Wohnung mieten über Genossenschaft

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von trudeline26 15.03.10 - 16:21 Uhr

Hallo!
Ich bin seit langem auf der Suche nach einer Wohnung in Hamburg. Nun habe ich von einer Wohnung erfahren, welche über eine Wohnungsbaugenossenschaft vermietet wird. #schock Ich kenne mich leider nicht aus mit Genossenschaften, weiß nur dass man Genossenschaftsanteile kaufen muss um die Wohnung mieten zu können.
Würd ich ja alles auch gerne tun, nur meine frage ist: Wie hoch sind die Anteile? Was kostet es mich und kann man mehrere oder weniger Anteile kaufen? Ist davon die Miete abhängig? Und ist es möglich dass man als "neues" Mitglied gleich eine Wohnung bekommt? Gibt es trotzdem noch eine Courtage oder Kaution?

Hab mal gehört dass man nach gaaaanz unten auf die Warteliste gesetzt wird und manchmal jahre warten muss. #schmoll
Würd mich freuen wenn man mir hier ein paar tips geben könnte.

LG

ps: hab da heute schon angerufen, aber der gute Mann hat schon Feierabend gemacht der dafür zuständig ist. #schmoll

Beitrag von gghm 15.03.10 - 16:29 Uhr

Hallo,

unsere Wohnung gehört auch einer Wohnungsbaugenossenschaft.
Wir mussten 50€ für die Anteile bezahlen (ist wohl ein Festbetrag hier bei unserer Genossenschaft) und zusätzlich noch die Kaution.
Beides bekommt man ja im Falle eines Auszuges wieder.
Steht vielleicht etwas auf deren Internetseite,wenn sie eine haben,wie hoch die Anteile usw. sind?

LG

Beitrag von goldtaube 15.03.10 - 16:34 Uhr

Wie hoch die Anteile sind ist unterschiedlich. Schau mal ob es von der Wohnungsbaugenossenschaft eine Internetseite gibt. Da haben die meistens alles stehen.

Bei unser Genossenschaft zahlt man 180 Euro pro Anteil. Je nach Wohnungsgröße muss man eben entsprechende Anteile kaufen bei bis zu 60 qm z. B. 5 Anteile = 900 Euro.

Dazu zahlt man ein einmaliges Eintrittsgeld von 20 Euro pro Person.

Weniger Anteile kann man nicht nehmen. In der Regel ist eben festgelegt bis zu welcher Wohnungsgröße wieviele Anteile gekauft werden müssen.

Die Miete ist davon nicht abhängig. Wird man nicht Mitglied bekommt man keine Wohnung.

Vormietrecht haben in der Regel die Leute die bereits Mitglied sind. Ist zumindest bei uns so.

Eine Kaution gibt es nicht mehr. Die Anteile sind quasi die Kaution.

Ob Courtage fällig ist hängt davon ab ob das ganze über einen Makler abgewickelt wird oder nicht. Das ist unabhängig von dem eigentlichen Vermieter (Wohnungsbaugenossenschaft).

Beitrag von lenabauch 15.03.10 - 16:34 Uhr

Hallo,

also wir mieten seit 5jahren eine Wohnung über eine genossenschaft und sind sehr zufrieden damit. Wir müssten damals 6 anteile a 300 euro bezahlen (1800euro) die auf eine konto eingezahlt wurden und wir dadurch jedes jahr 72 euro dividenden/zinsen (oder wie man das auch schreibt) auf konto überwiesen bekommen. Wenn wir jetzt ausziehen bekommen wir natürlich die 1800Euro zurück. Das ist denk ich so wie eine Kaution.
Wir wohnen in Hannover und unsere Genossenschaft heißt gartenheim. Ahja eine zusätzliche kaution mussten wir nicht bezahlen.

ich hoffe ich konnte dir bißchen weiter helfen..

gruß
magda

Beitrag von seikon 15.03.10 - 16:54 Uhr

Unsere Wohnung ist auch über eine Genossenschaft gemietet.

Wir mussten damals für diese Wohnung Genossenschaftsanteile in Höhe von 2850 Euro zeichnen. Mehr Anteile kann man kaufen (ist ja auch eine gute Geldanlage), weniger nicht, da je Wohnungsgröße/Lage/Ausstattung eine Mindestanzahl an Anteilen vorgegeben ist.

Die Anteile sind übrigens mit 4% bei uns verzinst, und die Dividende wird jedes Jahr ausgezahlt.

Eine Kaution oder Maklerprovision kommt dann übrigens nicht noch extra drauf. Deswegen kommt man unterm Strich auch so ziemlich auf die gleiche Summe raus.

Einige Genossenschaften haben Wartelisten, das stimmt. Es kommt halt auch immer drauf an, welche Wohnung ihr haben wollt. Denn Bestandsmitglieder werden bevorzugt behandelt. Erst wenn sich von den Bestandsmitgliedern niemand auf die Wohnung beworben hat wird diese an neue Mitglieder vergeben.
Das kommt aber eben drauf an, wo ihr eine Wohnung haben wollt und wie begehrt der Stadtteil ist.

Wir haben damals gleich gesagt, dass wir uns nicht auf eine Wohnung bewerben. Wir wollten eine klare Aussage ob wir die Wohnung bekommen, oder nicht. Haben gleich gesagt, dass wir uns nicht wochenlang hinhalten lassen mit wischi waschi Ausreden. Haben dann auch sofort die Zusage bekommen.


Wir sind übrigens sehr zufrieden. Es wird sich schnell um die Belange der Mieter gekümmert. Die Wohnungen und die Wohnanlage ist gepflegt und sauber. Und man hat ein lebenslanges Wohnrecht, solang man die Miete immer zahlt. Eine Kündigung wegen Eigenbedarf fällt weg.

Beitrag von joshy2310 15.03.10 - 17:19 Uhr

Wir wohnen seit einem halben Jahr auch in einer Genossenschaftswohnung. Eintrittsgeld war 25 Euro (bekommt man nicht wieder) und Genossenschaftanteile waren 2000 Euro (bekommt man zwei Jahre nach Auszug wieder). Wenn das für einen okay ist, spricht nichts dagegen. Wird auch mit 80 Euro jährlich gut verzinzt.
Eine Wohnung haben wir sofort bekommen. Vorraussetzung waren die Einzahlungen, sowie Mieterzeugnis und Einkommensnachweis.
Also uns gefällt's!

Beitrag von lillilou 15.03.10 - 17:29 Uhr

Hallo,

möchte moch hinzufügen, dass zwar die Kosten für die Anteile recht hoch sind aber dafür die Mieten günstig.

LG

Beitrag von muggles 15.03.10 - 18:06 Uhr

Schau Dir die Umgebung der Wohnung (Strasse, Treppenhaus etc) genau an. Oftmals (nicht immer!) wohnen in Genossenschaftswohnungen sogenannte Problemfaelle, eben wegen der vergleichsweise niedrigen Mieten.

Hast Du schwierige Nachbarn, wirst Du einen schweren Stand haben, gegen diese etwas zu unternehmen.

Das muss aber nicht sein. Ich kenne Leute, die in superschoenen Wohnungen fuer wenig Geld wohnen, habe aber auch eine Freundin, die aufgrund ihres nachtaktiven Nachbarn kaum noch geschlafen hat (trotz eingehaltenen Beschwerdewegs). Eine andere Freundin wohnte jahrelang (sie konnte sich wegen Studentendaseins keine bessere Wohngegend leisten) neben Leuten gewohnt, die Treppenhaus und Kellerraeume komplett mit ihrem Muell zugestellt haben und buchstaeblich im Treppenhaus gewohnt haben.

Wie schon die anderen geschrieben haben: Zuerst gilt, ob die anderen Genossenschaftsmitglieder Interesse an der Wohnung haben, dann erst kommen neue Mitglieder hinzu.

Vielleicht habt Ihr ja Glueck!

Claudia