was ist heute anders wie früher?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von nana32 16.03.10 - 12:49 Uhr

Was Ist denn heute anders?
Ich kan mich dran erinnern das meine Kinder(10u14Jahre) früher mit 6 Wochen Möhren in die Flasche haben durften, die Milchnahrung länger satt gemacht hat(4Stunden), man AB dem 4 Monat Brei, Obstgläschen usw füttern durfte.

Sie haben alles super vertragen und sind nie dick geworden.

Meine Tochter (3Monate) hält grade mal 2 Stunden durch und alles andere ist NACH dem 4. Monat

Aber warum?

Beitrag von sanniundmarco 16.03.10 - 12:54 Uhr

ja das stimmt,

meine Mutter hat mir auch erzählt,dass man früher (also so vor 25Jahren) schon früher begonnen hat mit beikost.meine mutter hat mir auch manchmal grieß mit ins fläschchen und sowas,damit ich länger satt bleib.und die breie waren ab dem 4.monat.

ich bin nicht dick,ganz normal,hab keine allergien oder sonstwas.ich weiß auch nicht,warum man heute so vorsichtig ist.
in anderen ländern gibt man auch schon früh beikost und den kindern schadets auch nicht.

oder in afrika,da gibts in manchen ländern keine fläschchen und sowas,wer nicht stillen kann muss ja was anderes geben!

lg
susanne

Beitrag von inajk 16.03.10 - 13:07 Uhr

Das ist halt das Problem mit Einzelfaellen, die sagen wenig aus. Es geht ja nicht darum, dass ein bestimmtes Verhalten, zB Moehren mit 6 Wochen geben, mit Sicherheit zu bestimmten Krankheiten oder Problemen fuehrt. Sondern es erhoeht das Risiko dafuer. Und das ist trotzdem so, auch wenn deine Kinder zufaellig Glueck hatten.

Mein Mann hat auch mit 6 Wochen schon Moehrchen gekriegt, und er und seine Geschwister sind alle ziemlich schwere Allergiker. Tja, waer doch fein gewesen wenn sie laenger gestillt worden waeren, dann haette er einen Haufen Probleme weniger.

Natuerlich mache ich das meiner SchwieMu nicht zum Vorwurf, man wusste das damals halt nicht. Aber heute weiss man es, und darum finde ich es unverantwortlich, dieses Risiko leichtfertig einzugehen. Und wofuer? Bloss damit man sein Baby schon "so gross" finden kann, weil es mit 3 Monaten schon Moehrchen isst? Toller Grund, die Gesundheit seines Kindes zu gefaehrden...

LG
Ina

Beitrag von anjulia 16.03.10 - 13:53 Uhr

hallo!
ganz ehrlich, mach es doch einfach genauso wie bei deinen beiden anderen kindern, wenn das funktioniert hat. wenn es irgendwie nicht so läuft, kannst du immer noch was ändern.
ich verstehe wirklich nicht, wieso heute so ein - verzeihung - geschiss ums essen gemacht wird. gerade das allergie risiko ... es ist total umstritten, ob es überhaupt an der ernährung liegt, und es gibt genügend voll gestillte kinder, die zahlreiche allergien haben.
ich finde es gut, dass heute wieder generell mehr gestillt wird, das leuchtet mir ein, da von der natur so vorgesehen. aber so dogmatisch, wie manche das verfolgen, finde ich es einfach auch lächerlich. wie schrecklich, fertigmilch .... auch wenn mama leiden muss, man muss einfach stillen, sonst ist man ne rabenmutter ...!
genauso mit der beikost - ich hab im januar einen newsletter von der eltern zeitschrift gekriegt (war auch heftthema), indem als neueste forschungsergebnisse propagiert wurde, dass gerade die vielfalt von verschiedensten lebensmitteln schutz vor allergien bieten soll - nicht die extrem strenge und spaßfreie "isolierte" gabe von z.b. pastinaken 4 wochen lang, ewig kein fleisch etc. ich hab wirklich einen lachanfall gekriegt, weil vor 2 jahren zur geburt meiner 1. tochter wurde exakt das gegenteil von heute gepredigt und überall lauerten die schlimmsten (allergie-) gefahren. bei meiner 2. tochter jetzt muss ich also genau das gegenteil machen von damals - kann ich meiner 1. tochter so noch in die augen sehen ;-)?
mach einfach wie du meinst, schau halt, dass sie es gut verträgt, und wenn es geht, still sie 6 monate (heutige empfehlung: 4 monate voll stillen, danach gemischt mit beikost, früher: AUF JEDEN FALL 6 monate voll stillen ...!), das hilft auf jeden fall was für den nestschutz.
ansonsten einfach schauen, wie ihr am besten klar kommt!
lg
anjulia mit maus (2 jahre - 5,5 monate gestillt und ab 5. monat beikost) und mäuschen (3 wochen - mal sehen wie es diesmal läuft, hoffentlich genauso!)


Beitrag von ratpanat75 16.03.10 - 19:14 Uhr

Komisch, meine Tochter ist 12 und "damals" war schon bekannt, dass Beikost allerfrühstens mit 4 bis 6 Monaten gegeben werden soll und Möhren in der Flasche schon mal gar nichts verloren haben #kratz.
Ob die Milchnahrung länger satt gemacht hat, weiß ich nicht, da sie gestillt wurde.
Ansonsten hat sich in den letzen Jahren rein gar nichts geändert.
Mütter, die gegen die gängigen Empfehlung meinen, die Möhre vorzeitig ins Kind stopfen zu müssen gibt es damals wie heute.

2 Stunden ist kein ungewöhnlicher Rhythmus in dem Alter, was ist schlimm daran?
Und Möhren haben nun mal wesentlich weniger Kalorien als Milch und machen folgliuch das Kind auch nicht satter.

lg

Beitrag von lia-mami 16.03.10 - 20:48 Uhr

Hallo Du,

das frage ich mich auch... warum heutzutage so ein Theater ums Essen gemacht wird...

Ich habe versucht mich nach heutigen Vorgaben zu halten und habe mich sooo unter Druck gesetzt, weil meine Kleine (4 Monate) einfach nicht trinken wollte - sei es an der Brust oder aus der Flasche. Sie wollte einfach nicht trinken und somit auch nicht richtig zunehmen... ich bin schier wahnsinnig geworden... und habe brav bis nach dem 4. Monat gewartet und vor 1 Woche endlich mit Brei begonnen - und was soll ich sagen, sie LIEBT Brei!!! Sie isst gerne und auch viel...Und ich kann endlich aufatmen, weil sie zunimmt... und bereue es jetzt im nachhinein, nicht schon etwas früher angefangen zu haben.

Meine Mama hat 3 Kinder hochgezogen und wir sind alle nach dem "alten" Prinzip aufgewachsen - keiner von uns hat bis heute eine Allergie bzw. was ernsteres... Dafür haben beide Kinder von meiner Freundin alles mögliche an Allergien und Krankheiten, obwohl sie sie ein Jahr lang GESTILLT hat...

Daher, lass die anderen reden und mache es nach Deinem Gefühl! So klappt es am besten, schließlich kennst DU Dein Baby am besten.

die endlich glückliche lia-mami