Liebt mich mein Kind?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von iris26 16.03.10 - 14:00 Uhr

Hallo liebe Mit-Muttis,

ich frage mich seit einiger Zeit ständig dasselbe. Mein Großer ist nun 22 Monate alt und manchmal ein echter Trotzkopf. Wenn es nicht nach ihm geht, weint er sofort los, wird wütend, schmeißt sich zu Boden und schlägt mit Armen und Beinen um sich. Häufig nimmt er dann auch mal Gegenstände, die gerade in seiner Reichweite liegen und schmeißt sie uer durch die Wohnung.
Das können wir nicht dulden, dementsprechend oft wird geschimpft. Wir haben es versucht mit ruhigem Zureden - das hilft alles nichts. Wenn er sich dann beruhigt hat, wird dann auch gekuschelt.
Nun frage ich mich, spürt mein Kind dennoch, dass ich ihn liebe? Er ist so distanziert, kommt selber nur äußerst selten zum kuscheln, auch Küsschen gibt er keine. Das hat er allerdings noch nie so wirklich gemacht.
Ist er einfach so oder muss ich mir Sorgen machen, dass in unsere Mama-Sohn-Beziehung etwas nicht stimmt?

Ich mache mir permanent Gedanken, ob ich alles richtig mache. Wenn wir unterwegs oder auf besuch bei Freunden oder Familie sind, ist er total anhänglich, aber zuhaus ist es ganz anders. Manchmal frage ich mich wirklich, ob er mich überhaupt lieb hat :-(

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir helfen? Ich würde mich freuen.

LG

Beitrag von tweetys-mom 16.03.10 - 14:40 Uhr

Ja, Dein Kind liebt Dich.

Das steht ganz außer Frage.

Kinder lieben ihre Eltern. Sie können gar nicht anders.

Es mag eine Charakterfrage sein, dass Dein Kind nicht so anhänglich ist.

Ich denke, Du solltest Dich Deinem Kind immer so liebevoll wie möglich zuwenden. Dann machst Du auch nichts falsch.

Versuche aber, Dich selbst nicht so sehr als die Bedürftige hinzustellen. Es ist nicht die Aufgabe Deines Kindes, "Dich zu lieben". Wenn Du da ein Bedürfnisdefizit hast, dann solltest Du anderweitig etwas dagegen tun.

Dein Kind weiß ganz genau, dass Du Dich kümmerst und dass Du immer da bist. Es wird ganz automatisch an Dir hängen und Dich als ultimative Bezugsperson sehen.

Allerdings ist es nicht dazu da, um DEIN Bedürfnis nach Liebe zu stillen. Es ist ein ganz eigener kleiner Mensch und wenn dieser kleine Mensch eben eher nicht so nähebedürftig ist, dann musst Du das auch akzeptieren.

Mal davon abgesehen: jedes Kind hat in dem Alter seine Phasen, wo es trotzt, rotzig zu seinen Eltern ist, sie wegschubst oder auch schlägt. Das hat was damit zu tun, dass sie versuchen, ihre Grenzen zu erfahren.

DU musst dann die mental Stärkere sein und diese Grenzen konsequent, aber liebevoll setzen.

Dafür musst Du Dich innerlich stabilisieren und von dem Gedanken abkommen, Dein Kind müsse Dich mit Liebe überschütten. Das tun Kinder, oder sie tun es eben nicht.

Beitrag von inajk 16.03.10 - 16:25 Uhr

#pro

praktisch, da brauche ich nicht mehr zu antworten, hast schon alles wichtige gesagt. Vielen Dank :-)

LG
Ina

Beitrag von nudelsalat 16.03.10 - 14:46 Uhr

Hallo!

Nichts für ungut, aber DAS fragst du nicht wirklich uns, oder????

Es ist natürlich traurig, dass du dir so viel Gedanken machst. Vielleicht solltest du an deiner Einstellung arbeiten.
Ich gebe meiner Vorrednerin Recht. Du solltest nicht die Liebe einfordern, um Dein Bedürfnis zu stellen.
Gehe so liebevoll mit Deinem Kind um, wie du kannst.

Was die Trotzphase angeht, kann ich dir keine Tipps geben. Meine Tochter ist noch etwas jünger und so extrem habe ich sie noch nicht kennengelernt.

Ich wünsche euch trotzdem alles Gute. Auch wenn ich denke, dass du die Liebe nicht in Frage stellen solltest. Ich denke, das ist der falsche Weg.

LG, Katrin

Beitrag von minishakira 16.03.10 - 15:09 Uhr

ja und ich hatte das auch mal hier gefragt!;)
seid ich da net mehr darüber ständig nach denke und ihn lasse kommt er öfter selbst zu mir!aber er ist nicht so das er das ständig macht und braucht?gibt solche und solche kinder!
bei meiner freundin ist das ander die kleine weicht net vom schoss als hätte sie angst das sie gleich weg läuft die mama?!?das auch net wirklich doll.mittelmass gibts wirklich selten;)

lg kathy

ps sie leiben uns:)

Beitrag von wort75 16.03.10 - 15:44 Uhr

ich habe zwei kinder.

der erste, ein junge, war vom ersten atemzug an ein fauler, zufriedener knutscher und kuschler. ist er heute noch.

die zweite, ein mädchen, ist wie so ein dünnes, wehrhaftes kätzchen. kuscheln - nö danke, küssen - nööööö nur wenn sie es will.

ich bin mir sicher, dass mich beide liebe. aber halt auf eine andere art und weise. wenn man ganz erlich ist, muss man ja zugeben, dass man auch seine kinder nicht "gleich" liebt. sondern jedes auf seine weise.

bei mir jedenfalls ist es so. daher werte ich nicht ob ich eins "mehr oder weniger" liebe und von einem "mehr oder weniger" geliebt werde als vom anderen. es ist liebe. individuell, wie liebe halt ist... das ist schon okay...