habe ein problem: kündigungsandrohung wegen krankheit in probezeit?

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Beitrag von highnoon000 15.03.10 - 17:13 Uhr

hallo.

ich hätte eigentlich in meinem beruf ende märz das ende der probezeit erreicht. leider war ich in den letzten monaten oft krank wegen mandelentzündungen. insgesamt 9 tage krankgeschrieben.
heute rief mich mein chef zu sich und sagte dass er mit meiner arbeitsleistung zufrieden ist, mit meinen fehlzeiten aber gar nicht. er will und wird das so nicht mitmachen. habe dann gesagt dass mir das leid tut, ich nicht fehlen sondern arbeiten will. ich werde mich in zukunft alles daran zu setzen nicht so oft zu fehlen.
aber mal ehrlich, was kann ich denn dafür wenn ich krank bin? musste im letzten halben jahr nun das dritte mal antibiotika schlucken weil einfach gar nichts mehr ging. einmal davon ließ ich mich sogar gar nicht krankschreiben weil ich allein im büro war!
was würdet ihr denn jetzt tun? habe richtige angst um meinen arbeitsplatz. #schmoll

Beitrag von seikon 15.03.10 - 17:24 Uhr

"was würdet ihr denn jetzt tun? habe richtige angst um meinen arbeitsplatz."


Mich schonmal anderweitig bewerben.

Beitrag von goldtaube 15.03.10 - 17:50 Uhr

Du solltest dir schon mal einen anderen Job suchen.

Dein Chef kann dich in der Probezeit mit einer Frist von 2 Wochen kündigen. Und anscheinend will er dich los werden.

Beitrag von mirabelle 15.03.10 - 17:53 Uhr

Was Du tun kannst:

Dir die Mandeln herausnehmen lassen ( dann ist das nämlich mit den häufigen Infektionen vorbei ) und paralell Bewerbungen schreiben.

M.

Beitrag von schwarzbaer 16.03.10 - 11:58 Uhr

und dann zwar keine Mandelentzündung mehr kriegen aber dafür beim nächsten mal gleich eine Lungenentzündung?
Die Mandeln sind der Schutzschild für die Lunge. Viele Menschen sind robust genug und kommen auch ohne Mandeln durchs Leben, wenn die TE aber 3 x im letzten halben Jahr eine Mandelentzündung hatte, spricht das eher nicht für ein robustes Immunsystem. Und eine Lungenentzündung (ich spreche da aus eigener, leidvoller Erfahrung) ist nicht mit 3 Fehltagen abgegolten.

Ich würde versuchen, langfristig was für's Immunsystem zu tun (Sauna, kneippen), aber die Mandeln würde ich nicht rausnehmen lassen!

Und schon mal bewerben, der Spruch vom Chef klingt nicht gut...

Beitrag von highnoon000 16.03.10 - 19:49 Uhr

so habe ich das noch gar nicht gesehen mit den mandeln. aber wenn sie sowieso schon so kaputt und vergrößert sind wie es bei mir der fall ist haben sie doch keine abwehrende wirkung mehr oder?

Beitrag von highnoon000 15.03.10 - 20:20 Uhr

aber warum hat er mir dann nicht einfach gleich gekündigt sondern vorher noch mit mir gesprochen?
er sagte auch noch dass er sehr gerne mit mir zusammen arbeitet. ich habe auch den eindruck dass das stimmt. meine leistung die ich abliefere ist auch wirklich gut und er ist sichtlich damit zufrieden. ich verstand das gespräch eher als letzte warnung. ich hoffe dass ich das ruder noch rumreißen kann indem ich jetzt einfach wirklich nicht mehr fehle. oder ist das viel zu positiv gedacht?
man muss dazusagen, der kollege der vor mir da war hat überhaupt nichts auf die reihe gebracht und mein chef ist jetzt sehr anspruchsvoll, er möchte nicht noch einmal unnötig einen nicht adäquaten mitarbeiter mitziehen müssen. ich verstehe das ja alles auch. aber ich habe keine schlechte arbeitsmoral wie es für ihn vielleicht aussehen muss, ich hatte einfach pech in den letzten monaten.

Beitrag von r.le 15.03.10 - 21:41 Uhr

Hallo highnoon,

ich sehe es, auch aus Sicht des Vorgesetzten, ähnlich wie Du und zwar aus folgendem Grund (ohne Garantie, dass Dein Chef die gleichen Gedankengänge hat):

Wenn ich mich in der Probezeit von einem Mitarbeiter trennen will, dann mache ich das im Zweifelsfall auch ohne dass ich nochmal ein Gespräch führe.

Darüber hinaus kostet es einiges, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Wenn ich also jemanden habe, der eine zufriedenstellende Arbeitsleistung bringt (und das ist ja nach Deiner Aussage so), sind mir einige Krankheitstage egal, Probezeit hin oder her. Jemanden Neues zu suchen und einzuarbeiten kostet mehr.

Von daher würde ich es wie Dein Chef halten und versuchen, den Mitarbeiter letztmalig vom Ernst der Lage überzeugen.

Vielleicht sprichst Du Deinen Chef einfach nochmal an und bittest um Klarheit. Das zeugt zum einen von Interesse Deinerseits und beendet andererseits auch Deine Ungewissheit, unabhängig davon wie's letzendlich ausgeht.

Ich wünsche Dir alles Gute,

Ralf



Beitrag von highnoon000 16.03.10 - 19:52 Uhr

hallo ralf!

danke für deine ehrlichen und etwas aufmunternden worte. ich weiß dass mein chef eigentlich keine lust hat wieder jemanden neues zu suchen und mein kollege sagt auch dass er beim chef nebenbei angemerkt hätte dass er mich nicht "hergeben" will. im endeffekt kann ich wohl nur abwarten. um ein gespräch werde ich erst in 1-2 wochen bitten wenn sich die wogen geglättet haben und wenn ich so lange noch da bin. #schmoll
weißt du ob es eine kündigungsfrist in der probezeit gibt?

Beitrag von r.le 16.03.10 - 22:58 Uhr

Hallo nochmal,

die Kündigungsfristen stehen im Arbeitsvertrag, üblich sind meist zwei oder (seltener) vier Wochen zum Monatsende.

Wenn Du also heute keine Kündigung erhalten hast und die Probezeit bis Ende März geht, sieht es ja nicht so übel aus.

Viele Grüße

Ralf

Beitrag von windsbraut69 16.03.10 - 06:19 Uhr

Wenn Du selbst Einfluß auf die Dauer Deiner Erkrankungen hättest, hättest Du ja nicht so viel fehlen müssen, oder?

Ehrlich gesagt, käme ich mir als Chef in so einem Gespräch verschaukelt vor, wenn so argumentiert wird, wie Du es tust.
Das ist nicht gegen Dich gerichtet aber wenn Du die letzten 3 Mandelentzündungen nicht verhindern konntest, wirst Du das mit der Nächsten auch nicht tun können ohne OP, oder?

LG

Beitrag von arimum 15.03.10 - 20:21 Uhr

Wie lange war die Befristung, also auf welchen Zeitraum? Mir geht es nur gerade darum, auf welchen Zeitraum sich die 9 Fehltage beziehen.


Beitrag von highnoon000 16.03.10 - 19:52 Uhr

6 monate. :-(

Beitrag von nick71 16.03.10 - 20:09 Uhr

Wie schon gesagt wurde...in der Probezeit ist eine Kündigung ohne Angabe von Gründen möglich.

Vielleicht war das nur so ne Art "Warnschuss"...wenn du krank bist, kannst du ja wirklich nix dafür. Ich verstehe aber auch deinen Chef...gerade in einer klein(er)en Firma kann ein Arbeitgeber sich solche Ausfälle nicht leisten.

Du solltest echt drüber nachdenken, dir die Mandeln entfernen zu lassen, wenn du damit so häufig Probleme hast.