Arbeitslosengeld I nach Elternzeit

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Beitrag von mirja1979 15.03.10 - 11:59 Uhr

Hallo!

Kennt sich vielleicht jemand in diesem Gebiet aus?
Ich war in einem befristeten Dienstverhältnis als ich schwanger wurde.
Innerhalb der Elternzeit lief der Arbeitsvertrag aus.
Mir steht nun ALG 1 zu.
Ist das richtig, dass die Höhe des ALG sich danach richtet, was ich angebe, wieviel ich nun arbeiten möchte? Und wenn ja, wieviel macht das aus?
Was muß ich ansonsten noch beim Antrag auf ALG beachten?
Ich wäre sehr froh, könnte mir hier jemand helfen!!
Ehrlich gesagt möchte ich noch gar nicht wieder arbeiten. Meine Tochter ist sehr anhänglich, und ich könnte sie noch nicht mal stundenweise in fremde Händ geben- das wäre noch zu früh..
Auf deas Geld bin ich aber widerum sehr angewiesen..

Vielen lieben Dank & herzliche Grüße!
Mirja

Beitrag von kessita 15.03.10 - 12:08 Uhr

Hallo,

kurz und knapp: ohne Kinderbetreuung wirst du kein ALG I bekommen. Dieses erhälst du nur, wenn du dem Arbeitsmarkt auch zur Verfügung stehst, dann hast du allerdings Recht, ist die Höhe abhängig von der Wochenarbeitszeit, die dir möglich wäre.

LG

Beitrag von windsbraut69 15.03.10 - 12:10 Uhr

Wenn Du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst (Du mußt kurzfristig mit Terminen und Maßnahmen rechnen!) und keine Betreuung nachweisen kannst, steht Dir gar kein ALGI zu.

Gruß,

W

Beitrag von goldtaube 15.03.10 - 12:11 Uhr

Du musst dich dem Arbeitmarkt zu den üblichen Bedingungen für mind. 15 Stunden pro Woche zur Verfügung stellen um ALG I zu bekommen.

Wie lange hast du vor der Elternzeit denn gearbeitet? Einen Anspruch erwirbt man, wenn man innerhalb der letzten 24 Monate mind. 12 Monate versicherungspflichtig beschäftigt war. Die Anspruchsdauer ist dann gestaffelt von 6 bis 12 Monate. Kommt drauf an wie lange du versicherungspflichtig beschäftigt warst.
Warst du vorher Teilzeit beschäftigt oder Vollzeit?

Wenn du Vollzeit beschäftigt warst und jetzt z. B. nur noch 15 Stunden pro Woche arbeiten willst/kannst wird das ALG I entsprechend niedriger ausfallen.

Wenn du dich dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stellen kannst/willst gibt es kein ALG I. Beachte auch, dass wenn du dich zur Verfügung stellst auch an Kursen die dir angeboten werden teilnehmen musst.

Beitrag von keep.smiling 15.03.10 - 14:27 Uhr

"Wie lange hast du vor der Elternzeit denn gearbeitet? Einen Anspruch erwirbt man, wenn man innerhalb der letzten 24 Monate mind. 12 Monate versicherungspflichtig beschäftigt war. Die Anspruchsdauer ist dann gestaffelt von 6 bis 12 Monate. Kommt drauf an wie lange du versicherungspflichtig beschäftigt warst. "

Wenn man wegen Erziehungsjahr daheim ist, ist das irgendwie anders. Ich war während meiner ersten SS arbeitslos und dachte nach dem Babyjahr hab ich nur noch Restanspruch, aber ich hatte wiederum ein Jahr Anspruch auf ALG. Also mit Kindern berechnet sich das irgendwie anders.

LG ks

Beitrag von zitronenschnittchen 15.03.10 - 12:25 Uhr

Hallo,
ist es nicht so, dass bei einem befriststen Job, die Arbeitstage die in die Elternzeit fallen, direkt an die Elternzeit angehangen werden? Also eine Bekannte von mir hatte z.b. eine Projektstelle und wurde innerhalb der Beschäftigung schwanger und hatte ca. ein Jahr Elternzeit genommen und nun wurde diese Zeit an Ihre Befristung angehangen, sprich: das Projekt ist Ende 2009 ausgelaufen, alle Kollegen, die mit ihr beschäftigt waren, sind weg, aber sie ist noch bis August/ September beschäftigt.#kratz Fand das halt komisch, da das Projekt an sich ja auch schon ausgelaufen ist...

Ansonsten ist es so: entweder bist Du in Elternzeit (max. 3 Jahre), dann bekommt Du Elterngeld (max. 1 Jahr) oder Du stellst Dich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, dann ALG 1.
Vielleicht suchst Du Dir in Ruhe eine Betreuungsperson und dann gewöhnst Du Deine Kleine langsam an diese Person, meistens ist es einfacher als man denkt. Es ist oft auch ein unbewußtes Problem der Mamis (mich eingeschlossen #schein).
Oder wie wäre es mit einer Krippe/ Kita?
Wie alt ist sie denn?
Mein Großer ist kurz vor seinem 3. Geburtstag in die Kita und der Kleine mit 16,5 Monaten. Das gute Gefühl zu den betreuenden Personen ist das allerwichtigste, dann klappt es auch...

Lg und viel Glück,

Elke.

Beitrag von mirja1979 15.03.10 - 13:43 Uhr

Einen Anspruch auf ALG 1 hätte ich auf jeden Fall.

Wird das denn wirklich maximal 12 Monate gezahlt?

Ja, daran, dass ich eine Betreuungsperson nachweisen können muss, hab ich natürlich gedacht- das ist schon alles in trockenen Tüchern (wenigstens das! ;-) )..

Die Frage ist jetzt nur: geb ich an, dass ich Vollzeit oder teilzeit arbeiten will? Davon hängt wohl die Höhe des ALG ab.. :-/

Ich hab nur Angst, dass man mich noch eher vermittelt, wenn ich Vollzeit angebe- zumal die dann bestimmt mißtrauisch werden, denn: welche junge Mutter will schon Vollzeit arbeiten??

Wenn hier noch jemand Tips und Tricks kennt- ich bin für alles dankbar!!

Liebe Grüße!
Mirja

Beitrag von windsbraut69 15.03.10 - 14:32 Uhr

Ja, wozu hast Du denn eine Betreuungsperson, wenn Du das Kind eh nicht abgeben kannst/willst, nicht mal für Stunden?!

Gruß,

W