ein Zeichen

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von mausen71 16.03.10 - 15:50 Uhr

Mich würde mal ernsthaft Interessieren,
Wer von euch hat schon mal selsame Dinge erlebt mit Menschen die euch nahestanden und verstorben sind.

Mittlerweile glaube ich an sowas nicht mehr,vielleicht weil seitdem meine Mutter gestorben ist(2001)nie was ungewöhnliches passiert ist,was ich mir eigentlich doch immer im stillen gewünscht hätte,in den ganzen Jahren mal ein Zeichen von ihr zu bekommen.



Beitrag von nicola_noah 16.03.10 - 15:56 Uhr

Hallo,

Ich glaube an sowas...
Im Sommer nach Mikas Tod schwirrte immer ein Schmetterling um sein Grab herum.
Vielleicht war es ein Zeichen - Vielleicht aber auch nur Zufall:-)

Beitrag von danimitben 16.03.10 - 17:00 Uhr

Hallo,

ich habe bisher nicht an so was geglaubt.

Im Juli letzten Jahres ist mein kleiner Sohn im Alter von 12 Monaten und 9 Tagen gestorben. Er hat sehr lange gekämpft und sein Tod war schon irgendwie auch eine Erlösung. (Ich kann manchmal gar nicht glauben dass ich das sage, wo es so sehr weh tut dass er nicht mehr da ist.)

In dem Moment als er in meinen Armen gestorben ist, hat es angefangen zu regnen. Es hat einmal geblitzt und einmal gedonnert, es war kein Gewitter. Es war unglaublich, Ben ist mit Pauken und Trompeten in´s Sternenkinderland umgezogen.

Als an seiner Beerdigung die Urne abgelassen wurde, kam ein Windzug auf und spielte mit den Blättern die am Boden lagen, es fielen vereinzelt Tropfen von den Bäumen und die Sonne kam raus. Ben hat mir eindeutig gesagt dass er angekommen ist und dass es ihm gut geht.

14 Tage später, ich habe versucht meine Wut mit Sport zu bekämpfen, saß ich auf dem Mountain-Bike und kam den Berg nicht rauf. Ich war nahe dran abzusteigen und zu schieben. Da habe ich gedacht "nicht aufgeben - Ben hat auch gekämpft" in dem Moment kam ein Regenschauer, er war direkt wieder vorbei als ich oben war!

All das sind für mich Zeichen, für andere aber sicher Spinnerei. Ich denke man muss diese Zeichen auch verstehen. Leider bekomme ich schon lange keine Zeichen mehr, vielleicht verstehe ich sie aber auch nur nicht??!!

Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und vielleicht bald ein eindeutiges Zeichen.

Alles Liebe
DANI mit BEN im Herzen *29.06.08 +08.07.09 (Morbus Alexander)
http://www.ben-sternenkind.de

Beitrag von chaosotto0807 16.03.10 - 20:51 Uhr

mir stehen die tränen in den augen, wenn ich deine zeilen hier lese...habe deine/eure geschichte schon einen ganze zeit verfolgt.....#liebdrueck

stille grüße

mareike

Beitrag von danimitben 17.03.10 - 12:52 Uhr

Danke, Mareike.
Es tut gut auf so viel Anteilnahme zu stoßen!
Liebe Grüße
DANI

Beitrag von pechawa 16.03.10 - 17:21 Uhr

Ja, ich habe sowas schon erlebt, möchte aber hier nicht weiter darauf eingehen. Und ich kann dir sagen, ich musste lange darauf warten! Als meine Oma vor 32 Jahren starb, wartete ich immer auf ein Zeichen und es dauerte 30 Jahre. Ich habe daraus gelernt, die Geduld nicht zu verlieren und wünsche dir von ganzem Herzen, dass du auch noch ein Zeichen von deiner Mama bekommst,

LG Pechawa

Beitrag von danni64 16.03.10 - 17:57 Uhr

Hallo,

ich habe es schon des öfteren erlebt,eben Dinge,die man nicht erklären kann und das auch im Zusammenhang mit versterben.

Ich habe aber seit Oktober eine Sache,die mich nicht mehr loslässt #hicks.

Ich war in einer Klinik,auf einer Depressionsstation. Da durften wir am Wochenende immer nach Hause. Eine Patientin kam nach einem Wochenende nicht wieder und man hat sie zwei Tage später tot in ihrer Wohnung gefunden.

Wir vermuten,dass es Suizid war. Mein Vater hat vor 27 Jahren auch Suizid gegangen und als man uns sagte,dass man eben diese Mitpatientin tot gefunden hat,da waren wir alle ziemlich fertig,mich hat es sehr mitgenommen,weil eine Menge Bilder hoch kamen.
Ich ging dann in den Park der Klinik,weil ich alleine sein wollte,war völlig down.
Ich sass dann da auf einem Stein und da tauchte ein Eichhörnchen auf,was ich sehr oft im Park gesehen habe.Es ist eher dunkel und damit sehr auffällig.

Nun sitze ich da so und dieses Eichhörnchen kommt auf mich zu,immer näher und schaut mich an.
Bis heute kann ich nicht sagen,was es war,aber als es mich so anschaute und immer näher kam,wurde ich immer ruhiger und fühlte mich mit einem Mal nicht mehr alleine.

Dann kam ein Fussgänger vorbei und das Eichhörnchen lief auf einen Baum.
Dieses Bild geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf und wenn ich traurig bin,dann sehe ich immer das Eichhörnchen vor mir und ich werde ruhiger und es geht mir besser :-D !
Irgendwie kam mir das Eichhörnchen so vertraut vor,so als ob es mir sagen wollte,ich bin immer da,du bist nicht alleine.

Vielleicht war es ein Zeichen von meinem Vater oder meiner Oma,keine Ahnung,aber es kam und kommt mir so vor !!

Ich habe viele solcher Sachen erlebt und glaube daran,dass die Menschen,die uns sehr wichtig waren ,immer irgendwie bei uns sind,besonders,wenn es uns schlecht geht.

LG Danni !!

Beitrag von 444444444444444 16.03.10 - 23:03 Uhr

Ich hatte ein Erlebnis wo ich seitdem fest dran glaube das es da was gibt.

Muss dazu sagen ich war jung und habe auch mal ein Bier getrunken. War aber nicht besoffen.

So meine Geschichte.
Mir ging es nicht so gut und ich bin mit einer Flasche Bier in den Wald spaziert und habe mich auf eine Lichtung gelegt um über mein Leben nachzudenken.

Ich habe die Bierflasche neben mich gestellt und war in Gedanken versunken mitten in einem Gespräch mit meinem verstorbenen Bruder. Ich habe ihn gefragt bist du überhaupt bei mir wenn ich schon die ganze Zeit mit dir rede.

Genau nach diesem Satz ist meine Bierflasche umgefallen. Ich habe sie nicht berührt und sie stand auch nicht schief.

Das fand ich dann schon ein wenig komisch war aber so drauf das ich es jetzt gezielt versucht habe. Ich nahm die Bierflasche und stellte sie auf den Boden und vergewisserte mich das sie nicht umfallen kann.

Ich sah die Bierflasche an und fragte meinen Bruder direkt und laut: Passt du auf mich auf?

Schwups fiel die Bierflasche um...

Ich habe es danach nicht nochmal probiert weil es mir dann doch ein wenig Angst gemacht hat.

Aber seitdem glaube ich das da was ist.

Dies ist jetzt schon über 10 Jahre her und bis auf einen sehr realen Traum von ihm und von meinem verstorbenen Kind ist mir bis jetzt nichts mehr passiert.

Beitrag von cinderella2008 17.03.10 - 08:14 Uhr

Hallo,

ich glaube auch nicht daran und habe so etwas auch noch nicht erlebt.

Menschen, die solche Dinge erleben, suchen einen Strohhalm, an dem sie sich festhalten können und interpetieren dann häufig in ganz normale Dinge ein Zeichen hinein.

LG, Cinderella

Beitrag von karna.dalilah 17.03.10 - 11:56 Uhr

über dem Sammelgrab dem mein Vater beigesetzt wurde, soll ein REGENBOGEN schmücken.
Nach der beerdigung führen wir noch einmal mit meinen Geschwistern essen und wollten wieder heim.
Am Himmel war ein wunderschöner REGENBOGEN zu sehen.
Ein schöner Abschiedsgruß meines Vaters?
Auf jeden Fall ein schönes Erinnerungsbild.

Karna

Beitrag von kerstinmitlea 17.03.10 - 12:30 Uhr

Hallo,

ja das habe ich schon erlebt. Am Sonntag erst ist ein sehr guter Bekannter, den ich sehr mochte, verstorben. Er starb um 18:30 Uhr.

Ich war mir zum einen schon den Samstag sicher das ich morgen (also SOnntag) einen Anruf kriegen werde das er gegangen ist.

Am Sonntag habe ich dann ca. 18:20 Uhr Abendessen gemacht und dabei in gedanken versunken mit ihm gesprochen, gesagt das ich ihn sehr vermissen werde und es ok ist wenn er jetzt geht (er war sehr krank und hat sehr gelitten die letzten Jahre).

Um 19:00 Uhr bekomme ich dann den Anruf das er verstorben ist, und genau bevor er starb habe ich ja - wenn auch nur in Gedanken- mit ihm gesprochen...

Ich beschäftige mich aber auch schon länger mit diesen Sachen und glaube daran.

LG


P.S.: Du bekommst vielleicht Zeichen, das kann aber unterbewusst sein, im Traum o.ä. sodaß Du es nicht BEWUSST wahrnimmst oder wahrnehmen kannst.

Beitrag von smily23 18.03.10 - 09:50 Uhr

Grüß Dich.

Ich glaube daran. Mein liebster Mensch der verstorben ist, war mein Opa (das war 2000 und dieses Thema treibt mir die Tränen noch heute in die Augen). Ich vermisse ihn so sehr, daß es heute immernoch sehr weh tut.

An dem Tag an dem er starb (das war in Portugal) hatte ich ein sehr laues Gefühl im Magen und wusste, daß heute was schlimmes passieren würde. Er war nicht krank, deswegen kam sein Tod auch so überraschend. Meine Mam wollte im Januar noch nach Portugal fliegen, weil sie das Gefühl nicht los bekam, dort gebraucht zu werden....sie redete mit mir und ich versuchte sie damals schon fast zu überreden hinzufliegen, weil man ja nicht wüsste, wie lange ihre Eltern noch sein würden. Sie entschied sich dagegen und meinte bis zum Sommer sei es ja nichtmehr lang.......Und am 09.02. kam der Anruf meiner Oma, daß mein Opa gestorben sei, an Herzversagen......

Sie flog direkt hin, ich konnte nicht, da mein Chef mir "für sowas" kein Urlaub genehmigte.....:-(

Meine Mam blieb dann für 2 Monate drüben, weil meine Oma es einfach nicht alleine schaffte.

3 Tage nach der Beerdigung, es war ein sonniger Tag. Den Flurboden unten hatte ich gerade fertiggeputzt und bin nach oben, um den Putzeimer im Bad auszuleeren, als ich einen leichten Windhauch im Gesicht spürte. Ich dachte mir nichts dabei und ging wieder runter, und als ich auf der Treppe stand, spürte ich wieder ein leichten Windzug im Gesicht, als ob jemand neben mir stünde und mir ins Gesicht atmet....auf einmal spürte ich einfach nur noch die Anwesenheit meines Opas. In Gedanken redete ich mit ihm, da er meine Wohnung ja auch noch nie gesehen hatte, dachte ich daß er sich hier umschauen mag. Ich freute mich und nach wenigen Minuten, wusste ich, daß er nicht mehr da war.....
In dieser Nacht träumte ich von ihm. In meinem Traum sprach er zu mir und meinte, daß er stolz auf mich sei und er immer bei mir sein würde, ich umarmte ihn und wachte dann direkt auf.....das war so real......

Seitdem träume ich nur um seinen Todestag von ihm, entweder am 08., 09. oder 10. 02. und das jedes Jahr seit 2000. Und ich finde es immer wieder schön.....

2007 hatte ich noch ein Zeichen, als ich einen Blinddarmdurchbruch hatte, den die Ärzte nicht fanden. Sie stellten mich im KH auf den Kopf und fanden nichts. Mein Blutdruck war 50/30 mmHg, mein Puls bei 150. CRP (Entzündungswert) bei 130. Ich war kaum ansprechbar und das was ich vor der OP noch mitbekam, war wirklich nicht viel, ich hab da wirklich tierische Filmrisse.... Ich weiß nur, daß ich meinen Körper teilweise nichtmehr spürte und jedesmal wenn ich die Augen zu hatte, sah ich das Gesicht meines Opas, der mir sagte, daß es noch zu früh sei.....Kurz bevor ich in den OP geschoben wurde, schließ ich wieder die Augen und sah ihn wieder. Ich wollte zu ihm, doch er ging immer weiter fort. Er meinte nur zu mir "denk an Jasmin" und dann war er weg. Als ich von der Op wieder aufwachte, ging es mir den Umständen entsprechend gut und ich war wieder da. Die Ärzte sagten mir, daß ich sehr viel Glück gehabt hätte, sie hätten bei der Bauchspieglung den Blinddarm entfernt, der porös war und ich viel Eiter im Bauchraum hatte. Ich war dann noch 3 Wochen stationär, bis ich dann entlassen werden konnte.

Seitdem weiß ich, daß er auf mich aufpasst und seh ihn nun vielmehr als meinen persönlichen Schutzengel.

Sorry fürs zutexten, aber ganz ehrlich, es war schön darüber zu reden.:-)

LG Smily23 #blume