Was meint ihr normaler Durchschnitt oder schlau?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nudelmaus27 15.03.10 - 09:47 Uhr

Hallo Ihr!

Meine Tochter (3 1/2 J.) ist sehr aufgeweckt und oft sagen Leute zu mir, dass sie sie für schlau halten. Manche haben mir sogar schon empfohlen sie mal testen zu lassen, da sie das Gefühl haben, sie könnte unterfordert sein. Ich dachte bisher immer sie ist nicht unterfordert, sondern müde oder überdreht.

Ich möchte natürlich nicht dasehen wie Mami mit Superkind daher würden mich mal eure Meinungen interessieren.

Ich schreibe einfach mal auf was mein Kind so kann, andere die ich kenne in dem Alter jedoch nicht:

- sie kann problem mindestens 10 Lieder (ordentlich, komplett mit allen Strophen), also so Sachen wie Hänsel & Gretel, kommt ein Vogel geflogen, alle meine Entchen usw.

- sie kann bis 15 zählen

- sie kann alle 6 Zahlen auf dem Würfel erkennen und entsprechend auf der Spieltafel setzen

- sie puzzelt problemlos diese Kinderpuzzle (je Teil so ca. 3 x 3 cm)

- sie kennt diverse Vögel die so rumfliegen

- sie redet super und erzählt den lieben langen Tag

- sie erkennt Namen die ich ihr so aufschreibe (also ihren eigenen, von anderen Kindern)

- sie erinnert sich an Sachen die teilweise länger als ein Jahr zurückliegen .....

Naja so könnte ich jetzt noch viele Punkte hinzufügen.

Für mich war das bisher immer ganz normal und nicht überdurchschnittlich. Doch seit mich andere darauf verstärkt ansprechen, höre ich natürlich bei gleichaltrigen anderen Kindern doppelt hin und merke recht oft, dass viele noch nicht so weit sind.

Was meint ihr soll ich sie mal testen lassen oder mich lieber bloß heimlich freuen, dass sie das alles schon kann?

Wie gesagt will mich jetzt hier nicht super darstellen oder so mich interessiert eigentlich nur ob das Durchschnitt ist oder nicht und dann andere eher etwas zurückgeblieben.

#danke für eure Meinungen,
Nudelmaus



Beitrag von peachii 15.03.10 - 09:57 Uhr

Hallo,

ich denke das kann am Besten erstmal ein Kinderarzt beurteile.
An sich hören sich die Sachen nicht ungewöhnlich an... aber jedes Kind entwickelt sich nunmal anders.
Mia ist grad drei geworden und hat mich gestern auch mal wieder überrascht.
Der Papa hat ihren Namen auf ein Tettel geschrieben und sie kam an und meinte, das ist ein M, das ein I und das ein A.
Da steht Mia#verliebt da ist man natürlich erstmal irre stolz aber auch das ist im ganz normalen Bereich.

Liebe Grüße
Peachii

Beitrag von joshimaus 15.03.10 - 10:01 Uhr

Hallo,

Ich finde das ist der Durchschnitt. Mein Sohn ist auch so und fast alle seiner Freunde sind genau so weit und Tim Luca ist im Sozialpädiatrischen Zentrum in Behandlung und da wird teilweise sogar noch von Defiziten gesprochen. Ich denke das die Mäuse total im Durchschnitt liegen. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und der eine ist in dem Bereich fitter und der andere in dem anderen Bereich. Ich denke auch nicht das man in diesem Alter schon von schlau, begabt oder super Intelligent sprechen kann. Von meiner Freundin der Sohn konnte mit zwei jahren das kopmlette Alphabet lesen und das nicht auswendig, sondern die einzelnden Buchstaben. Da wurde ein Aufsehen drum gemacht, Hochbegabt etc. und was ist jetzt. Er bekommt Stützpädagogik im Kindergarten und wird ein Integrationskind, weil er nicht spricht und entwicklungstechnisch den anderen weit hinterher ist.

Lg Joshimaujs

Beitrag von mona1879 15.03.10 - 10:03 Uhr

nimms mir nicht übel aber was nützt es dir, wenn du wüßtest, dass sie überdurchschnittlich begabt ist.
stille ihre wissberiergde und freu dich an deinem kind.
testen lassen kannst du sie immer noch, wenn sie in die schule kommt.
lieben gruß
mona

Beitrag von chaoskati 15.03.10 - 10:07 Uhr

Hallo Nudelmaus...

Willkommen im Club!
Ich habe mit meinem Sohnemann das gleiche "Problem".
Wir werden auch oft angesprochen und gefragt, ob wir schon getestet haben etc.

Aber ich distanziere mich von diesem Thema, denn diese Sache von wegen "Hochbegabung" ist so in Mode zur Zeit, da tut man meiner Meinung nach den Kids keinen Gefallen damit.
Du musst halt bloß wachsam sein und gucken, dass sie immer neuen Stoff bekommt, für den sie sich interessiert.
Also ich rate dir erstmal von nem Test ab!
Kinder kann man auch sehr schnell überfördern. Und wie schnell bleibt da die Kindheit und Kindlichkeit auf der Strecke!?

Ich habe erst vor kurzem eine Diskussion darüber verfolgt, von Experten. Da fiel so ein Satz:
"Was nützt es dem besten Dipl.-Ing. etc. blabla wenn er nicht teamfähig ist"
Das ist mir so im Hinterkopf festgewachsen, dass ich immer dran denken muss.

Gruß Kati

Beitrag von cahahi 15.03.10 - 10:08 Uhr

Guten Morgen!!

Also vom testen wird dir jeder vernünftige Arzt oder sonst was abraten.
Das wird in dem Alter noch nicht wirklich gemacht bzw. es ergibt gar keinen Sinn.
Sinn macht das Testen erst in der Schule. Und das auch nur, wenn es "Probleme" gibt.

Und sooo außergewöhnlich hört sich das für mich jetzt nicht an. Sorry, ist nicht böse gemeint.

Mein Sohn ist 3 Jahre und 4 Monate und kann auch einige Lieder, bis 20 zählen (und das sogar auf Englisch. Kein Witz!!), alle Buchstaben seit einem Jahr benennen und teilweise auch schreiben, usw., usw.!!!

Also siehst du, dass es für dieses Alter gar nicht so außergewöhnlich ist. ;-)

Laß deine Tochter einfach machen und hilf ihr bei ihrerm Wissenshunger.

LG Carmen

Beitrag von braut2 15.03.10 - 10:09 Uhr

ABER sie kann sich die Haare noch nicht allein kämmen
;-) :-p

Also mein Töchterchen wird im Mai 4 und kann auch schon viele Dinge. Mir wurde auch schon gesagt ich solle ein Auge drauf haben..... aber ich mach mir erstmal keine Gedanken. Wenn überhaupt, lass ich sie erst testen wenn sie in die Schule kommt, wer weiß, bis dahin hat sich vlt einiges wieder relativiert.
Unsere kann einige Buchstaben schreiben, sie erkennt alle Buchstaben, sie liest schon einige Wörter, zählt locker bis 20, addiert Zahlen (ohne Finger zu benutzen), erinnert sich auch sehr gut an zurückliegende Sachen, puzzelt schon seit sie 2 ist (macht heute 100-er oder mehr Teile), quatscht uns auch die ganze Zeit zu und kann auch schon richtig ordentlich "diskutieren" usw. usf..
Ich erfreue mich daran, vor allem, weil die Kleine (2,5) davon profitiert. Denn die zählt fast noch besser und kann die Buchstaben von A-Z, setzt sogar auch schon einige zusammen.......
Nichtsdestotrotz, ich mache mir da noch keine Gedanken. Ich hab nix dagegen wenn sie schnell Dinge lernen und auffassen :-)
Mein Mann gehört lt. IQ zu den Hochbegabten, deswegen hat er sowiso ein Augenmerk darauf. Allerdings hat das ja für unsere kinder nix zu heißen ;-)

Lg

Beitrag von nudelmaus27 15.03.10 - 10:24 Uhr

Du Böse du; doch sie kann sich alleine kämmen aber frag nicht, wie das dann aussieht :-p!
Und Oma kann sie kämmen, die hatte soviel Freude dran, dass ihr schon Tränen in den Augen standen #rofl....

Beitrag von braut2 15.03.10 - 10:27 Uhr

Tipp:
wenn Deine Tochter die Haare richtig kämmt und sich dann noch n Mozart-Zopf flechten kann..........
lass sie TESTEN :-)

Oma´s gelten hier nicht :-p

Beitrag von nudelmaus27 15.03.10 - 10:32 Uhr

Mozart Zopf #augen ????, also ich kenne nur französischen Zopf oder holländischen Zopf oder aber Mozart - Kugeln :-D ...

Beitrag von chaoskati 15.03.10 - 10:33 Uhr

#mampf

Beitrag von braut2 15.03.10 - 10:48 Uhr

Mozart - Zopf

http://hau-tu.de/index.php5/Mozartzopf_und_Co.

vlt ist das auch der französische Zopf ??


Also wenn deine Tochter Mozart-Kugeln flechten kann....
überspringe gleich den Kiga :-p

Beitrag von schullek 15.03.10 - 10:11 Uhr

hallo,

ich denke, sie ist ein schlaues, aufgewecktes kind.
die beschriebenen sachen konnte mein sohn in dem alter auch.
ich denke, er ist schon sehr intelligent, aber gsd nicht hochintelligent.
er konnte mit 1,5 - 1 3/4 in ganzen sätzen reden, mit 7 monaten krabbeln udn mit 11 alleine laufen. er war schon immer recht schnell bei allem. aber er ist eben auch sehr aufgeweckt und neugierig. mit der zeit haben die anderen kinder aufgeholt, haben ihre stärken entwickelt und so soll es auch sein.

lg

Beitrag von angelundercover 15.03.10 - 10:14 Uhr

WOW was einem einfachen Beitrag werden kann..ich bin echt begeistert, bis auf einen einzigen Beitrag (!!!) haben alle genannten Kinder einen außerordentlichen und nennswerten Entwicklungsstand! Wenn ich gewußt hätte, das bei Urbia unsere zukünftige Elite heran wächst..... #rofl

Beitrag von cahahi 15.03.10 - 10:22 Uhr

Ich finde nicht, dass es unter "außerordentlichen und nennenswerten Entwicklungsstand" fällt, da ja fast alle Kinder diese Fähigkeiten haben. Es ist also denke ich mal normal für dieses Alter.

Beitrag von angelundercover 15.03.10 - 10:25 Uhr

Sorry der normale Entwicklungsstand eines Kindes von 3 Jahren beinhaltet ganz sicher nicht das es lesen und schreiben kann...und es erstaunt mich außerordentlich das es angeblich SO viele Kinder in dem Alter angeblich können!

Unabhängig davon das es eine Hochbegabung erst ab 6 Jahre und da noch nicht mal zuverlässlich getestet werden kann...finde ich die "Selbst"-Beweihräucherung mancher Mütter hier defintiv lächerlich!

Beitrag von cahahi 15.03.10 - 10:33 Uhr

Ich denke mit richtigem Lesen hat das noch nichts zu tun. Die Kinder erkennen einfach die Sachen wieder, die sie schon einmal gesehen haben. Sprich ihren eigenen Namen, Oma usw.!

Und das mit Testen in dem Alter hab ich ja auch schon erwähnt.

Das Thema ist ja wirklich im Moment in Mode. Ich denke einfach, dass es das Wunschdenken vieler Mütter ist. "Mein Kind ist was besonderes!"
Dabei wäre ich absolut nicht scharf drauf. Der Schuss geht nämlich in den meisten Fällen nach hinten los. ;-)

Beitrag von angelundercover 15.03.10 - 10:40 Uhr

Richtig genauso sieht es aus!!

Es hat mal jemand gesagt/geschrieben: Von allen Behinderungen, ist Hochbegabung die angenehmste!

Es ist ja auch jedes Kind etwas besonders...das müssen Außenstehende auch gar nicht erkennen, aber ich finde es fatal mit welchem Druck die kleinen Kinder heutzutage schon belastet werden...eine normale und unbeschwerte Kindheit erscheint den meisten Müttern als nicht erstrebenswert und merken dabei gar nicht das die Vermittlung von Liebe bei Leistung ein falsches Bewertungssystem ist!

LG

Beitrag von cahahi 15.03.10 - 10:48 Uhr

An dem Spruch ist echt was dran!! Aber das sehen die meisten nicht.

Ich hab mich mal mit einer Mutter unterhalten, deren 2 Kinder wirklich hochbegabt sind. Sind allerdings auch schon älter.
Sie meinte auch, es ist nicht einfach, ein solches bzw. 2 solcher Kinder zu haben.

Ok, es gibt Kinder, die in dem Alter etwas pfiffiger sind als andere. Aber das sofort und "hochbegabt" o.ä. abzustempeln finde ich derart abartig.

Unser ist vielleicht auch pfiffig aber ich würde nie auf die Idee kommen ihn testen zu lassen oder sogar als hochbegabt zu titulieren.

Beitrag von sandra1610 15.03.10 - 10:15 Uhr

Hallo!

Als Erzieherin finde ich deine Liste jetzt nicht besonders aussergewöhnlich, wenn ich ganz ehrlich bin. Die Dinge, die du da aufzählst können viele Kinder in dem Alter (meine Tochter übringens auch ;-) ), was aber absolut überhaupt nix mit Hochbegabung zu tun hat. Freu dich doch einfach, dass du ein kluges Mädel hast und vergiß diese Vergleiche mit anderen Kindern und vor allem vergiß den Gedanken an einen Test!!! Das ist Blödsinn! Deine Tochter ist ganz sicher nicht hochbegabt, sondern eben intelligent, nicht mehr und nicht weniger. Beantworte ihr ihre Fragen, unterstütze sie in ihren Interessen und gut ist.

Lg, Sandra

Beitrag von nudelmaus27 15.03.10 - 10:30 Uhr

#danke, wie gesagt ich dachte bisher auch immer, dass es normal ist wie es ist und eben andere noch nicht so weit sind (warum auch immer, manche Eltern erklären auch nichts, wenn Kinder fragen also sitzen wie ein stummer Fisch daneben #schmoll).

Wegen so einem Test war ja auch nicht meine Idee, haben nur einige Bekannte angesprochen, da meine Tochter oft wirklich unterfordert wirkt und sich teilweise abendteuerliche Sachen ausdenkt (was ich wie gesagt bisher auf Überdrehtheit geschoben habe, weil sie der Meinung ist mittags muss man nicht schlafen, obwohl sie seit 10 Uhr gähnt).

Gruß, Nudelmaus

Beitrag von hanni123 15.03.10 - 10:25 Uhr

Huhu,

ganz normal. Unsere Kinder entwickeln sich nun mal weiter, sie sind keine Kleinkinder mehr und können jeden Tag etwas neues. Das geht manchmal so schnell, dass man als Eltern da gar nicht mehr hinterherkommt. ;-)

Die Entwicklung geht auch einfach unterschiedlich voran, es gibt Kinder, die können mit 2 Jahren schon Fahrrad fahren, sprechen dafür erst mit 3, andere sprechen schon mit 1,5, sind aber motorisch (noch) nicht so fit.

Irgendwann gleicht sich das dann bei den meisten "normal begabten" und "normal geförderten" Kindern an, wobei natürlich jedes Kind andere Interessen / Begabungen hat, und das ist auch gut so.

LG

Hanna

Beitrag von engelchen28 15.03.10 - 10:54 Uhr

für mich hört sich dein kind schlau an, aber nicht außergewöhnlich.

viel wichter fände ich zu wissen, wodurch sie negativ auffällt, wie man auf die idee kommt, sie wäre unterfordert? sollte das ein echtes problem darstellen, würde ich zum arzt gehen, ansonsten kein problem aus etwas machen, was keins ist.

vg
julia

Beitrag von nudelmaus27 15.03.10 - 13:57 Uhr

Hallo!

Naja wie es zu dem Begriff "unterfordert" kommt, kann ich erklären.

Meine Tochter geht von 9-15 Uhr in die Kita. Sie steht morgens zwischen 6-6:45 Uhr auf (je nachdem wie lange sie schläft), baut dann Türme, puzzelt usw. bis ich so 7:30 Uhr alles inkl. mich fertig habe, zwischendurch legt sie noch ne Klositzung mit Büchern ein. Von 7:30-8 Uhr wird gewaschen, angezogen, macht sie ihr Bett und räumt ihren Krams zusammen, danach frühstücken wir und um ca. 8:30 Uhr laufen wir zur Kita. Mittags schläft sie garnicht mehr. Meist laufe ich nach der Kita heim, zweimal die Woche besuchen wir noch eine Kinderspielgruppe und den Kindersport an den restlichen 3 Nachmittagen fährt sie Fahrrad, Roller, Schlitten --> sie ist halt von ca. 15-17 Uhr noch draußen, danach spielt sie noch knapp eine Stunde zu Hause teilweise alleine, teilweise mit uns. Gegen 18 Uhr gibt es Abendessen, danach gehts Duschen & Zähneputzen, danach Sandmann, dann kleine Geschichte, Lied, Schlafen. 19 Uhr ist Schluss.
ABER man kann sagen ab 17 Uhr ist sie der Oberbesen, nicht hören, ausrasten, alles könnte man 100x sagen, Konsequenzen sind ihr egal im Gegenteil dann geht es erst richtig los. Am Schlimmsten ist es, wenn wir beide (also Mama & Papa) da sind, da denkt sie sich Sachen aus :-[, falsch rum auf dem Klo sitzen und mit Absicht die Brille vollpinkeln, Badvorleger in die volle Wanne schmeißen, Essen durch die Kante pfeffern usw. usw.

Für mich waren das bisher Provokationen vom Feinsten und für mich ein Fall von Müdigkeit auch wenn sie nach 19 Uhr im Bett oft noch singt oder ruft (darauf gehen wir schon garnicht mehr ein). Sie hat es sogar schon gebracht im Alter von knapp 2 Jahren 24 Stunden garnicht zu schlafen und topfit zu sein #schock.

Meine Bekannten meinten nun, das sie für ihr Alter eben sehr schlau sei und vielleicht so reagiert weil sie teilweise unterfordert ist mit dem Tagesprogramm #kratz....?!

Wie gesagt ich dachte eher an überreizt und übermüdet aber gut.
Und zum Thema Arzt, deshalb habe ich auch nächste Woche zuerst einen Termin mit ihrer Erzieherin und danach noch einen bei einer Familienberatungsstelle, weil ich gezielt wissen möchte, wie man damit umgeht, weil mir so langsam die Ideen ausgehen.

Ich will ja echt nichts falsch machen und liebe sie sehr aber irgendwie ist alles manchmal total aus dem Ruder.

LG, Nudelmaus

Beitrag von knutschka 15.03.10 - 11:06 Uhr

Hallo,

ich denke auch nicht, dass die von dir genannten Fähigkeiten außergewöhnlich für ein 3,5 jähriges Kind sind. Meine Tochter ist gerade 2,5 und kann das auch. Trotzdem ist es noch viel zu früh von einer Hochbegabung zu sprechen. Bei uns an der Uni werden Kinder ab fühestens 4 Jahren getestet. Und selbst diese Tests sind mit Vorsicht zu genießen.

Mich ärgert aber auch diese konsequente Ablehnung hier im Forum, wenn mal jemand eine Frage in Richtung Hochbegabung stellt. Hochbegabung ist nicht so selten, wie häufig angenommen wird. Etwa 10% eines Altersjahrganges haben einen IQ von120 und höher. Das heißt also, dass bspw. in jeder Schulklasse 2 - 3 hochbegabte Schüler sitzen.

Die Frage, was es ändert, zu wissen, dass ein Kind hochbegabt ist, ist zwar berechtigt, wird aber hier leider meist rethorisch gestellt. In Wahrheit ändert es schon etwas. Denn eine nichterkannte Hochbegabung kann durchaus zu einem Misserfolg in unserem Schulsystem führen. Wenn ich den Verdacht hätte, dass meine Tochter hochbegabt wäre, würde ich sie testen lassen - allerdings erst in Verbidnung mit der Schuluntersuchung.

Fakt ist aber auch, dass die Kinder heutzutage früher mehr können als die bspw. unsere Elterngeneration. Dadurch entsteht schnell der trügerische Eindruck, ein Großteil der jetzigen Kleinkindgeneration sei hochbegabt. Es sollte allerdings nicht vergessen werden, dass das Gesamtbild entscheidend sein sollte: also auch so einfache Dinge, wie eine Schleife binden etc. sollten ein Maßstab in der Entwicklungsbewertung sein.

LG Berna

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