Kopfpauschale ab 2011

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von klimperklumperelfe 15.03.10 - 13:08 Uhr

Hallo zusammen,

ich muss mal doof nachfragen, wie sich das bei Leuten verhält, die nicht arbeitstätig sind?

Ich bin Studentin und bezahle den Festbetrag von etwas über 60 Euro im Monat. Ich werde auch noch 2011 Studentin sein.
Ich kann keine 29 Euro zusätzlich aufbringen und ich denke viele Hartz 4 Empfänger erst recht nicht.

Kennt jemand schon nähere Bedingungen?

Jana

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kopfpauschale-roesler-will-29-euro-pro-monat-kassieren;2546036

Beitrag von fred_kotelett 15.03.10 - 13:16 Uhr

Meiner Meinung nach ganz klar ein Gefälligkeitsgestz für die PKV.

Vor allem wenn die Beitragsbemessungsgrundlage angehoben wird, wird das noch mehr gutverdienende freiwillig gestzl. Versicherte in die PKV treiben.

Beitrag von nele27 15.03.10 - 13:19 Uhr

Denke ich auch.
Die jetzige Regierung strotzt ja nur so vor Gefälligkeiten - da kommen die bestimmt in den Himmel. Naja, in die VIP-Lounge im Himmel zumindest :-)

Naja ich bin eh vom anderen Stern - ich würde die PKV ganz abschaffen.

Gruß, Nele

Beitrag von petunia72 15.03.10 - 18:58 Uhr

Warum sollte die Regierung denn Interesse haben die Besserverdienenden in die PKV zu treiben?

Mit der Kopfpauschale verbessert sich doch gerade die Situation der Gutverdienenden in der GKV.

LG Tina

Beitrag von fred_kotelett 15.03.10 - 21:04 Uhr

Wenn, wie im momentanen Vorschlag zur Gegenfinanzierung des Beitrages für Geringverdiener die BBG angehoben wird, sehe ich nicht wo das Gutverdiener besserstellt.

Als freiwillig gesetzlich Versicherter zahlt man ja Beiträge nur bis zur Höhe der BBG, wird diese angehoben wird dadurch autom. die gesetzl. unatraktiver und die private attraktiver.

Und das die FDP ein großer Verfechter der privaten Krankenkasse ist ja auch nichts neues.

Beitrag von petunia72 15.03.10 - 22:22 Uhr

Tut mir leid, aber an mir ist die Info, dass die Beitragsbemessungsgrenze unabhängig von der Versicherungspflichtgrenze angehoben werden soll komplett vorbei gegangen.

Dann nämlich könnte man davon ausgehen, dass man sich mehr Geld von den Besserverdienenden holen möchte.

Jetzt wird aber eine Kopfpauschale eingeführt, um Gelder einzuholen. Eine Maßnahme, die in der Regel die weniger gut Verdienenden mehr trifft als eine prozentuale Beitragsanhebung.

Besonders, wenn, wie ich heute gelesen haben, die 0,9%ige Arbeitnehmerzuzahlung wegfallen sollte. Davon profitieren dann besser Verdienende mehr als weniger gut Verdienende.

Und ich wiederhole noch einmal die Frage, warum sollte die Regierung ein Interesse daran haben die potenten Einzahler ins Gesundheitssystem an die PKVen zu verlieren?

Egal wie das Klientel der FDP dazu stehen mag, die Regierung kann da einfach keinen Vorteil drin sehen.

LG Tina

Beitrag von fred_kotelett 15.03.10 - 22:59 Uhr

Deine Frage kann ich nur mit einer Unterstellung meinerseits beantworten.

Beide Regierungsparteien sind ja programmatisch Verfechter der reinen Kopfpauschale.
Treibe ich nun noch die letzten Starken aus der GKV in die PKV wird das System GKV natürlich noch schneller obsolet.

Dann kann man mit dem Rettungsanker Kopfpauschale natürlich punkten.

Beitrag von petunia72 15.03.10 - 23:15 Uhr

Tut mir leid, ich bin zu blöd, ich verstehe das nicht!

Normalerweise geht eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze mit einer Anhebung der Versicherungspflichtgrenze einher.

Wenn die Gehälter nicht im selben Maße steigen, werden weniger und nicht mehr Menschen in die PKVen abwandern können.

Und das ist gut für ein Gesundheitssystem, sprich für die Regierung, weil mehr Geld ins System verbleibt.

Nocheinmal, warum sollte man Maßnahmen ergreifen um gute Zahler aus dem System zu vertreiben?

Nur um das Prinzip Kopfpauschale einzuführen und damit pleite zu gehen?

Tut mir leid, aber das geht mir zu sehr in Richtung Verschwörungstheorie.

Meiner Meinung nach ist diese Kopfpauschale light ein Zugeständnis an die Besserverdienenden und eine Mehrbelastung für die gering Verdienenden.

LG Tina



Beitrag von luftundliebe 16.03.10 - 23:25 Uhr

Ich bin jetzt mal echt ganz dumm, aber vielleicht kann mir ja noch jemand helfen und mir kurz und knapp erklären, wofür die Kopfpauschale überhaupt erhoben werden soll?

Um ein Minus in den Kassen der Krankenkassen kann es sich ja nicht handeln, wenn man hört, dass diese immer noch Millionen und Milliarden Gewinn machen #kratz - und wenn man dann noch hört, dass sich dort die Manager und Vorstände abermals Tausende von Euros als Boni gönnen #aerger

WAS soll nun mit dieser Pauschale finanziert werden?

Die Reformen in der Gesundheitspolitik sind doch einfach nur für den Ar... - was wurde damals gesagt zu der Praxisgebühr? Sollte übergangsmäßig sein, die Bevölkerung solle mal in den sauren Apfel beissen um dann wieder rosigere Zeiten in der Zukunft zu sehen #augen

Rosig werden die Zeiten aber nur für Vorstände und Manager :-[

Jaja, hauptsache man regt sich über die bösen ALG2-Empfänger auf, wenn die mal wieder 3 € im Monat mehr bekommen #klatsch

Verwirrte Grüße

Sabrina