mein kleiner wird bewusstlos

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sanni80 14.03.10 - 22:13 Uhr

Hallo,
Mein Sohn (18 Monate) ist schon zwei mal nach einer Schreiattacke bewusstlos geworden.Das erste Mal hab ich ihm nur was weggenommen mit dem er gerade spielen wollte.Er hat geschrien ich wollte ihn beruhigen aber da ist er schon weggesackt.Natürlich haben wir sofort den Notarzt gerufen.Im Krankenhaus wurde er dann eine Nacht zur Kontrolle dabehalten.Er war wieder ganz normal und alle Ergebnisse unauffällig.Dasselbe ist vor ein paar Tagen nochmal passiert.Kennt das jemand?Wie sind eure Erfahrungen???Ich kann ihm ja nicht alles erlauben nur aus der Angst er kippt wieder um.Würde mich über Antworten freuen.
Liebe Grüße
Sandra mit Andi(8) Lukas(3) und Matthias (18 m)#schrei

Beitrag von kris86 14.03.10 - 22:18 Uhr

Hallo Sandra,

ich kenn das nicht. Aber an deiner Stelle würde ich nochmal zum Arzt gehen und das genau abklären lassen. Das ist doch sicher nicht normal, dass er einfach so bewusstlos wird.

Lg und alles Liebe für euch!

Beitrag von sally87 14.03.10 - 22:19 Uhr

Hallo,
wir haben damit leider auch Erfahrungen.Unser kleiner macht das schon seitdem er ein Baby ist.Bei ihm es ganz oft so,dass er ganz kurz schreit,dann hält er die Luft an,dann verleiert er seine Augen(nach oben) und sackt komplett in sich zusammen (seine Muskeln sind komplett schlaff...er ist dann weich wie Wackelpudding),anschließend holt er kurz Luft und hält die Luft dann wieder an.Nach dem 2 mal Luftholen schläft er sofort total erschöpft ein.Es wurde deswegen unter anderem ein EEG+Schlaf-EEG gemacht,weil der Verdacht einer Epilepsie bestand.

Lg
sally87

Beitrag von sally87 14.03.10 - 22:20 Uhr

P.s. Er ist dann richtig bewusstlos.Es dauert manchmal wirklich ewig bis wir ihn dazu bekommen,dass er endlich wieder Luft holt.

Beitrag von postrennmaus 14.03.10 - 22:27 Uhr

Hallo Sandra!

Solche "Respiratorische Affektanfälle" sind gaaar nicht so selten. Kinder bis zu 5 Jahren können betroffen sein. Meist sind diese "Anfälle" relativ harmlos, auch wenn sie grausam aussehen. Dennoch solltest du, wie schon von einer Vorschreiberin gesagt, per EEG eine mögliche Epilepsie ausschließen lassen. Aber oft ist das nicht der Fall, und man braucht keine große Angst haben. Das einzige was du tun kannst, wenn es nochmal auftritt, dein Kind auf die Seite legen und abwarten bis es wieder zu sich kommt. Diese Anfälle hinterlassen keinen bleibenden Schäden. Lass dich von einem Kinderneurologen aufklären, der nimmt dir sicher die Angst!

Lg postrennmaus

Beitrag von aita91 14.03.10 - 22:30 Uhr

Hallo!
Von Erfahrungen kann ich zum Glück nicht berichten. Ich weiß nur, dass das bei einigen Kindern wohl regelmäßig so ist und dass es zwar schrecklich aber nicht gefährlich ist. Google doch mal nach "Affektkrampf", da findest Du mehr.
Viele Grüße!

Beitrag von luzi74 14.03.10 - 22:36 Uhr

Hallo Sandra,
nicht falsch verstehen - ich musste gerade schmunzeln..
vor 5 tagen war ich mit meiner Tochter bei einer Ärztin wegen ihrer Schilddrüse diese Ärztin behandelt auch noch in einer Kinderklinik - also fragte ich Sie zu folgender Situation:

Meine Tochter flippt zur Zeit öfter mal total aus und schreit und wütet dann bis zur völligen Erschöpfung. Nach vielen Selbstzweifeln und noch mehr Versicherungen von Mitmenschen (auch hier bei urbia) dass das ja wohl "nicht normal" wäre und ich wahrscheinlich etwas falsch machen würde oder sogar in meiner Erziehung total versagen würde fragte ich also bei der Ärztin nach und diese meinte dann
Zitat
"Überspitzt gasagt wäre es auch dann noch normal wenn ihre Tochter sich übergeben müsste oder sogar OHNMÄCHTIG werden würde (kommt dann vom falschen atmen beim Wutanfall) OHNE dass man daran denken müsste sie psychologisch oder medikamentös zu behandeln- Manche Kinder wollen eben unbedingt ihren Willen durchsetzen - da hilft oft nur Konsequenz und Aussitzen. "

****Natürlich weiss ich nicht ob es in deiner Situation diese harmlose Antwort darauf ist (was ich natürlich ganz fest hoffe) - aber ich bin doch jetzt etwas beruhigter in miner Situation.
Vielleicht besprichst Du dich nochmal extra mit Deinem Kinderarzt.

alles Liebe für Euch
Luzi

Beitrag von bibi22 14.03.10 - 23:16 Uhr

das mit dem übergeben kann ich bestätigen... vor allem sehr dramatisch wenn es mit im schuhladen ist und man vorher noch schön Erdbeeren gegessen hat... *grml* "ist nicht mein kind!" ;-)

Beitrag von tanja.1980 14.03.10 - 23:14 Uhr

Hallo Sandra,

so wie du das schilderst, hört sich das für mich total "normal" an.

Es gab vor einigen Tagen schon eine Diskussion darüber, da habe ich auch was geschrieben. Hier der Link:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=3&tid=2540240&pid=16115287

lg

Tanja mit Sophia (3,5) und Lara (21M)

Beitrag von ohnezucker 14.03.10 - 23:48 Uhr

Es kann auch eine Vasovagale Synkope sein.

Er wird durch einen Vagusreiz ausgelöst.
Bei empfindliche Menschen kann das sogar durch Rasieren oder einer Krawatte binden ausgelöst werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Synkope_%28Medizin%29

Im Grunde ist das nicht schlimm, nur können die beim Umfallen sich verletzen.

Beitrag von pitty29 15.03.10 - 07:47 Uhr

das ist ein affektkrampfanfall. geh zum kia lass ein eeg schreiben um epilepsie auszuschliessen.

meine tochter hat das auch.
es ist sicher schrecklich aber echt ungefährlich.
meine zittert dazu noch und verdreht die arme und die pupillen gehen nach oben.
ich habe auch angst vor jedem anfall weil man so hilflos ist.
aber es kann echt nix passieren. dein kind darf dabei nur nix zum essen im mund haben, wegen erstickungsgefahr.
und du darfst nicht zulassen was das kind vor dem anfall wollte. denn wenn sie einmal dadurch ihren willen bekommen haben machen sie es unbewußt immer wieder.

also keine panik man gewöhnt sich dran.

lg pitty29

Beitrag von thu 15.03.10 - 08:56 Uhr

hallo sandra!

also ich kenne das von freunden, deren erster sohn hat das auch, gefunden haben sie bisweilen nichts, aber it der zeit wirds halt besser.

ich hab auch in meinem buch babyjahre was drin stehen, das das manchen kindern passiert.
trotzdem abklären lassen würd ich es schon.

und ihm deswegen sachen erlauben, die du sonst nicht erlauben würdest, würd ich nciht, dann hast du später den ärger. so weiß er das du dabei bleibst auch wenn er in ohnmacht fällt. kinder merken das ganz schnell und nutzen das aus. so war das bei unseren freunden, der kleine hatte das ganz schnell raus und hat sich deswegen öfters aufgeregt und bekam dann seinen willen.

naja wünsch dir alles gute
wenn du willst kann ich den text aus dem buch mal raussuchen.
gruß thu

Beitrag von miau2 15.03.10 - 09:32 Uhr

Hi,
ich persönlich kenne es nicht (nicht bis zur Ohnmacht, bis zum blau anlaufen schon), und ich werde dir auch nicht sagen "das IST...dies und jenes", denn wissen kann das natürlich niemand per Ferndiagnose.

Der wohl häufigste Grund für derartige Dinge sind Affektkrämpfe. Das eine Kind von dem Lehrrettunssani aus unserem Erste-Hilfe-Kurs hatte die, inklusive Ohnmacht. Ablauf war genau wie bei dir: dem Kind hat was nicht gepasst, es hat gebrüllt, die Luft angehalten, ist umgekippt.

WENN es das ist wäre es das falscheste, was du machen kannst, dem Kind immer seinen Willen zu lassen. Kinder lernen - und es wird sehr schnell lernen, dass es mit einem Affektkrampf (bzw. halt dem Luft anhalten) seinen Willen bekommt. Und dann hast du erst richtig ein Problem - dann wird es das u. U. immer anwenden, wenn du ihm seinen Willen mal nicht lassen willst.

WENN es das ist ist es im Prinzip ungefährlich. Ein Mensch kann gar nicht so lange die Luft anhalten, dass es direkt gefährlich wird. Er wird (wie von dir beobachtet) ohnmächtig - und in dem Moment reflexgesteuert Luft holen. Damit sollte der Spuk vorbei sein.

WENN es das ist ist die einzige Gefahr, dass dein Kind bei so einem Affektkrampf z.B. vom Stuhl fällt und sich den Kopf anhaut, oder ähnliches. Das sollte man natürlich vermeiden.

Und wenn es das ist, wäre die beste "Therapie" das ganze mehr oder weniger zu ignorieren. Dem Kind ins Gesicht pusten, wenn griffbereit, ein paar Tropfen kaltes Wasser ins Gesicht spritzen. Auf gar keinen Fall nachgeben, so wenige Aufheben wie möglich darum machen. Wie gesagt, Kinder sind lernfähig - sie können lernen, das als Mittel zum Zweck einzusetzen. Sie können aber auch lernen, dass sie damit nichts erreichen, und es zumindest nicht mehr bewußt einsetzen. Unbewußt (mein Großer lief ein paar Mal vor Luftanhalten leicht blau an, wenn er sich richtig weh getan hat - umgekippt ist er mir nie - das erste Mal hatten wir das direkt beim KiA beim Impfen) kann es natürlich passieren.

Was ich dir halt leider nicht sagen kann ist, ob es das wirklich ist - es klingt halt schon danach, ich als Laie würde die Chance dass es so etwas harmloses ist für ganz gut halten.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von geli03062000 15.03.10 - 14:31 Uhr

Hallo Sandra,

ich kann genau nachempfinden wie Du Dich dich fühlen muss!!! Wir hatten bzw. haben das selbe. Waren dies bies bzgl. im September 2009 eine Nacht mir unserer Maus im KH, um ein Schlafentzugs EEG machen zu lassen, das ganze ich nicht spaßig!

Bei Lena ist es, wenn Sie sich den Kopf gestossen hat oder sich ganz doll weh getan hat, hat sie sich "weg geschrien" bzw. ist auch in eine kurze Ohnmacht gefallen. Lena weint erst ganz bitterlich und dann verdreht sie die Augen. Unser KA gab mir den Tipp, ins Gesicht pusten - laut Ihren Namen rufen, damit man sich erschreckt, oder aber direkt nachdem sich die Kleine weh tut - Ablenken.

Lena hatte diese Anfälle, bei uns sind es Affektkrämpfe (google doch mal) insgesamt 5 mal, und es ist jedes mal der Horror. Sie lässt sie sich wie ein nasser Sack fallen, sackt in sich zusammen, das ganze dauert aber max. 5-10 Sek. danach ist als sei nichts gewesen. Für uns aber immer der absolute Horror!!!!!

Als wir damit beim Arzt waren, haben wir auf verschiedenen Dinge bestanden - bzw. sind uns ans Herz gelegt worde: Kardiologe, EEG, 24 Std. EKG, und zum Schluss das Schlafentzugs EEG.
Alles ohne Beanstandung, bei Lena handelt es sich um Affektkrämpfe, wogegen man leider nicht sehr viel tun kann.

www.anfallskind.de/affektkraempfe.htm

Sorry mein Text ist jetzt ziemlich lang geworden, aber ich wollte Dir ein wenig die Angst nehmen und hoffen, dass es sich auch bei ihr "nur" um Affektkrämpfe handelt. Wünsche alles, alles Gute!!

Lg aus Köln,

Angelika