Englisch in der Grundschule sinnvoll?

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von mokli 16.03.10 - 14:17 Uhr

Hallo!

Meine Mädels sind in der zweiten Klasse und haben Englischunterricht.
Ich finde es extrem gruselig wie sie lernen.
Es werden Liedchen gesungen die mir beide Kinder aber nicht übersetzen können, die Aussprache ist grauenhaft und scheint auch nicht korrigiert zu werden, schreiben müssen sie überhaupt nicht.

Kennt sich jemand mit dem Thema aus? Ist es vielleicht sogar so dass sich unsere ersten Sprachversuche "damals" auch nicht besser angehört haben?

Haben Grundschullehrer Englisch überhaupt im Studium?

Vielleicht sollte die Frage auch eher heißen ob die Art und Weise wie unterrichtet werden sinnvoll ist #kratz

Ich wäre dankbar für ein paar Denkanstöße!

LG, Monika

Beitrag von moonerl 16.03.10 - 14:30 Uhr

Hallo,

so ist es an unserer Grundschule auch.

Die Kinder bekommen noch keine Noten in Englisch.

Sie sollen einfach mit der Sprache vertraut gemacht werden.

Übersetzen müßen deine Kinder garnicht, es gibt keine Hausaufgaben.
Wenn, dann sing mit deinen Kindern die Lieder.
Wenn sie Interesse zeigen, kannst du ja einzelne Wörter mit ihnen übersetzen.

Die Lehrer machen Englisch-Fortbildungen (soweit ich informiert bin)

Laß deinen Kindern die Freude an der fremden Sprache !!

Grüßle :-)

Beitrag von mokli 16.03.10 - 15:05 Uhr

Ja, die Kinder haben Spass daran und ich lasse ihnen diesen auch, selbst wenn sich mir ganz oft die Fußnägel aufrollen wenn sie mir erzählen was sie Neues gelernt haben :-p

Ich habe nur ein wenig Sorge dass sie sich ganz viel Falsches einprägen und in der 5.Klasse dann Schwierigkeiten bekommen...

Aber die Schulen werden wohl wissen was sie da tun - hoffe ich zumindest ;-)

Danke für deine Antwort...

Beitrag von cordelchen 16.03.10 - 14:54 Uhr

Lehrer brauchen mindestens den C1 Schein in Englisch (Cambridge First) und machen eine Didaktik- Fortbildung, falls sie Seiteneinsteiger in E sind. Jüngere Generationen haben das tatsächlich an der Uni studiert / ältere Lehrer haben E evtl. in ihrem Lehramtsstudium (GS und HS zusammen) als Fach studiert. Ansonsten google dir mal die Richtlinien für dein Bundesland, dort kannst du sehen was/ wie Englisch vermittelt werden soll.
Sinn und Zweck der Methode ist das spielerische Herangehen, das sog. Sprachbad, daran angelehnt, wie Kinder auch ihre Muttersprache lernen... nicht mittels Vokabeln (tja, wie auch bei Kleinkindern), sondern durch tausendmal sagen "Das ist der Ball." usw. So soll das auch im E-Unterricht sein. Der Lehrer ist der Entertainer, der die ganze Zeit nur durch Mimik und Gestik vermittelt und die Kinder sollen so Spaß am Fremdsprachenlernen bekommen. Ob das wirklich die erfolgreiche Methode ist, oder ob es bessere gibt, sei mal dahingestellt.
cordelchen

Beitrag von mokli 16.03.10 - 15:07 Uhr

Meine Hauptsorge ist dassdie Mädels sich diese falsche Aussprache einprägen und es dann schwerer haben später das Richtige zu lernen...

Wir werden sehen, ich hoffe die Schulen wissen was sie da tun.

Danke für deine Antwort...

Beitrag von gr202 16.03.10 - 18:22 Uhr

Unser Sohn ist im 1. Schuljahr und hat seit Februar Englisch, erkann die Zahlen bis 10, einige Tiere und hat so Floskeln wie "How are you" "My name is...", "I life in ...."

Wenn er mehr wissen will, kann er zu mir kommen. Ich finde es gut, so früh mit einer Sprache anzufangen.

Gruß
GR

Beitrag von mokli 17.03.10 - 09:56 Uhr

Ich sehe dass mit sehr gemischten Gefühlen, bin jetzt nach den ganzen positiven Antworten aber beruhigt.

Mir fehlt halt noch die Langzeiterfahrung :-)

Beitrag von shorty23 16.03.10 - 20:19 Uhr

Hallo Monika,

ich bin Englischlehrerin am Gymn. und ich finde es eigentlich gut, dass die Kinder Englischunterricht in der GS haben. Sie kommen mit einem großen passiven Wortschatz zu uns und können gut damit umgehen, dass sie nicht immer jedes Wort verstehen müssen um einen Text im Ganzen zu begreifen usw. Mit Aussprache hatte ich noch nie groß zu kämpfen, bei school gibt's manchmal ein paar Schwierigkeiten, das sie da immer "Schuhl" sagen, aber ob das von der GS kommt? Ich denke, es hängt viel davon ab, was für eine Lehrerin (Lehrer sind ja eher selten an der GS) man hat, wenn diese gut Englisch spricht oder wenn das nicht soo toll ist viel mit CDs arbeitet, kann das bestimmt nett sein und was bringen, aber die meisten meiner Schüler sagen, dass es immer so langweilig war im Englischunterricht ... leider war ich noch nie bei einer Englischstunde in der GS, würde ich mal gerne sehen! Ach, das mit dem Schreiben soll so sein, also dass sie nicht schreiben, das kommt erst später! Hört doch daheim ab und zu mal CDs mit Englischen Liedern oder so, dann kriegen sie die Aussprache vielleicht noch besser ins Ohr?!

LG
Annette

Beitrag von mokli 17.03.10 - 10:00 Uhr

Danke für deine Antwort, super das mal von einer Lehrerin zu hören :-)

Die Kinder haben zu den Englischbüchern gehörende CDs, diese hören sie mit Begeisterung...
Und singen sie grottenfalsch mit :-p
Na ja, wird schon richtig sein, ich hoffe mal die Schulen wissen was sie tun - zumindest besser als ich.

LG, Monika

Beitrag von elifriend 16.03.10 - 20:22 Uhr

Englisch ist in der Grundschule nur Begegnungssprache... spielerisch werden den Kindern langsam die ungewohnten Laute beigebracht, einfache Sätze, einfaches Vokabular zu ihrem Umfeld.
Mach Dir keine Sorgen, die richtige Aussprache schleift sich mit der Zeit erst ein, auch das Schreiben kommt schon noch.
Sie müssen auch die Lieder etc. nicht übersetzen können, sie sollen zunächst nur ein Gefühl für die fremde Sprache bekommen. Je früher das geschieht, umso leichter lernen sie später.
Und ich denke, Du musst Dir keine Gedanken um die Ausbildung der Lehrer machen. Ohne entsprechende Qualifikation wird zumindest an öffentlichen Schulen sicher keiner vor eine Schulklasse gestellt.

:-)

Beitrag von mokli 17.03.10 - 10:04 Uhr

Das hört sich ein bißchen so an als würde ich über unsere Lehrerin schimpfen, war gar nicht meine Absicht #hicks

Ich glaub ich werd einfach mal nachfragen inwieweit Englisch zur Ausbildung/Studium gehört...bin einfach neugierig ;-)

Ich bin nach den ganzen positiven Antworten beruhigt und hoffe darauf dass den Kids das Englisch lernen dann wirklich leichter fällt wenn es darauf ankommt.

LG, Monika

Beitrag von bambolina 16.03.10 - 22:22 Uhr

Hallo Monika,

sei froh, wenn deine Mädels englisch lernen. Es geht doch erstmals spielerisch los und der Ernst des Lebens begoinnt noch früh genug.

Meine Kinder lernen französich (wir wohnen grenznah) - wen interessiert das einmal? In den weiterführenden Klassen wird überall englsich verlangt.
Ich wäre froh, wenn meine Kids englisch statt französich lernen würden.

lg bambolina

Beitrag von mokli 17.03.10 - 10:05 Uhr

Ich finds ja eigentlich auch gut, war nur unsicher...

Jetzt bin ich aber beruhigt nach den ganzen positiven antworten, wird schon alles richtig sein so :-)

Beitrag von dominiksmami 16.03.10 - 22:48 Uhr

Hallo,

mit English in der 2. kenne ich mich nicht aus.

Aber, mit Deutsch als Fremdsprache, weil wir ja in den Niederlanden leben.

Bei uns hier heißt das Fach (frei übersetzt) "Deutsch in Sprache und Kultur"

Die Kinder lernen also nicht einfach nur einige deutsche Worte, sie lernen auch einiges über die deutsche Kultur.

Schreiben müssen die Kinder hier erst ab Gruppe 6 in der Deutschstunde ( wäre in D dann die 4. Klasse), vorher wird geredet, Lieder gelernt ( aber MIT Übersetzung...die können ja alle lesen), Geschichten gelesen, mal was im Fernsehn geschaut und so weiter und so fort.

Die Aussprache wird korrigiert, aber nicht so streng wie man das vielleicht von der weiterführenden Schule kennt.
Das Hauptaugenmerk liegt darauf den Kindern zu zeigen das Fremdsprachen Spaß machen können, ihr Interesse zu wecken und sie an Sprackmelodik etc. zu gewöhnen.

Deutsch wird an der Schule meines Sohnes fast ausschliesslich von Muttersprachlern unterrichtet. "Wir" haben eine Partnerschaft mit einer Grundschule auf deutscher Seite und tauschen die jeweiligen Lehrer *g*


Ich finde schon das es Sinn macht, gerade hier so dicht an der Grenze ( von unserem Haus aus sinds 300 m bis Deutschland )

lg

Andrea

Beitrag von mokli 17.03.10 - 10:08 Uhr

Unterricht von Muttersprachlern ist natürlich super #pro Aber hier wohl eher schwer umsetzbar ;-)

Ich sollte wohl einfach mehr darauf vertrauen dass die Schulen wissen was sie tun...

LG, Monika

Beitrag von rosabuntstift 17.03.10 - 07:38 Uhr

Guten Morgen,

persönlich finde es nicht sinnvoll!
Doch für meine Aussage werd ich schräg von der Seite angeschaut.

Ich bin der Meinung sie sollen in den ersten 4 Jahren richtig Deutsch und Mathe lernen!

Meine geht in die 3.Kl. (BY) der Englischlehrer ist gut und macht viel mit ihnen (alles ohne Noten) doch wenn sie Namenwörter in D. schreibt schreibt sie sie jetzt klein. #aerger.

Als meine Gr. in der 4. Kl. war und es um den Übertritt ging haben wir durch Gespräche mit anderen Eltern aus anderen Grundschulen gemerkt das es sehr große Unterschiede gibt. Haben damals von den weiterführenden Schulen (Gym.+Realsch.) mitgeteilt bekommen das es nicht so schlimm ist denn sie fangen eh nochmals ganz von vorne an und das das spielerische Englisch nicht wirklich etwas bringt.
(frag mich dann nur, warum macht man das dann?)

Ähnlicher Meinung bin ich auch, es ist ein ganz anderes Lernen ab der 5. Kl. Von daher bin ich der Meinung sie sollen wirklich den Deutschunterricht intensivieren.

Wenn ich höre wie viele Fehler in (geübten) Diktaten oder Aufsätzen geschrieben werden frag ich mich schon, warum müssen die Kinder so früh schon Englisch lernen obwohl sie noch nicht mal ihre Muttersprache richtig schreiben können.

Gruß
:-)

Beitrag von mokli 17.03.10 - 10:16 Uhr

Hallo!

Ich dachte schon ich steh mit meinen Zweifeln ganz alleine da!

Allerdings habe ich bisher nicht den Eindruck dass die anderen Fächer zu kurz kommen und was die weiterführende Schule bringt wird sich zeigen...

Ich hoffe einfach das Beste, was anderes bleibt einem wohl nicht übrig.

LG, Monika

Beitrag von manavgat 17.03.10 - 08:41 Uhr

Englisch Unterricht in der Grundschule führt nur dazu, dass die Zeit für die elementaren Sachen fehlt.

Die Kinder können eher schlechter Englisch als früher, einfach weil in der 5ten Klasse Dinge vorausgesetzt werden, die den Kindern nicht vermittelt worden sind.

Schriftliches + regelmäßiges Lernen von Vokabeln, Ausspracheregeln, Benutzung eines Wörterbuchs usw. Im Ergebnis hagelt es dann oft schlechte Noten.

Was willst Du machen? Jeder weiß, dass es so nix bringt. Gemacht wird es trotzdem.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mokli 17.03.10 - 10:12 Uhr

Na super, jetzt war ich grade beruhigt und wieder voll Zutrauen in das Schulsystem und jetzt sowas ;-)

So in etwa waren das meine Befürchtungen, dass in der 5. Klasse dann Dinge vorausgesetzt werden die die Kids einfach nicht können!

Nun gut, ich hoffe meine Mädels kommen trotzdem auch später gut zurecht, ändern kann ich es ja doch nicht.

LG, Monika

Beitrag von mansojo 17.03.10 - 10:46 Uhr

Hallo,

Jonas hatte acuh in der ersten Klasse schon englisch

die Lieder kann er jetzt noch auch die gedichte
und mittlerweile kann er sie auch übersetzen

es war auch nur eine stunde in der woche

Jonas hat viel spass an der Sprache er lernt auch im Deutschen gern Gedichte und Lieder auswendig

ich finde das man so besser an eine Sprache herankommt

wir haben stur Vokabeln auswendig gelernt
meißt ohne zusammenhang
von russisch ist gar nix hängen geblieben
englisch hab ich später nochmal aufgefrischt

LG Manja

Beitrag von gismomo 17.03.10 - 11:33 Uhr

Hallo Monika

ich melde mich jetzt auch mal zu Wort, ich bin Englischlehrerin an einer Realschule und habe ein Schulkind in der zweiten Klasse - bin mit dem Thema also von zwei Seiten aus vertraut.

Ich finde es nicht gut, wie momentan Englisch in der Grundschule unterrichtet wird und ich hoffe sehr, dass es sich irgendwann wieder ändert.

Meiner Meinung nach ist es "weder Fisch noch Fleisch", wie es momentan gehandhabt wird.

Die Kinder sollen Spaß an der Sprache bekommen, sollen mit dem Englischen vertraut werden - klingt schön und gut. Bedeutet aber letzten Endes, dass die Kinder mit vier Jahren Grundschulenglisch in die weiterführende Schule kommen, einen recht großen passiven Wortschatz haben, aber mit der Schreibweise der Wörter absolut nicht vertraut sind.

Wenn ich ein Kind habe, das sprachlich fit ist und ein gutes Gedächtnis hat, ist das gar kein Problem. Dieses Kind kann sich die neue Schreibweise von bereits bekannten Wörtern schnell einprägen. Habe ich aber ein Kind, das sich sowieso mit Rechtschreibung sehr schwer tut, dann wird es wirklich hart - für das Kind! Da kann es in der Grundschule noch so motiviert gewesen sein - wenn es jetzt merkt, dass es eine Riesenmenge Wörter quasi neu lernen muss (aufgrund der ungewohnten Rechtschreibung), und dann auch noch Wörter, von denen es glaubt, dass es sie ja eigentlich kennt (weil es sie gehört und gesprochen hat) - dann ist das für die Motivation und den Lerneifer absolutes Gift.

Den Bonus, den Englisch immer noch hatte, weil es ein "neues" Fach war, hat es in der fünften Klasse auch nicht mehr. Plötzlich ist es nicht mehr nur spielerisch, jetzt müssen Grammatikregeln und Vokabeln gelernt werden - das ist NICHT förderlich für die Motivation.

Ich habe früher nach dem "alten" Lehrplan unterrichtet, als es noch kein Grundschulenglisch gab, und jetzt habe ich zwei Klassen nach dem neuen unterrichtet.

Mein Fazit ist: Wenn Kinder sich gut etwas auswendig merken können und generell gut in der Schule sind, dann haben sie durchs Grundschulenglisch keinen Motivationsnachteil und kommen auch damit klar, dass man nun auswendig lernen muss und auch nicht mehr alles nur spielerisch ist.

Wenn Kinder sich damit aber sowieso schwer tun, sie also eher leistungsschwach sind, dann ist die Gefahr sehr groß dass sie schnell frustriert sind und sich das negativ auf die Lernmotivation auswirkt. Für die Kinder tut mir das immer sehr leid, und da kann ich als Lehrerin noch so sehr versuchen, sie aufzubauen und fürs Mündliche zu loben, wenn sie die Note des Tests schwarz auf weiß sehen, sind sie einfach frustriert, und das ja auch zu Recht. Wenn dann zuhause keine oder wenig Unterstützung da ist (die Eltern müssten mit diesen Kindern gezielt und regelmäßig Vokabeln lernen, damit sie Erfolgserlebnisse haben können), dann ist die Gefahr wirklich groß dass die Kinder irgendwann keine Lust mehr auf die Sprache haben - und das ist schade!

Ich vermute mal, dass dieses Problem am Gymnasium eher seltener auftritt, da die meisten Kinder dort sehr leicht lernen und es deshalb kein Problem ist. Für uns an der Realschule empfinde ich es durchaus als Problem, da wir auch viele Kinder haben, die sich sowieso mit der deutschen Rechtschreibung schwer tun und sich sehr anstrengen müssen, um sich etwas merken zu können.

Ich würde es viel lieber sehen, wenn die Zeit in der Grundschule investiert würde, um in Deutsch mehr zu machen und zu üben - die Rechtschreibung mancher Kinder, die zu uns kommen, ist einfach katastrophal.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen in der Grundschule. Manche Lehrer lassen die Kinder durchaus auch schon englische Wörter schreiben (irgendwelche Schlupflöcher lassen sich finden, wie mir eine Lehrerin erzählt hat, auch wenn es offiziell nur mündliches Englisch sein soll). Diese Kinder haben sicherlich einen Vorteil, wenn es in die weiterführende Schule geht. Ich werde meinem Sohn übrigens auch schon die Schreibweise einiger englischer Wörter beibringen, sobald er in die dritte Klasse kommt. Er lernt sowieso leicht und kann sich Wörter leicht merken, da wird das kein Problem sein.

Mein Fazit:
Englisch in der Grundschule weglassen und die gesparte Zeit verstärkt in den Deutschunterricht investieren. Oder aber - wenn schon Englisch in der Grundschule - dann ab der dritten Klasse auch schriftlich und einfachste Grammatikregeln mit dazu, damit der Übergang in Klasse fünf sanfter ist.

lg
K.

Beitrag von manavgat 17.03.10 - 12:24 Uhr

unterscheib ich so.

Gruß

Manavgat

Beitrag von jella87 17.03.10 - 19:29 Uhr

Ich möchte gern auch noch meinen Senf dazu abgeben, denn ich studiere Grundschullehramt mit dem Fach Englisch.

Uns wurde gesagt, dass man in Baden-Württemberg (über die anderen Bundesländer kann ich nichts sagen) in der 1. und 2. Klasse nur redet, und in der 3. Klasse anfängt mit schreiben und lesen. Ich mache gerade ein Praktikum in einer 4. Klasse und dort wird es auch so gehandhabt.

Mir wurde von einer Gymnasiallehrerin vor ein paar Tagen gesagt, dass es sehr wichtig ist, schon in der Grundschule mit schreiben und lesen anzufangen, spätestens in der 4. Klasse, aber wenn möglich schon früher. Finde ich sehr einleuchtend, denn manche Kinder schreiben dann in der 5. Klasse Englisch so, wie sie auch deutsch schreiben.

Wenn guter Englischunterricht erteilt wird, lernen die Kinder spielerisch Englisch, aber nicht nur die Liedtexte auswendig, sondern sie wissen auch, was sie bedeuten. Sie singen nicht nur irgendwelche Lieder oder sagen Reime auf, sondern können auch reden und eine einfache Unterhaltung führen.

Leider ist es in den meisten Schulen so, dass "altgediente" Lehrerinnen in eine oder zwei Fortbildungen geschickt werden und dann Englisch unterrichten müssen. Was ich da schon an gruseliger Aussprache und Grammatik gehört habe! Das wird leider alles so an die Kinder weitergegeben und ist dann wieder schwer auszuradieren (schätze ich, da fehlt mir die Erfahrung).

Es müssen einfach LehrerInnen, die Englisch studiert haben, eingestellt werden! Leider sind die Länder dazu zu geizig, denn es kostet ja Geld, zusätzliche Lehrer einzustellen, und man will ja auch keine "alten" Lehrer wegschicken. Und so werden Lehrer auf Schüler losgelassen, die selber nicht richtig Englisch können.

Ich finde, genau DAS ist das Problem. Englischunterricht in der Grundschule ist eine tolle Sache, WENN er richtig und kompetent erteilt wird!

Just my 2 cents... :)

LG Jelena

Beitrag von jingoba 01.04.12 - 22:43 Uhr

Hallo!
Ich coache in Tschechien Deutsch und Englisch privat und in einem Bildungsinstitut, jedenfalls lege ich besonderen Wert auf authentische Konversation. Mit Grundschulkindern habe ich es beruflich nicht zu tun, aber es sagt doch der gesunde Hausverstand, dass es schlicht unsinnig ist, die Aussprache zuerst einmal nicht zu korrigieren, um es dann "später mal" zu tun (das heißt aber gar nicht, dass man dabei "streng" sein muss!). Es ist wie mit dem Fingersatz auf einem Musikinstrument; es ist sauschwer, umzulernen.

Beitrag von starlie 21.03.13 - 14:47 Uhr

Aloha, also ich finde Englischunterricht für die Grundschule sinnvoll wenn er richtig gestaltet wird. Meine kleine Tochter war auch etwas überfordert mit der Sprache. Es wurden kleine Lernspiele veranstaltet und die Kinder mussten auch schon ein par Sätze auf Englisch sprechen. Halt sowas wie "Hello, my name is..." etc. Ich habe mir dann mal Unterrichtsmaterial für den Englischunterricht an einer Grundschule von http://www.buhv.de/grundschule/Bausteine-Englisch.html besorgt und ein paar Verbesserungsvorschläge beim nächsten Elternsprechtag gemacht. Ich muss dazu sagen, das ich selbst Lehrerin an einem Gymnasium bin und mich daher ganz gut auskenne. Ich denke manche Lehrer sind damit übefordert auf einmal Englisch an einer Grundschule zu unterrichten. In Zukunft werden sich aber bestimmt positive Entwicklungen abzeichen.