An alle Mamis, die eine schwierige Schwangerschaft hatten...

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von tweetys-mom 16.03.10 - 08:38 Uhr

Hallo zusammen:

ich wende mich an die Mamis, die komplizierte Schwangerschaften hatten, aus welchen Gründen auch immer, und die deswegen große Sorgen um sich und um ihr Kind haben mussten.

Ich selbst hatte ab der 21. Woche vorzeitige Wehen, ich hatte Schwangerschafts-Diabetes und ich hatte sehr schmerzhaft gestaute Nieren.

Ich habe viele Wochen im Krankenhaus gelegen, danach zu Hause.

Jetzt ist mein Sohn Jonah 21 Monate alt, ein sehr süßes und kerngesundes Kind.

Und eigentlich lässt einem der Alltag mit einem kleinen Wirbelwind ja nicht viel Zeit zum Nachdenken. Aber vielleicht geht es ja der einen oder anderen wie mir und sie denkt manchmal, in einer ruhigen Minute, noch an die schwierige, sorgenvolle Zeit und daran, wie viel positiver andere Mütter ihre Schwangerschaft erleben durften.

Inzwischen sind das für mich Bilder, die sich fast schon unwirklich anfühlen, wenn ich daran denke. Aber da sind sie trotzdem noch.

Und bei Euch???

Tweetys Mom und Jonah *03.06.08

Beitrag von tragemama 16.03.10 - 10:13 Uhr

Ich kenne das, was Du da beschreibst, sehr gut. Meine Große hatte während der SS immer mal wieder schlechte Herztöne, bei der Kontrolle dann wieder gut, ein ewiges Hin und Her. Sie wurde dann bei 37+3 auf meinen Wunsch per Sectio geholt (nach erfolglosem Einleitungsversuch) und hatte die Nabenschnur so stramm um sich geschnürt, dass sie davon tagelang sichtbare Abdrücke an Hals und Brust hatte. Christina dagegen kam nach recht problemloser SS zur Welt und entwickelte das "Atemnotsyndrom" (kannst Du googeln, wenns Dich ausführlich interessiert). Sie war eine Woche beatmet auf Intensiv (nach Verlegung per Kindernotarzt), danach noch in der "normalen" Kinderklinik. Ich weiß, was es heißt, Angst um sein Baby zu haben. Und es gibt immer wieder diese Momente, in denen ich im Nachhinein anfange zu weinen, weil mich diese Angst wieder packt.

Alles Gute,
Andrea

Beitrag von mathilda06 16.03.10 - 11:27 Uhr

Hallo,

also erstmal muss ich schmunzeln, denn mein Jonas ist am 03.06.2007 geboren..

Deine Gedanken kann ich sehr gut verstehen. Ich hatte auch eine sehr schwierige Schwangerschaft. Alles fing mit Blutungen in der 8. SSW an. Ab der 19. SSW hatte ich vorzeitige Wehen und habe den Rest der Schwangerschaft nur gelegen. Davon 8 Wochen im KH mit Wehenblocker und Bettruhe. Jonas wurde dann in der 33+4 SSW. geholt weil die Ärzte sagten, er sei draussen nun besser aufgehoben als in meinem Bauch. Hinterher stellte sich eine Reifestörung der Plazenta raus, was üble Folgen hätte haben können. Tja wir hatten dann ein Frühchen mit schwerem KISS und so schloss sich ein Jahr Physio und Arzttermine an.

Heute ist er ein frecher gesunder Bengel.. Und wenn ich ihn anschaue, kann ich auch kaum glauben, was wir schon alles durchhaben. Die Angst bleibt jedoch und hindert uns wahrscheinlich auch daran, es mit einem 2. Kind zu versuchen. Wir sind uns noch sehr unsicher. Inzwischen haben einige meiner Freundinnen auch Kinder bekommen und ich habe deren perfekten Schwangerschafen mit Neid beobachtet..

Beitrag von tweetys-mom 16.03.10 - 12:14 Uhr

Ja, ich werde auch kein zweites Kind bekommen. In gewisser Weise kann ich sagen, dass die erste Schwangerschaft mich zu sehr traumatisiert hat. Die Wochen im Krankenhaus werde ich nicht vergessen. Allem voran der Moment, als ich mit vorzeitigen Wehen in der 21. Woche am Freitag abend eingeliefert wurde, eine sehr liebe und fürsorgliche Ärztin mir hochdosiertes Magnesium intravenös verabreichte und sich die Wehen auch beruhigten. Dann am Samstag früh kam der Oberarzt zur Visite, sah mich nicht mal an, drehte sich nur zur Schwester um und meinte "Was ist das denn? Anti-Wehen-Tropf in der 21. Woche? Der kommt ab."

Und mit dieser Aussage wollte er das Zimmer verlassen, ohne ein einziges Wort an mich gerichtet zu haben.

Dann hörte er mich sagen "Nein. Kommt er nicht."

Er drehte sich um und blaffte mir hin dass ich das nicht zu entscheiden hätte, da gäbe es Richtlinien. Vor der 22. Woche werden keine schwangerschaftserhaltenden Maßnahmen eingeleitet. Das Kind hätte eh keine Überlebenschancen, wenn es jetzt käme.

Daraufhin bekam ich einen Nervenzusammenbruch.

Mein Lebensgefährte, der gerade das Zimmer betrat, fragte entsetzt, was denn bitte hier los sei und ich sagte ihm, dass der Arzt meinen Tropf entfernen wollte. Man muss dazu sagen, es war Samstag und am Montag darauf hätte die 22. Woche begonnen.

Als ich ihn fragte, wie denn sie Sachlage am Montag wäre, sagte der Arzt "Dann könnten Sie ihren Tropf behalten."

Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn für ein krankes Arschloch halte. Darauf reagierte er etwas zerknirscht und meinte, er wolle mich nicht in Aufregung versetzen.

Den Tropf hat er mir dennoch abgenommen. Bis Montag lag ich dort, ohne Behandlung. Danach bekam ich dann wochenlang Wehenhemmer und Magnesium.

Ich glaube, das werde ich NIE vergessen. Manchmal kommen mir noch heute die Tränen, wenn ich daran denke.

Vor dem Hintergrund kommt eine zweite Schwangerschaft auf keinen Fall in Frage für mich.

Ich kann Dich verstehen, ich bin auch manchmal ein wenig neidisch auf Mütter, die ihre Schwangerschaft genießen. Wobei es mir nicht unbedingt um den "Genuss" geht. Es geht darum, keine Angst haben zu müssen, sich einfach auf das Kind freuen zu dürfen... das konnte ich nie. Die Angst war immer da. Bis zum Schluss...

Beitrag von ingdir 16.03.10 - 13:10 Uhr

Hallo!

Die zweite Schwangerschaft war bei mir gerade im letzten Drittel gar nicht schön.
Die Geburt wurde dann bei 34+0 eingeleitet (Schwangerschaftsdiabetis, Kind wog 3350 Gramm).
Den Monat zuvor lag ich schon im KH.

Wir durften dann sehr schnell nach Hause. Einen Monat später hat Erik dann einen RS-Virus abbekommen und er musste wieder ins KH. Es wurde so schlimm, dass er 1,5 Wochen auf der Intensiv lag. Total verkabelt und sediert. Der schlimmste Moment war, als ich im KH war und die Ärzte ihn auf die Intensiv brachten, weil er kaum noch Sauerstoff bekam. Ich saß ganz alleine in einem kleinen Wartezimmer und musste so mit den Tränen kämpfen, während zig Ärzte in Eriks Zimmer waren.
Genau in diesem Moment kam meine Mama ins Zimmer. Meine Eltern wohnen 60 km von uns und waren zufällig an dem Tag gekommen. Da habe ich geheult...
Gerade muss ich wieder heulen...

Die dritte Schwangerschaft kann nur besser werden!
LG Inga + Kira + Erik * 10 SSW

Beitrag von sneafi21 16.03.10 - 21:29 Uhr

Hallo !

Ja das kenne ich . In der 12 und 18. SSW Blutungen , ab der 33 . vorzeitge Wehen wo ich auch 1 Woche im KH bleiben musste . Geholt wurde meine Motte in der 38. SSW wegen einer vorzeitigen Plazentaablösung #schwitz und musste 2 Tage auf Intensiv bleiben weil sie Anpassungsstörungen hatte .
Heute ist sie ein kleiner Wirbelwind kann kaum stillsitzen ;-) und ist kerngesund !!


Dani und Nele*09.08.08