Rechtschreibschwäche-Kurzprobe

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Beitrag von tama92 16.03.10 - 08:04 Uhr

Hallo,

meine Tochter 4.Klasse hat eine anerkannte Rechtschreibschwäche, nun haben sie in der Schule eine Kurzprobe geschrieben:* Richtig schreiben* sie musste in Lücken die passenden Laute einsetzen: tz, z, st, ts, s,ss, ß. Sie bekam auf die Probe eine 4 die Lehrerin hat zu ´meiner Tochter gesagt die zählt bei ihr genau so die Probe. Kann das sein?
Ich ab heute meiner Tochter nochmal einen Brief mitgegeben wo ich das noch mal hinterfragt hab.
Ich würde mal gerne eure Meinung wissen vll.ist ja auch ein GS-Lehrer/in da.
LG Tanja

Beitrag von barbarelle 16.03.10 - 08:14 Uhr

Hallo Tanja,

ich bin mal gespannt auf weiter Postings und hoffe ich sage dir nichts falsches. Eine Bekannte von mir hat neulich erwähnt, der der Notenschutz bei LRS weggefallen ist.

Das einzige was noch erlaubt ist sei, den Kindern ihre schlechten Noten nicht zu sagen um Frust zu vermeiden.

Bin gespannt ob das stimmt und ob andere, hier anwesende Lehrer das bestätigen können.

LG
Barbarelle

Beitrag von tama92 16.03.10 - 08:23 Uhr

Hallo,
ne als der Notenschutz besteht ja noch es wird bei ihr keine Diktat gewertet und auch beim Aufsatz wird die Rechtschreibung nicht gewertet.
Bin ja jetzt gespannt ob sie sich auf meinen Brief äussert.
LG

Beitrag von delfinchen 16.03.10 - 08:33 Uhr

Hallo,

bei einer "einfachen" Rechtschreibschwäche - im Vergleich zu einer Störung - wird die Rechtschreibleistung zu einem Anteil mitgerechnet - zumindest in Bayern bzw. in unserem Schulamtsbezirk.
Die Rechtschreibleistung wird zurückhaltend gewertet, dazu gehört, dass die betroffenen Kinder kein ganzes Diktat schreiben, sondern eben nur ein Lückendiktat.
Da man bei manchen Rechtschreibfällen ja für die ganze Klasse ein Diktat wählt, in das nur bestimmte Lückenwörter eingesetzt werden müssen, habe ICH es so gehandhabt, dass Fehler-Note etwas großzügiger ausgelegt wurde - bei den LRS-Kindern.
Allerdings unterrichte ich an der Hauptschule und die LRS-Klausel ist bei uns zu einem gewissen Anteil Ermessenssache des Lehres.

D es sich bei dem Diktat um - wie ich annehme - einen geübten Rechtschreibfall handelt, der noch dazu nur anhand von Lücken abgefragt wurde, würde ich die Probe auch zählen und den Fehlersprung etwas großzügiger wählen, z.B.:

"normal" LRS
0 Fehler = 1 1 Fehler = 1
1 = 2 2-3 = 2
2 - 3 = 3 4-5 = 3
4 - 5 = 4 6 - 7 = 4
6 - 7 = 5 8-9 = 5
8 - ... = 6 10 - ... = 6


Denn wenn ich schon bei den LRS-Kindern komplett auf die Rechtschreibleistung verzichte, welchen Vorteil soll ich dann denn noch den "echten" Legasthenikern gewähren?

Viele Grüße
delfinchen

Beitrag von mansojo 16.03.10 - 12:21 Uhr

Hallo,

bei uns wurde es mit den eltern abgesprochen
jonas wurde genauso zensiert wie alle anderen kinder auch
nur im englischen wurde er ein halbes jahr "bevorzugt"

muss aber dazu sagen das von der rechtschreibschwäche kaum noch was da ist#huepf

er macht schusselfehler
aber die klassischen so gut wie gar nicht mehr

lg manja

Beitrag von tama92 16.03.10 - 12:54 Uhr

Hallo,
so Hannah kam gerade Heim und die Note zählt nicht!

Hannah macht leider sehr viele Fehler auch die einfachsten Wörter z.B. Papa= Paba, und =unt, wer = wehr usw. ansonsten ist sie ja topfit wurde ja auch bei den IQ-Test festgestellt.