Hausaufgaben selbst betreuen ?

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Beitrag von gotschie 16.03.10 - 09:48 Uhr


Hallo,

gibt es eigentlich noch die klassischen Eltern - sprich Mamas - die, die Hausaufgaben ihrer Kinder noch selbst betreuen?

Hier lese ich meistens nur etwas von Hort, was ich irgendwie traurig finde.... irgendwie ist doch die Grundschule wichtig - oder?

Gruß
Gotschie

Beitrag von katjafloh 16.03.10 - 09:52 Uhr

Ja, hier.

Mein Sohn kommt nach der Schule direkt nach Hause, dann essen wir Mittag. Und dann werden die Hausaufgaben gemacht. Meistens macht er sie alleine und ich kontrolliere dann. Wenn er es möchte, setze ich mich auch daneben, da die Kleine in der Zeit sowieso Mittagsschlaf macht. Ich helfe auch mal, wenn er absolut nicht weiter kommt.

Warum fragst Du?

LG Katja

Beitrag von gotschie 16.03.10 - 09:58 Uhr


Hi Katja,

weil ich meistens nur Mütter kenne, die die Hortbetreuung in Anspruch nehmen.

Gehst Du denn arbeiten ? Oder willst Du erst einmal für die Kinder da sein. Dies scheint ein auslaufendes Modell zu sein.
Am Besten vom Kreißsaal in die Kinderkrippe oder zur Tagesmutter.

Ich bin auch eine, die ihr Kind aufwachsen sehen möchte.

Gruß
Gotschie

Beitrag von emmapeel62 16.03.10 - 10:51 Uhr

Unglaublich was du hier vom Stapel lässt #contra

Beitrag von gunillina 16.03.10 - 11:25 Uhr

Sicher. Also werde ich Hartz IV Empfängerin, gehe nicht arbeiten, sehe aber meine ach so glücklichen Kinder aufwachsen...
Weisst du, du malst dir da deine Welt sehr schwarz und weiss.
Nur, weil die Kinder im Hort sind, sieht die Mutter (den Vater lässt du hier vollkommen ausser acht, nicht wahr) ihr Kind trotzdem aufwachsen.
Und Mütter, die kein Interesse an ihren Kindern haben, aber KEINEN Hortplatz nutzen, "sehen" ihre Kinder vielleicht noch viel weniger als solche, die ihre Kinder lieben und sie trotzdem im Hort haben.
Hinzu kommt, dass du das Hortangebot nicht nutzt, aber genau weisst, wie schlecht es ist, ja? Komisch...
Ich weiss, dass unser Hort nicht schlecht ist. Es werden unzählige Angebote gemacht, die Kinder fühlen sich wohl dort, sie werden nicht verwahrt.
Aber unser Hort ist sicherlich die Ausnahme, stimmt's? Du hast ja alle Horteinrichtungen dieses Landes begutachtet.
Was ich nicht mag: Menschen, die Verallgemeinerungen unbedacht aussprechen.

Beitrag von tarosti 16.03.10 - 18:39 Uhr

Hallo

Es gibt nicht nur Hartz 4 oder Vollzeitmami!! Es gibt auch Teilzeitarbeit. Du verallgemeinerst auch - genau das, was du angeblich nicht magst.

Ich find die Frage gerechtfertigt. Bei uns in der Schweiz sind Horte gar nicht üblich (zumindest nicht in ländlichen Gegenden). Die gibts zum Teil gar nicht. Da schaut man entweder innerhalb der Familie und organisiert sich oder ist selber für sein Kind da. Punkt.

liebe Grüsse
Tarosti

Beitrag von gunillina 16.03.10 - 21:22 Uhr

Du wirst lachen, ich bin eine Teilzeitmami.
Wie du vielleicht gemerkt hast, habe ich vollkommen übertrieben geschrieben, damit die Ausgangsschreiberin merkt, was gerade falsch läuft in ihrem Anliegen.

Beitrag von katjafloh 16.03.10 - 13:17 Uhr

Ich bin zu Hause und Hausfrau. Deshalb kann ich für meine Kinder da sein. Hätte ich aber eine Arbeit würde ich auch die Hortbetreuung oder Oma & Opa in Anspruch nehmen. Ich finde es nicht verkehrt, wenn Mütter, die einen guten Job haben nach 1-2 Jahren wieder arbeiten gehen. Ob das das beste fürs Kind ist, ist eine andere Frage. Würde ich auch so machen, wenn ich einen guten Job hätte. Ansonsten finde ich es aber auch nicht verkehrt 3 Jahre oder länger fürs Kind da zu sein. Wenn man es sich finanziell leisten kann. ;-)

LG Katja

Beitrag von sora76 16.03.10 - 14:16 Uhr

Hallo!

Die Zeiten haben sich geändert. Ich selber bin keine Karrierefrau, vermisse es also nicht, nicht arbeiten zu gehen. Finanziell können wir uns das leisten. Das ist halt auch die Frage. Ich habe eine Ausbildung gemacht und habe in den Job auch gearbeitet. Als das Kind kam war für mich klar, das ich Zuhause bleiben wollte, solange das Machbar ist.
Bin auch viel mit meinem Kind zusammen und genieße das auch. Bald wird sie aber mehr ihre Freunde haben und dann ist das auch vorbei. Ich denk dann werde ich Tagesmutter machen. Bin gern mit Kindern zusammen und kann so auch Eltern helfen, die beide Arbeiten gehen.
Außerdem versuchen wir noch ein 2. Kind zu bekommen (das schon seit 4 Jahren). Das läuft jetzt viel über Kliniken und da ist es nicht verkehrt Zeit zu haben. So kann ich fast jeden Termin wahrnehmen, der mir angeboten wird.
Mein Kind in Betreuung zu geben wäre auch nicht mein Ding, aber wenn ich Arbeiten gehen müßte, dann würde ich das schon in Anspruch nehmen. Oma und Opa wohnen nicht hier.
Geht ja dann auch nicht anders.


LG Sonja

Beitrag von loonis 16.03.10 - 15:46 Uhr




??????
Ohne Worte!!!!


Gruss Kerstin



Beitrag von 3erclan 16.03.10 - 09:54 Uhr

Hallo

ich bin auch zuhause.

Meine gorße war im Hoft hab sie aber wieder rausgenommen weil ich gemerkt habe dass es nciht das wahre ist.

wir mussten jeden Abend die AUfgaben noch machen.

Zuhause braucht sie ca 1 STd. das machen wir aber immer wenn der kleine noch im Kiga ist

lg

Beitrag von spyro74 16.03.10 - 09:55 Uhr

ja ich, meine Kidds waren eine Zeit ganztags im Kindergarten und ich hab sie nach der Arbeit nicht wieder erkannt, die waren nicht mehr so fröhlich und aufgeschlossen, seit 2 Jahren ist es aber nicht mehr so.

Ich bin für meine Große jetzt 2te Schuljahr immer da bei den Hausaufgaben, wenn sie mich braucht, was aber selten vor kommt. Sie macht die nach der Schule selbständig und ich schau dann mal Stichprobenartig durch!

Und ich muss sagen ich hab wieder fröhliche zufriedene Kinder, seit dem die nicht mehr im Hort sind!

LG
Spyro74

Beitrag von danymaus70 16.03.10 - 10:03 Uhr

Hi,

schon mal auf die Idee gekommen, dass es Mütter gibt, die den ganzen Tag arbeiten gehen?? Wie soll man da bitte die Hausaufgaben betreuen?? Da bleibt einem ja nur der Hort........was ist daran traurig?

Traurig wäre es, wenn ich arbeitslos wäre aber dafür Zeit für Hausaufgaben hätte.

LG Dany

Beitrag von gotschie 16.03.10 - 10:08 Uhr


Klar, wenn man arbeiten gehen muß - ist dies schon eine andere Sache,

Beitrag von danymaus70 16.03.10 - 10:10 Uhr

also nicht immer gleich so pauschal Dinge beurteilen.
ich bin alleine mit meinem Sohn und dankbar, dass es so etwas wie einen Hort gibt.

Um 18:00 wäre mein sohn (der außerdem noch ADHS hat) gar nicht mehr in der Lage Hausaufgaben zu machen, weil seine Medikamente nur bis ca. 15:00/16:00 wirken.

LG Dany

Beitrag von gussymaus 16.03.10 - 13:48 Uhr

das kommt nun aber wieder auf die jeweilige situation an... ich bin so gesehen arbeitslos, und das ist für meine kinder deutlich besser, als wenn ich vollzeit arbeiten wäre (hatten wir auch schon ,aber zum glück nur ein viertel jahr, da schon genuig geschadet hat)...

hat man aber einen guten hort wo die kinder gut betreut werden, oder ne tagesmutter oder so, finde ich spricht nichts dagegen arbeiten zu gehen. aber eben nur, solange die kinder GUT untergebracht sind.

Beitrag von kikou 16.03.10 - 10:03 Uhr

Hallo Gotschie,

Vielleicht sind die Kinder ja im Hort, weil die Eltern arbeiten MÜSSEN? Das magst du traurig finden, aber besser als alleine zu hause rumsitzen ist Hortbetreuung allemal.

Wir wohnen in Frankreich, die Kinder haben bis 16.35h Schule und viele gehen dann noch in den Hort, weil beide Eltern berufstätig sind. In der Schule meines Sohnes gibt es allerdings keine Hausaufgabenbetreuung, also macht er seine Aufgaben immer erst abends. Meist wartet er sogar, bis ich zu hause bin, weil er seine Hausaufgaben gerne mit mir macht.
Die Grundschule ist sehr wichtig, sie legt die Grundlagen für die weitere Schullaufbahn, aber manchmal sind die Lebensumstände eben so, dass Hortbetreuung die bessere Alternative ist. Das finde ich nicht traurig, sondern der heutigen Zeit angemessen. Ich würde sicher weniger arbeiten, wenn das möglich wäre, ist es aber nicht. Damit muss ich mich abfinden. Insofern bin ich SEHR froh, dass meine Kinder betreut sind (zumal ich keine Grosseltern oder sonstige Familie in der Nähe habe) und nicht schon im Grundschulalter stundenlang auf sich selbst gestellt sind.

Gruss,
Kikou

Beitrag von gotschie 16.03.10 - 10:07 Uhr


Hallo Kikou,

klar ist eine Hortbetreuung besser als alleine zuhause zu sitzen, aber bei uns in Deutschland - zumindest bei uns in der Gegend - ist das ganze Konzept noch nicht richtig umgesetzt. Es gibt eine Hortbetreuung, die ist aber schlecht und ich würde sie nur als Notfall sehen, wenn man definitiv arbeiten gehen muß. Aber eine Bereicherung für die Kinder ist es nicht - eher Aufgewahrung. Dies ist bei Euch in Frankreich sicherlich anders.

Gruß
Gotschie

Beitrag von kikou 16.03.10 - 10:33 Uhr

Hallo Gotschie,

ob die Hortbetreuung hier in Frankreich eine Bereicherung ist, keine Ahnung. Das ist auch nicht der Punkt. Sondern der, dass es viele Eltern gibt, die arbeiten müssen und wollen und dass dann eine mittelmässige Hortbetreuung besser ist als alleine zu hause vor dem Fernseher rumsitzen (abgesehen davon, dass ich meine Kinder mit 8 und 6 Jahren nicht stundenlang allein zu hause lasse).

Es hat vielmehr mit der gesellschaftlichen Akzeptanz einer "erfüllten" Berufstätigkeit vor allem der Mütter zu tun. Wenn eine Mama zu hause bleiben kann und möchte, um sich um die Kinder zu kümmern, dann ist das ihre Entscheidung. Ebenso sollte es ihr aber freistehen, sich beruflich zu entwickeln und eine "Karriere" zu haben (jetzt mal ganz abgesehen von den Eltern, wo beide aus finanziellen Gründen einfach die Wahl nicht haben). Es kann also durchaus kein Notfall sein, wenn eine Mutter arbeiten geht. Komisch, bei den Vätern wird das nie oder nur ganz selten in Frage gestellt. Ich will jetzt auch gar nicht auf eventuelle Rentenansprüche und Co. hinweisen, das würde jetzt zu weit führen.

Nicht alle Kinder, die zu hause betreut werden, sind fröhliche, ausgeglichene Kinder und nicht alle Kinder, die in den "traurigen" Hort müssen, werden zu Problemkindern. Und umgekehrt gilt natürlich auch, dass nicht alle Kinder, die zu hause betreut werden, überbehütete Weicheier sind und dass nicht alle Kinder, die in den Hort gehen, dort optimal betreut werden.

Gruss,
Kikou

Beitrag von juliane1978 16.03.10 - 10:16 Uhr

Hallo,
meine Tochter macht an 3 Tagen zu Hause und an 2 Tagen im Hort Hausaufgaben. Und soll ich Dir was sagen - im Hort klappt es zig Mal besser. Manchmal denke ich mir immer im Hort wäre fast besser. Da "erlaubt" sich Madame einfach nicht so viel wie zu Hause.
Was soll also schlimm am Hort sein?
LG;
Juliane

Beitrag von tweety74 16.03.10 - 10:36 Uhr

Hallo.

Ich arbeite 3x die Woche bis 13.30 Uhr und 2x bis 16.30 Uhr. D.h. 3x die Woche mache ich mit meinem Sohn die Hausaufgaben, meine Mama hat vorher schon für ihn gekocht :-).
Die anderen 2 Male macht er die HA bei seinem Vater und bei meiner Mama.

LG Tweety

Beitrag von emmapeel62 16.03.10 - 10:49 Uhr

"Hier lese ich meistens nur etwas von Hort, was ich irgendwie traurig finde.... irgendwie ist doch die Grundschule wichtig - oder? "

Aha, und wenn Mütter (und auch Väter !!!) arbeiten gehen, dann bedeutet das, dass sie die Grundschule für unwichtig halten ?

Beitrag von similia.similibus 16.03.10 - 11:13 Uhr

Ja hier! Ich betreue die Hausaufgaben meines Kindes auch noch selber. Ich wohne in einem kleineren Ort, in dem die Hortplätze sehr rar sind. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit habe, zu hause zu sein, um mich selber um alles, was die Kinder betrifft, kümmern zu können.

Beitrag von gunillina 16.03.10 - 11:16 Uhr

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Kinder gehen zur Schule, Mütter zur Arbeit.
Kinder gehen in den Hort, während die Mütter arbeiten. Spätnachmittags kommen die Kinder nach Hause, die Mütter auch.
Dann noch Hausaufgaben zu machen, wäre für viele Kinder sehr anstrengend.
Deshalb und aus anderen Gründen machen viele Kinder ihre Hausaufgaben in dem Hort. Unzählige WOLLEN dort sogar ihre Aufgaben erledigen.
Mein Sohn kommt neuerdings immer um 14 Uhr spätestens heim, ich arbeite zum Glück nur halbtags. Er macht seine Hausaufgaben seit Januar tatsächlich zu Hause, eine eins-zu-eins-Betreuung bekommt er von mir aber nicht.
Denn die Hausaufgaben soll das Kind ja selbständig lösen.
Sicher helfe ich, ich weise darauf hin, dass er evtl. Fehler suchen muss etc. Aber dabei sitzen und ihn dirigieren - no way.
L G
G, die übrigens findet, dass ihr Sohn die Aufgaben zu Hause besser erledigt als im Hort.

Beitrag von tiffysb 16.03.10 - 11:17 Uhr

Hallo Gotschie,

ich bin auch zu Hause und mache mit meiner Tochter die Hausaufgaben.

Bis Ende letzten Jahres habe ich noch gearbeitet und meine Tochter war ebenfalls im Hort allerdings war das gar nichts für uns.

Kind war permanent im Streß sodaß sich bei ihr dann immer mehr Symptome zeigten - Bauchschmerzen, Atemnot. Wir sind von Pontius zu Pilatus gerannt, bis mal eine Kinderärztin gemeint hätte, das Kind hätte einfach nur Stress, wegen der langen Abwesenheit von zu Hause.

Nun bin ich seit diesem Jahr, wie gesagt, zu Hause und alle Probleme haben sich in Luft aufgelöst.
Fand es auch immer schade für meine Tochter, dass sie Nachmittags nichts mehr groß mit anderen Kindern unternehmen konnte, weil sie halt bis Nachmittags im Hort war.
Wir haben dann die Reissleine gezogen, Kassensturz gemacht und überlegt wie wir das hinbekommen und es geht. Man muß sich jetzt zwar etwas einschränken, wenn mein Gehalt wegfällt aber das ist mir die Gesundheit und das Seelenwohl meines Kindes auf alle Fälle wert - auch wenn ich meine Arbeit schon etwas vermisse. Aber kommt Zeit, kommt Arbeit, ich plane jetzt mich selbständig zu machen und dann schauen wir mal weiter.

Liebe Grüße
Tiffy