Es wird immer schlimmer - ich kann nicht mehr!

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Beitrag von nana2909 15.03.10 - 19:52 Uhr

Hallo liebe Mamis,

also ich hab folgendes Problem. Und zwar ist es mit meinem kleinen (5 1/2 Monate) zur Zeit total schlimm! Er ist pausenlos am knatschen. Sobald ich nicht mit ihm spiele oder er auf meinem schoß sitzen darf...nur geknatsche...und steigert sich dann hoch bis ins schreien und weinen. Sobald er mich nicht mehr sieht.

Genauso das zu Bett bringen, war nie ein problem. Wir haben unsere rituale und dann hat jannik auch sofort geschlafen. aber seit heute klappt nun nichtmal mehr das. Ich geh rein, er lacht und ist glücklich...kaum geh ich raus....nur geschrei.

Was soll ich nur machen. ich kann wirklich nicht mehr. Jetzt hab ich vor kurzem gelesen, dass man die babys dann knatschen lassen soll, weil sie sonst denken sie müssen nur knatschen/schreien und schon kommt jmd. Das bring ich aber nicht übers herz.

Ich hoffe wirklich ihr habt ratschläge. Ich könnt grad einfach nur noch weinen weil ich so fertig bin mit meinen nerven. Dazu kommt noch dass papa ja immer erst gegen halb 9 kommt. das heißt ich hab noch nichtmal unterstützung.

LG
Tina

Beitrag von sarah722510 15.03.10 - 19:55 Uhr

Hallo,

lass in ruhig mal rumknatschen, du musst auch mal an dich denken. Wenn du meinst das ihm nichts fehlt auser das er jetzt im Mittelpunkt stehen muss, dann muss er sich auch mal selber beschäftigen.
Von schreien lassen halte ich auch nichts, aber auch für Mütter sind keine Maschinen!

LG Sarah

Beitrag von sarah722510 15.03.10 - 19:56 Uhr

Sollte heißen, Wir Mütter sind keine Maschinen:-[

Beitrag von doreensch 15.03.10 - 19:55 Uhr

der kann nicht sprechen, laufen, krabbeln aber tyrannisieren soll er schon können?

läßt du ihn knatschen machst du das urvertrauen kaputt

Beitrag von nana2909 15.03.10 - 20:02 Uhr

ja ich will ihn ja auch nicht knatschen oder schreien lassen (tu ich auch nicht - hab ich noch nie), aber wie deine vorschreiberin sagt bin ich ja keine machine und meine nerven liegen irgendwann einfach blank. von morgens bis abends nur "terror". hört sich scheiße an, ist aber irgendwie so. Kann esnicht sein, dass er wirklich einfach nur aufmerksamkeit will und wenn er die nicht bekommt, dann schreit er halt...???

Beitrag von sarah722510 15.03.10 - 20:09 Uhr

Hallo,

du machst sein Urvertrauen nicht kaputt nur weil du ihn mal knatschen lässt so ein Schwachsinn!!!
Ich habe 4Kinder, habe meine ersten beiden Töchter so verwöhnt und alles getan was sie wollten, aber irgendwann geht man daran kaputt.

Klar er ist noch klein, aber auch so ein kleines Baby kann mal ohne Mama sein. Was bringt es dir und deinem Baby, wenn du nur noch gereizt und gestresst bist.
Du sollst ihn ja nicht Stunden schreien lassen, das würde dem Baby nicht gut tun, aber du musst auch nicht bei jedem pieps sofort auf der Matte stehen!

LG

Beitrag von coki01 15.03.10 - 20:11 Uhr

kann es sein das er in einem schub steckt??? da werden die meisten ahänglicher...lass ihrn einfach mal ein bissi meckern das hat noch keinem geschadet....und irgendwann wird er dann auch mal einschlafen nach dem 6x wieder rein und rausgehen..haben das auch hinter uns.....und es kommt immer wieder

Beitrag von isa-1977 15.03.10 - 20:15 Uhr

Hallo,

ey, hast Du mein Baby geklaut ;-) Der Text könnte im Original von mir stammen. Bin derzeit auch ratlos. Aber unsere Mäuse können ja schlecht ständig in irgendeinem Schub stecken. Ich schiebe es derzeit auf die Impfung. Hast Du auch in letzter Zeit impfen lassen?

Da ich mich auch nicht zerteilen kann, lass ich Lilly auch ab und an mal vor sich hin knatschen. Baby's müssen auch lernen sich mal alleine zu beschäftigen.

Ich denke heut zu Tage macht man sich auch viel zu viel Stress. Oder meinst Du unsere Mütter wären bei jedem pieps zu uns gelaufen? Nee, wir lagen fast den ganzen Tag im Bett und wir leben auch noch ;-)

Also, mach Dir nicht zu viel Stress und denk auch mal an Dich!

LGe Isa und Lilly (09.10.09)

Beitrag von kadiya 15.03.10 - 20:18 Uhr

Hallo Tina,

ich kann dich total gut verstehen. Mina ist seit 1 1/2 Wochen ähnlich. Zum Thema "auch mal knatschen lassen" und zerstörtes Urvertrauen möchte ich folgendes sagen:

Ich habe neulich einen spannenden Artikel in der Psychologie Heute über das Phänomen des "too-good-mothering" gelesen. Dieser Artikel setzte sich kritisch mit der Ansicht auseinander, dass Eltern die Bedürfnisse ihrer Kinder immer auf Anhieb befriedigen müssen (unter anderem, weil so das Urvertrauen gestärkt wird). Es gibt wohl Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Kinder durch eine solche Form der Überbehütung in ihrer Entwicklung behindert werden können. Sie können keinen Umgang mit Frustrationen erlernen, weil sie nie welche erleben. Auch bleibt ihnen die Möglichkeit verwehrt, eigene Strategien zu entwickeln, um sich in bestimmten Situationen abzulenken. Leider ist dieser Artikel auf der Homepage nicht kostenlos verfügbar, aber ich habe einen anderen Link gefunden:

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/news/435/too-good-mothering-probleme-der-ueberversorgung-ueberbehuetung-verwoehnung

Ich möchte damit nicht sagen, dass man ein Kind schreien lassen soll. Sobald meine Kleine weint, ist sie auf meinem Arm und das finde ich auch richtig. Ich nehme sie aber nicht sofort hoch, wenn sie etwas knatschig ist. Sie schafft es dann auch oft, sich durch ihr Trapez oder die interessante Zimmerdecke abzulenken. Wenn das nicht klappt, dann fängt sie an zu weinen und ich bin sofort zur Stelle.

Natürlich ist es wichtig, dass du für deine Maus da bist, aber ihn knatschen zu lassen wird in meinen Augen nicht das Urvertrauen zerstören. Fühl dich also nicht schlecht, wenn du dich einfach mal neben ihn setzt und eine Weile durchatmest und ihn beispielsweise mit seinem Spielzeug schimpfen lässt ;-)!

Ich wünsche dir starke Nerven!

Viele Grüße
Kadiya

Beitrag von sabati 15.03.10 - 20:21 Uhr

#pro

Gut geschrieben!

Beitrag von kadiya 15.03.10 - 20:48 Uhr

#danke

Beitrag von nana2909 15.03.10 - 20:26 Uhr

Danke dir! Wirklich sehr interessant!

Beitrag von valeggio 15.03.10 - 20:54 Uhr

Sehr gut! #pro
Genauso versuche ich das auch in meinen Kursen (gebe ensprechende Eltern-Kind-Kurse) zu vermitteln.
Es ist normal, dass Babys mit der Zeit Frust (meistens so ab 4 oder 5 Monaten) entwickeln. Und den Frust sollte man ihnen gar nicht nehmen, sondern versuchen, zu begleiten und auch trösten, wenn mal was nicht so klappt. Aber nicht alles vorwegnehmen... wenn sie etwas von alleine schaffen, ist das super für ihr Selbstvertrauen.
Ich denke, jeder kennt den Unterschied bei seinem Baby zwischen knatschen und schreien. Ein schreiendes Kind gehört umgehend "versorgt". Und das gilt insbesondere für die allerersten Lebenswochen bzw. die ersten 3 Monate.

Und bitte setzt die Kinder nicht hin, so lange sie es nicht von selbst tun. Das ist ganz schlecht für den Rücken und lähmt die weitere Bewegungsentwicklung total.

Danke und liebe Grüße
Valeggio

Beitrag von 98honolulu 15.03.10 - 20:52 Uhr

Wenn du dir klar machst, dass dein Sohn nicht weint und schreit um dich zu ärgern, gehts dir meist schon besser! Er ist erst 5,5 Monate alt, er will weder im Mittelpunkt stehen noch Aufmerksamkeit, er will deine Nähe! Vermutlich steckt er in eine Schub, bekommt Zähne oder beides. Er braucht dich und durch diese Phasen muss man durch! Schreien lassen ist definitv falsch und ich muss da ganz energisch meinen Vorschreiberinnen widersprechen!

Beitrag von kadiya 15.03.10 - 21:01 Uhr

Ich habe deutlich gesagt, dass ich mein Kind nicht schreien lasse und dass ich es richtig finde, sie hochzunehmen, sobald sie weint (und soweit ich das verfolgt habe, haben alle anderen das ähnlich geschrieben).

Ich mag es nicht, wenn mir Dinge in den Mund gelegt werden, die ich so nicht gesagt habe.

Oder stellst du schreien lassen und knatschen lassen auf eine Stufe (das ist eine ernst gemeinte Frage)?

Beitrag von 98honolulu 15.03.10 - 21:05 Uhr

Ich habe auch nicht dich gemeint. Mit 5,5 Monaten stelle ich schreien und knatschen auf eine Stufe, ja. Mein Sohn ist jetzt 15 Monate, da sieht es anders aus.

Aber den Artikel finde ich sehr interessant...

Beitrag von kadiya 15.03.10 - 21:19 Uhr

Ich würde es nicht auf eine Stufe stellen, denke aber, dass der Grad zwischen Knatschen und Weinen/Schreien schmal ist. Ich bin zwar der Meinung, dass man einem Baby (auch mit 5,5 Monaten) die Möglichkeit geben muss, auch mal zu knatschen (aus bereits genannten Gründen), finde es aber wichtig, dass Eltern sofort da sind, wenn das Baby anfängt zu weinen. Nähe und Verständnis dafür, dass die Welt oder nicht einschätzbare Begleiterscheinungen diverser Schübe (und und und...) für die Kleinen absolut überwältigend und auch oft beängstigend sein müssen sind auch meiner Ansicht nach unverzichtbar und gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Eltern im ersten Jahr (und darüber hinaus)

Beitrag von kadiya 15.03.10 - 21:21 Uhr

"Grat" meine ich #hicks

Beitrag von 98honolulu 15.03.10 - 21:23 Uhr

#pro

Das sehe ich genauso. Allerdings finde ich es in einem Forum sehr schwierig jemandem zu sagen: Lass das Kind mal knatschen (damit meine ich nicht dich), wenn ich in keinster Weise weiß, was die Fragestellerin "knatschen" bezeichnet.

Beitrag von kadiya 15.03.10 - 21:29 Uhr

Das stimmt. Es ist sicherlich wichtig, dies klar zu definieren.

So, ich werde jetzt mal ausnutzen, dass mein Kind nicht knatscht, sondern friedlich schläft ;-) und noch ein wenig meinen "Feierabend" genießen.

Ich wünsche dir einen schönen Abend!

Lieben Gruß

Beitrag von 98honolulu 15.03.10 - 21:31 Uhr

Danke!

Ebenso!!!