Reguliern sich "Schreibabies" tatsächlich nach den ersten 3 Monaten?

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Beitrag von flyingsoul 14.03.10 - 20:14 Uhr

Guten Abend!

unsere Johanna ist nun 4 Wochen alt und wurde praktisch als "Schreibaby" diagnostiziert, ich mag den Begriff nicht, aber mit dem Wort kann jeder etwas anfangen und auch nachempfinden was bei uns zu hause los ist...die Osteopathin behandelt sie auch und meinte, dass sie einfach noch Zeit braucht um in der Welt anzukommen, ihren Rythmus finden muss.
Nur jeder, der das kennt weiß wie anstrengend es ist und dieses Weinen einem so weh tut!!!! Ich will einfach nur hören, dass es irgendwann nach den ersten 3 Monaten aufhört!! Ich meine, ich möchte bitte Erfahrungsberichte und Ideen, bzw. Anstätze wie ihr damit zurecht gekommen seid!
Wäre über Antworten dankbar!!!
LG
die erschöpfte Melanie mit Johanna 4 Wochen und Emma fast 3 Jahre (und ich liebe sei BEIDE, falls jemand daran zweifeln sollte ;-) )

Beitrag von iceheart 14.03.10 - 20:21 Uhr

hallo,
ich kann nachvollziehen wie es dir geht. meine große tochter war ein kiss kind und schrie 4 monate lang! nach 4 behandlungen beim osteopathen war alles ok. sie war viel ruhiger und schrie viel weniger!
der osteopath sagte auch sie ist zu überfordert mit unserer welt, alles macht ihr noch angst.
ich habe sie dann immer gepuckt wenn sie schrie, gut zugeredet und ihr zugehört. mit dem pucken klappte es dann nach und nach besser. sie beruhigte sich immer schneller. das schreien ist schlimm, man ist so machtlos. aber meine hebi meinte man muss nur da sein für sein kind, zuhören und es einfach halten.
meine große wollte auch nie im ersten jahr mit mir kuscheln. aber ganz plötzlich wurde alles besser. als sie anfing zu krabbeln schrie sie nicht mehr, lächelte viel mehr und kam dann auch zu mir um zu kuscheln. sie ist so leibenswert und man vergisst den stress den man mal hatte.
also bei uns kam der durchbruch mit ca. 6-8 monaten. das mag lange klingen, aber glaube mir man schafft alles!
ich wünsche dir viel kraft und bleib dran beim osteoapthen!

Beitrag von flyingsoul 14.03.10 - 20:32 Uhr

Danke Dir! Klar bleiben wir dran beim Osteopathen, ich glaube schon, dass es viel bringt!

LG!

Beitrag von adventicia 14.03.10 - 20:25 Uhr

Hallo Melanie!
Ich habe hier knapp 16 Wochen alte Zwillinge! Fynn ist das liebste Baby von der Welt immer fröhlich und gut gelaunt! Und sein Bruder Len ist auch ein Schreibaby...#schwitz... als er noch kleiner war hatte er das auch jeden Tag Std. lang... und irgdenwann ist man an so einem Punkt wo was passieren muss!!! Und dann waren wir auch mit ihm beim Osteopathen, der hatte bei ihm Verspannungen in der HWS und am Kopf diagnostiziert und ihn dann auch gleich behandelt! Und ich muss sagen#pro... er ist wie ausgewechselt! Zwar ist das brüllen nicht von jetzt auf gleich weg, aber es ist viel viel viel besser geworden!!!! Jetzt müssen wir noch 2x zur Behandlung hin und dann hoffen wir das es ihm dann besser geht und die Verspannungen weg sind....

Es kann ja sein, dass es sich bei deiner kleinen auch nach und nach leg ihr seit ja auch beim Osteopathen gewesen ne? Und hat er sich auch irgendwie behandelt oder nur was dazu gesagt?? Und müsst ihr nochmal hin??

Lg
Nicole mit Kevin 5 Jahre und Len Tamino&Fynn Luca 16 Wochen

Beitrag von flyingsoul 14.03.10 - 20:32 Uhr

Danke für Deine Antwort! Die Osteopathin hat sie behandelt und uns Tipps gegeben, sie meinte, dass Johanna auf Grund von 4-maliger Wehenhemmergabe und dann wieder Wehenmittelgabe aus ihrem Rythmus gerissen wurde und ihn nun nicht merh findet und so schlimm Koliken hat, weil sie die Wehenmittel nicht verarbeiten kann. Außerdem hatte sie die Nabelschnur 2mal fest um den Hals, das hat wohl auch etwas ausgelöst. Wir sind am Mittwoch wieder bei ihr und ich hoffe sehr, dass es auch bei uns besser wird!
LG Melanie

Beitrag von gloria84 14.03.10 - 20:29 Uhr

hallo hallo, also das war bei unserer maus ganz genauso.. sie hat den ganzen tag geschrien oder eben geschlafen oder gegessen..

das ganze ging auch so ca drei monate, wollte nie liegen, am liebsten den ganzen tag aufn arm bei mama..ihren kinderwagen hat sie gehasst. anfangs dachten wir an 3-monatskoliken oder ans kiss-syndrom aber das wars auch nicht.. und so hab ich mich übers internet schlau gemacht und erfahrungsberichte gelesen und auch zu dem entschluss gekommen, dass es , wie deine ostheopathin schon sagt, manche kinder eben ein wenig länger brauchen um auf der welt anzukommen. war alles sehr anstrengend aber ich hatte mich irgendwann damit abgefunden und hab mich einfach ma versucht in meine tochter reinzuversetzen. selbst jetzt ist sie ein kind was viel und gerne aufn arm ist und am liebsten mamas ganze aufmerksamkeit bekommt.. noch schlimmer ist das ganze wenn sie nen schub hat oder zähne kommen..

ich hab mich dran gewöhnt und kann damit jetzt super leben..manchma bin ich eben ein wneig neidisch, wenn andere mamas so von ihren kindern erzählen, wie einfach es da ist und so.. aber mein goldschatz ist eben nun so und das ist auch gut so..(o;

also hoffe nicht auf besserung, denn manchma gibt es zeiten da läuft es besser und es gibt zeiten da biste kurz vorm durchdrehen..versuch dich damit abzufinden, was anderes bleibt dir nicht übrig.. und wenn du dich mit abgefunden hast, ist alles halb so schlimm..glaub mir..

lg gloris84 & philine *15.07.2009

Beitrag von gloria84 14.03.10 - 20:36 Uhr

ach ja, wir haben unsere tochter anfangs, wenn sie geschrien hat immer gepuckt und sie rumgetragen und nebenbei den föhn angehabt oder ich lief mit ihr in der küche rum, den das geräusch der dunstabzugshaube machte sie auch ruhiger.oder staubsauger.. diese geräusche erinnern die babys an die geräusche aus dem bauch der mama.. z.b. das geräusch des blutes was durch die adern fliesst oder der herzschlag und und und..

Beitrag von flyingsoul 14.03.10 - 20:45 Uhr

Danke, aber das machen wir alles schon :-) Bei unserer 1. Tochter hat das auch wunderbar funktioniert, aber Johanna ist eben ein Unikat...LG!

Beitrag von caramaus 14.03.10 - 20:32 Uhr

Hallöle!

Also bei uns ist seit ca 2-3 Wochen Ruhe und Entspannung eingekehrt.#huepf

Was aber nicht heißt, dass es gar keine Schreiphasen mehr gibt. Zum Beispiel wenn der Tag aufregend und erlebnisreich war, dann braucht meine Maus immer noch das Schreien um ihren Stress abzubauen und einschlafen zu können.

Ich passe außerdem mit meinem Essen total (!!!!) auf, weil sie nämlich auf ziemlich viele Sachen (alle Milchprodukte, Nüsse auch in geringen Dosen wie z.B in Nutella oder Schokolade#schmoll naja) empfindlich reagiert und dann wegen Bauchkrämpfen schreit bzw. geschrien hat.

Mittlerweile habe ich rausgefunden, dass sie sich schneller beruhigt, wenn ich selber entspannt bin (was zugegebenermaßen nicht einfach ist). Hat sie also einen schlechten Tag und schreit, dann pack ich mich mit ihr aufs Sofa und halte sie in der gleichen Position ganz fest im Arm und versuche dabei ganz ruhig zu bleiben, ich streichel ihren Rücken/ die Seite oder reibe ihr Bäuchlein. Manchmal singe ich ihr was vor oder mach so schsch-Geräusche. Funktioniert meist besser als rumtragen und schuckeln oder sowas.

Ich fühle mit dir, aber es wird bestimmt besser!

Beitrag von lienschi 14.03.10 - 20:40 Uhr

huhu,

ich habe zwar selbst keine Schreibaby-Erfahrungen, aber in dem Zusammenhang habe ich immer wieder von der "5S-Methode" von Harvey Karp gehört.

http://www.primary-care.ch/pdf/2003/2003-38/2003-38-311.PDF

Vielleicht hilft Euch das ja weiter.

Ich drück Euch die Daumen, dass die kleine Maus bald ruhiger wird. #klee

lg, Caro

Beitrag von flyingsoul 14.03.10 - 21:00 Uhr

Danke Caro, die 5 S Methode machen wir auch, es hilft auch nachts, das ist ja schonmal was, aber am Tag hilft es leider nicht!
LG Melanie

Beitrag von yorks 14.03.10 - 20:47 Uhr

Ich kann dich gut verstehen.

Louis entwickelte sich im Alter von 2 Wochen zum Schreibaby. Er hat die 3 Monatskoliken bekommen und starke Krämpfe im Darm gehabt. Er hatte seit der Geburt Anpassungschwierigkeiten. Er war hauptsächlich durch die Schmerzen ein Schreibaby. Er schrie von morgens bis abend ohne ein Mal dazwischen zu schlafen. Er lachte uns auch mal an aber das Schreien überwiegte. Nachts lief es ganz gut. Er wurde zwar öfters wach und hatte Hunger aber das ist ja normal und gut. Er schlief aber schnell wieder ein.

Durch das Schreien blieb mir nur ihn immer auf den Arm zu haben (immer, konnte ihn nie ablegen, nie). Natürlich hat er sich daran gewöhnt und schläft immer noch fast nur auf dem Arm ein. Aber und das ist das Entscheidende...es wurde besser. Er kommt so langsam in dieser Welt an. Die Blähungen quälen ihn nicht mehr so extrem (sind aber leider noch da) und er lernt mit seiner Umwelt umzugehen.

Es ist immer noch oft anstrengend mit ihm. Zum Beispiel ist er schnell überfordert wenn mehr Leute als nur ich da sind. Der Papa wird noch akzeptiert aber wehe ich besuche meine Eltern. Dann bekommt er einen Schreikrampf bis er sich schließlich an die Situation gewöhnt hat.

Es hilft nur Durchhalten. Sitze oft da und weine weil ich nicht weiter weiß aber ich habe ein gesundes Baby und ich bin so dankbar dafür und das hilft mir es durchzustehen. Du wirst es auch schaffen. #liebdrueck Bei Louis wurde es um die 10. Woche von jetzt auf Gleich mit dem Schreien weniger und er ist viel entspannter. Schläft sogar jetzt tagsüber öfter. #huepf

Ich schicke dir viel Kraft und Durchhaltevermögen. :-D

LG yorks mit Louis (der gerade auch meine Nerven strapaziert :-p)

Beitrag von flyingsoul 14.03.10 - 20:57 Uhr

hallo und danke für Deinen Bericht! Ich weiß, dass es wohl besser wird, aber es ist so anstrengend, gerade, weil meine große Tochter auch so viel Aufmerksamkeit braucht. Das schlimme ist auch bei ihr, dass sie es kaum ertragen kann, wenn "viel" los ist! Es ist ihr einfach alles zu viel, wir bekommen schon keinen Besuch, oder gehen mit ihr nirgendshin, da sie sonst total überreizt ist und uns den Tag zusammenschreit. Nachts ist es bei uns auch besser, Gott sei Dank!
Auch Dir weiterhin viel Kraft!!!
LG Melanie mit den Mädels

Beitrag von yorks 14.03.10 - 21:04 Uhr

Ich hoffe auch das diese Überreiztheit bald verschwindet. Teilweise wollte ich das Haus nie wieder verlassen und auch keinen Besuch bekommen. Aber das geht ja nicht und wäre ja auch der Falsche weg. Irgendwie muss man die Kleinen ja dran gewöhnen.

Habe imme noch Bedenken wenn ich mit Baby mal meine Eltern besuche, da es oft Situationen gab wo Louis dann nur noch Schrie und ich mich immer erklären musste, dass er nun mal so ist und er einfach noch nicht ganz mit der Umwelt klar kommt. (Muss fairerweise dazu sagen, meine Eltern meinen es nicht böse, sie kennen es nur nicht so. Ihr anderes Enkelkind ist extrem pflegeleicht.)

Nun ja, momentan beschränken sich die Ausflüge auf Omas und Opas und einkaufen. Unsere Freunde habe ich schon wochenlang nicht gesehen, da es einfach zu viel wäre für Louis.

Beitrag von flyingsoul 14.03.10 - 21:10 Uhr

ich glaub das ist auch das schlimmste, weil man sich so abschottet von der Welt! Meine ganze Familie wohnt in Bayern, also 250km weit weg und ich würde sie so gerne besuchen um ihnen Johanna zu zeigen, aber ich weiß, das würde ein Desaster werden...ich hoffe mit Dir, dass diese Überreitzbarkeit bald vorbei ist!!

LG!

Beitrag von yorks 14.03.10 - 21:25 Uhr

Ach herje, das ist ja noch blöder.

Aber es wird besser. Irgendwann hört das Schreien auf. Louis kann es zwar immer noch gut aber nur wenn ich nicht schnell genug bin die Flasche zu holen oder er überfordert ist.

Das schlimme Schreien den ganzen Tag ist geschafft.

Wirst sehen, bald ist es viel besser. Nach den 3 Monaten geht es meistens nur noch bergauf.

Beitrag von flyingsoul 14.03.10 - 21:32 Uhr

ich komme dann in zwei Monaten wieder auf Dich zurück ;-) Mal sehen ob es dann wirklich besser ist!

Beitrag von yorks 14.03.10 - 21:33 Uhr

Ja das mache mal. :-D

Daumen sind gedrückt.

Beitrag von kikiy 14.03.10 - 20:54 Uhr

Also unser Sohn hat 6 Monate lang geschrien...

Beitrag von flyingsoul 14.03.10 - 21:01 Uhr

das wollte ich nun nicht hören ;-) Aber danke für die Ehrlichkeit!

LG

Beitrag von tragemama 14.03.10 - 21:13 Uhr

Hey Melanie, hast Du schon mal über eine Trageberatung nachgedacht? Gutes Tragen könnte zumindest Linderung verschaffen.

VG Andrea
mit Christina *25.10.09
und Kathrin *13.09.07

Beitrag von flyingsoul 14.03.10 - 21:24 Uhr

Hallo Andrea!!

oh wie gerne würde ich sie den ganzen Tag im Tragetuch haben, ich hätte da echt nichts dagegen, aber sie will das nicht!!!! Wir haben ein festes und auch ein elastisches Tragetuch ausprobiert, aber sie schreit darin genauso und überstreckt sich total. Hast Du eine Idee warum oder ob man das auch antrainieren, bzw. üben kann?

LG Melanie

Beitrag von smurfine 14.03.10 - 21:26 Uhr

Meine Tochter mochte auch nicht im TT sein. Manduce fand sie sofort toll. Vielleicht probierst Du mal eine andere Tragehilfe?

Beitrag von flyingsoul 14.03.10 - 21:33 Uhr

das ist eine super Idee, danke!!

Beitrag von tragemama 14.03.10 - 21:34 Uhr

Ist die Hüfte ok? Das klingt irgendwie komisch. Ich persönlich (!) hab auch in der Trageberatung die Erfahrung gemacht (die Hebis, mit denen ich zusammenarbeite, sind da gleicher Ansicht), dass viele "Schreikinder" ein organisches Problem haben, man findet es eben nur nicht.

Mein Tipp: Lass alles ausschließen. Geh in die Kinderklinik und besteh drauf, dass alles gecheckt wird, vor allem ein Hüftsono und eine Untersuchung der kompletten Wirbelsäule. Verlass Dich da nicht auf einen Osteopathen - das kann gern begleitend passieren.

Antrainieren? Schwierig - auch weil ich meine, es tut ihr weh. Versucht mal, sie dann ins (elastische) Tuch zu "stecken", wenn sie satt, trocken und richtig müde ist. Steck sie rein und marschier los. Gehen, gehen, gehen. Dabei schläft normalerweise jedes Kind ein. Wenn Du das ein paar Mal gemach hast, ist sie "konditioniert" ;-) und weiß, dass das was Schönes ist.

Wenn ich Dir irgendwie helfen kann, meld Dich gern per PN.

Viele Grüsse
Andrea

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