Rückwirkend gesundschreiben, geht das???

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Beitrag von nestragon 14.03.10 - 17:13 Uhr

angenommen es ist jemand mehrere Wochen AU geschrieben und fliegt in dieser Zeit in den Urlaub, kommt zurück und wird DANN von dem Arzt, der die AU ausgestellt hat RÜCKWIRKEND für die Zeit des Urlaubs Gesund geschrieben und ab dem Tag dann wieder AU, geht sowas?
und wenn ja, wie läuft das dann mit dem Arbeitgeber? theoretisch hätte man sich ja dann gesund melden und arbeiten müssen, was ja nicht ging, weil man das ja vorher nicht wußte. Und die neue AU ist jetzt wieder ne erstbescheinigung, dann gibts bei Arbeitgeber für die zeit des Urlaubs Minusstunden (und volles Gehalt) und nun wieder 6 Wochen Krankengeld???

Kann mir das jemand erklären?

Beitrag von windsbraut69 14.03.10 - 18:05 Uhr

Nein, das geht nicht.
Welcher Arzt würde sich selbst denn so ein Armutszeugnis ausstellen, jemanden länger krank zu schreiben und RÜCKWIRKEND doch arbeitsfähig zu erklären???

Davon mal abgesehen, was willst Du damit bezwecken?

Beitrag von nestragon 14.03.10 - 18:37 Uhr

ich will das NICHT, mein Arzt hat das genau so gemacht... und ich hab null ahnung wie das jetzt laufen soll...

Beitrag von myimmortal1977 14.03.10 - 21:12 Uhr

Das gibt auf jeden Fall ne Menge Ärger mit Deinem Arbeitgeber, denn....

1. Darf man nicht direkt von der AU in den Urlaub, es sei denn, der AG erlaubt dieses AUSDRÜCKLICH, denn sonst hast Du wenigstens einen Tag vor Urlaubsantritt zu arbeiten.

2. Muss Dein AG bei erneuter Diagnose wieder 6 Wochen Lohnfortzahlung leisten und das wirft ne Menge Fragen und zu Recht bei Deinem AG auf.

Das kann zur Folge haben, dass er Dich krankheitsbedingt kündig und/oder erstmal von externer Stelle die Richtigkeit Deiner Krankschreibung fest stellen bei einem Vertrauensarzt.

Das ist wirklich was ganz ungünstiges, was Dir da jetzt passiert ist.

Wer fährt eigentlich krank in den Urlaub? Ganz ehrlich, so einen Schnitzer hätte ich mir an Deiner Stelle nicht erlaubt. Wenn man krank ist, geht es höchtens im Anschluss auf Rehabilitation vom Rententräger aber auf eigene Faust mit einer AU in den Urlaub #kratz

Du hast Nerven!

Beitrag von 71292 14.03.10 - 18:39 Uhr

hallo!
also bei meinem mann war es so. er hatte für montags einen op-termin. der arbeitgeber war informiert. montags allerdings, schon im op-hemd, wurde doch nicht operiert, weil die blutwerte nicht stimmten. so hat mein mann ne bescheinigung bekommen, die musste er dem arbeitgeber geben und arbeiten gehen!

lg sonja

Beitrag von nestragon 14.03.10 - 18:46 Uhr

das macht ja dann auch sinn, aber am 12 für die letzten 4 wochen gesund geschrieben zu werden und ab 12 wieder AU??? ich glaub nicht das mein arbeitgeber das geil findet... weil das hieße 40 minusstunden und er muß volles Gehalt zahlen...
wie soll das gehen???
ich versteh das nicht!!! #kratz

Beitrag von ppg 14.03.10 - 18:55 Uhr

Fang mal an Bewerbungen zu schreiben - Du bist 4 Wochen unentschuldigt der Arbeit ferngeblieben.

Und ehrlich, wer ist so bescheuert und fliegt krankgeschrieben in den Urlaub - kein Wunder das Dein Arzt sich von Dir verarscht fühlt.

Ute

Beitrag von nestragon 14.03.10 - 19:00 Uhr

es hatte seinen Grund und war vom arzt beführwortet!!! es ist von der kasse mündlich genemigt gewesen und dann, als ich weg war wurde schriftlich die genehmigung zurück genommen!
ich habe dem Arbeitgeber ne AU geschickt auf der ich bis 5.4 weiter AU bin, für ihn ist es also klar das ich AU bin und darum geht es auch nicht!!!
ich kann mir nicht vorstellen, dass es überhaupt möglich ist ne AU RÜCKWIRKEND auf zu heben und mich dann mit der selben Diagnose erneut AU zu schreiben... und DAS allein ist die Frage
ERST Denken, DANN schreiben!!!

Beitrag von dd70 14.03.10 - 19:58 Uhr

Um das zu beurteilen, oder seine Meinung zu äußern, müßte man wissen auf was er die AU bekommen hat?!

Beitrag von ppg 14.03.10 - 20:01 Uhr

Ehrlich, den Mist den hier zusammenschreibst glaubt doch kein Mensch!

Vom Arzt befürwortete Flugreise : Kopletter Quatsch - Du wärst in diesem Fall nicht versichert. Daher ist auch die angebliche mündliche Befürwortung der Kasse hinfällig, weil komplett unmöglich. Mit wem hast Du telefoniert: Mit der Putzfrau?

Entweder Du bist krangeschrieben, dann kannst Du aber keine Urlaubsreisen unternehmen, oder nicht.

So, bei Dir trifft dann das "oder nicht" zu. Und nach deinem Urlaub bist Du eben krankgeschrieben, weil Du ja jetzt nicht mehr in Urlaub bist. Logisch!

Und somit bleibt es für Dich bei 4 Wochen unentschuldigter Fehlzeit beim AG

Ja, er hat die AU rückwirkend aufgehoben, weil Du sonst in dieser Zeit keinen Versicherungsschutz gehabt hättest - falls in der Zeit etwas angefallen ist.
Außerdem läuft jeder Arzt Gefahr bei Gefälligkeutskrankschreibungen ein Berufsgerichtsverfahren zu kassieren. Und der Arzt bringt sich wohl kaum freiwillig in solche Schwierigkeiten.

Ute

Beitrag von ppg 14.03.10 - 20:18 Uhr

http://www.ruv.de/de/r_v_ratgeber/ausbildung_berufseinstieg/geld_recht/5_krankgeschriebenwasisterlaubt.jsp

Hier kannst Du die Rechtslage nochmal nachlesen:

Vor allem , nicht dein Arzt kann eine Reise befürworten, sondern ausschließlich Dein Arbeitgeber und erst nach ihm die Krankenkasse.
Und auch da gibt es sehr genaue Bedingungen. Also zu Mutti fliegen, weil man dort betüddelt wird is nicht!

Somit hat ein Arzt Dich wegen der Reise gesundgeschrieben und natürlich ist Dein Arbeitgeber über die Aktion informiert. Auch wenn Du das noch nicht weißt , da kommt noch was nach.

Zieh Dich also warm an.

Ute

Beitrag von nestragon 14.03.10 - 20:25 Uhr

Herzchen, da steht doch sogar, dass es möglich ist in den Urlaub zu fliegen, mit Genehmigung... also was soll der zickige ton? es ist kein gefälligkeitskrankschreiben gewesen... sonst wäre ich jetzt sicherlich nicht weiter AU und die Ärztin hat ja sogar ein atthest für die Ktankenkasse fertig gemacht...

und die fage war nicht die der Konsequenzen sondern ob man RÜCKWIRKEND eine AU aufheben kann...
ofefnsichtlich weißt du das aber auch nicht...
also danke für nichts

Beitrag von nestragon 14.03.10 - 20:33 Uhr

vielleicht haste das ja überlesen...


Verreisen: Mit Gipsbein oder Magengeschwür kann man verreisen, wenn dies den Heilungsprozess nicht beeinträchtigt. Beispielsweise ist ein Urlaub am Toten Meer für einen Neurodermitiker heilsam, während ein Langstreckenflug für Menschen mit Rückenschmerzen zu strapaziös ist. Einer geplanten Reise muss aber derjenige zustimmen, der während der Erkrankung Zahlungen leistet: der Arbeitgeber, wenn noch keine sechs Wochen vergangen sind, die Krankenkasse danach. Wer ohne Genehmigung wegfährt, riskiert die Einstellung der Lohnfortzahlung beziehungsweise des Krankengeldes.

Beitrag von mirabelle 14.03.10 - 20:37 Uhr

Da steht klar und deutlich das der Abeitgeber dem Urlaub zustimmen muß und dann die KV.

War bei Dir aber nicht der Fall. Daher hält der Arzt für Deine Eigenmächtigkeit nicht den Kopf hin und hat Dich rückwirkend gesundgeschrieben.

Das kann doch jetzt nicht wirklich so schwer zu verstehen sein, oder?

Du willst doch nur hören, das Du im Recht bist. Dumm gelaufen

Ute

Beitrag von nestragon 14.03.10 - 21:35 Uhr

nein, ich will wissen ob es geht, dass rückwirkend gesund schreiben...
und nein, es muss nur einer genemigen, namlich der, der das Geld zahlt also in meinem fall die Krankenkasse

"...Einer geplanten Reise muss aber derjenige zustimmen, der während der Erkrankung Zahlungen leistet: der Arbeitgeber, wenn noch keine sechs Wochen vergangen sind, die Krankenkasse danach..."

das hatte sie telefonisch getan und dann schriftlich abgelehnt.

Das ich für die Zeit kein Krankengeld bekomme (steht auch da drin) ist mir nicht wichtig! (und das ist auch das, was die Krankenkasse mitgeteilt hatte in ihrem Schreiben) Ich verstehe nur nicht, warum rückwirkend gesund geschrieben!

Beitrag von rosali25 14.03.10 - 21:38 Uhr

Weil der Arzt in Teufelsküche kommt, wenn er jemanden so lange krankschreibt, der aber gesund genug ist, eine Flugreise zu unternehmen.

Du bekommst dann nicht nur kein Krankengeld, sondern musst auch ganz normal arbeiten gehen.

Beitrag von nestragon 14.03.10 - 21:47 Uhr

aber kann er das RÜCKWIRKEND tun?
und darf er den Zahlschein mit Tippex ändern???
ich bin ja jetzt wieder AU!
ich kann meinem arbeitgeber also nur JETZT mit teilen, dass ich in der Vergangenheit doch Gesund war, dass aber erst weiß seit ich wieder AU bin??? was ist das denn?

Beitrag von windsbraut69 15.03.10 - 06:56 Uhr

Du hattest aber KEINE Genehmigung. Warum bist Du denn trotzdem geflogen?
Ich erinnere mich ganz vage, dass die Kasse oder der Arzt Dich "verdonnert" hatte, Dich alle 14 Tage beim Arzt zu melden und keine längere AU akztptiert wurde.

Beitrag von windsbraut69 15.03.10 - 06:53 Uhr

Wenn es die gleiche Diagnose ist, dann bekommst Du eh keinen Lohn/Gehalt jetzt, das zählt weiter.

Allerdings bleibe ich dabei, dass Du Dich auf großen Ärger mit AG und sicher auch der Krankenkasse einstellen mußt. Nachdem Du zusätzlich auch noch de Genehmigung für eine Reise beantragt hattest, werden die sich zu Recht verschaukelt vorkommen.

Beitrag von rosali25 14.03.10 - 21:13 Uhr

Letzte Woche klang das aber alles noch anders:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=10&tid=2526245

Antrag wurde abgelehnt und du musst alle 2 Wochen zum Arzt.

#kratz

Beitrag von rosali25 14.03.10 - 21:29 Uhr

Ach, ich glaube jetzt verstehe ich.. Du willst fliegen und wirst dich dann natürlich nicht alle 2 Wochen melden können. Und jetzt willst du im Vorfeld schonmal wissen, was dann passiert. Dein AG hat ja die AU über 7 Wochen schon und du gehst davon aus, dass dein AG nicht informiert ist, dass du dich ab sofort alle 2 Wochen melden musst und willst es deswegen riskieren zu fliegen. Und falls es dann doch auffällt, willst du dich jetzt schonmal absichern.

Unentschuldigtes Fernbleiben auf der Arbeit -> Kündigung. Der AG wird das mitbekommen. Und dann geht es nicht mehr um deine Minusstunden, sondern um Vertragsbruch. Du glaubst nicht wirklich, dass der AG einfach nur deine Minusstunden aufschreibt und dein "Blaumachen" so hinnimmt??

Beitrag von nestragon 14.03.10 - 21:43 Uhr

NEIN!!!

ich versuchs noch mal...

Also, ich bin seit mitte Nov. AU wegen Psychischer Belastungen
Ich hab bei der Krankenkasse gefragt ob ich zu meinem Mann fliegen kann, die sagten JA, wenn ich ein Attest vor lege, auch bei meinem zweiten anruf mit der Frage gab es ein JA wenn Attest. Also hat mein Arzt das Attestiert und ich habe den Flug gebucht. Als ich bereits weg war schrieb die Kasse das es abgelehnt ist und ich alle 2 wochen einen Stempel abholen muß und mir sonst mein Krankengeld gestrichen wird.
Was ja nicht ging, weil ich nicht mehr da war.
Als ich nun bei meinem Arzt war um mir dann jetzt einen Stempel geben zu lassen (damit ich für die Zeit wo ich hier bin wieder Geld bekomme) hat diese mich Rückwirkend gesund geschrieben und ab dem Tag wo ich da war wieder AU.
Sie hat den Krankenschein mit TIPPEX geändert! und mir nen normalen Krankenschein gegeben, den Zahlschein für die Krankenkasse hat sie abgeschlossen (alles Rückwirkend)

Und nun versteh ich gar nix mehr! Damit das ich für die Zeit kein Geld bekomme kann ich leben und hätte ich zu dem Zeitpunkt gewusst, dass ich gesund geschrieben werde hätte ich ja auch offiziell Urlaub genommen, dass wusste ich aber nicht! Und Mein Arbeitgeber hat ne AU bis 5.4! bei dem bin ich also entschuldigt!

Beitrag von rosali25 14.03.10 - 21:51 Uhr

"Und Mein Arbeitgeber hat ne AU bis 5.4! bei dem bin ich also entschuldigt!"

Und du meinst, dass dein AG nicht informiert wird, dass die AU aufgehoben wurde?

Und warum fliegst du weg, obwohl du noch gar keine schriftliche Zusage hattest?

Ganz ehrlich, das klingt alles ganz schön undurchdacht und wie eine fixe Spontan-Idee. Ich hätte mich vorher von allen Seiten schriftlich abgesichert.

Was genau ist denn jetzt eigentlich dein Problem, wenn du 1. auf das Geld verzichten kannst und 2. (angeblich) bei deinem AG entschuldigt bist?

Beitrag von nestragon 14.03.10 - 21:59 Uhr

es ist keine Fixe idee gewesen, ich MUSSTE aber zu meinem Mann (und das sah auch meine ärztin so)
ich habe mich "abgesichert" was passieren kann und die antwort war, das ich dann kein Geld bekomme.

ich hab keine ahnung wie mein arbeitgeber das jetzt sieht, aber als ich geflogen bin und bis ich zurück war, war ich offiziell AU für ihn und für die Krankenkasse.

Die Frage ist ob man das Rückwirkend ändern kann und wer ab jetzt zahlt. Krankenschein neu und die Krankenkasse oder gelber zettel und arbeitgeber?

aber vermutlich komme ich nicht drum rum morgen bei der Kasse an zu rufen und das mit denen zu klären...

Beitrag von hinterwaeldlerin09 15.03.10 - 16:33 Uhr

Hallo nestragon,
habe den Thread verfolgt...Junge, Junge, du hast ja schön Ärger am Hals.

Es haben dir ja schon andere gesagt, dass in Deutschland eines gar nicht geht: einem schriftlichen Bescheid vorzugreifen! Insofern hättest du UNBEDINGT auf den Brief der KK warten müssen, bevor du losgeflogen bist...aber was mich mal interessiert:

Was ist zwischen dir und dem Arzt passiert? Hat es Meinungsverschiedenheiten gegeben? Wieso befürwortet er das dir gegenüber...nimmt das aber wieder zurück? Hat er denn an keiner Stelle gesagt, dass er das anders sieht, du abwarten sollst?

Hat dein Arzt dich vielleicht angelogen, hat das gar nicht empfohlen, hinter deinem Rücken der KK dies der KK auch mitgeteilt...?

Meines Wissens nach ist das nachträgliche Rumkorrigieren an Krankschreibungen echt grenzwertig. Normalerweise akzeptieren KK sowas nicht, dazu hat es sogar schon Gerichtsverfahren gegeben, wenn Ärzte an Krankschreibungen "korrigiert" haben, aber in diesem Fall...man, das ist wirklich schwer!

Halt uns mal auf dem Laufenden!

lg die hinterwälderin

P.S. Wenn alle Stricke reißen, würde ich mal bei der Ärztekammer bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung anrufen u denen den Fall schildern! Die Kasse ist ja informiert...dein Arbeitgeber allerdings...das könnte schon Ärger geben!

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