UMFRAGE : Willensstarke Kinder = Unerzogene Kinder ?!?!?!

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von mummy26 16.03.10 - 15:19 Uhr

Hallo

Ich habe gestern einen Beitrag gepostet und viele liebe Antworten dazu bekommen , dazu noch eine Antwort das so ein willensstarkes Kind schlichtweg Unerzogen wäre ...
Meine Antwort dazu habe ich direkt darunter kund getan ... wie ist eure Meinung dazu ... sind Willensstarke Kinder unerzogen ? Wie ist es bei euren Kindern ?
Das würde mich doch jetzt mal sehr interessieren ..

Hier der Link zum ursprünglichen Posting ...

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=6&tid=2543606

Danke

Beitrag von thomma 16.03.10 - 15:31 Uhr

Hallo,

ich denke, solche Aussagen kommen von Eltern, die es nicht gewohnt sind, von sehr willensstarken Kindern ständig gefordert zu werden. Wenn man von den Kindern jeden Tag aufs Neue auf die Probe gestellt wird, ist das verdammt harte Arbeit und die Kinder werden dadurch immer noch nicht angepasst und tun alles, was die Eltern wollen.

Eltern, die fremde Kinder als "unerzogen" betrachten, sind es bestimmt nicht gewohnt, dass ihre Kinder sich gegen elterliche Anweisungen auflehnen oder nur in geringem Maße. Von dieser Ausgangssituation ist es leicht, andere Eltern als inkonsequent zu beschimpfen.

Das sind dann diese Eltern, die sich die anderen Kinder anschauen und beschließen, dass so ein "unerzogenes" Kind nicht in ihr Weltbild passt, dass sie sich nicht vorstellen können, dass "so ein Kind mit meinem in die Schule gehen sollte..."

lg

Beitrag von ayshe 16.03.10 - 17:04 Uhr

wunderbar gesagt :-)

Beitrag von kostbar 02.12.11 - 14:38 Uhr

Ich gehöre zu diesen" Eltern" die so manche fremden Kinder als "unerzogen oder verzogen" betrachten.Ich habe 2 Kinder und beide sind willensstark.Ich beantworte die Auflehnungen meine Kinder mit viel Liebe und absoluter Konsequenz. Ich versuche jeden Tag aufs neue meinen Kinder Benehmen,Anstand zu vermitteln(mal mehr ,mal weniger erfolgreich).Das ganze ist ein hartes stück arbeit und kostet viel kraft.In kleinen schritten merke ich aber immer wieder erfolge dieser Erziehung.Meine kinder sollen eine Linie mit regeln lernen an denen sie sich auch später im leben Orientieren können.Nun sehe ich aber immer wieder Eltern die sich weigern ihren kindern regeln aufzugeben bzw diese mit Konsequenz durchzusetzen.Die Kinder merken relativ schnell wo man als Eltern seine Schwachpunkte hat und nutzen diese Erkenntnisse gekonnt für sich aus.Eltern mit mangelnder Konsequenz in der Führung des Kindes geben dem Kind keine Leitplanken(des Lebens )vor.Das schadet meiner Meinung nach extrem dem Kind.Muss es doch dann seine Regeln selber machen....Und die sehen dann nach außen hin absolut unerzogen aus.Kinder die gezielt Regeln brechen ohne das man sie in die schranken weist werden zwangsläufig verzogen. Schuld sind immer die Eltern nie das Kind.
Kinder Brauchen Regeln,Grenzen aber auch Liebe in einem guten Gesunden Maß..

Gruss Chris

Beitrag von h-m 16.03.10 - 15:46 Uhr

Ich denke nicht, dass ich aufgrund eines solchen Beitrags in einem Forum darüber urteilen könnte, ob es schlecht erzogen ist oder nicht.

Allerdings höre und lese ich ziemlich häufig von "willensstarken" Kindern. Im Grunde denke ich, dass damit generelle kindliche Verhaltensweisen beschrieben werden, und es sich in den aller-aller-meisten Fällen nicht um einen besonderen Charakterzug handelt.

Fast jedes Kind versucht doch phasenweise immer wieder, seine Grenzen auszutesten - macht nicht immer und überall alles, wozu es aufgefordert wird. Dabei handelt es sich um eine normale Entwicklung. Welche Mutter eines Kiga-Kindes hat denn so etwas noch nicht erlebt?

Beitrag von mimi1410 16.03.10 - 16:18 Uhr

Hi,
unsere Kinder haben auch starke Willen (aber mein Wille ist stärker :-) ) - Spaß beiseite.
Ich denk auch, es ist auf die Distanz hin recht schwer zu urteilen. Wenn die Kinder einem auf dem Kopf herum tanzen, sind sie definitiv schlecht erzogen, meine Meinung. Unsere Kinder wissen sehr genau, was sie wollen - aber sie wissen auch, wie sich sich zu benehmen haben. Das ist wohl der große Unterschied zwischen unerzogen und willenstark.

LG MImi

Beitrag von mummy26 17.03.10 - 09:03 Uhr

Genau ... meine Kinder wissen ja auch wie sie sich zu benehmen haben ... zudem wissen sie ganz genau was sie wollen und was eben nicht ...

Auf dem Kopf tanzen mir meine Kinder auch nicht herum ...

Danke für deine Antwort ...

Beitrag von sora76 16.03.10 - 16:21 Uhr

Hallo!

Nuja, ich habe eine wirklich Willensstarkes Kind ( 6 Jahre). Für mich heißt das, das meine Tochter ihren Willen gerne durchsetzen möchte. Auch möchte sie anderen Kindern gerne vorschreiben wie sie zu spielen haben. Das macht sie mittlerweile sehr Charmant. Sie gibt nicht so leicht auf.
Sie ist nicht einfach, da es ihr schwer fällt sich 'unterzuordnen'. Ich weiß nicht wie ich das Beschreiben soll. Sie ist oft vollkommen davon überzeugt das SIE das Richtige macht. Man muß sie einfach dann davon überzeugen das sie nicht Recht hat. Das ist eben anstrengend.
Wenn sie etwas nicht will, dann will sie das nicht. Egal ob sie dann damit alleine steht oder nicht. Sie steht dazu, das sie es nicht will. Das ist beim Spielen so und auch beim Essen. Leider steht sie sich damit oft selber im Weg. Sie nimmt sich somit auch viel Freude am Spielen, weil sie dann vielleicht auf der Bank sitzt oder so. Das find ich immer sehr Schade, aber sie hat halt die Wahl.
In der Schule fügt sie sich zum Glück. Aber da weiß sie auch, das es sehr wichtig ist und sie keine andere Wahl hat.
Sie gehört zu den Beliebtesten in der Klasse.

Unerzogen ist sie nicht. Unerzogen sind für mich Kinder, die eben kein Benehmen haben. Meine Tochter kann sich benehmen.


Das ist so meine Erfahung damit

LG Sonja

Beitrag von gismomo 16.03.10 - 19:25 Uhr

Exakt so ist es bei meinem ältesten Sohn auch!

Willensstark heißt nicht unerzogen!

Und es heißt auch nicht, dass "willensstarke Kinder" automatisch Vorteile haben. Vorteilhaft ist sicherlich, dass sie sich nicht so leicht von anderen beeinflussen lassen (und wenn ein willensstarkes Kind gut erzogen ist, hat diese Eigenschaft unzweifelhaft Vorteile - ich brauch mir keine Gedanken machen, dass mein Sohn sich von anderen zu irgendwelchem Blödsinn verleiten lässt, nur um anerkannt zu sein.)

Ein paar Beispiele zur Verdeutlichung:

1. In der Turngruppe: Fühlsack mit Holztieren, die anhand ihrer Form erkannt werden sollen - erstes Kind behauptet "eine Schlange". Zweites, drittes, viertes Kind - "Ja, eine Schlange". Mein Sohn: fühlt genau, lässt sich Zeit: "Ein Krokodil". Die Leiterin hat mir das erzählt und auch, dass sie echt baff war, dass ein fünfjähriges Kind sich nicht durch die anderen hat aus der Ruhe bringen lassen und sich seine eigene Meinung gebildet hat. Es war auch wirklich ein Krokodil.

2. In der Schule: In Religion soll ein Gebetbuch von den Kindern mit Geschenkpapier eingebunden werden. Mein Sohn lässt sich von mir nicht zeigen, wie man das am geschicktesten macht - will es selber machen, obwohl es danach fransig ist (also eindeutig nicht so aussieht wie es soll). Seine Reaktion, als ich ihm erkläre, wie ich es besser fände und es anders machen würde und wie man generell ein Buch einbindet: Er hört zu, und sagt dann: "Mir gefällt es besser so, wie ich es machen will". In den nächsten Tagen spreche ich das Thema mehrmals in einer ruhigen Minute an, weise darauf hin, dass man generell ein Buch immer nach dieser Methode einbindet, zeige ihm die Nachteile seiner Methode auf (und drohe am Schluss dann damit, dass die Lehrerin dies so nicht akzeptieren wird und er eine schlechte Bewertung bekommen wird.) Alles ohne laute Auseinandersetzung, alles im freundlichen Gespräch. Seine Antwort (ebenfalls ruhig): "Wenn es der Frau ... so nicht gefällt ist es mir egal, mir gefällt es so besser, dann nehme ich die schlechte Note in Kauf, ich finde es so schöner". (Da ich dachte er ist zu faul es noch mal einzubinden biete ich es ihm an ,das selbst zu machen - nichts. Er findet es anders schöner und deshalb bleibt es so.)
Da er sich so vehement gewehrt hat, hab ich irgendwann gedacht: OK, ist ja wirklich seins. Soll ers halt so machen wie er will. Er kennt die Nachteile und nimmt sie in Kauf - dann ist es halt auch wirklich seine Sache und nicht meine.
Leider hat die Lehrerin ihn dafür gelobt, dass er es überhaupt eingebunden hat - anscheinend war das freiwillig und die meisten Kinder haben es nicht gemacht. Für ihn war das natürlich eine tolle Bestätigung und er war sehr zufrieden.

Bei so einem Kind muss man genau abwägen, was man durchkämpft und was nicht. Natürlich gibt es auch Dinge, die muss er machen, ob er will oder nicht. Aber das bedeutet für mich, in dieser Situation zum pädagogischen und emotionalen Leistungssportler zu werden - das kostet Zeit, Nerven, Geduld, Einfühlungsvermögen und blitzschnelles angemessenes Reagieren. Da geht es richtig zur Sache. Das ist nicht nur anstrengend, sondern da muss ich alle pädagogischen Register ziehen (und ich bin schon von Berufs wegen nicht gerade zimperlich und habe ein breites Repertoire, was das angeht). Und in den allermeisten Fällen hat er, auch wenn er gezwungenerweise nachgeben muss, nicht verstanden, warum er das jetzt so und so machen soll. Allerdings wird das leichter, je älter er wird - umso mehr kann er unsere Entscheidungen nachvollziehen und akzeptieren, auch wenn er es anders will.

Weitere Situation, in der es sich nachteilig auswirkt, dass er so ist: Entweder die eingeladenen Kinder spielen das, was er will (und er kann sehr mitreißend und überzeugend sein, nur gibt es wenig siebenjährige Jungs, die mit Begeisterung Theater spielen und Rollenspiele machen wollen), oder er spielt lieber allein. Das ist keinesfalls eine Trotzreaktion, er ist nicht sauer und nichts.
Zum Glück wird das in letzter Zeit ein bisschen besser und er findet auch Spielideen und Interessen, die er mit den anderen Jungs teilen kann.

Ich habe noch ein zweites Kind. Dieses Kind ist definitiv nicht so wie mein erstes. Es reagiert völlig anders, und es ist nicht mal halb so anstrengend wie mein erstes. Bei ihm war ich noch nie an meiner Grenze.

Deshalb bin ich davon überzeugt, dass es willensstarke Kinder tatsächlich gibt - die bringen das schon mit und sind für die Eltern einfach wesentlich anstrengender als andere Kinder.

lg
K.

Beitrag von sora76 16.03.10 - 22:56 Uhr

Ja genau. So ist meine Tochter auch, genau so.
Meine Tochter spielt auch gern Rollenspiele. Allerdings hat meine Tochter sehr viel Fantasie und spielt somit auch sehr intensiv. Damals die Kindergärtnerin fand das immer so toll. Sie zieht die Kinder dann auch mit, wenn die wollen. ;-)
Meine Tochter spielt - leider - auch sehr gern alleine. Einfach weil sie dann noch tiefer in ihre Geschichten eintauchen kann und keiner ihr da was sagt. Sie kann das so Spielen wie sie es will.
Im laufe der Zeit lernt man ganz gut, damit umzugehen. Ich muß wirklich logisch nachweisen können, warum ich etwas jetzt so mache und nicht wie sie. Sie lässt sich auch nicht gern was sagen.... #augen
Wenn sie etwas machen soll, was sie nicht will, dann ist sie Stinksauer. Sie macht es dann zwar, aber sehr widerwillig.
Sicherlich ist das auch ein Vorteil, da sie sich selber eben Gedanken macht und sie sich nicht dauernd an andere hält...aber manchmal frag ich mich, warum sie sich das so schwer macht. Nachgeben/anpassen ist nicht ihre Stärke, aber das muß sie lernen.


Anstengend ist es. Vorallem will man das ja schon erhalten, andereseits es eben Gesellschaftstauglich machen. So das sie auch Freunde hat und sich eingliedern kann. Bei ihr kommt ja noch das Gezicke dazu, ist ja ein Mädchen. :-)

Also da haben wir ja ähnliche Kinder. ;-)

Beitrag von 3wichtel 17.03.10 - 08:21 Uhr

So ein Kind habe ich auch zu Hause:

Er ist König in seiner Welt. Und wenn der böse Hofstaat nicht wäre, dann hätte er ein tolles Leben.

Beitrag von manavgat 16.03.10 - 16:35 Uhr

Willenstark?

das ist in meinen Augen der falsche Begriff!

Gewisse Dinge muss man einfach machen, ob es einem passt oder nicht. Alle Kinder gehen zur Schuleingangsuntersuchung. Ergo: dein Sohn auch.

Das Problem ist, dass Du Dich nicht klar durchsetzt. Was soll das in der Schule werden? Lehrer sagt: Deutschbuch auf und Dein Sohn meint: nö! mach ich nicht. Prima. Macht bestimmt Laune.

Ich würde ihm klar sagen: entweder, er macht, was er soll oder Du sagst, wenn er was will auch: nö, keine Lust. Und dann solltest Du das konsequenterweise auch so machen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mummy26 17.03.10 - 09:07 Uhr

Woher willst du wissen das ich mich nicht klar durchsetze ???

Natürlich gehen alle Kinder zur Schuleingangsuntersuchung , so auch mein Sohn ... aber willst du mir wirklich erzählen das mein Sohn nun das einzige Kind wäre welches sich an irgendeiner Stelle dabei verweigert ? Ich möchte nicht wissen wieviele Kinder dabei überhaupt nicht mitmachen oder an irgendeiner anderen Stelle aufhören .

Ist es nicht normal das ein Kind sich schämt ? Er ist immoment in dieser Phase und wollte sich einfach nicht ausziehen vor der Frau ... beim zweiten Mal haben wir dann den Pullover hochgehalten ...

Lg



Beitrag von krumel-hummel 17.03.10 - 12:21 Uhr

>>Woher willst du wissen das ich mich nicht klar durchsetze ??? <<

Sie hat deinen Thread gelesen

>>Ich möchte nicht wissen wieviele Kinder dabei überhaupt nicht mitmachen oder an irgendeiner anderen Stelle aufhören . <<

Wenige. Die meisten "schaffen" es. Dem Alter entsprechend.
Misst du dich oder deine Familie immer an denen, die es schlechter machen?

Beitrag von sooderso 16.03.10 - 16:47 Uhr

Manche Eltern tun sich leicht, da wird dann nicht eingesehen, dass das Kind in manchen Situationen "ungezogen" ist, nein es ist willensstark. Das klingt gleich besser, denn mein Kind ist willensstark und selbstbewußt, da kann man nicht viel machen.
Doch, kann man! Es sollten klare Absprachen und Grenzen geben, wenn es das Kind nicht gewohnt ist, bringt es seinen Willen oder Unwillen darüber natürlich STARK zur Geltung.

Beitrag von krumel-hummel 16.03.10 - 17:20 Uhr

Hallo

Unerzogen hört sich gleich wieder so heftig an. Willensstark wiederum sehr nach Ausrede.

Ich setze die Grenzen. Die Kinder können sie gerne austesten, kein Problem, aber irgendwann ist schluß! Ich kann doch nicht jeden Tag "durchsetzen", dass Zähne geputzt werden oder die Schuhe ordentlich hingestellt werden müssen, damit sich keiner den Hals bricht.

Mein Sohn ist auch willensstark. Wenn er sich vorgenommen hat, etwas zu schaffen (z.B. etwas schwieriges zu basteln), dann schafft er es auch. Sowas nenne ich Willensstärke bei einem Kind. Nicht, dieses "ich mag das jetzt nicht, also mach ich das auch nicht"

Gruß
Hummel

Beitrag von ayshe 16.03.10 - 19:44 Uhr

##
Mein Sohn ist auch willensstark. Wenn er sich vorgenommen hat, etwas zu schaffen (z.B. etwas schwieriges zu basteln), dann schafft er es auch. Sowas nenne ich Willensstärke bei einem Kind.
##
da hast du natürlich schon recht. das kenne ich auch.
ist nur echt nefrvig, wenn meine tochter unbdingt abends um 20.00 meint, sie müßte jetzt unbedingt ihren namen schreiben lernen. so hatten wir das nämlich damals. sie hat gar keine innerliche ruhe, bevor sie das ganze intus.
selbst wenn sie dann im bett liegen würde, würde sie im geiste nicht davon loskommen und nicht einschlafen können, ich kenne das ;-)
aber dafür hat sie es dann auch ganz schnell gelernt an d em abend #rofl

ja, etwas zuende bringen zu können und etwas erreichen zu wollen, das ist ein wille :-)

Beitrag von mummy26 17.03.10 - 09:08 Uhr

Ich setze auch Grenzen und diese Grenzen werden auch eingehalten aber Kinder sind eben keine Maschinen und haben manchmal auch keine Lust irgendetwas zu tun ...

Er ist willensstark , das ist absolut keine Ausrede ...

Danke

Lg

Beitrag von krumel-hummel 17.03.10 - 10:50 Uhr

Ich habe das Gefühl, dass du dich durch meine Antwort leicht angegriffen fühlst.

Kinder mit Maschinen zu vergleichen, geht gar nicht.

Ich denke, du weißt genau wie meine Antwort gemeint war, sie war deutlich.

Du öffnest einen Thread, bekommst eine Antwort die dir nicht passt, und eröffnest einen neuen Thread als Umfrag getarnt, damit nicht auffällt was du brauchst: Bestätigung, dass dein Kind nicht unerzogen ist.

Dann will ich es mal so formulieren: Dein Kind ist Willensstark. Da hast du vollkommen recht. Aber eine Mutter muss sich durchsetzen können - vielleicht nicht immer, aber meist. Und das möglichst einfühlsam und mit liebevoller Konsequenz. Daran mangelt es aber - meiner Meinung nach.

Gruß
Hummel

Beitrag von mummy26 17.03.10 - 10:58 Uhr

Woran machst du fest das es mir an Konsequenz fehlt ???

Natürlich setze ich mich auch durch ...

Was hättest du denn gemacht in dieser Situation ?
Dein Kind hat bereits ca . 20 - 30 Min. sämtliche Test`s ohne Murren über sich ergehen lassen , gut mitgemacht ... dann soll er sich ausziehen und weil er sich schämt macht er es nicht und macht an dieser Stelle dicht ...
( dazu ist zu sagen das es bei ihm so ist je mehr Druck ich mache umso mehr verschliesst er sich )
Natürlich habe ich und auch die Ärztin versucht ihm gut zuzureden aber es half nicht ...
Da bleibt einem nichts anderes übrig als aus der Situation herauszugehen , später darüber zu reden und es später nocheinmal zu versuchen ...
Und genau das habe ich getan ...
Ich denke nicht das mein Sohn deswegen unerzogen ist ...

Lg

Beitrag von krumel-hummel 17.03.10 - 11:48 Uhr

Deine Antworten denen gegenüber, die nicht deiner Meinung sind, sind teilweise arg. Warum hast du diesen Willen nicht deinem Sohn gegenüber?

Ein dritter (in dem Fall die Ärztin) kommt meist auch nur schlecht an fremde Kinder ran. Sie kennt ja das Kind nicht.

Konsequenz hätte bei mir ausgesehen: Das wird gemacht, weil es wichtig ist. Da ich meine Kinder kenne, hätte ich bereits im Vorfeld darüber gesprochen, dass es wichtig ist bei allem mitzumachen. Ausnahmslos.

Das mit dem Pulli hochheben hättest du auch schon beim ersten Termin machen können (find ich eine prima Idee mit dem Pulli hoch und nicht ganz ausziehen).

Auch wenn du es noch nicht hören willst (oder nicht mehr): In der Schule wird so einiges auf dein Kind zukommen, was es nicht oder nur sehr widerwillig machen will. Es ist die Aufgabe der Eltern und evtl. des Kindergartens die Kinder darauf vorzubereiten. Die Untersuchung ist bereits teil der Schule.

Hummel

Beitrag von mummy26 17.03.10 - 13:53 Uhr

Das wird gemacht weil es wichtig ist ist keine Konsequenz .
Ich habe natürlich mit ihm darüber gesprochen ... trotzdem hat er sich geschämt ... beim ersten Mal wollte er den Pulli nicht hochheben lassen , wie gesagt er hat an diesem Punkt komplett dicht gemacht .
Natürlich wird in der Schule einiges auf ihn zukommen was er nicht gerne machen möchte , aber soist es im KIGA ja auch und im KIGA ist er ein Vorzeigekind . Wie gesagt er st gestern wurde mir wieder gesagt wie toll er alles mitmacht und und und ...


Beitrag von ayshe 16.03.10 - 17:21 Uhr

hallo,

ich habe deinen anderen beitrag überflogen.
willenstark? ich weiß nicht, für mich bedeutet willensstark nicht unbedingt verweigerung wie es bei deinem sohn war. #kratz


meine tochter ist willensstark, war sie echt schon als baby als sie milch in flaschen 3 wochen verweigerte und lieber von wasser leben wollten, bis wir dann aufgaben und brei anboten.
ja, sie hat verweigert, war nichts zu machen, selbst stillberaterinnen und ernährungsberaterin waren da sprachlos "klappt shcon noch", nööö, klappte gar nicht.
gut, ich komme ab.

also willensstarke sind nicht unbedingt unerzogen, diese aussage ist mir viel zu primitiv.


meine tochter will auch unbedingt (zumindest oft) ihre eigene vorstellung verwirklichen.
aber sie ist dabei trotzdem auch einsichtig, hört zu, wägt ab, sucht kompromisse und findet einen weg.
im grunde ist das genau das, was man im leben braucht, sich verwirklichen, in frieden und mit kompromissen eben.



von dir:
##
... er ist immerhin ein KIND und auch ein Kind hat auch ein Recht auf eine eigene Meinung , er ist eine eigenständige Persönlichkeit ... willst du mir hier jetzt allen ernstes erzählen das Kinder nur dann gut erzogen sind wenn sie zu 100% das tun was von ihnen verlangt wird , ohne zu murren .
Ich möchte nicht das mein Kind ein JA-Sager wird und keine eigene Meinung hat . Hast du immer zu 100 % das getan was deine Eltern von dir verlangt haben ?
Findest du es gut ein KIND so dermassen zu unterdrücken ?
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so sehe ich das auch.
das ist auch immer mein reden, wenn es resignation geht ;-)
stumpfe ja-sagerfraktion, wer will das schon?
ich nicht.
okay, dass dein sohn sich da verweigert hat, ist nicht so toll gewesen, aber kritisch sollte man immer bleiben oder als kind auch werden und immer mitdenken, nicht stumpf jeden quatsch machen, nur weil es der chef sagt.
dein sohn hat eben seine grenze dort gesetzt, sehr ungünstig, das ist kalr, auch an dieser stelle unangebracht, aber verstehen kann ich es schon.


##
Es tut mir leid wenn ich das so sagen muss und es sich vielleicht etwas blöde anhört aber Kinder die keine eigene Meinung haben , niemals Nein sagen und immer das tun was von ihnen verlangt wird ... sofort , ohne ein kleines Murren selbst wenn sie es so nicht möchten , das sind die Kinder die leichte Beute für Kinderschänder etc. sind , das sind Kinder die später in KiGa und Schule zu Aussenseitern werden , die ausgenutzt werden , verprügelt werden , und die dann später vielleicht , oder sagen wir mal sehr wahrscheinlich zu Amokläufern etc. werden oder sich irgendwann selbst umbringen weil ihre kleine kindliche Seele mit dem ungeheuren Druck nicht mehr klar kommt ....
##
harte richtung, die du nennst, aber ich verstehe das. sehe ich ähnlich, es hat auch etwas mit „wehren“ zu tun.
ich habe diese unterdrückten jasager und blind folgenden menschen eher immer beruflich im anspruchslosen bereich gesehen, nicht denken, nur nach anweisung arbeiten.
hört sich auch schon hart an, man braucht sie auch, keine frage, aber mitdenken und auch kritik nach oben anbringen können, halte ich für sehr wichtig.



##
Ich habe lieber ein selbstständiges , selbstbewusstes und willensstarkes Kind als so einen JA-Sager ##
ja, ich auch ;-)


dein sohn sollte nur noch an der ausführung arbeiten :-)

Beitrag von juniorette 16.03.10 - 18:09 Uhr

"ich habe diese unterdrückten jasager und blind folgenden menschen eher immer beruflich im anspruchslosen bereich gesehen, nicht denken, nur nach anweisung arbeiten.
hört sich auch schon hart an, man braucht sie auch, keine frage, aber mitdenken und auch kritik nach oben anbringen können, halte ich für sehr wichtig. "

Das sehe ich ganz genauso!

Beitrag von juniorette 16.03.10 - 18:08 Uhr

Hallo,

ich bin sehr überrascht, wie viele Eltern in diesem Thread behaupten, ein willensstarkes Kind zu haben.

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, meinen Sohn als besonders willensstark zu bezeichnen, wenn nicht innerhalb einer Woche sein Kinderarzt (U7a) und seine Kindergartenerzieherinnen (Elterngespräch nach einem Jahr Kindergarten) diese Bezeichnung verwendet hätten (der Kinderarzt hat unter Bemerkungen im U-Heft "willenstark!!!" eingetragen #schwitz).

Ich habe das Verhalten meines Sohnes immer als normal angesehen (rumbocken, Trotzphase, Willen durchsetzen).

Genauso finde ich es normal, dass ein Kind (ärztliche, schulische,...) Untersuchungen nicht einfach so übergehen läßt - hab ich auch nie getan #kratz

Nun zu deiner Frage:
"Willensstarke Kinder = Unerzogene Kinder ?!?!?!"

Ich würde meinen Sohn generell als relativ gut erzogen ansehen, obwohl er oft seinen Willen durchsetzen will.

Allerdings habe ich hier bei Urbia schon Mütter gelesen, die ein absolut verzogenes Kind beschrieben haben und das positiv als "willensstark" bezeichnet haben #augen

Dasselbe gilt für "selbstbewußtes Kind" - oft sind diese Kinder einfach nur vorlaut und unverschämt.

Nur weil ein Kind eine Einschulungsuntersuchung verweigert, ist es für mich nicht ungezogen, da zählen für mich andere Faktoren.

LG,
J.