Rückwärts oder vorwärts gerichteter Kindersitz?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von dinchen1403 16.03.10 - 09:08 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Bei uns steht die Anschaffung eines Kindersitzes für Leo (8 Monate) an.

Eigentlich hatte ich mich schon für einen entgegen der Fahrtrichtung montierten Sitz entschieden.... ABER: was passiert wenn mir hinten einer reinknallt? Dann schlägt Leo -wenn er entgegen der Fahrtrichtung sitzt- auch mit dem Kopf aus dem Sitz raus und hat womöglich auch das Genick gebrochen.... Wenn ich nämlich überlege, dass ich eigentlich so gut wie NIE über Landstraßen fahre (da gibt es die Frontalunfälle ja am meisten) sondern IMMER Stadtverkehr und Autobahn fahre, frage ich mich ob nicht doch ein nach vorne gerichteter Sitz die bessere Wahl wäre. Auf der Autobahn ist ja die größte Gefahr, dass ich z. B. am Stauende stehe und mir einer hinten reinrast. In der Stadt habe ich auch eher die Gefahr von Auffahrunfällen und weniger von Frontalaufprallen....#schein

Ich zweifel jetzt echt. ALLE Unfälle kann man eh nicht "abdecken". Wenn einem jemand in die Seite kracht, sind beide Sitze gleich....

Was denkt ihr?

Beitrag von bine3002 16.03.10 - 09:19 Uhr

Bei einem Frontalunfall kommen die Geschwindigkeiten beider Autos zum Tragen. Diese Unfälle sind in der Regel gefährlicher als ein Heckunfall. Insofern ist der rückwärts gerichtete Sitz die sichere Variante.

Ich denke aber vor allem an entspannte Autofahrten und die waren bei uns erst möglich als unser Kind nach vorne geschaut hat. Was nützt es, wenn man vor lauter Stress (der automatisch entsteht, wenn das Kind hinten brüllt), einen Unfall baut, den man nie gebaut hätte, wenn hinten Ruhe gewesen wäre.

Wir haben uns für einen Römer King TS entschieden, den man auch in eine halb liegende Position bringen kann. Wir waren zufrieden mit diesem Sitz.

Beitrag von dinchen1403 16.03.10 - 09:24 Uhr

Danke für deine Antwort!

Für unseren ersten Sohn haben wir auch einen nach vorne gerichteten Sitz (vor drei Jahren gekauft). Da kannte ich die andere Variante noch gar nicht.

Grade habe ich einen Crashtest gesehen. Jetzt zweifel ich wieder in die andere Richtung!

http://www.youtube.com/watch?v=kRP7ynNI8mI&mode=related&search=

Mann! Das ist echt nicht einfach!!!

Ruhe halten würde er -glaube ich- in beiden Sitzen gleich gut oder schlecht...

Beitrag von wemauchimmer 16.03.10 - 11:36 Uhr

Hallo Bine,

was meinst Du wohl, warum z.B. Passagierflugzeuge vorwärts bestuhlt sind? Klar ist das im Fall des Crashs gefährlicher. Aber die meisten Menschen haben weniger Probleme mit Reisekrankheit usw. wenn sie nach vorne schauen. Und Crashs sind nunmal sehr sehr selten.

Du solltest dem Sicherheitswahn nicht alles unterordnen und dem Kind dadurch die Autofahrten unangenehmer machen. Oder wenn Du das doch machen willst, warum polsterst Du dann nicht den Kofferraum aus und tust das Kind dann rein? Maximale Sicherheit beim Frontalzusammenstoß wäre gegeben...
LG

Beitrag von butler 16.03.10 - 09:30 Uhr

Wieso möchtest du dein Kind schon in den größeren Sitz packen? der Zwerg ist erst 8 Monate und kann mindestens noch 4 Monate in der Schale liegen?
Ein Rückwärtsgerichteter Sitz ist besser. Wir hatten bis die Beine meines Zwerges zu lang waren den Kiddy Reaboard 2000. und das war mit ca.20 Monaten. Hätte ich noch mehr Platz im Auto würde er noch immer dadrin sitzen.
lg

Beitrag von dinchen1403 16.03.10 - 09:42 Uhr

Wir wollen ihn auch jetzt noch nicht da reinsetzen, aber müssen uns so langsam mal informieren, was angeschafft werden soll. Lange passt er nicht mehr in den Maxi Cosi da er ziemlich groß und schwer ist. Ich denke, mehr als 1 1/2 Monate geht das nicht mehr "gut".

Beitrag von miau2 16.03.10 - 10:08 Uhr

Hi,
ich denke, die Gefahr von Frontalunfällen ist größer.

Es kommt mir einfach so vor, dass diese häufiger sind - egal, wo man fährt.

Dass dir von hinten jemand drauffährt passiert im wesentlichen dann, wenn jemand anderes einen Fehler macht.

Ein Unfall von vorne passiert sowohl wenn andere einen Fehler machen (und das passiert reichlich in der Stadt, wenn ich mir mal unsere Kreuzung so angucke - die Autos sind eigentlich immer von vorne Schrott) und zusätzlich wenn du einen Fehler machst, also jemandem drauffährst (Stauende...Staus gibt es ja in der Stadt auch mehr als reichlich - und warum soll immer der andere der sein, der den Fehler macht und dir drauffährt, warum ist umgekehrt nicht möglich?).

Dazu das mit den Geschwindigkeiten, dass die "Wucht" von vorne einfach größer ist.

Und - bei einem vorwärts gerichteten Sitz mit 8 Monaten reicht wenn es ganz dumm kommt schon eine echte Vollbremsung (mit echt meine ich Gaspedal sozusagen durchs Bodenblech drücken - dass das die allerwenigsten jemals in erlebt haben ist mir klar, aber irgendwie denkt ja jeder, das zu können ;-)). Auch da wirken schon Kräfte auf das nicht ausgereifte Genick von deinem Kind, die gefährlich werden können.

In dem Alter ist rückwärts gerichtet die absolut sicherste Variante.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von kathrincat 16.03.10 - 10:23 Uhr

kauf einen kiddy oder cybex mit fangkörper die sind testsieger. mein kind hätte eine rückwärs nicht mehr mitgemacht.

Beitrag von smurfine 16.03.10 - 10:36 Uhr

Wir haben den Birtax Fitst Class plus. Denn kann man in beide Richtungen montieren. Meine Tochter liebt ihn. Sie fährt in dem seit sie sechs Monate alt ist, die Babyschale hat sie gehasst und jede Autofahrt war ein Drama. In dem neuen Sitz sitzt sie höher uns sieht viel (Kombi). Nachdem sie es nicht anders kennt stört sie das "verkehrtrum"-fahren auch nicht. Den anderen Autos kann sie so und so zuschauen. Und durch die Begrenzung Tür/Rücksitzlehne kann ihr das Spielzeug nur noch auf eine Seite runterfallen. Das senkt den Meckerfaktor bei uns auch nochmal.
Wir haben für das zweite Auto jetzt einen Maxi Cosi Mobi bestellt. Ich glaub allerdings auch, dass wenn sie mal spitzgekriegt haben, dass man auch nach vorne schauen kann, es schwierig werden könnte die Kleinen vom Reboardsitz zu überzeugen.

LG;
fina