so kurz auf wie gewöhnliche Arztpraxen! Und wenn nicht, habe ich mir ein Terminzettelchen geben lassen mit Gynstempel und gesagt, dass der Termin leider nicht anders ging und die Zeit nachgearbeitet! Da muss man dann nicht so oft krank sein!

Beitrag von bw1975 14.03.10 - 19:16 Uhr

Hallo,

du bist "relativ" flexibel, d.h. es ist absehbar wie du auf stimulation ansprichst und du weißt mindestens 4Tage im voraus, wann die Insemination stattfinden wird.

Auch kannst du die Es-auslösespritze so setzen (in absprache mit Kiwu), das die IUI vielleicht vor der Arbeit oder nach der Arbeit gemacht werden kann!

Ich würde dies mit der Klinik besprechen und nicht mit dem Arbeitgeber! Er denkt womöglich, die ist ja bald schwanger, bloß schnell weg mit ihr. leider ist es aber meistens nicht so, das man gleich schwanger ist :-(

Es wird sich alles fügen, glaube mir! Mann kann den termin ja etwas mit beeinflussen und auf 4-5 Stunden kommt es meist nicht an!

LG bw

Beitrag von sassi31 15.03.10 - 00:27 Uhr

"du bist "relativ" flexibel, d.h. es ist absehbar wie du auf stimulation ansprichst und du weißt mindestens 4Tage im voraus, wann die Insemination stattfinden wird. "

Also ich wußte erst zwei Tage vor der Punktion, wann diese stattfindet. Mir wurde morgens gesagt, wann ich abends auslösen soll.

Ich würde den Ultraschall ggf. bei meinem Frauenarzt durchführen und die Werte an die Klinik melden lassen, falls diese zu weit entfernt ist. Und wenn ich weiß, wann die PU stattfindet, würde ich mich einfach krank melden. Evtl. vorher mit dem Hausarzt absprechen.

Beitrag von bw1975 15.03.10 - 06:56 Uhr

Hallo,

schon, aber wenn der Folikel beim US 15mm ist, dann kann ich mir das doch ungefähr(!!!) ausrechnen, wann die IUI ist!

LG bw

Beitrag von bruchetta 14.03.10 - 19:53 Uhr

Deine Ehrlichkeit in Ehren, aber das würde ich auf GAR KEINEN FALL dem Chef mitteilen.
Er denkt in erster Linie an sein Unternehmen und ganz sicher nicht daran, dass Du ein Kind bekommen solltest, selbst wenn er erstmal ein verständnisvoller Typ sein sollte.
Meld Dich krank oder lass Dir was anderes einfallen.

Beitrag von vwpassat 14.03.10 - 20:08 Uhr

Nachdem ich nun aufgeklärt bin :-)


Auf keinen Fall von Deinen Plänen berichten.

Beitrag von she. 15.03.10 - 07:36 Uhr

Danke für eure lieben und ehrlichen Antworten!!!!! #blume

Dann halte ich besser meine Klappe.

#herzlich eure she.

Beitrag von wunschmama83 15.03.10 - 07:51 Uhr

Hallo!

Also ich würde den Mund halten und einfach krank sein.
Am besten vom Hausarzt.

Mein Arbeitgeber wenn von unserer ersten Kiwu-Behandlung gewusst hätte, hätte er mich gleich gekündigt.
Nicht alle Arbeitgeber sind so, aber ich wäre ehrlich gesagt auch nicht begeistert wenn meine Mitarbeiterin nach nem dreiviertel Jahr mir ihren Kinderwunsch offenbart.

Natürlich steht es Dir zu Kinder zu bekommen, keine Frage. Aber ich würd es nicht mit ihm besprechen, eher mit Deinem Hausarzt! Der schreibt Dich sicherlich krank!


Ich wünsch Dir ganz viel Erfolg, möge der erste Versuch gleich fruchten #huepf


liebe grüße!

Beitrag von she. 15.03.10 - 09:22 Uhr

Das ist es ja eben! Ich hate gehofft durch den neuen Job etwas Abstand zum Kiwu zu bekommen und ne "Pause" einzulegen. Aber ich schaffe es nicht! Natürlich ist es nicht richtig von mir, aber was soll ich tun.... der Wunsch ist so groß :-(

Beitrag von manavgat 15.03.10 - 10:34 Uhr

Wenn Du Deine Arbeitsstelle davon in Kenntnis setzt, dann wirst Du in Zukunft kein Zeitproblem mehr haben, weil Du dann arbeitslos zuhause rumsitzt!

Lass es bleiben.

Gruß

Manavgat

Beitrag von parzifal 15.03.10 - 13:00 Uhr

Mitteilen würde ich es auch nicht.Bekommt man für die Behandlung denn eine Krankmeldung?

Falls ja kannst diesen Termin doch frühzeitig mitteilen. Was gemacht wird ist doch Privatsache.