was glabt ihr ist vorgefallen?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von abenteuer 16.03.10 - 21:52 Uhr

Hi
Mein Sohn (4) erzählte mir gestern, dass er von 7 Kindern aus seinem Kindergarten gehauen wurde. Er nannte 4 Namen aus seiner Gruppe und 3 aus den beiden Nachbargruppen.
Laut seiner Aussage hat ein Mädchen angefangen ihn grundlos auf den Kopf zu hauen und die anderen hätten dann mitgemacht. Er sei dann hinterhergelaufen, um sich zu wehren. Sein bester Freund habe ihn auch verteidigt.
Daraufhin hätten die anderen Kinder von der Erzieherin ärger bekommen. Sie soll zu ihnen gesagt haben: "Macht das nie wieder" (mit piepsiger Stimme von meinem Sohn nachgesprochen ;-))

Mein Mann hat die Erzieherin dann heute gefragt, was gestern genau passiert sei. Sie staunte nur und sagte, sie könne sich an keinen Vorfall erinnern. #kratz

Jetzt weiß ich nicht, was wirklich an der Geschichte meines Sohnes dran ist. Aber wieso sollte er soetwas erfinden? #kratz Der Gedanke, dass so viele gegen ihn sein könnten, macht mich irgendwie traurig #schmoll

Sollte seine Geschichte stimmen, dann sind die anderen doch bestimmt nicht grundlos auf ihn losgegangen, oder? Er geht eigentlich sehr offen und freundlich auf andere Kinder zu, wird aber manchmal etwas rücksichtslos, wenn er zu wild tobt. Könnten die anderen (inklusive Erzieherin) es vielleicht nur für ein Spiel gehalten haben?

lg abenteuer

Beitrag von binnurich 16.03.10 - 22:08 Uhr

manchmal geht mit den Kurzen die Fantasie durch. Andererseits ist das fast zu schlüssig erzählt. Meist verstricken sie sich bei ihren Erzählungen doch eher in Widersprüche

Weiß nicht so recht#kratz

Beitrag von unipsycho 16.03.10 - 22:40 Uhr

Ich hab sowas als 7jährige auch mal durchgezogen. Meine Mutter hat mich sogar bis vor die Klassenlehrerin geschleift und sich für mich richtig stark gemacht.
Boah war das ein mieses Gefühl als das Lügengebäude eingestürzt ist...:-(

Beitrag von visilo 16.03.10 - 22:54 Uhr

Ich gebe nicht mehr viel darauf wenn mir mein Sohn sowas erzählt, meist ist es erfunden. Am Anfang haben wir immer noch nachgefragt ob was war aber es hieß immer nein. Wenn ich alles glauben würde was er mir vom Kiga erzählt müßte diese Einrichting geschlossen werden und die meisten Kinder müßten eine Theraphie machen. Ich möchte garnicht wissen was er im Kiga über zu Hause erzählt#schein#schwitz.
Die Erzieher meinten viele Kinder haben eine so große Phantasie das sie oft nicht zwischen Realität und Phantasie entscheiden können.

Lukas hat uns vor einiger Zeit eine sehr genaue Beschreibung von einem Ausflug gegeben die sie angeblich im Kiga gemacht haben. Selbst auf Nachfrage hat er sich in seinen Lügen nicht verfangen. Als wir am nächsten Tag im Kiga nachfragten hieß es wieder - alles nur erfunden.

LG
visilo

Beitrag von mysterya 16.03.10 - 22:54 Uhr

7 gleich... und die Erziehrin erinnert sich an nichts?

Also für mich klingt das schlicht nach einer Kindergeschichte um Aufmerksamkeit zu erregen. Die 7 Kinder hatten sicher besseres zu tun, als alle dein Kind zu hauen. Und die Erziehrin muss Dir sowas sagen, vor allem wenn Du nachfragst.

Finde das was Du schreibst, auch nicht sooo detailiert. Für mich klingts nach ausgedacht.... Ich hab früher auch Geschichten erfunden...zwar nicht solche aber ich glaube das macht jedes Kind mal... was erfinden um eben im Mittelpunkt zu sein.

Beitrag von fascia 17.03.10 - 10:07 Uhr

Hallo abenteuer,

eventuell kannst Du ja mal ganz beiläufig den kleinen Freund darauf ansprechen.
Er wäre derjenige, der bei der Geschichte (wahr oder unwahr) eine Rolle spielte, mit der er sich nicht verstecken müßte. Er würde sie sicher bestätigen, falls sie wahr wäre.


Ich bin auch ein friedliebendes Kind gewesen. Trotzdem (oder deshalb) wurde ich im Kindergarten und später in der Grundschule ziemlich angegriffen. Im dritten Schuljahr hatte ich es dann schon mit sechs Jungs zu tun, meist gleichzeitig. Im Kindergarten waren es nur drei. (Die waren mir leider in der Schuler "erhalten" geblieben.) Auch außerhalb der Schule hatte ich diese Pest am Hals, zuletzt hatten sie gelegentlich ein Messer dabei. Insgesamt waren sie sehr brutal, schon im Kindergarten. Also wurde ich es auch. Damit ich mich befreien konnte.
Der Witz daran ist der: Ich hab es nie erzählt. Niemandem. Erst als ich 16 war. Meine Mutter ist aus allen Wolken gefallen: Warum ich das damals nie gesagt hätte? Ich habe keine Ahnung. Ich bin sicher, meine Eltern hätten mir geglaubt. Obwohl ich nie jemanden provozierte, hab ich mich doch irgendwie schuldig an dem Ärger gefühlt. Einfach, weil ich eben da war. Ich sah keinen Sinn darin, es zu erzählen.

Meine Geschichte ist vielleicht ganz anders, als die von deinem Sohn. Ich will eigentlich nur sagen: Kindergedanken sind ziemlich erstaunlich.

Viel Glück, fascia.

Beitrag von fascia 17.03.10 - 10:24 Uhr

Ah ja, ein Zusatz noch:

Diese Auseinandersetzungen waren rohe Gewalt und nicht zu übersehen.

Das konnte man nicht mit einem Spiel verwechseln.

Bis heute kann ich es nicht verstehen, dass niemals ein Erwachsener dazuwischen gegangen ist.


Weil die Erwachsenen nix mitkriegen (wollen), taugen für mich ihre Aussagen seither kaum mehr als Indiz für den Wahrheitsgehalt einer kindlichen Geschichte.

Die Erzieher in Eurem Kindergarten, möchte ich damit auf keinen Fall diskreditieren - sie sind hoffentlich ganz anders.

f.

Beitrag von 32und3 17.03.10 - 10:29 Uhr

Hallo,
ich habemein Kind aus dem KiGa genomen, weil sie mir eine "Horrorstory" erzählt hat, die sich als wahr herausstellte. Mein ganzes Dorf hier ist deshalb in Aufruhr.

Was ich damit sagen will: ich glaube erstmals immer meinem Kind!
Mein nächster Schritt ist, mein Kind ein bisschen zu "kitzeln". Bei meiner 3-jährigen klappt das sehr gut. Ich frage z.B. "Ich rufe da jetzt an und frage nach."
Wenn sie gelogen hat, schreit sie schnell:"Nein".
Und dann forsche ich bei anderen nach. Die Erzieherin ist natürlich der 1. Schritt. Aber wenn dich der nicht befriedigt hat, würde ich vielleicht nochmal bei den Kindern fragen, z.B. seinem Freund, der ihm geholfen hat. Oder vielleicht kann seine Mama ihn nochmal ausquetschen.

Dass du traurig bist, verstehe ich gut. Ich bin auch traurig, wenn meine täglich aus dem KiGa kommt und sagt:"Ich habe noch keine neue Freundin."

Wenn die Geschichte stimmt, und es öfter passiert, würde ich auch weiter überlegen, denn auch schon im KiGa kann "Mobbing" schaden. Solche Kinder kommen nachher in der Schule direkt wieder in so eine Rolle.

Aber erstmal nochmal nachfragen. Und sonst abwarten und Deinen Sohn bestärken, dir in Zukunft auch alles zu erzählen. Und es ist ja schön, dass er dort einen so guten Freund hat!!!!! Das ist viel wert.

Liebe Grüße