Für meine Mama 400 € Job und Krankengeld?

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Beitrag von myimmortal1977 16.03.10 - 09:06 Uhr

Moin :-)

Eine Frage für meine Mama. Sie lebt von Witwenrente und hat einen 400 € Job.

Leider besteht bei ihr nun der Verdacht auf eine Spinalkanalstenose oder ein Bandscheibenvorfall. Genaueres wird heute geklärt.

Sie arbeitet in einem Putzjob, macht Zimmer sauber, für eine kirchliche Einrichtung. Auch teilweise schwere körperliche Arbeit. Momentan geht bei ihr körperlich gar nichts mehr.

Wie verhält es sich, bei einem 400 € Job. Ich habe gelesen, dass sie auch Anspruch auf 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hat. Wie wird das Geld berechnet, wenn sie mal 300 € verdient und mal 400 € im Monat?

Anspruch auf Krankengeld von der KK hat sie aber nicht, so wie ich es verstanden habe.

Tja eigentlich ist es der Worstcase, der nun eingetreten ist. Wenn sie kein Geld mehr bekommt, wird sie von 780 € mtl. leben müssen.

Für den Fall, dass sie für länger ausfallen sollte, gibt es irgendwelche Möglichkeiten, dass sie weitere Gelder irgendwo für eine gewisse Zeit beantragen kann? Kann sie ergänzendes ALG II beantragen? Oder Wohngeld?

Ich muss dazu noch sagen, dass sie für eine Einzelperson eigentlich in einer für sie zu großen Wohnung lebt. Sie hat 2,5 Zimmer, etwas über 70 Quadratmeter. Die Miete ist allerdings genauso "teuer", als wenn sie in einer vergleichbaren 1,5 Zimmer Wohnung mit 50 Quadratmeter sitzen würde.

Wie würde sich die Rechnung bei ALG II verhalten, wie bei Wohngeld?

Nehmen wir mal an, sie müsste Leistungen vom Amt beantragen. Wird dann nach den Quadratmetern geschaut, oder nach der Miethöhe und nach dem ortsüblichen Mietspiegel?

Bei längerem Ausfall müsste sie ihren Lebensunterhalt von 780 € bestreiten. Effektiv sind es weniger, da es eine Rente ist und noch Sozialbeiträge fällig werden.

Langristig muss sie sich so wie so was überlegen. Denn so geht es auf Dauer gesundheitlich mit dem Job bei ihr nicht weiter.

Das Prob ist, dass sie schon 56 ist und seit 9 Jahren keinen Bürojob mehr gemacht hat. Für die Altersrente reicht es noch nicht. Welche Möglichkeiten gibt es sonst noch?

Sie hat noch weitere körperliche Einschränkungen. Ihr fehlt ein Lungenlappen und sie hatte einmal einen Unfall, wo ihr Sprunggelenk fast komplett ohne Bewegung geblieben ist. Fast steif.

Ein Rentenantrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente ist damals abgelehnt worden....

Kann das Arbeitsamt so einen Antrag befürworten, wenn sie als nicht vermittelbar gilt?

Sorry, für den langen Text, aber wir machen uns hier wirklich Sorgen um ihre Zukunft :-(

DANKE für zahlreiche Tipps.

Viele Grüße

Janette



Beitrag von manavgat 16.03.10 - 12:08 Uhr

Lohnfortzahlung ist bei Minijob 6 Wochen.

Es gibt Grundsicherung. Sie kann auf der Stadt/Gemeindeverwaltung erfragen, wie das beantragt werden muss.

Gruß

Manavgat

Beitrag von eule1206 16.03.10 - 17:46 Uhr

Huhu Janette,
meine Mutter bekommt auch Wohngeld obwohl die Wohnung mit 90 qm ja sehr groß ist. Aber die Miete genauso wie bei kleineren Wohnungen.
Wohngeld sollte sie auf jeden Fall beantragen. Mit Grundsicherung kenne ich mich nicht aus.
LG Nicki