Kennt sich jemand mit (Dick)darmkrebs aus?

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von jessica.g1 17.03.10 - 12:45 Uhr

Hallo,

ich hätte eine Frage die eher auf meinen Mann zutrifft.

Seine Mutter ist bereits vor ein paar Jahren an Dünndarmkrebs gestorben. Jetzt vor ein paar Wochen bekam sein Vater die Diagnose das er Dickdarmkrebs hat. Ihm wurden 20-25cm vom Darm entfernt. (Ist das sehr viel? Genesungschancen?) Er lebt im Ausland und da sagen ihm die Ärzte leider nicht viel, und ich selber kenne mich garnicht aus...

Meine eigentliche Frage wäre, wie es denn mit den Vorsorgeuntersuchungen aussieht da er ja quasi gefährdet ist. Übernommen werden die Kosten erst ab einem bestimmten Alter. Er ist 31...gibts da Sonderregelungen? Sein Zwillingsbruder leidet unter Collitis ulcerosa (chron. Darmentzündung) und macht jetzt auch eine 3-jährige Tablettentherapie.


Danke schonmal und liebe Grüße

Beitrag von heffi19 17.03.10 - 12:49 Uhr

Bereits wenn EIN Elternteil an Darmkrebs erkrankt, kann ein Angehöriger die Möglichkeit nutzen, regelmäßige zur Darmspiegelung zu gehen, man sollte dabei min. 10 Jahre vor Erkrankungsbeginn des Erkrankten beginnen (was für ein Satz).

Der Dickdarm hat beim Erwachsenen ca. 1,5m, also 20-25cm sind da jetzt nicht so viel, allerdings hängen die Genesungschancen wohl weniger davon ab wieviel entfernt werden muss sondern was jetzt noch folgt und ob es bereits Metastasen gibt!? Man kann es also pauschal nicht sagen...

Beitrag von myimmortal1977 17.03.10 - 13:14 Uhr

Wenn man familiär vorbelastet ist, übernimmt die KK auch schon eher die Vorsorgeuntersuchungen.

LG Janette, deren Vater auch an Darmkrebs verstorben ist.

Beitrag von swety.k 17.03.10 - 14:13 Uhr

Hallo Jessica,

mein Exmann hatte auch Darmkrebs. Ihm wurden auch etwa 25 cm Darm entfernt. Das war vor fünf Jahren, bisher ist der Krebs nicht wieder aufgetreten und er gilt jetzt, wo fünf Jahre um sind, als geheilt. Es kommt aber drauf an, in welchem Stadium der Krebs war, als er entdeckt wurde. Sind Lymphknoten befallen? Metastasen? Gibt es so eine Art Tumorformel? Die könnte so aussehen: T2 N0 M0 G2. Anhand der kann man so einigermaßen ablesen, wie weit der Tumor war. Wenn Du magst, kannst Du mich dazu gern per VK anschreiben, ich habe mich vor ein paar Jahren (leider) viel mit dem Thema beschäftigt.

Zur Vorsorge muß mein Exmann weiterhin jedes Jahr und die zahlt auch die Krankenkasse. Für unsere gemeinsame Tochter wird die Kasse die Vorsorgeuntersuchungen ab dem 18. Lebensjahr übernehmen. Dein Mann könnte also sofort zum Arzt und eine Vorsorgeuntersuchung machen lassen. Das würde ich auch sehr empfehlen. Darmkrebsvorstufen können sehr leicht entfernt werden, was verhindert, daß es schlimmer wird.

Alles Gute für Deinen Schwiegervater.

Liebe Grüße von Swety