ich erkenne mich in ihm wieder

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von julsun 16.03.10 - 10:03 Uhr

Guten Morgen,

in letzter Zeit fällt mir immer wieder auf, wie ähnlich mir mein Sohn (bald 5) oft ist.
Er spielt oft alleine, ist nicht gerne bei großen Veranstaltungen (zB. im Kiga) dabei. Schon gar keine Auftritte. Ich habe das früher auch gehasst. Auch habe ich nicht so viele Freunde gehabt, auch gerne alleine gespielt. Ich bin auch nicht gerne rausgegangen, um mit den anderen zu spielen. Schon komisch, aber er ist haargenau so:-p
Und in letzter zeit fällt mir das immer häufiger auf.

Gleichen Euch Eure Kinder auch in einigen Dingen??

LG
julsun

Beitrag von tabi 16.03.10 - 10:11 Uhr

Ja total.
Abgesehen davon, dass er mir äußerlich wie aus dem Gesicht geschnitten ist, ist er mir auch von seinem Wesen in vielen Dingen sehr ähnlich.
Er ist ebenso temperamentvoll und ungezügelt wie ich, aber auch total offen und extrovertiert. Er sricht Menschen an ohne Schüchternheit und fragt Leuten im Bus Löcher in den Bauch:-p Und er besitz ein freundliches charmantes Wesen, die meisten schließen ihn sofort in ihr Herz, so war das bei mir auch.
Man merkt schon deutlich dass er mein Sohn ist und oft denkt hab ich das Gefühl ich schaue in einen Kindheitsspiegel.
Lg Tabi

Beitrag von petunia72 16.03.10 - 10:13 Uhr

Hallo,

ich seh' das ganz etwas zwiegespalten.

Natürlich erkenne ich mich auch in meinen Kindern.
Möglicherweise haben sie gewisse Charakterzüge geerbt, möglicherweise aber auch "abgeguckt".

Ich bemühe mich daher manche Dinge nicht einfach hinzunehmen, sondern daran zu arbeiten. In Deinem Fall würde ich daher mein Kind animieren mehr auf andere zuzugehen, aber auch selber "sozialer" zu sein.

LG Tina

Beitrag von criseldis2006 16.03.10 - 10:14 Uhr

Hallo,

Laura hat immer ihre Zunge draußen, wenn sie konzentriert was macht - genau wie ich.

Sie ist genauso ein Wirbelwind wie ich früher. Ohne Rast und ohne Ruh´.

Sie hat die gleichen struhzigen (dünnen) Haare wie ich, die gleichen Stahlblauen Augen und das freche Grinsen ;-).

Einen totalen Dickkopf.

Helena geht mehr auf meinen Mann, sowohl vom Aussehen als auch vom Charakter.

LG Heike

Beitrag von sandra1610 16.03.10 - 10:20 Uhr

Hi!

Bei mir ist es so, dass meine Große komplett nach ihrem Papa kommt. Auf Babyfotos gleichen sie sich total. Und auch charakterlich - sehr sensibel beide. Die Große ist bei neuen Situationen erstmal vorsichtig und zurückhaltend, dann aber schon mit Freude dabei.

Meine Kleine ist genau das Gegenteil und kommt damit ganz nach mir. Sie sieht auch genauso aus wie ich als Kind ausgesehen habe. Meine Mama sagt immer, sie fühlt sich in meine Kindheit zurückversetzt, weil die Kleine mir so ähnlich ist - eine wilde Hummel ;-) , je mehr Action desto besser, freundlich, aufgeschlossen, temperamentvoll.

Ich habe also ein "Papa-Kind" und ein "Mama-Kind" :-)

Lg, Sandra

Beitrag von ayshe 16.03.10 - 11:44 Uhr

ja, manchmal ist es wie ein spiegel ;-)


meine tochter wird bald 6.

sie denkt im grunde genauso wie ich. wenn ein thema aufkommt, hat man ja gedankenketten, und ihre sind genau wie meine, nur eine tic langsamer.
aber ich weiß dann immer schon, was gleich kommen wird.
sie könnte abends immer noch 1000 sachen machen, findet kein ende, tüdelt dann so gern herum, genau wie ich damals immer.
und sie malt ohne ende und bastelt ohne ende, ständig und dauernd, genau wie ich damals.

ja, doch, es gibt vieles im wesen, was sie komplett von mir hat, äußerlich allerdings kaum etwas.

Beitrag von maxilina 16.03.10 - 11:56 Uhr

Lleider, leider hat mein Sohn meine Züge geerbt ;-) . Aussehen tut er wie Papa, ich frage mich manchmal, warum er nicht gleich sein Charakter übernommen hat? Mein Mann ist so ruhig, hat viel Geduld usw., ich dagegen sehr aufbrausend, ungeduldig, nah am Wasser gebaut (hab mich schon gebessert, seit dem das Kind da ist ;-) ). Und das sehe ich bei meinem Sohn jetzt. Hab früher auch wegen jeder Kleinigkeit geheult, was mich soooo nervt, wenn er das jetzt macht #schwitz , aber ich denke je älter die Kinder werden, desto mehr eigenes Charakter entwickeln sie.

LG maxilina

Beitrag von gismomo 16.03.10 - 12:44 Uhr

Hallo,

ja, genauso ist es. Ich habe zwei Jungs, und der Große gleicht mir in fast allem, mein Kleiner ist (zum Glück) ganz anders.

Ich war kein einfaches Kind, meine Mutter kam oft an ihre Grenzen. Zum einen war ich total sensibel und verschlossen, zum anderen bin ich aber ständig an die Grenzen gegangen (meine Mutter sagte, andere hätten ihr immer gesagt "Sie haben ja ein sehr charakterstarkes und willensstarkes Kind" ;-) ). Ich habe Regeln nur akzeptieren können, wenn sie mir erklärt wurden und ich sie nachvollziehbar fand. Man konnte sich dann aber auch 100% darauf verlassen, dass ich sie einhalte. Ich habe mich mit dem Lernen immer sehr leicht getan und war, was das Lesen angeht, sehr früh schon sehr weit (ich hatte in der 4.Klasse bereits alle Kinder- und Jugendbücher in unserer Bücherei durch und fing dann an, Erwachsenenbücher zu lesen, mangels weiterer Alternativen). Ich hatte nur wenige, aber dafür sehr intensive Freundschaften, und habe immer auch viel Zeit für mich gebraucht. Am liebsten war ich in meinem Zimmer. Unbekannte Situationen habe ich gehasst.

Mein Sohn ist in all diesen Punkten genauso. Zum einen liebe ich in ganz besonders weil ich mich in ihm wiederfinde, zum anderen bringt er mich genau deshalb auch oft an meine Grenzen und ich mache mir Sorgen um ihn - weil ich eben genau weiß, wie schwer es manchmal ist, wenn man so ist, und ich mir wünschte, manches wäre leichter für ihn.

Mein kleiner Sohn ist dagegen glücklicherweise ganz anders - in sich ruhend, ein Sonnenschein, tatkräftig (er findet immer was, womit er sich ausgiebig beschäftigen kann), eher ein "Handwerker" als ein Kopfmensch. Völlig unproblematisch im Umgang mit anderen, emotional absolut stabil. Schon sehr früh ähnelte sein Verhalten dem seines Vaters, als dieser im gleichen Alter war (wie meine Schwiemu begeistert feststellte!).

Ich bin fest davon überzeugt, dass viel mehr genetisch festgelegt und somit vererbbar ist als wir das manchmal wahrhaben wollen! Und das daraus die logische Konsequenz folgt, dass es "die" richtige Erziehung nicht gibt, sondern dass man darauf schauen muss, wie sein Kind tickt, und entsprechend mit ihm umgehen muss.

lg
K.