ALGII - weniger Miete

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Beitrag von mel1983 16.03.10 - 17:37 Uhr

Hallo,

ich bin voriges ungenehmigt umgezogen (innerhalb des Hauses aufgrund Kostenersparnis Heizung). Mir war bewusst, dass ich die Mehrmiete nicht bezahlt bekommen werde. Genauso wie Umzug und Renovierung.

Soweit ist das klar.

Ich habe auch der ARGE alles ordnungsgemäß gemeldet und mir wurde seit vorigem Jahr weiterhin die alte Miete gezahlt.

Zu Ende Februar lief mein Bezugszeitraum aus und in der Fortberechnung nun wird mir 16 Euro Miete (Begründung: mein Umzug) weniger gezahlt. Dazwischen (zwischen Umzug und dieser Fortberechnung jetzt) lagen sicher auch einige Fortberechnungen in denen alles beim Alten blieb.

Ich habe 100 Mal überall gelesen, es wird die Höhe der alten Miete weiter übernommen, es war ja bisher auch so. Warum ist es nach fast einem Jahr nicht mehr so?

Was ist nun richtig? Sollte ich Widerspruch einlegen oder ist es rechtens, das plötzlich 16 Euro weniger gezahlt werden?

Vielen Dank
Grüße Mel

Beitrag von marion2 16.03.10 - 17:51 Uhr

Hallo,

ist die Kaltmiete höher oder niedriger als bisher?

Grundsätzlich: Ich würde Widerspruch einlegen. Und seis nur, damit dir jemand erklärt, was wann warum gezahlt wird und was nicht.

Gruß Marion

Beitrag von mel1983 16.03.10 - 18:01 Uhr

Hey Marion,

die Kaltmiete ist höher. Die neuen Wohnung hat 5qm mehr, als die alte.

Allerdings - egal ob ich weniger bekomme oder nicht - warum erst jetzt? Nach fast einem Jahr?

Wenn ich mir den Worste-Case grad mal ausmale:

Ich wecke "schlafende Hunde" mit meinem Widerspruch und muss dann fast ein Jahr rückwirkend zahlen?! Oh man, ich sehs schon kommen.

Hmpf!
(Dabei zahle ich schon fleissig, weil mir NICHT aufgefallen ist, dass ich mehr Unterhalt bekam. Dem Amt ist es aber - nach Selbsteinforderung vom Vater! - erst nach EINEM Jahr in den Sinn gekommen, es mir zu berechnen und nachzuberechnen! Und nein, ich schau nicht monatlich meine Eingänge nach und der KV sagte es mir nicht, weil er davon ausging, dass es das Amt mir schon mitgeteilt hätte *argh*)


Danke für deine Antwort.

Beitrag von marion2 16.03.10 - 19:39 Uhr

Hallo,

dann lass es. Das stinkt wirklich nach schlafenden Hunden...

Gruß Marion

Beitrag von wasteline 16.03.10 - 19:02 Uhr

Warum jetzt erst - dazu fällt mir auch nichts ein. Aber die Kürzung könnte in den niedrigeren Heizkosten liegen.

Beitrag von mel1983 16.03.10 - 19:25 Uhr

Hey,

die Kosten der Heizung sind ja nicht grundsätzlich niedriger.
Die Nebenkosten inkl. Heizung blieben pro qm gleich.

Mir ging es um die Ersparnis "hintenraus". Also weniger Verbrauch durch bessere Dämmung, bei dem Umzug.

Grüße und Danke
Mel

Beitrag von windsbraut69 16.03.10 - 20:14 Uhr

Ist es nicht so, dass Du weiterhin MAX. die bisherige Miete bekommst, so diese angemessen war?

Kann es möglich sein, dass die vorherige Miete schon 16 Euro zu hoch war?

Gruß,
W

Beitrag von mel1983 16.03.10 - 21:09 Uhr

Hallo Windsbraut,

der Gedanke kam mir auch schon.

ABER ich wohne in einer SOZIALwohnung! 3.85 Euro pro qm kalt, das ist das Billigste (!) was man hier bekommen kann.

Klar, Altbau und der ganze Kram, dadurch hohe Heizkosten, aber die ARGE will es doch so!

Das was mir jetzt genehmigt wurde (im neusten Bescheid) ist die vorher immer bezahlte Miete (317 Euro - eigentlich kostete schon die alte Wohnung 380 Euro - irgendwas passt da nicht!) MINUS dem Warmwasseranteil (der ja aber in der vorher bezahlten Miete schon abgerechnet war!

Und weisst du was, bei Lichte betrachtet fällt mir dabei mir erschrecken auf, dass mir schon immer weit 63 Euro zu wenig bezahlt werden.

OMG! I mog nimmer

Und jetzt erzähl mir bitte nicht solche Dinge ala "Das fällt dir erst jetzt auf". Ich habe Widersprüche/Einsprüche hier, wie Korrespondenz eines mittelständischen Unternehmens.
Ich bin einfach nicht mehr in der Lage ALLES zu erfassen und selbst zu prüfen.

Grüße :-/

Beitrag von mel1983 16.03.10 - 21:17 Uhr

PUH,

ich hab mich nur in den Zahlen vertan, hab eben nochmal nachgeschaut.

Also bisher wurden (tatsächliche Kosten 380 Euro warm - alte Wohnung) 372,14 Euro übernommen.

Dies auch weit über meinen Umzug hinaus (Mitte vorigen Jahres).

Es hieß meiner Meinung nach, es würde die BISHER gezahlte Miete weiter gezahlt. Nicht mehr, nicht weniger.

Jetzt ist es so, dass mir 372 Euro MINUS Warmwasserpauschale bewilligt werden. Also 361 Euro.

Begründung:

"Durch ihren nicht genehmigten Umzug wurden die Kosten der Unterkunft auf das angemessene Maß gemäß Richtlinie der Stadt xy abgesenkt."

ERGO, du hast Recht und es wird nur die _angemessene_ Miete übernommen.

Ach mönsch!

ABER, es geht hier garnicht billiger! Billigeres als diese "Absteigen" gibts hier nicht.

Nunja, da heisst es den Gürtel noch enger schnallen und noch weniger zur Verfügung zu haben.

Vielleicht hat ja noch jemand den Gesetzestext oder sowas bei der Hand, der die Aussage der ARGE bestätigt oder widerlegt.

Danke
Mel

Ich sehe grad:
"Bitte beachten sie, dass aufgrund der Absenkung KEINE Mieterhöhungen und KEINE Betriebskostennachzahlungen übernommen werden"

Wie KEINE Betriebskostennachzahlungen???
Ich dachte nur, runtergerechnet auf 60qm und den Rest muss ich selber tragen?

Ach du Scheiße! Ich hab mir mein eigenes Grab geschaufelt. Jetzt schlägts 13. Ich geh sterben ...

Beitrag von hedda.gabler 16.03.10 - 23:21 Uhr

>>> Wie KEINE Betriebskostennachzahlungen???
Ich dachte nur, runtergerechnet auf 60qm und den Rest muss ich selber tragen? <<<

Du denkst jetzt wahrscheinlich an Heizkostennachzahlungen ... die werden in der Tat auf die angemessene Wohnungsgröße runtergerechnet und nur das wird nachbezahlt.
Betriebskostennachzahlungen sind Mühllgebühr, Wasser etc ... das musst Du, falls es zu Nachzahlungen/Erhöhungen kommt, in der Tat selbst tragen (genauso wie Mieterhöhungen) ... aber das wurde Dir, wenn ich mich recht erinnere, schon gesagt, als Du noch über den Umzug nachgedacht hast.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von mel1983 16.03.10 - 23:53 Uhr

Hallo Hedda,

ja, da hast du wohl recht. Du (?!) hast mir wohl gesagt, dass die höheren Nebenkosten (ausgenommen Heizung) dann nicht bezahlt werden.

Nur unterlag ich da wohl dem Trugschluss, dass nur die Nebenkosten der Mehr-QM nicht übernommen werden. Also bei einer Nachzahlung auf QM runtergerechnet, dann auf die 60 QM wieder rauf und nur den Rest trage ich selbst.

Aber nun klingt es so, dass ich alles in der Nachzahlung selbst bezahlen muss.
Hast du schon die Erfahrung gemacht, wie es nun wirklich gerechnet wird?

Und warum muss ich eine Nachzahlung von Wasser selbst tragen? Ich meine, ich verbrauch doch hier wegen 5qm mehr nicht mehr Wasser, als bei einer Wohnung mit 5qm weniger?

Und, warum wird mir nicht mehr die Höhe der vorigen Wohnung gezahlt?

UND warum fällt das dem Amt gottverdammt ALLES (nicht nur das mit der Miete) immer erst EIN Jahr später ein???

Ich bin leider durch (und ja das sehe ich so!) Versäumnisse des Amtes schon "verschuldet" und das, wo ich immer sauberst auf meine Paste achte.
Das macht einfach nur depressiv und psychisch fertig!

I mog wirklich nimmer!

Gibt es irgendwo Gesetzestexte dazu bezüglich eines ungenehmigten Umzuges?
(Ich werd morgen selbst auch auf die Google-Suche gehen, kann ja aber sein, jemand hat was zur Hand.)

Vielen Dank soweit
Mel

Beitrag von hedda.gabler 17.03.10 - 00:03 Uhr

Heizkosten-Nachzahlungen werden wie immer auf die angemessene qm-Zahl runtergerechnet übernommen ... und natürlich verbrauchst Du nicht mehr Wasser, und Wasser gehört meistens zu den Betriebskosten (es sei denn, man rechnet es mit dem Lieferanten direkt ab, aber das ist eigentlich nur in Einfamilien-Häusern so), aber wenn sich die Waserkosten an sich erhöhen, oder die Müllgebühren oder der Hausmeister wird teurer etc, dann musst Du die Erhöhung selbst tragen.

>>> Und, warum wird mir nicht mehr die Höhe der vorigen Wohnung gezahlt? <<<

Ungenehmigter Umzug heißt, dass die Miete eben nur in vorheriger Höhe, bzw bis zur höchstens Angemessenheit bezahlt wird ... vielleicht haben sich in Deiner Stadt die Richtlinien verändert, wenn Du meinst, dass Du nun zu wenig bekommst.

>>> UND warum fällt das dem Amt gottverdammt ALLES (nicht nur das mit der Miete) immer erst EIN Jahr später ein??? <<<

Manchmal malen die Mühlen langsam ...

Ich kann Dir nur dieses Buch empfehlen ... die 10,- (auf Rechnung) lohnen sich:
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/literatur/Leitfaden.html

Gruß von der Hedda (und ja, WIR haben damals intensiv über Dein Umzugsvorhaben gesprochen).

Beitrag von mel1983 17.03.10 - 00:11 Uhr

Hey,

danke für deine Engelsgeduld.

Verstanden zu werden und eine Erklärung zu bekommen, hat auch schon was Gutes.

Ich werd mir das Buch direkt bestellen.

Ja, anscheinend haben sich in unserer Stadt die Richtlinien geändert oder meine "alte" Wohnung war schon zu teuer.
Aber ich kann reinen Gewissens sagen, unter 3.85 Euro kalt geht hier gar und überhaupt nichts.
Das Wissen hilft mir nur nicht wirklich.

Naja, wie du siehst ist mein Umzug nach elendem Renovieren und hin und her geglückt ;-)
Es ist bisher bezügl. der Wohnung eigentlich alles soweit schick gewesen, bis dieser Bescheid kam.

Muss ich da jetzt mit einer Rückzahlung der zuviel gezahlten Miete rechnen? Oh mein Gott, ich denke mal am Besten noch gar nicht weiter drüber nach und gehe mal meinem Gürtel noch ein paar Löcher verpassen um ihn noch enger schnallen zu können *feix

Vielen herzlichen Dank
Mel

Beitrag von hedda.gabler 17.03.10 - 00:18 Uhr

>>> Muss ich da jetzt mit einer Rückzahlung der zuviel gezahlten Miete rechnen? <<<

Denke ich nicht ... seitens der ARGE hatte ja alles seine Richtigkeit ... jetzt nur nicht durch Widerspruch schlafende Hunde wecken ...

... mehr Austausch dazu gerne per PN, aber erst ab morgen wieder online.

Beitrag von windsbraut69 17.03.10 - 06:21 Uhr

Ich sag nix von wegen "nicht eher bemerkt" :)
Mich wundert aber schon, dass Dir die Regelungen so neu sind, die werden hier im Forum doch ganz regelmäßig durchgekaut.

Tja, schöner Mist, da kannst Du nur froh sein, dass die ARGE so spät reagiert hat.


Ist die Whg. nur zu teuer oder auch zu groß, dass Du vielleicht doch ne Kleinere finden kannst für den angemessenen Preis?

LG

Beitrag von mel1983 17.03.10 - 07:44 Uhr

Hey Winds,

hier wird überall immer geschrieben "Miete in bisheriger Höhe" ;-) Und von den NK-Abrechnungen fast nichts.

Naja, irgendwie auch mein Versäumnis, klar.

Nein, ich kann nicht umziehen, denn meine Wohnung ist zwar 5qm zu groß derzeit, aber a) wäre ein Umzug zu teuer, b) habe ich hier in mühseeliger Kleinarbeit vor einem Jahr die ganze Hütte renoviert und c) gibt es hierzulande nichts unter 3,85 Euro. Von daher würde sich ein Umzug überhaupt nicht rechnen.

Die laufenden Mietzahlungen sind auch nicht das größte Problem. Eher doch die NK-Abrechnung. Aber da Heizung ja wenigstens auf die genehmigten 60qm bezahlt wird, gehts auch schon wieder.

Was solls, es muss weiter gehen - ich blick nach vorn.

Danke Dir.
Grüße