Autokauf - Gewährleistung - wer kann helfen??

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Beitrag von mineos 16.03.10 - 09:17 Uhr

Hallo,

mein Mann hat vor 2 Wochen ein gebrauchtes Auto gekauft, einen Mercedes, ca. 10 Jahre alt. Am dritten Tag sprang das Auto nicht mehr an, mein Mann rief gleich beim Händler an, dieser sagte, wir sollen halt später noch mal probieren ob er wieder anspringt, wenn nicht, sollen wir in die Mercedeswerkstatt fahren und mal die Fehlercodes auslesen lassen, weil er selbst nur Händler ist und nicht repariert.

So. Nun ist er am nächsten Tag nach etlichen Versuchen wieder angesprungen und spinnt seit dem aber immer mal wieder rum, springt erst nach mehreren Versuchen an oder geht während der Fahrt einfach aus #schock

Mein Mann war in der Mercedeswerkstatt, die sich aus dem Fehlercodes aber keinen richtigen Reim machen könnten, wäre eben eine genaue Untersuchung (plus entsprechender Kosten) nötig, die wir ohne Zusage über die Kostenübernahme durch den Händler nicht beauftragen wollen.

Wie ist das denn nun, müsste der Händler die Kosten ganz oder teilweise übernehmen, wenn so kurz nach dem Kauf ein so erheblicher Mangel auftritt? Eigentlich kann man das Auto gar nicht mehr fahren. Nicht vorzustellen, wenn das Auto auf der Autobahn einfach so ausgeht #zitter Den Fehler (vermutlich in der Elektrik) zu finden kann leicht ins Geld gehen. Letzter Stand ist, dass er uns angeboten hat, die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Ist das so rechtens? Wir haben keinen Vertrag über Garantiebedingungen bekommen, aber im Kaufvertrag steht "Gewährleistung 12 Monate".

Wer kann helfen?

Beitrag von melli1578 16.03.10 - 09:48 Uhr

Hallo

Jeder Händler muß Privatpersonen Gewährleistung geben.
Der muß das bezahlen.

Melanie

Beitrag von vwpassat 16.03.10 - 10:18 Uhr

Der






muss gar nicht alles bezahlen.


Wenn ich eins hasse, dann solche Vorverurteilungen!

Was weißt Du denn, warum das Fahrzeug nicht anspringt?

Wurde vielleicht falsch getankt oder andere Bedienfehler gemacht?

Vielleicht hat sich ein Marder irgendwo zu schaffen gemacht?

Dann muss - Der - nämlich NICHT zahlen.








Beitrag von mineos 16.03.10 - 11:53 Uhr

Naja, es müsste schon wirklich mit dem Teufel zugehen, dass ein Marder bei -10 Grad unterwegs ist und in unsere abgeschlossene Garage eindringt, und dort irgendetwas anfrisst, in der in allen 11 Jahren, seit sie dort steht, noch nie etwas dergleichen passiert ist, und das ausgerechnet am 2. Tag, nachdem das Auto gekauft wurde.

Dass mein Mann, selbst Kfz-Mechaniker und Vielfahrer, nicht Diesel statt Benzin getankt hat kann ich dir allerdings versichern, davon abgesehen, dass das wohl ziemlich unmöglich wäre. Auch Bedienfehler halte ich für ausgeschlossen, aus oben genannten Gründen.

Trotzdem vielen Dank für deine Meinung! Ich will wirklich nicht unhöflich erscheinen oder so. Aber wir haben 10.000 EUR für ein Auto hingelegt, dass wir nicht mal mehr fahren können, und das ist direkt nach dem Kauf aufgetreten. Wenn ein halbes Jahr oder mehr dazwischen gewesen wäre würde ich sagen, okay, es kann immer mal was passieren, aber so...?

Beitrag von mirabelle 16.03.10 - 10:07 Uhr

Stimmt nicht ganz:

Gebrauchtwagen werden gerne ohne Garantie verkauft, dann ist der Wagen oft erheblich billiger. Das wird dann aber ausdrücklich im Kaufvertrag vereinbart.

Habt ihr einen Garantieausschluß zu gunsten eines gringeren Preises vereinbart, oder nicht?

M.

Beitrag von mineos 16.03.10 - 10:14 Uhr

Nein, wir haben das Auto mit Gewährleistung gekauft, steht auch so im Vertrag "12 Monate Gewährleistung"

Beitrag von seikon 16.03.10 - 12:09 Uhr

Garantie und Gewährleistung ist aber was anderes.
Die gesetzliche Gewährleistung kann bei einem Verkauf von gewerblich an privat nicht ausgeschlossen werden. Der Händler MUSS also i.d.R. die gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten geben. Bei gebrauchter Ware kann der Händler diese Gewährleistung allerdings auf 12 Monate verkürzen. Aber 1 Jahr muss der Händler auf jeden Fall geben, und das kann nicht ausgeschlossen werden.

Wobei eben wir gesagt eine Gewährleistung nicht gleichzusetzen ist mit einer Garantie.
Die Gewährleistung besagt ja lediglich, dass der Gegenstand zum Zeitpunkt der Übergabe frei von Sachmängeln war.

Schäden durch äußerliche Einwirkung (z.B. Marderschaden) und Verschleißteile (bzw. daraus resultierende Schäden) werden z.B. nicht von der Gewährleistung abgedeckt.

In den ersten 6 Monaten nach Kauf muss der Händler dem Kunden nachweisen, dass der Mangel erst nach dem Kauf aufgetreten ist. Nach 6 Monaten muss der Kunde beweisen, dass der Mangel bereits bei Kauf vorhanden war.

Beitrag von mirabelle 16.03.10 - 12:14 Uhr

#danke

wieder was dazugelernt

M.

Beitrag von goldtaube 16.03.10 - 14:29 Uhr

Gewährleistung hat nichts mit Garantie zu tun.

Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers. Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und muss vom Verkäufer gewährt werden.

Beitrag von vwpassat 16.03.10 - 10:20 Uhr

3 Tage nach Kauf ist natürlich unschön.

Versucht Euch gütlich mit dem verkaufenden Händler zu einigen.

Ich würde nach 3 Tagen die vollen Kosten (sofern kein Eigenverschulden des Kunden vorliegt) übernehmen.

Beitrag von stubi 16.03.10 - 10:24 Uhr

Kommt drauf an, was kaputt ist. Alles ist nicht durch die Gewährleistung abgedeckt. Also gilt es erst, den Fehler zu finden.