Wie geht Ihr damit um?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von naddikiel79 16.03.10 - 14:41 Uhr

Hallo..

Habe heute einen Anruf meiner Anwältin erhalten, ging in erster Linie um Unterhalt des KV.
Mein Sohn hat seit geraumer Zeit keinerlei Kontakt mehr zu seinem Vater, weil dieses scheinbar nicht erwünscht wird.
Trotz mehrfacher Nachfrage keine Antwort, ausser eine SMS mit folgendem Inhalt: "Das klärt meine Anwältin, Du bekommst in den nächsten Tagen Post".
Diese SMS kam vor knapp 4 Wochen, heute fragte ich meine Anwältin, ob der KV wenigstens über seine Anwältin (was schon traurig genug ist) einen "Umgangswunsch" geäußert habe.
Sie verneinte und meinte dann auch, dass man abwarten sollte ob der KV den Wunsch äußert.. Ihn zum Umgang zwingen wäre nicht im Sinne unseres gemeinsamen Kindes.
Das Kind würde die Spannung merken, denn es ist dann eher "gezwungenermaßen" dort.

Was ich nicht verstehe: Mitte Januar hatte seine Anwältin ein Schreiben aufgesetzt worum der KV bat, dass er seinen Sohn vom 2.4. - 11.4. zu sich nehmen kann.
Dies verneinte ich natürlich, da mein Sohn kaum Kontakt zu seinem Vater hatte und er ohnehin nicht mehr dort übernachten durfte seitens meines Ex-Freundes (warum auch immer). Ihm wurde aber auch ausserhalb der -vom KV ausdrücklich erwünschten- 2-wöchigen Regelung vorgeschlagen, seinen Sohn öfter zu sehen und auf mittlerer Sicht wäre es schön, wenn der Kleine eine Übernachtungsmöglichkeit bei seinem Vater hätte.
Daraufhin kam ein Anruf des KV´s bei mir und er gab mir gleich zu verstehen, dass Übernachtungen nicht mehr erwünscht seien.

Mich macht die Situation einfach traurig, denn so hätte ich meinen Exfreund niemals eingeschätzt.. ist ja schon länger so.. am 3.10. und am 20.12. war mein Sohn je 3 Std. mit seinem Vater unterwegs.. dies auch eher auf Wunsch meinens Sohnes..

Wie geht Ihr mit der Situation um?
Wenn mein Sohn sagt, dass Papa ihn nicht mehr sehen will und ihn nicht mehr liebt, versuche ich gegenzusteuern.. das Ende vom Lied: Ich werde als Lügnerin von ihm dargestellt..

Es ist schon jetzt erheblich Ruhe eingekehrt, aber das heutige Telefonat mit meiner Anwältin hat mich schon ein wenig aus der Bahn geworfen..
Wie arrangiert Ihr euch mit solch einer Situation?

Ist in Augen einiger Userinnen ein "Klacks" zu dem, was sie durchstehen müssen, aber mir ist es schon wichtig ein paar Tipps zu erhalten...

Danke für´s Lesen

N.

Beitrag von cliffi 16.03.10 - 18:53 Uhr

Väter scheinen schon ne recht spezielle Lebensform zu sein.
Mein Ex wollte auch erst jeden Sonntag Umgang, hat das dann nicht eingehalten, sich ein halbes Jahr nicht gemeldet, mich dann zum Jugendamt zitiert und dort wieder jeden Sonntag Umgang verlangt und hält diesen nun wieder gar nicht ein. Das ging ein paar Wochen "gut" und nun meldet er sich wieder seit 6 Wochen nicht.

Der Kleine leidet auch sehr darunter, sagt sein Papa hat ihn nicht mehr lieb und er will den Papa nicht mehr haben, er will einen anderen neuen Papa haben der ganz viel mit ihm spielt und ihn ganz doll lieb hat. Und wenn er mal traurig ist, dann weint er und sagt immer er ist traurig weil Papa nicht da ist. Er weiß auch das der Unterhalt unregelmäßig gezahlt wird, weil wir darauf angewiesen sind, und wenn das Geld nicht kommt, dann gibts das eine oder andere mal nicht. Er sagt dann auch immer er sei traurig weil der Papa nicht Geld bezahlt und Mama nix kaufen kann.

Aber nen Rezept wie man damit umgeht gibt es glaub ich nicht. Mehr als es hinnehmen, das Kind unterstützen und trösten geht nicht. Die beste Lösung ist sicherlich jemanden zu finden der einen mit Kind voll und ganz akzeptiert und das Kind liebt, sodass das Kind den RICHTIGEN Papa irgendwann vergisst und der Ersatzpapa die Nummer 1 neben Mama wird.
Das ist nicht einfach, das weiß ich selber, und vor allem wird es immer schwerer, wenn sich der Vater zwischendurch doch mal wieder meldet und das Kind quasi in alte Muster zurückfällt.

LG und alles Gute
Julia mit Shawn *11.09.2006

Beitrag von h-m 17.03.10 - 12:59 Uhr

Ich hab keine Ahnung, wie ich damit umgehen würde.

Ich wollte nur antworten, dass ich Euch alles Gute wünsche und dass eine Regelung gefunden und eingehalten wird, dass Dein Kleiner seinen Papa regelmäßig sieht und sich bei ihm wohlfühlt.

Beitrag von naddikiel79 17.03.10 - 19:36 Uhr

Das ist lieb, danke Dir :)

Ich denke aber kaum, dass es da eine Regelung geben wird, denn der KV geht/fährt nach wie vor des Öfteren an den Kleinen vorbei (gruß- und wortlos, versteht sich).

Gestern war es noch so aktuell, als meine Anwältin anrief und wir alles besprochen hatte.. ich musste es erst einmal "verdauuen"..

Es ist schade, wenn er den Kleinen nicht sehen möchte, zwingen werde ich ihn nicht... Er nimmt sich selbst das Glück den Kurzen aufwachsen zu sehen... nicht ICH..
Das Kind fragt keiner, ob es seinen Papa sehen möchte...
Ich hoffe, dass der Kleine trotzdem eine glückliche und unbeschwerte Kindheit verleben wird.. ob nun mit oder ohne Papa.. Das wünsche ich übrigens ALLEN Kindern, denn sie sind es, die darunter leiden müssen...

LG