Brauche dringend Rat....Labrador

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von engelche3805 17.03.10 - 09:55 Uhr

Guten morgen liebe Tier-Freunde.....

ich habe ein oder sogar zwei riesen Probleme mit unseren Labbi Spike (bald 2 Jahre)....Mittlerweile geht er an der Leine schon besser dank Halti....Das Problem ist Begegnungen mit anderen Hunden, er macht wie irre zerrt mich darum usw...er will dann zu dem anderen (Spielen,Schnüffeln)
Wir waren anfangs in der Hundeschule, leider zu früh aufgehört und das erlernte schleifen gelassen.....
Nun waren wir heute in einem Hundeverein um an diesen Problem zu arbeiten (was soll ich sagen, es war die reinste Katastrophe)
Ich bin fix und alle, würde in diese Richtung so gern weiter mit ihm üben aber ich packe es kaum noch ihn zu halten in so einer Situation (muss dazu sagen, dass ich im 6 Monat schwanger bin) habe große Angst das von der Zieherei noch irgendwas passiert..............

2 Problem....er joggelt fremde Leute am Bein, ich unterbinde dies sofort....auch bei Hündinnen will er immer hinten drauf....
Ist das nun eine Art Dominanzverhalten oder ist er heiss.....
Bin da echt ratlos und tendiere schon zu einer Kastration....

Was meint Ihr, kann mich jemand aufbauen, hab das Gefühl auf ganzer Linie versagt zu haben........

LG Yvonne mit Spike

Beitrag von babyjoker 17.03.10 - 10:00 Uhr

kastration bewirkt aber nicht das sich eure probleme ändern :( das anspringen würde er dennoch machen ...

ich würde weiterhin immer auf den hundeplatz gehen er ist 2 jahre alt und noch jung er wird schnell lernen wer bei euch das "sagen" hat ....

Beitrag von windsbraut69 17.03.10 - 10:07 Uhr

Ne Kastration wird die fehlende Erziehung nicht ersetzen.
Ihr solltet dringend Arbeit investieren, bevor sich sein Verhalten noch weiter festigt.

Ich denke übrigens nicht, dass sein Verhalten sexuelle Ursachen hat, er versucht eben einfach, seinen Rang zu festigen, da er keine Grenzen erfährt.

Beitrag von glu 17.03.10 - 10:08 Uhr

Na der hat Dich voll im Griff!

Geh weiter auf den Hundeplatz, anders wird das nichts!

Wenn Du erstmal mit Kinderwagen unterwegs bist wird das ja nicht besser da sollte er dann spätestens leinenführig sein!

lg glu

Beitrag von booo 17.03.10 - 10:24 Uhr

Wenn ihr ja schon in der Hundeschule wart, frischt ads erlernte auf und macht hinne, bevor das Baby da ist

LG Boo mit ähnlichem Problem

Beitrag von engelche3805 17.03.10 - 10:24 Uhr

Danke für Eure Antworten...

von einer Kastration bin ich auch nicht begeistert....würde dies auch erst mit meinem TA absprechen...viel sagen ja, angeblich würden sie danach ruhiger werden, was totaler Quatsch ist.....
Das joggeln bei fremden, denke ich dass das reines Dominanzverhalten ist...aber bei Hündinnen?? da bin ich mir sehr unsicher...
Ich bleibe hinten dran und hoffe das wir was erreichen....
Bei meinem Partner gibt es diese Probleme ganz und gar nicht, da hört wie er eine eins....

Ich bin das Problem, weil ich wahrscheinlich in vielem zu nachlässig war........

LG

Beitrag von windsbraut69 17.03.10 - 10:25 Uhr

"Bei meinem Partner gibt es diese Probleme ganz und gar nicht, da hört wie er eine eins.... "

Ja, da hast Du doch die Lösung!

Gruß,

W

Beitrag von engelche3805 17.03.10 - 10:28 Uhr

Lösung ??
steh gerade auf dem Schlauch.....

Beitrag von booo 17.03.10 - 10:41 Uhr

>>>Ich bin das Problem, weil ich wahrscheinlich in vielem zu nachlässig war........ <<<

Bei einem Freund funktioniert es ja. Also liegt es an dir. Nicht am Hund.

Beitrag von windsbraut69 17.03.10 - 11:36 Uhr

Ja, ne Kastration ist schon mal sinnlos, wenn Dein Mann keine Probleme mit dem Hund hat...

DU mußt an DIR arbeiten bzw. Du mit dem Hund :)

Beitrag von engelche3805 17.03.10 - 12:11 Uhr

Achso, ja klar liegt es mir, hab ja geschrieben das ich zu nachlässig war.....ich gebe dem Hund an dieser Situation ganz und gar nicht Schuld.....
Ich habe bei solchen Vorfällen nicht richtig reagiert und somit hat Spike das übernommen....

Mit der Kastration meine ich wegen anderen Hündinnen, er geht halt hinten drauf, dass macht er auch wenn mein Partner mit ihm unterwegs ist....
Deshalb fragte ich ja ob er heiss ist oder es generell ein Dominanzproblem ist....

LG

Beitrag von windsbraut69 17.03.10 - 13:01 Uhr

Ja, solange er nicht allein ist mit fremden läufigen Hündinnen, würde ich ihn deswegen nicht kastrieren lassen.
Das wird verboten und gut ist.

Gruß,

W

Beitrag von cloud07 17.03.10 - 11:02 Uhr

Ich finde es gut das du einsiehst das ihr dringend etwas tun müsst.

Du schreibst selbst das es mit deinem Partner keine Probleme gibt- ganz klares Zeichen dafür das bei dir und dem Hund etwas schief läuft.
Das Problem sitzt meistens nicht nur in der beschrieben Situation sondern in eurem Alltag.
Beschreib doch mal folgende Situationen und Gegebenheiten:
- Wo schläft der Hund (Ort, Zimmer, Übersicht die er Hat)
- Wie füttert ihr
- Was ist wenn der Hund im Weg liegt/steht
- Wie ist der hund im Spiel zu dir/deinem Partner

Oft sieht man hier schon die Ansätze.

Wichtig ist das du nun das Verhältnis klärst.
Ich würde anfangen damit dem Hund seine ration nur noch nebenbei aus der Hand zu füttern. Grade Labbis sind verfressen und er wird das Ziehen schnell lassen wenn er merkt das es dann was zu fressen bekommt (und sonst ja nichts mehr)
Auf der anderen Seite solltest du die Hundekontakte bestimmen. Zieht er bleibst du stehen bzw. gehst in die entgegengesetzte Richtung. Er wird sich schnell korrigieren wenn er merkt nur an nicht straffer Leine kommt er zum Ziel.
Ganz wichtig ist das du übst das er "bei Fuß" läuft. und zwar bedingungslos. Das erfordert Gedult und Konstanten Üben.

Nächste Frage ist; wie oft läuft er ohne Leine ( im Kontakt mit anderen Hunden)?
Was machst du um ihn auszulasten (DEnke da z.B. an Dummyarbeit, Fährten..)?

Das mit dem Aufreiten auf Menschen ist klare Dominanz, du hast nen Rüden im besten Mannesalter,der scheinbar nur selten von den Menschen in seiner Umgebung gemaßregelt wird.
Es hilft wenig das du ihn Maßregelst. Such dir Leute die sich auskennen (Vom Hundeplatz?!) und geh absichtlich in die Situation in der er rammelt. Die sollen ihn dann ordentlich das wort zum Sonntag sagen. Er soll ruhig mal zusammenfahren, hauptsache er lernt "So geht das nicht".
Bei anderne Hunden wirst du nicht viel tun können, das müssen die selbst regeln. Irgendwann wird er schon an ne Hündinn kommen die sich das nicht gefallen lässt.

Beitrag von booo 17.03.10 - 11:10 Uhr

>>>Such dir Leute die sich auskennen (Vom Hundeplatz?!) und geh absichtlich in die Situation in der er rammelt. Die sollen ihn dann ordentlich das wort zum Sonntag sagen.<<<

Dann erreichst du nur, dass der Hund schon recht früh abwägt, bei wem er es machen kann und bei wem nicht. ;-)

Beitrag von cloud07 17.03.10 - 11:52 Uhr

Wenn du glück hast lässt er es auch einfach sein weil es ihm keinen "Spaß" mehr macht, das beispiel hatten wir selbst schon! Besser als ihn machen zu lassen und zu hoffen das es von selbst aufhört!

Beitrag von windsbraut69 17.03.10 - 11:54 Uhr

Die einfachste (und zielführendste) Lösung ist doch aber, dass SIE im zeigt, wo es lang geht.
Bei ihrem Partner macht er das Theater ja auch nicht....somit würde ich nicht davon ausgehen, dass ein Dritter da was ändern wird.

Beitrag von booo 17.03.10 - 11:59 Uhr

Selbst wenn bringt es in der Hinsicht nichts, dass er auf sie pfeift.

Er wird so lange nicht die Lust verlieren, wie er weiß er hat be ihr Narrenfreiheit. Und das 1 mal die Woche auf dem Platz zu üben bringt nix, wenn er 6 andere Tage die Woche narrenfreiheit hat.

Beitrag von farina76 17.03.10 - 11:18 Uhr

Für mich hört sich das so an als hört der Hund null auf dich.

Wie ist es denn wenn du ihn laufen läßt? Läßt er sich von dir abrufen?

Ich würde vielleicht mal ein paar Stunden bei einem privaten Hundetrainer nehmen der dir erklären kann wie du dich auch im Alltag am besten verhälst und so weiter. Und parallel dazu in die Hundeschule und viel üben.

Prinzipiell würde ich jetzt schon mal zu Hause anfangen ihn bißchen zurück zu stellen. Lass dich nicht zum streicheln oder sonst was auffordern. Spiel mit ihm nur wenn du Lust hast. Schubs ihn auch mal auf die Seite wenn er dir im Weg steht. Und viel ignorieren.

Und setz deinen Willen durch. Wenn du gerade etwas nicht möchtest was er macht dann setz dich durch. Nicht irgendwas, sondern direkt das was dich nervt. Nervt er dich z.B. in der Küche, dann schick ihn raus und zwar konsequent. Und dann nie nie nie wieder nachgeben. Der merkt das ganz genau wenn du was nicht willst aber es trotzdem durchlässt. Ist garnicht wichtig was es ist. Wenn es dich nicht stört dass er auf der Couch ist kann der da auch bleiben. Stört es dich aber wenn er auf deinem Lieblingsteppich liegt dann unterbinde das.

Genauso Futter. Fütter wenn du denkst er sollte Futter bekommen. Nicht wenn er denkt er sollte es bekommen. Dein Wille zählt. Du gibst den Zeitplan vor wann was gemacht wird, dazu gehört natürlich auch schmusen spielen und so weiter. Aber nicht wenn der King das will sonder wenn du das willst. Und du kannst ruhig mal barsch werden. Wenn er nervig wird dann schubs ihn ruhig mal weg und werde grummelig. Und wenn ers nicht kapiert muß der nächste Schubs eben heftiger sein.

Vom Halti halte ich persönlich übrigens nix. Wenn du nicht willst das er zieht dann lass ihn nicht. Ich würde keinen Schritt mehr gehen wenn er zieht. Basta. Und wenn du 2 Wochen lang nur noch 10 Meter Gassi gehst, es wird nicht gezogen, so gehts nicht. Du willst das nicht und dann wird das auch nicht gemacht. Genauso mit dem pöppeln an der Leine. Ich habe es bei meiner teilweise so gemacht dass ich sie an einen Baum gebunden hab und bin dann zu dem Hund hin und hab ihn gestreichelt. Wenn sie ruhig war und natürlich nur auf mein Kommando durfte sie dann auch zu dem Hund. Auch so, Hundebegegnungen nur auf mein O.K.. Heißt nicht ich geh jetzt zu jedem Hund hin bevor mein Hund hin darf. Aber ich habe es ne ganze Zeitlang so gemacht dass meine Hunde erst zu mir mußten bevor sie nen Hund begrüßt haben. Mittlerweile schauen sie mich oft nur an wenn ein Hund kommt. Und ich ruf dann schon von weiten O.K. wenn ich es O.K. finde. Aber so hab ich situationen immer im Griff. Manchmal sieht man ja schon von weiten, oh da könnte es aber krachen wenn die sich begegnen. Dann lass ich meine Hunde lieber bei mir. Selbst wenn der andere Hund dann nicht hört und her kommt hab ich die Sache besser im Griff als wenn sie 200 Meter von mir stattfindet.

Viel Glück!

Beitrag von kja1985 17.03.10 - 12:38 Uhr

Ist eigentlich ganz einfach. Erstens solltest du ihn an der Leine grundsätzlich nicht mehr zu anderen Hunden hinlassen und zweitens solltest du ihn nirgendwo mehr hinlassen solange er zieht. Wenn er zieht bleibst du stehen und schlägst wurzeln. Du gehst nur weiter mit lockerer Leine. Wenn sie locker ist sofort loben und belohnen.

Außerdem würde ich dem Hund beibringen hinter dir zu gehen. Zuerst machst du das in der Wohnung, zeigst hinter deinen Rücken und sagst "hinter" und belohnst ihn wenn er das ausführt. Danach die Übung nach draußen verlegen und dann während des Laufens. Wenn er dich überholt zu ihm drehen und zurückdrängen. So kannst du ihn bei Hundebegegnungen besser kontrollieren und er fühlt sich nicht verantwortlich dafür die Begegnung zu managen.

Beitrag von germany 17.03.10 - 13:48 Uhr

Hallo,

mit meiner Hündin (fast 2) hatte ich das Problem auch mit dem hinzerren zu anderen Hunden usw. Ich hab sie dann immer abgelenkt und gelobt wie blöde wenn sie brav wa. Mittlerweile haben wir es im Griff.

Das er anderen ans Bein springt ist ganz klar eine Dominazgeste, auch bei Hündinnen,d enn Rüden werden nicht "Heiß" Sie besteigen rangniedere Tiere um zu zeigen wer der Boss ist, es sei denn die Hündin ist grad Läufig, dann weißt du ja woran es liegt..

Er müsste nur an einen Hund kommen der sich das nicht gefalllen lässt, dann lässt er es vielleicht,was ich aber nicht zu 100% sagen kann.

Ich würde dennoch wegen eienr Kastration fragen, weil ich jetzt nicht sagen könnte das er keine Prostataprobleme bekommt. Frag einfach mal deinen Tierarzt. Mein Rüde ist nur steriliesiert, weil wir ja noch eine Hündin hier haben und wir auch nicht kastrieren lassen wollten,was bei euch aber unnötig wäre.

Und eine Kastration ist eben auch keien Garantie das er sich dann ändert. Am besten wäre es wenn ihr mit einem Hundetrainer übt. Oder hat er Spielzeuge die er über alles liebt wie eienn Ball z.B.? Dann könntest du den zum spazieren mitnehmen und ihn damit ablenken wenn ein anderer Hund kommt. Wenn er brav war, bekommt er ihn. Zerrt er, gehst du in die andere Richtung usw. Er muss lernen das er nicht mit gezerre ans Ziel kommt.


lG germany