Junge wird in der Schule geärgert/beklaut! LANG

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von ninam. 16.03.10 - 20:34 Uhr

Hallo zusammen,

bin gerade wieder ein bischen geknickt. Gerade aht mir mein Sohn (7, 2. Klasse) erzählt, dass ein Erstklässler ihn heute bestohlen hat und als ersich seine Fussballkarte wieder holen wollte hat in dieser Junge in den Bauch geboxt.

Leider hat keiner der Erwachsenen in der Betreuung nach der Schule das gesehen und konnten so nicht handeln.

Ich finde das Verhalten des anderen Jungen wirklich bescheiden. Ich muss dazu sagen, das mein Sohn sehr klein und selbst den Erstklässlern körperlich unterlegen ist und dadurch nicht das nötige Selbstbewusstsein hat sich durch zusetzen. Was soll ich ihm raten?

Hab ihm gesagt, er soll den Jungen morgen nochmal ansprechen und ihn bitten ihm seine Karte wiederzugeben. Er wollte zwei Freunde von sich mitnehmen, weil er Angst hat, dass der andere Junge wieder boxt.

Wie kann ich ihm helfen? Meint ihr eine Sportart wie KArate oder Boxen würde ihm das nötige Selbstbewusstsein geben, dass er sich natürlich nur in Notfall, wehren kann?

Ansonsten ist er eigentlich sehr beliebt in der Schule!


Vielen Dank schon einmal

LG Nina, die hier ein wenig verunsichert ist.

Beitrag von vitruvia 16.03.10 - 21:54 Uhr

Hallo!

Leider muss Dein Sohn tatsächlich lernen mit solchen Situationen allein umzugehen. Er soll ja im Leben auch allein klar kommen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn noch einmal zu dem Kind schicken würde, damit er sich die Karte wiederholt.

Aber ihn Sport machen zu lassen ist eine sehr gute Idee! Es muss dabei nicht unbedingt eine Kampfsportart sein, die sein Selbstwertgefühl stärkt.
Mein Sohn (jetzt 9) hat keine Selbstwertprobleme mehr, seitdem er Teil einer Fußballmannschaft ist.

Ich finde es wichtig, dass ein Kind WEISS, dass es stark genug ist, um sich zu wehren, aber noch wichtiger ist, dass es das auch ohne Gewalt kann.

Wenn mein Sohn allerdings gern eine Kampfsportart machen möchte, würde ich ihn das auch machen lassen.

Vit


Beitrag von ninam. 17.03.10 - 08:35 Uhr

Hallo,

du hast natürlich Recht, wenn du sagst, das er solche Situationen auch alleine bewältigen muss. Nur aus diesem Grund bin ich nicht zu den Eltern gegangen.

Aber ich finde es Schade, dass sowas überhaupt passiert. Max (mein Sohn) spart sein Taschengeld zusammen um sich diese Karten zu kaufen und dann kommt da einer un dnimmt sie ihm weg. Er wollte den JUngen heute nochmal bitten ihm die Karte wiederzugeben. Mal sehen, was daraus wird.

Was den Sport angeht, spielt er schon seit 4 Jahren Fussball und das auch wirklich gut. Da hat er auch keine Probleme. Überhaupt mit Kindern, die ihn kennen (auch ältere) akzeptieren ihn. Es sind meistens wirklich die Erstklässler, die ihn ärgern. Ich denke, das es daran liegt, dass die sich selber auch beweisen wollen und wie geht es einfachen, als einen älteren zu ärgern!

Lg Nina

Beitrag von parzifal 17.03.10 - 09:30 Uhr

"Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn noch einmal zu dem Kind schicken würde, damit er sich die Karte wiederholt."

Dann hast Du aber sicher einen Alternativvorschlag wie man die Karte zurückbekommt?


Beitrag von imzadi 17.03.10 - 01:42 Uhr

Als mein Sohn letzten Sommer zur Schule kam hatten wir auch das Problem. Er geht jetzt seit Oktober in Judo, seitdem wird es auch besser und er wehrt sich auch wenn noch keinen Jodugriff anwenden konnte. Inzwischen geht er auch wieder lieber zur Schule. Keine Ahnung ob das jetzt am Judo liegt oder er sich einfach so weiterentwickelt hat, auf jeden Fall wurde es besser.

Beitrag von grizu99 17.03.10 - 06:44 Uhr

Ich würde ihm nicht unbedingt beibringen sich körperlich zu wehren. Genauso muß er lernen sich auch Hilfe zu holen. Warum hat er in der Betreuung keinen Erwachsenen dazu geholt?

Ich würde ihm auch ganz klar sagen, das wenn er die Karte nicht zurück bekommt, ich die Eltern des Jungen kontaktieren würde und das sollte dein sohn dem Jungen auch so sagen. JETZT ist es nur eine Karte, aber was kommt dann?

Beitrag von ninam. 17.03.10 - 08:30 Uhr

Guten morgen und danke für deine Antwort.

Er hat ich ja einen der BEtreuer geholt. Die sagt ihm aber wörtlich: Was soll ich da jetzt machen?" Sie hat es ja nicht gesehen und der andere hat natürlich behauptet es sei seine KArte. Als MAx (mein Sohn) sich die KArte zurückholen wollte, hat der Junge ihn iin den BAuch geboxt.

Hat er mir aucherst heute morgen gestanden. Ich bin ja froh, dass er zu mir kommt mit solchen Sachen. Er stellt halt immer so das Opfer dar, weil er so klein und zart ist.

Er hat gesagt, dass er den Jungen heute nochmal bittet ihm seine Karte wiederzugeben (allerdings traut ersich nicht alleine und nimmt deshalb einen Freund mit) und ansonsten werde ich da zu Hause mal anrufen.

Denn es ist echt ein unding, das man andere Kinder, die sich ihr Taschengeld sparen um sich die Karten kaufen zu können, beklaut.

Ich hoffe, ich mache das Richtige.

Danke nochmal und einen schönen Tag. Ich warte dann mal ab was sich ergibt.

Beitrag von grizu99 17.03.10 - 08:39 Uhr

Du machst schon das richtige. Klar sollen die Kids auch selber lernen klar zu kommen, aber manchmal geht das halt nicht.
Mein Sohn war in einer ähnlichen Situation.
Er kam in die 1.Klasse und fand ganz schnell viele neue Freunde die auch bei uns in der Siedlung wohnen, die er aber vorher noch nicht kannte, da er in einen auswärtigen Kiga ging. Er spielte wunderbar mit diesen Kindern, egal wieviele sie waren. Kam allerdings ein bestimmter Junge aus der 2.Klasse dazu, animierte dieser alle anderen Kinder meinen Jungen zu ärgern. Zuerst wollte mein Sohn das alleine lösen, aber als das nicht klappte, mischte ich mich ein, weil sie handgreiflich wurden. Ich hab sie mir alle bis auf den 2.Klässler geschnappt und mit ihnen ganz ruhig geredet. Eigendlich wollten sie meinen Jungen ja gar nicht ärgern, das haben sie nur getan, weil der 2.Klässler das so "befohlen" hat. Denn eigendlich sind sie alle gute Freunde. Seit dem Tag haben sich die anderen Kinder gegen den 2.Klässler gestellt, wenn dieser wieder dazu aufforderte meinen Sohn auszuschliessen bzw. zu ärgern. Und kurze Zeit später hörte er damit auf, weil er merkte, das keiner mit macht! Inzwischen spielen ALLE toll zusammen! ;-)

Beitrag von jono 17.03.10 - 08:31 Uhr

Hallo,

ich würde ihm beibringen, sich körperlich zu wehren, ich kann es einfach nicht mehr hören, dass Kinder sich munter verbal wehren sollen und zig mal zur Lehrerin "petzen" gehen (...nichts anderes ist es in den Augen der Übeltäter..), das bestärkt die Schläger häufig noch mehr im Handeln.
Ich kann es auch nicht mehr hören, das auf die sozial "vernachlässigten" Kinder (nichts anderes sind Schläger, Mobber und Co.) Rücksicht genommen werden muss.
Einmal körperlich gewehrt reicht oftmals schon aus, um aus der Opferrolle rauszukommen. Wir hauen zuHause auch nicht und regeln viel in Diskussionen (..auch wenn es dabei laut zugeht) nur, bringt das bei kleinen Schlägern häufig wenig, die haben es nicht anders gelernt. Meiner wird seitdem er es endlich gelernt hat, sich auch körperlich zu wehren, in Ruhe gelassen. Inzwischen muss er nur kurz warnen, sollte es doch noch einmal passieren. Interessant ist, das er das Körperliche nur in seiner Klasse anwendet, auf Spielplätzen, bei Freunden und in Vereinen braucht er das nicht, da stimmt anscheinend das soziale Umfeld und die Struktur. Klar wird da auch gerangelt, aber es fehlt die permanente Aggressivität und das Wollen einem anderen weh zu tun (ich kann es nicht besser ausdrücken...)

Grüsse
Jono