Wie reagiere ich am besten? 3-jährige in der Trotzphase

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von mausmadam 15.03.10 - 10:29 Uhr

Meine Tochter ist 3 jahre und 4 Monate alt.

Vor 4 Monaten ist sie gleich doppekt große Schwester geworden.

Wir haben sie von Anfang an mit in die Schwangerschaft eingebunden, haben Bilder von Zwillingen im Bauch angeschaut, sie durfte fühlen, wie sie treten, hat jeden Abend den Babys "Gute Nacht" gewünscht, war gegen Ende der SS mit zum Ultraschall, durfte meinen Bauch bemalen und und und

Sie liebt die Babys über alles, gibt ihnen Küsschen, singt ihnen Lieder vor, gibt Schnuller, wenn sie weinen, streichelt und tröstet, wenn sie schreien, sie darf auch mal die Flasche halten.

Wenn ich für die Zwillinge Sachen im Internet bestelle, bestelle ich auch immer für sie eine Kleinigkeit, damit der Postbote auch mal was für sie hat.

Weil sie schon "groß" ist, darf sie auch bei der Hausarbeit helfen bzw sie hat ein paar feste Aufgaben wie Tisch decken, Besteckkasten ausräumen, ihre Wäsche zum waschen bringen und oft nimmt sie sich ein Putztuch und putzt z.B. die Badewanne oder möchte fegen und freut sich, wenn ich sie dann lobe (klar)

Wenn mein Mann mal in der Woche abends zu Haus ist (leider ganz selten :-() fahre ich mit ihr einkaufen, sie darf dann einen eigenen kleinen Einkaufswagen schieben und auch die Sachen hineinlegen.

Sie geht in den Kiga und der Nachmittag gehört dann uns.

Wir gehen mit den Zwillingen spazieren oder die Zwillinge kommen in den Laufstall und ich male mit meiner Großen oder wir spielen ein Spiel oder wir backen Plätzchen oder wir schauen eine DVD zusammen an etc

Abends, wenn die Babys schlafen, ist Kuschelstunde.

Ich versuche wirklich, sie nicht zu vernachlässigen, aber Zwillinge fordern eine Mami nunmal und oft muss dann die Große warten, wenn ich füttere oder wickel oder jetzt, wo ich inhalieren muss mit den Kiddies etc.

Ich hab nun einmal nur zwei Arme. Die Hausarbeit mache ich schon oft nachts, weil ich tagsüber nicht dazu komme.





Das war die Vorgeschichte.


Jetzt zu meinem "Problem":

Oft ist es so, dass sie durch Dinge meine Aufmerksamkeit fordert, bei denen sie weiß, dass sie verboten sind. Sie hat z.B. schon ein paar mal Tapeten abgerissen oder angemalt, hat ihren Fußboden bemalt, steigt auf die Schubladengriffe der Küchenmöbel, verteilt im Bad auf den Boden meine ganze Seife, schmiert ihre Puppen mit Creme komplett ein, klaut den Zwillingen das Milchpulver und macht aus Bodylotion und Babymilchpulver eine Matschpampe etc

Oft ruft sie noch "Mama, guck mal!" und macht das dann und wartet meine Reaktion ab.

Oder andersherum: Wenn sie länger ruhig in ihrem Zimmer spielt, gehe ich hin. Wenn sie mich kommen hört, springt sie auf "Nein Mama, nicht in mein Zimmer gehen!"

Im Laden wollte sie kürzlich Süßigkeiten mitnehmen, obwohl wir vorher schon abgeklärt haben, dass sie später eine Kleinigkeit bekommt. Als ich es ihr wegnahm und nochmals erklärte, hat sie sich auf den Boden geschmissen ud geschrien wie wild. Die Leute haben mich angeschaut und mir wars wirklich peinlich. Ich bin dann aber einfach weitergegangen (hatte sie aber im Blick!!!). Sie hat natürlich nichts bekommen und irgendwann kam sie hinter mir hergerannt und hat dann im Auto weitergeschrien...

Ich bin immer bemüht, "Situationsbezogen" zu bestrafen, wenn sie den Boden bemalt, sind die Stifte weg, wenn sie beim anziehen Theater macht, geht sie ohne jacke zum Auto (wenns nicht draussen grad sibirisch kalt ist) etc

Beim Tapete abreissen fiel mir nichts ein und sie musste 5 Minuten auf einem Stuhl sitzen bleiben ......

Das ist mein Problem, wie sanktioniere ich so ein Verhalten? Ich will sie in dem Sinne nicht bestrafen, aber sie muss verstehen, dass ich das auch nicht tollereiren kann (vor allem Tapeten abreissen oder auf die Griffe von Möbel stellen)

Wir haben jetzt, weil ich nicht mehr weiter wusste, ein System eingeführt, was viele kennen. Für Dinge, die sie gut macht, gibts einen guten Smilie und wenn sie Blödsinn macht gibts einen bösen. Für sie gleicht es einem Weltuntergang, wenn sie einen bösen bekommt und sie ist wirklich bemüht, viele liebe zu sammeln.

Nur finde ich, sie soll lernen, auch mal mitzuhelfen, weil es dazugehört, nicht, weils einen guten Smilie gibt.
Wobei ich für die festen Aufgaben, die sie hat, auch keinen gebe.

Aber immer wieder kommen solche Phasen, wo ich mit meinem Latain am Ende bin.

Auch oft, wenn ich grad mit den Zwillis beschäftigt bin.

Ich hab mir überlegt, dass sie vielleicht auch mehr machen möchte, sie hat jetzt Zwillingspuppen mit vielen Anziehsachen und Flasche, Pampers etc. Wenn ich die Kinder wickel, soll bzw kann sie ihre Puppen wickeln oder Flasche geben. Das hat eine Zeit lang gut geklappt, aber inzwischen ist es eher Aussnahme.

Sie hat auch manchmal Phase, wo sie sagt, das sie alleine spielen oder malen möchte. Dann geht sie im Zimmer und spielt oder malt und zwischendrin kommt sie zu mir und zeigt mit ihre Werke.

Morgens geht sie in den Kiga, Montags Nachmittags hat sie noch turnen.

Ich kann mich doch nicht zweiteilen und sie bekommt doch Aufmerksamkeit.

Warum provoziert sie mich denn so?
Wie "bestrafe" ich sie?

Beitrag von jazzbassist 15.03.10 - 12:50 Uhr

Ihre Tochter ist Eifersüchtig auf die Zwillinge. Das trifft ausnahmslos jedes Kind, je nach Charakter können die Kleinen damit aber nur unterschiedlich gut/schlecht umgehen. Ihre Tochter war halt 3 Jahre lang alleinige Thronherrscherin im Reich Mama, und der Putsch hat ihr nicht gefallen. Zum einen sind 3 Jahre eine ziemlich lange Zeit (für ihre Tochter nämlich ihr ganzes Leben), und dann bekommt die Mama auch noch Zwillinge (Was es für ihre Tochter auch nicht einfacher macht) :-p

Sie provoziert sie, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Das ist eines der ersten Dinge, die Kinder raushaben. Wenn ich Blödsinn anstelle, lässt Mama sofort alles stehen und liegen und ich bekomme sofort ihre alleinige Aufmerksamkeit. Das ist das erste, was wir Kindern in der Regel anerziehen. Das setzen die dann auch gerne mal als Waffe gegen uns ein. Das Problem mit Aufmerksamkeit ist, dass Kinder davon nie genug kriegen können und Geschwisterkinder untereinander immer im Wettkampf stehen werden, wer die meiste Aufmerksamkeit von Mama bekommt und mehr am meisten geliebt wird. Es wird hier nie einen Gleichstand geben können.

Das ist eine rein subjektive Einschätzung aus Augen einer 3 1/2-Jährigen: Die Zwillis dürfen den ganzen Tag bei Mama bleiben, ich muss in den Kindergarten. Die Zwillis werden ganz liebevoll von Mama angezogen, ich muss das (vielleicht schon) alleine tun und wenn ich mich weigere, geht’s ohne Jacke zum Auto. Sie Zwillis sind immer bei Mama im Arm, ich muss alleine in meinem Zimmer spielen. Die Zwillis dürfen alles umstoßen - ich bekomme dafür ärger. Dieses Spiel können wir ewig so weiterspielen - es ist halt nicht Möglich, an solchen Situationen irgendetwas zu ändern.

Das Weltbild wird sich eines Tages drehen (um Sie schon mal vorzuwarnen). Wenn die Zwillis nämlich älter werden, erkennen sie, dass die ältere Schwester viel viel mehr Privilegien hat. Die darf abends länger aufbleiben, länger draußen bleiben, länger Fernseh gucken, vielleicht schon an den Computer, hat wesentlich mehr Spielzeug, bekommt Taschengeld, darf alleine auf Klassenfahrt fahren, hat ein Fahrrad etc. etc. Also auch die werden irgendwann ihren Frust über Eifersucht Kund tun - das ist ziemlich normal, da wirklich unvermeidlich.

Mein Spatz (11, Einzelkind) lebt seit einigen Monaten mit seiner Cousine (18) in einem Haushalt. Ich hätte es ehrlich gesagt auch nicht für möglich gehalten, dass da Eifersucht entstehen könnte. Es sind aber diese unveränderteren Dinge, wie, sie hat mehr (Taschen)-Geld, darf solange draußen bleiben, wie sie möchte etc. etc. und auch ein Teil von Eifersucht, dass er zwar unheimlich gerne mit ihr Zeit verbringt, aber der Altersunterschied zwischen 18 und 11 halt auch schon gewaltig ist und das halt nicht immer so klappt, wie er das gerne hätte; tja - dann provozieren die sich halt gerne auch mal und gehen aufeinander (wie 2 Kleinkinder) los. Eigentlich kennen wir Eifersucht von jedem Kind, wer hat es nicht schon mal gehört? „Aber der Paul hat auch einen Nintendo“. Diese wird natürlich um so größer, je mehr Zeit das Kind mit Paul verbringt; bei Geschwisterkindern ist das also unermesslich.

Grundsätzlich ließt sich ihr Beitrag so, als ob sie das alles bereits ganz klasse meistern. Daher kann ich Ihnen eigentlich nur ein paar ziemlich allgemeine Tipps geben. Versuchen Sie eine Zeit einzurichten, in der sie sich einzig und allein um ihre Große kümmern können und diese ihre alleinige Aufmerksamkeit bekommt. Das mag manchmal organisatorisch problematisch sein, aber - man wird da sicherlich was finden, wo sie auch mal wieder ganz alleine mit Ihr auf den Spielplatz gehen können und wieder ihre Tochter im Mittelpunkt steht und nicht die Zwillis. Auch kann es helfen, ihr ab und an mal wieder ein paar Aufgaben abzunehmen. Wenn sie sich bereits alleine anzieht, fragen Sie sie einfach mal, ob die Mama sie heute mal wieder anziehen soll - so wie früher. Das können Sie ihr in allen Situationen immer mal wieder ausnahmsweise anbieten. SIe wird dadurch nicht unselbstständiger. Denn ihre Tochter sieht nur, dass Sie das bei den Zwillis auch noch machen und das fördert natürlich Eifersucht. Gerade Kinder, die sehr früh selbstständiger geworden sind, stoßen hier auf viele Sachen.

Dann hilft es, sehr sehr viel mit ihr über ihre neuen Geschwister zu reden. Am besten Abends, wenn Sie sie ins Bett bringen und sie noch mal ganz lange gekuschelt und geschmust haben und sich ihre Tochter sicher und geborgen fühlt. Das sind dann in der Regel die Situationen, wo Kinder dann ganz offen und zutraulich reden können. Fragen Sie sie mal, was so richtig doof an den Zwillis ist. Was so richtig toll an ihnen ist. Worauf freut sie sich am meisten? Wovor hat sie am meisten Angst? Ist ja schon doof, dass die Mama jetzt weniger Zeit für sie hat. etc. etc. Seien Sie hier aufrichtig zu ihr und lassen sie reden. Sie erreichen so am einfachsten Verständnis bei Kindern, was hilft, Eifersucht etwas auszuhebeln. Außerdem hilft es ihnen, ihre Tochter manchmal besser zu verstehen. Denn bei Eifersucht geht es gar nicht darum, ob ihre Tochter die Zwillis liebt oder nicht. Sie wird in ihrem Leben noch sehr viel Spass mit denen haben und oftmals sich auch wieder wünschen, dass sie die auf dem Mond schießen könnte. Es geht einzig darum, dass ihre Tochter von Ihnen geliebt werden möchte und eine 4-Jährige diese Liebe (auch wenn es aus unserer Sicht völlig unbegründet ist) in Gefahr sieht. Darum tut Sie alles, um ihnen zu zeigen: „Ich bin noch da!!!“

Von daher würde ich abraten, sie zu bestrafen, denn, dass sagt ihr genau das Gegenteil. Die Konsequenzen, die sie hier aufgezählt habe, fand ich nämlich alle ganz klasse. Manchmal hilft es, ein Kind die Vorzüge einer großen Schwester beizubringen. Fragen Sie sie doch mal, ob sie sich nicht wünscht, dass aus ihrem Babyzimmer so langsam ein Kinderzimmer wird. Je nach ihrem Budget ließe sich das mal anders einrichten oder zumindest mal neu tapezieren. Es gibt da natürlich einen Harken bei; die Mama kann das Kinderzimmer erst tapezieren, wenn die Tochter die Tapete nicht mehr abreißt. Das kann man mit einem Kind abmachen: „Sobald du mir beweist, dass du bereits ein großes Mädchen bist und deine Wut nicht mehr an die Tapete ablässt, können wir dein Kinderzimmer so - wie du es haben möchtest - neu tapezieren.

Außerdem sollten Sie Ihre Tochter irgendetwas geben, wo sie ihre „Wut“ ein wenig ablassen kann. Überlegen Sie einfach mal mit ihrer Tochter gemeinsam, was ihre Tochter tun könnte, wenn Sie jetzt unbedingt mal die Aufmerksamkeit der Mama braucht und keine weitere Sekunde drauf warten kann. Momentan zerreißt sie die Tapete - aber - da wird ihnen gemeinsam doch sicherlich etwas viel viel schöneres einfallen. Ihre Tochter kennt nämlich momentan keine Möglichkeit und verhält sich deswegen so, wie es momentan tut. Das können wir aber sichtlich entschärfen.

Beitrag von a.nicole2 15.03.10 - 13:00 Uhr

Das nenn ich mal nen langen Text!

Ich würd sagen, ist doch alles prima, typischen Verhalten eines dreijährigen Mädchens!!!

Meine Tochter, hat nicht nur ihren Barbies die Haare abgeschnitten sondern sich selber auch! Kaugummi (das mit 6 jahren) ans Bett geklebt und mit Stift bemalt!

Mein Sohnemann (3) hat letztens versucht Wäsche zu waschen, alles in die Waschmaschine gestopft was er finden konnte (alles) und meinen Weichspüler und Waschmittel (großpackung) hinterher und dann versucht mit der leeren Packung das Wasser in die Waschmaschine zu tansportieren (nicht dumm) ich dachte mich tritt ein Pferd, mein Badezimmer war überflutet!!!

Tja, die Sauerrei haben wir dann gemeinsam beseitigt, dennoch kommt er immer wieder auf so einen Quatsch, so oder so ähnlich, ein Tag mehr einen weniger!

Geduld ist das Zauberwort und später dann kannst du auch darüber lachen. Warte nur ab auf was für tolle Ideen deine Zwillis noch kommen werden, das wird erst lustig!!!

Mit der Tapete, drück ihr doch das abgerissene Stück in die Hand und sage "mach wieder ganz"! Hat ne Bekannte mal mit ner Pflanze gemacht, als die kleine ein Blatt abgerissen hat "halte das Blatt solang an die Pflanze, bis es wieder angewachsen ist", ist gemein aber funktioniert!!!

Ich wünsch euch auf jeden Fall alles gute und das lächeln nicht vergessen;-)!!!

Lg Nicole

Beitrag von mausmadam 15.03.10 - 14:14 Uhr

danke für die antworten

meine tochter muss nicht in den kiga, sie geht da sehr gerne hin und malt mir immer ein bild :-)

ich sage ihr jeden tag, wie lieb ich sie habe, nehme sie viel in den arm, an liebe kann es ihr nicht mangeln, dachte ich zumindest immer

anziehen "darf" ich sie nicht, dann bekomme ich zu hören "ich bin schon groß, ich kann das alleine!"

wir reden viel über de zwillinge, sie sagt immer, dass sie sich freut, wenn die zwillinge groß sind und sie dann mit ihnen spielen kann

auch darf sie, wenn es etwas neues für die zwillinge gibt, mit aussuchen

es ist wirklich mein bestreben, keine eifersucht aufkommen zu lassen und es macht mich traurig, dass mir das nicht gelingt

wenn es drin sitzt, mache ich etwas mit ihr alleine, aber ich bin immer alleine, das ist wirklich schwer

wenn das wetter besser wird, können wir wieder mehr zu den ponys fahren, aber momentan ist das alles schwierig.


das einzige babyverhalten, was sie sich wieder angeeignet hat, ist schnuller lutschen.... dauernd klaut sie den babys die schnuller, liegt dann mit 4 schnullern im bet und die babys schreien.....
wie gewöhne ich ihr das denn ab?
ich hab sie schon zum zahnarzt geschleppt, aber was sagt der? och, solange es 1er schnuller sind ist das nicht so wild.....

also habe ich ihr einen gegeben, aber sie möchte immer ALLE haben und dauernd suche ich mit schreiendem kind auf demarm die schnuller....

Beitrag von skbochum 17.03.10 - 13:04 Uhr

Nur als kurzen Tip noch.
Beim Belohnungsprinzip mit den Smilies auf jeden Fall die Begrifflichkeit wechseln:
glücklicher Smilie, trauriger oder unglücklicher Smilie,
das spiegelt genauer wieder um was es geht.

Böse ist böse, das verwenden Kinder für andere Dinge und deine Große ist ja nicht böse!

Beitrag von zwillima 15.03.10 - 21:13 Uhr

Hallo,
ich glaube nicht, dass es sich um Eifersucht handelt. Das ist eher die alterstypische Experimetierphase, gemischt mit Trotzanfällen.
Das habe ich bei meinen Zwillingen in dem Alter erlebt und nun bei dem Jüngsten (3,5 Jahre) auch wieder.Er hat keinen GHrund, eifersüchtig zu sein, ich habe viel Zeit für ihn. Die "Großen" gehen schon sehr oft ihre eigenen Wege...also daran liegts bestimmt nicht.
Ich könnte Romane schreiben über eingecremte Toiletten, verstopfte Rohre, geplatzte Puderdosen, Fußabrücke mit weißer Wandfarbe auf blauen Teppichen. ausgeräumten Kühlschränken, Klopapierrollen in Geschirrspülmaschinen usw.

Es ist echt anstrengend. Über diese "Experimente"regt man sich im ersten Moment auf, aber meistens sind es nur einmalige Vorfälle. Zumindest ist es bei uns so...deshalb unterstelle ich da auch gar keine böswillige Absicht.
Was die Trotzanfälle angeht bin ich dann schon konsequent.
Z.B. Kind schmeist mit Sand auf andere, es darf nicht mehr mitspielen. Bei Wiederholung, muß es nach Hause.
Kind wirft sich schreiend auf die Erde, ich beachte es nicht, bis es fertig ist.
An manchen Tagen ist das dann echt eine Herausforderung, weil sich eins ans andere reiht. Da ich das Ganze aber mit den Zwillingen schon durch habe,schaue ich ganz positiv in die Zukunft und mache mich nicht verrückt...es wird bald besser werden.

Wärend die 3 jährige Tochter einer Bekannten brav die Puppen frisiert, haben meine Zwillinge versucht, ein Pfund Kornbrot im Klo abzuspülen. Heute lache ich drüber.

L.G.
zwillima