Zuckertest machen oder nicht? sinnvoll?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von erdbeerschnee 15.03.10 - 18:27 Uhr

Hallo,

eigentlich habe ich am Montag einen Termin zum Zuckerbelastungstest aber so ziemlich gar keine Lust dazu #gaehn

Bei meiner Tochter habe ich es nicht machen lassen und meine Hebi sagt, das das bei mir eigentlich nicht nötig sei weil wir keinerlei solcher Vorerkrankungen in der Familie haben und ich auch nicht viel zugenommen habe.

Was mach ich nun? #kratz Wirklich 3 Std. beim Arzt sitzen und mir dieses Zuckerzeugs runterwürgen oder einfach auf meinen Körper vertrauen ???

Erdbeerschnee

Beitrag von tabehaki 15.03.10 - 18:30 Uhr

Keine Sorge - lieber ein Mal zu viel, als zu wenig. Wurde bei mir auch gemacht und das ZUCKERZEUGS war nicht so schrecklich wie gedacht und es hat sich gelohnt. Na hat zwar 25 Euro gekostet... aber ich würde es wieder machen... sicher ist sicher :)

Beitrag von miau2 15.03.10 - 18:34 Uhr

Hi,
obwohl der Test wohl inzwischen fast allen, die ein "sichtbares" Risiko haben gemacht wird bleibt die Erkrankung bei geschätzten 50-90% der Fälle unerkannt.

Wäre für mich ein absolut starkes Indiz dafür, dass es eben bei weitem nicht nur Frauen mit Risikofaktoren oder irgendwelchen sichtbaren Anzeichen trifft, sondern absolut jede treffen kann.

WENN erst mal sichtbare Anzeichen (z.B. Baby zu groß) da sind, dann leidet das Kind bereits unter den Folgen.

Es gibt eigentlich keine sinnvollere IGE-Leistung als den Zuckerbelastungstest in der Schwangerschaft. Auch, weil es kein anderes, sicheres, frühzeitiges Symptom für diese Erkrankung gibt.

Mach es, und sei sicher, dass du nicht zu den vielen gehörst, wo es nicht erkannt und behandelt wird.

Darunter leiden würde nur dein Kind, nicht du - aber für dein Kind könnte es lebenslange Folgen haben, z.B. in Form von einem deutlich erhöhten Risiko für Adipositas und Diabetes.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von miau2 15.03.10 - 18:37 Uhr

Ach so, noch was zu der nicht vorhandenen familiären Vorbelastung...woher weißt du das? Seit ihr eine der absolut wenigsten Familien, wo regelmäßig alle nahen Angehörigen zum Test gehen?

Ansonsten kann man es nicht wissen.

Ich habe keine Ahnung, wie viele Jahre, möglicherweise Jahrzehnte, meine Oma z.B. unerkannten Altersdiabetes hatte. Da weder meine Eltern noch mein Bruder jemals den Test gemacht haben - woher soll ich da mit solch absoluter Sicherheit sagen können, dass keiner betroffen ist? Nur, weil noch keiner umgekippt ist?

Bei meiner Oma war es eine Zufallsdiagnose wegen einer nicht heilenden Wunde. Hätte sie sich nicht geschnitten mit den Folgen, dass die Wunde immer größer wurde wüsste sie es evtl. bis heute nicht.

Nur mal zum Nachdenken darüber, was die Aussage der "nicht vorhandenen familiären Vorbelastung" in den meisten Fällen wert ist...auch bei Diabetes Typ II gibt es eine wahnsinnig hohe Dunkelziffer.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von gini123 15.03.10 - 18:39 Uhr

hi also ich musste den zuckertest machen weil ich leichtes übergewicht habe#hicks

es geht ja nicht um die art von zucker die bei verwandten auftritt sondern ums schwangerschaftdiabetis und das kann man ja auch ohne diabetis im familienkreis bekommen...

ich würds auch machen sicher ist sicher.. ich muss es nun 2mal machen einmal zum ende der ss (machen bei meine FÄ alle schwangeren) und ich durch mein übergewicht auch schon zu beginn der ss..


ganz liebe grüße
gini123

Beitrag von norwegian_girl 15.03.10 - 18:43 Uhr

...es gibt viele Tests die unnötig sind, aber den OGTT find ich persönlich wirklich sehr wichtig! Und ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn mein Kind einen Schaden hat, nur weil ich zu faul war, im Wartezimmer rumzuhocken...
Was sind schon 2-3 Stunden - nimm dir ein gutes Buch oder was zum Arbeiten mit (ich hatte sogar mein Laptop dabei und habe gearbeitet).

LG, Annkatrin (39.SSW)

Beitrag von ninjap 15.03.10 - 18:48 Uhr

hi,
mach ihn!
mittlerweile übernehmen einige kassen die kosten auch, da dies absolut sinnvoll ist. wenn die werte nicht ok sind, kann man halt frühzeitig gegensteuern.
ich finde vieles nicht sinnvoll, was man so testen kann in der ss, aber diesen test sollte man meiner meinung nach nicht auslassen.
lg, ninjap

Beitrag von flaqita 15.03.10 - 18:59 Uhr

Mach ihn. Eine Bekannte hatte nicht übermässig zugenommen, eigentlich dünn, sportlich und hatte trotzdem Schwangerschaftsdiabetes. Sie hatte den Test nicht angeboten bekommen und ihn erst in der 30 Woche gemacht und selbst bezahlt und da kam raus, dass sie Schwangerschaftsdiabetes hat. Und ihr kleiner war damals schon etwas gross. Aber er wurde dann doch mit normalen Gewicht geboren.

Beitrag von dominiksmami 15.03.10 - 19:27 Uhr

Huhu,

für einen Schwangerschaftsdiabetes sind weder vorerkrankungen, noch Risikoindikatoren, noch Anzeichen nötig.

Es gibt kerngesunde, schlanke, sportliche Frauen OHNE Familiäre Vorgeschichte die plötzlich einen Gestationsdiabetes entwickeln.

Nicht umsonst plädieren die FAs dafür den OGTT zur Regelleistung bei der Schwangerschaftsvorsorge zu machen.

Ich weiß nicht was die Hebis "gegen" diesen Test haben, ich denke sie informieren sich vielleicht noch nicht genug in diese Richtung.

Nicht vieles ist schlimmer als ein unerkannter Schwangerschaftsdiabetes...aber der OGTT ist absolut nicht schlimm.

Dieses Zuckerzeugs, schmeckt im normalfall wie Saft und du sitzt im Normalfall 2 Stunden da rum.

Nimm dir jemanden mit, hab ich auch gemacht, dann ists nur halb so langweilig.

lg

Andrea

Beitrag von nicki1971 15.03.10 - 20:01 Uhr

Mach den Test !!! Der Rest wurde hier ja schon ausführlich geschrieben.