Ich weiß nicht mehr weiter...Tochter 2 Jahre

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von ela06 17.03.10 - 12:59 Uhr

Hallo zusammen,

meine Tochte wird in 4 Wochen 2 Jahre alt und ist im Grund ein ganz liebes Mädchen.

Jedoch hat uns die Trotzphase voll im Griff und es wird immer schlimmer.

Sie will sich z.b. oftmals ihre Jacke nicht anziehen lassen wenn wir raus wollen und brüllt und tritt dann und schmeißt sich auf den Boden.
Wenn ich sie ausspinnen lasse kann sowas schonmal 10 minuten dauern darauf habe ich aber nicht immer Lust und manchmal dafür auch keine Zeit.

Allgemein hört sich auch im moment auf kein einziges Wort von mir.
Ich bekomme grundsätzlich nur "nein" als Antwort.

Gestern hat sie z.b. 3x ihren Becher mit Saft mit voller absicht über den Esstisch ausgeleert und findet das dann noch total super.
Ich schimpfe dann natürlich weil ich genau gesehen habe das sie das extra gemacht hat. Sie hat ihn hochgehoben und so richtig schön langsam umgedreht.

Jetzt trinkt sie eben wieder aus ihren Trinkflaschen und der Becher ist erstmal ne Zeitlang weg.

Dann habe ich gestern abend die Nudeln abgeschüttet und im selbem Atemzug schüttet sie die ganze Dose mit den Salzstangen aus in der Küche und läuft über die ganzen Salzstangen. Wieder mit voller absicht.

Nach dem essen geht sie zielstrebig auf ihre Kindermöbel zu und schmeißt mit voller Wucht mit Absicht den Kinderstuhl um der laut scheppernd auf dem Parkett landet.

Wenn wir draußen sind und sie plötzlich stehen bleibt und sich ewig lange nicht mehr bewegt und sie bitte zu mir zu kommen bzw. weiter zu laufen reagiert sie entweder erst gar nicht, antwortet mit "nein" oder läuft in eine andere Richtung.

Gestern abend beim Zähneputzen gab es auch einen riesen Aufstand. Sie wollte einfach keine Zähne putzen, obwohl sie das sonst gerne mag, und wollte einfach nicht auf ihrem kleinen Tritt am Waschbecken stehen bleiben sondern hat sich wütend auf den Boden geschmissen und gebrüllt und um sich geschlagen.
Habe sie dann ausspinnen lassen und es wieder versucht.
Gleiches spiel.
Beim dritten mal habe ich sie dann einfach gepackt und ihr die Zähne geputzt während ich sie unter dem Arm geklemmt hatte. Den Mund hatte sie ja offen weil sie so gebrüllt hat.

Heute morgen waren wir draußen. Als ich mit ihr wieder reingehen wollte schmeißt sich sie unten vor die Haustüre und bleibt dort liegen.
Habe es zuerst toleriert aber irgendwann dann wurde ich sauer und habe sie die Treppen hochgeschleift.

Beim Händewaschen war das gleiche Theater wie gestern beim Zähneputzen.

Ich weiß mir in so vielen Situationen einfach nicht zu helfen bzw. weiß manchmal nicht wie ich mich richtig konsequenz zu verhalten habe.

Ich weiß das es die Trotzphase ist, möchte eigentlich gar nicht hören das das normal ist und nur noch schlimmer wird sondern ich hätte gerne Hilfe wie ich mich in solchen Situationen richtig verhalten soll.

lg und vielen Dank
Sabrina

Beitrag von metalmom 17.03.10 - 13:16 Uhr

Hi!
Hach, lange ist`s her.... #verliebt
Ich hab diese Phasen mit einer ordentlichen Portion Humor, mit viel eingeplanter Zeit und mit viel Konsequenz sehr gut überstanden.
Will sich nicht anziehen? Ok, dann halt ohne Jacke, Mütze etc. raus und fein frieren. Das wird sie sich merken.
Kippt den Saft um? Dann darf sie es sauber machen und es gibt erstmal NIX mehr, auch nicht aus der Flasche. Durst scheint sie ja nicht gehabt zu haben.
Zertrampelt Salzstangen? Dann darf sie das auffegen. Kann sie das nicht, wird sie in ihr Zimmer gebracht bis man den Saustall gereinigt hat.
Zähneputzen muss sein, macht sie es freiwillig nicht, dann muss man halt zu anderen Methoden greifen. Das machst Du richtig.
Nur dieses Auf-den-Boden-werfen, das muss man aussitzen. Am besten ganz gelangweilt daneben stehen und in `ner Zeitschrift blättern. Nach dem Motto: "Dein Theater interessiert mich einen Scheiß.".
Natürlich hat man manchmal keinen Bock auf dieses Rumgezicke. Aber es ist wichtig. Also plane einfach mehr Zeit ein, dann hast Du auch nicht so einen Druck.
Gute Nerven wünsche ich,
Sandra

Beitrag von astroflocke 18.03.10 - 00:41 Uhr

Ich kann nichts weiter hinzufügen !

#pro

Beitrag von jazzbassist 17.03.10 - 13:50 Uhr

Am einfachsten ist die Trotzphase zu überstehen, wenn man Geduld hat. Die kann man leicht zurückgewinnen in dem man einfach 10-15 Minuten mehr einplant, in der ein Kind trotzen könnte. Wenn Sie um 8:00 das Haus verlassen müssen, machen Sie das schon um 7:45 und schon kann ein Kind in Ruhe trotzen und die Mama kann ruhig bleiben; das ist nämlich das einzige, was ein Kind hier hilft, sich wieder schneller beruhigen zu können. Eine Mama, die versucht, ein Kind hierzu trösten, streut nur noch mehr Salz in die Wunde; selbiges gilt für’s schimpfen. Wenn ihre Tochter dann doch nicht trotzt, ist es auch nicht schlimm - lesen Sie einfach ein schönes Buch, wenn Sie früher angekommen sind. Das ist dann plötzlich wieder total entspannend.

Wenn Sie Ihre Jacke nicht anziehen will, ist das in Ordnung. Nehmen Sie die einfach solange, nehmen Ihre Tochter am Arm und verlassen das Haus. Die wird sich ganz von alleine melden, wenn sie die Jacke dann doch lieber anziehen möchte. Eigentlich ist das genau so banal, wie es klingt. Geben Sie hier einfach ihren Willen – Thema erledigt.

Wenn sie den Becher absichtlich umschüttet, ist der Trick hier, den Becher einfach wegzunehmen. Thema erledigt - dann spart man sich, dass ein Kind das noch 2 Mal mehr macht. Das Kind sollte den Schaden natürlich selbst beheben. Außerdem ist es für ein Kind ja auch nicht so toll, plötzlich kein Trinken mehr zu haben. Diese Erkenntnis reicht einem Kind, festzustellen, hey: Wenn ich auf Mama höre, darf ich zwar den Becher nicht umkippen, ihn aber zumindest behalten. Wenn ich nicht auf Mama höre, kann ich den Becher auch nicht umkippen (Da ich ihn nicht bekomme) aber darf auch den Becher nicht behalten. Also ist es besser, hier auf Mama zu hören. Eigentlich dreht sich das Verhalten von 2-Jährigen oftmals um genau diese Erkenntnis: Die wollen hier auf Grenzen stoßen und schimpfende oder drohende Mamis sind keine Grenzen – sie sind einfach nur lustig. Das ausschimpfen ändert nämlich nichts daran, dass sie einen Becher noch ein 2. Mal umkippt. Das erreichen Sie nur, in dem Sie ihr den Becher wegnehmen. Bei normaler Entwicklung sollte ein Kind die etwa bis zum 30. Lebensmonat verstanden haben, dass, wenn die Mami etwas sagt, sie sich darauf verlassen kann, dass es auch wirklich eintritt.

Mit dem Benehmen in der Küche eigentlich das gleiche Spiel. Wenn Sie mit der Mama zusammen „kochen“ möchte - beziehen Sie sie einfach - so weit möglich, in den Prozess mit ein. Wenn Sie sich dabei nicht an Ihre Spielregeln hält, muss sie halt mal ein paar Minuten eine kleine Auszeit nehmen. Auch das ist für ein Kind nicht mehr als eine Grenze - auch wenn die bei den ersten 2-3 Mal je nach Kind wirklich in einem Machtkampf enden kann. Das ist aber nicht schlimm - im Regelfall können sich Erwachsene noch ganz friedlich gegen 2-Jährige durchsetzen. Man muss eigentlich nur ganz #cool bleiben und sich nicht anmerken lassen, dass man gleich an die Decke springt. Selbiges geht für das grundlose Frust-ablassen am Kinderstuhl. Wenn Sie das macht, muss sie eine kleine Auszeit nehmen und danach den Stuhl wieder aufheben und ordentlich hinstellen.

Wenn Sie draußen nicht auf Sie hört, finde ich das je nach Situation ziemlich gefährlich. Selbst auf den ersten schein ungefährliche Umgebungen können sich schnell mal zu einer Gefahrenzone entwickelt. Schränken Sie ihr hier einfach den Bewegungsradius ein, in dem Sie sie an die Hand nehmen. Thema erledigt - sie kann nicht mehr wegrennen. Leider kann sie auch ihre Umgebung nicht mehr so erkunden, wie ihr das lieb ist. Das wird sie motivieren, sich an ihre Regeln zu halten. Da es immer noch besser ist, in Mamas Nähe zu bleiben und auch auf sie zu hören, als an Mamas Arm die Welt nur im Umkreis von 30 Zentimetern erkundigen zu können. Wenn Sie hier zu anstrengend wird, würde ich sie mal wieder in den Kinderwagen packen.

Beim Zähneputzen hilft auch nur Geduld; ich würde ihr nicht die Zähne putzen, wenn sie sich schreiend zur Wehr setzt – hier ist einfach das Verletzungsrisiko zu groß. Selbst wenn Sie sich dann 2-3 Mal auf den Boden schmeißt, ist das eigentlich nur ein Zeichen, dass ihre innere Gefühlswelt gerade zusammenbricht, weil sie nicht bekommt, was sie will. Das wird sie aber schnell lernen, lassen Sie sie austrotzen, trösten Sie sie danach und sagen Sie ihr einfach, dass die Mami sie immer noch lieb hat, auch wenn sie sich jetzt die Zähne putzen lassen muss. Auch beim Hände Waschen oder vor die Haustür schleifen – Sie ist in so einem Zustand schlechtweg nicht kommunikationsfähig. Ihnen bleibt hier nichts anderes übrig, als entweder zu warten, oder sie selbst ins Haus zu tragen. Sie brauchen dafür auch nicht mit ihr zu schimpfen, sie kann für dieses Verhalten nämlich ziemlich wenig.

Eigentlich ist das alles ziemlich banal – aber – mehr ist bei der Erziehung einer 2-Jährigen nicht nötig. Wenn Sie merken, dass eine bestimmte Sache immer und immer wieder schief geht, würde ich einfach versuchen, daraus ein Ritual zu machen. Das gibt Kindern Sicherheit und hilft, damit sie kooperieren. Wenn mal die Möglichkeit besteht, ihr eine Alternative anbieten zu können, würde ich ihr einfach mal die Alternative anbieten aber dann auch nicht mehr weiter auf Diskussionen eingehen. Entweder entscheidet sich ihre Tochter für eine dieser beiden Alternativen oder die Mama entscheidet für sie. Ansonsten hilft einfach nur, konsequent zu sein. Kippt sie den Becher um, kommt der Weg. Alles andere würde hier einem Kind die Sicherheit nehmen, die es braucht, um über diese Phase hinwegzukommen. Was lernt ein Kind davon, einen Becher, den es umgekippt hat, wieder voll zurückzubekommen? Selbst wenn die Mama dabei schimpft, lernt das Kind daraus nur: „Ich kann den Becher umkippen und Mama kann nichts dagegen machen.“ Diese Inkonsequenz verlängert dies Phase beliebig.

Beitrag von hanni123 17.03.10 - 13:53 Uhr

Huhu,

Du überschätzt Deine Tochter (was die Fähigkeit angeht, in die Zukunft zu denken und die Konsequenz von ihren getroffenen Entscheidungen abzuschätzen). ;-) Sie ist noch nicht einmal zwei Jahre alt, und sie hat erst vor kurzer Zeit entdeckt, dass sie überhaupt eigene Entscheidungen treffen kann, und mit diesen Entscheidungen etwas bewirken kann. Ausserdem wird sie immer selbstständiger und möchte immer mehr Dinge alleine machen. Und eben Dinge, die sie nicht so gerne macht, nicht machen.

Genau das tut sie jetzt auch (Entscheidungen treffen), und will einfach erfahren, was dabei passiert. Sie will Dich dadurch nicht ärgern, aber sie findet Deine Reaktion interessant, und will herausfinden, ob die Entscheidung, die sie gerade getroffen hat (Saft ausschütten, stehenbleiben,...) immer zur gleichen Reaktion führt, was es für Auswirkungen hat, etc.

Deine Reaktionen zeigen ihr, dass sie mit ihren Entscheidungen tatsächlich Einfluss hat, nämlich, dass Du schimpfst und Dich ärgerst. Sie bekommt dadurch Aufmerksamkeit, die sie in dem Moment vielleicht anders nicht hätte.

Was in dem Alter immernoch gut hilft, ist ablenken. Kinder haben eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne, und wenn sie gerade mal keine Lust zum Zähneputzen hat, würde ich einfach etwas ganz anderes machen, und in 3 min hat sie vergessen, dass sie ja eigentlich gerade beschlossen hatte, sich nicht die Zähne putzen zu wollen.

Die Treppen hochschleifen etc. habe ich auch schonmal gemacht, als ich wirklich SEHR genervt war, oder beim besten Willen keine Zeit hatte, aber auf Dauer ist das in meinen Augen die falsche Methode. Dadurch lässt man sich auf das Machtspielchen ein und spielt auch noch seine Überlegenheit aus, sie verliert also, eigentlich klar, dass der Trotz dann erstmal verstärkt zum Vorschein kommt.

Ich würde einfach die Wichtigkeit und Bedeutung aus diesen Situationen herausnehmen, damit sie diese Mechanismen nicht dazu verwenden kann, Dich zu steuern.

Wenn mein Sohn nicht mehr laufen will, dann sage ich sowas wie "Guck mal, wie stachelig die Blätter von diesem Strauch sind!" oder "Ich springe über 3 Pflastersteine auf einmal, das kannst Du sicher noch gar nicht, oder?", und schon hat er vergessen, dass er gar nicht laufen wollte. Zu 95% funktioniert das sehr gut.

Im Bad sage ich nicht "So, jetzt waschen wir das Gesicht" (mag er nicht so gerne), sondern ich frage "welchen Waschlappen sollen wir nehmen?" und wenn er einen auswählt, hat er praktisch schon die Zustimmung zum Waschen gegeben. ;-)

Die Devise ist also: ruhig bleiben und nicht ärgern lassen. Sich Zeit nehmen, sie auch mal Dinge ausprobieren zu lassen, ohne ungeduldig zu werden.

In einem Jahr wird sie ganz andere Kaliber auffahren, warte nur... :-p

LG

Hanna

Beitrag von p.sylvie 17.03.10 - 15:04 Uhr

Hallo
Recht witzig wird es wenn du ihr genau die Dinge verbietest, von denen du möchtest dass sie es tun soll...
Ist zwar nicht besonders pädagogisch, hilft aber bei Zeitmangel in der Schnell über die Schlimmsten Krisen hinweg,
Ansonsten: konsequent und hart bleiben, schnell sein, 100 Augen haben- auch auf dem Rücken und Eingreifen wenn es notwendig ist, oder ignorieren wenn sie zu doll tobt.
Es wird besser werden#schein
Lg

Beitrag von aliciakommt 17.03.10 - 20:11 Uhr

Wie du dich in den Situationen "richtig" verhalten "sollst" wird dir hier niemand sagen können #liebdrueck

Meine Tochter ist 17 Monate, hat die gleichen Allüren, mich stresst das aber nicht.

Du schreibst:

"Sie will sich z.b. oftmals ihre Jacke nicht anziehen lassen wenn wir raus wollen und brüllt und tritt dann und schmeißt sich auf den Boden.
Wenn ich sie ausspinnen lasse kann sowas schonmal 10 minuten dauern darauf habe ich aber nicht immer Lust und manchmal dafür auch keine Zeit."

Wir haben zwei Jacken. Sie ist ja schon ein großes Mädchen *nick* und möchte jeden Tag selbst entscheiden, welche Jacke sie anzieht. Damit haben wir seitdem keine Probleme.


"Gestern hat sie z.b. 3x ihren Becher mit Saft mit voller absicht über den Esstisch ausgeleert und findet das dann noch total super.
Ich schimpfe dann natürlich weil ich genau gesehen habe das sie das extra gemacht hat. Sie hat ihn hochgehoben und so richtig schön langsam umgedreht."

Für deine Tochter ist Flüssigkeit doch etwas Spannendes. Was passiert, wenn ich den Becher umdrehe? Sie macht das nicht, um dich zu ärgern.

Meine Tochter bekommt den Becher einmal hingestellt und hat die Chance "ordentlich" (im Erwachsenensinne!) daraus zu trinken. Tut sie das nicht, nehme ich ihr den Becher kommentarlos ab und wische auch kommentarlos und wenn sie Durst hat, halte ich ihr den Becher.


"Dann habe ich gestern abend die Nudeln abgeschüttet und im selbem Atemzug schüttet sie die ganze Dose mit den Salzstangen aus in der Küche und läuft über die ganzen Salzstangen. Wieder mit voller absicht."

Meine Tochter hat gar nicht die Möglichkeit, eine Dose mit Salzstangen auszuschütten, weil die Dose verschlossen ist und sie sie nicht öffnen kann (Kindersicherung ;-))



"Wenn wir draußen sind und sie plötzlich stehen bleibt und sich ewig lange nicht mehr bewegt und sie bitte zu mir zu kommen bzw. weiter zu laufen reagiert sie entweder erst gar nicht, antwortet mit "nein" oder läuft in eine andere Richtung."

Das macht meine Tochter auch #rofl Ich find's lustig. Wenn ich es eilig habe, kommt sie in ihren Buggy und ich singe ihr ein Lied vor oder erzähle mit ihr. Wenn ich sie an die Hand nehme, und sie will das nicht, komtm sie auch in den Buggy. Wie der Jazzman schon schrieb: Kinder wollten Freiheiten haben und spüren, wenn man Ihnen diese Freiheiten wegnimmt. Dann "überdenken" sie ihr Verhalten meist ;-)

"Gestern abend beim Zähneputzen gab es auch einen riesen Aufstand. Sie wollte einfach keine Zähne putzen, obwohl sie das sonst gerne mag, und wollte einfach nicht auf ihrem kleinen Tritt am Waschbecken stehen bleiben sondern hat sich wütend auf den Boden geschmissen und gebrüllt und um sich geschlagen.
Habe sie dann ausspinnen lassen und es wieder versucht.
Gleiches spiel.
Beim dritten mal habe ich sie dann einfach gepackt und ihr die Zähne geputzt während ich sie unter dem Arm geklemmt hatte. Den Mund hatte sie ja offen weil sie so gebrüllt hat."

Meine Tochter HASST Zähneputzen. Ich habe ALLES versucht: Guck mal wie Mama Zähne putzt, Lieder vorgesungen, Spielchen gespielt, erste Bestechungsversuche :-p

Sie hasst es. Also, Augen zu und durch. Zähneputzen ist wichtig, stundenlanges Zähneputzen jedoch nicht. Daher wird bei uns morgens und abends geputzt, meist unter Gebrüll und Gewinde, aber es muss sein. Punkt!

"Heute morgen waren wir draußen. Als ich mit ihr wieder reingehen wollte schmeißt sich sie unten vor die Haustüre und bleibt dort liegen.
Habe es zuerst toleriert aber irgendwann dann wurde ich sauer und habe sie die Treppen hochgeschleift."


Aber da musst du doch nicht sauer werden #schein

Deine Tochter wollte halt noch nicht rein. Wenn sie größer wäre, hättet ihr das besprechen können. So hat sie nur das Mittel des Auf-Den-Boden-Schmeissens.

Wenn meine Tochter das macht, nehm ich sie auf den Arm (Sie wiegt 13 Kilo, wir wohnen im 4 Stock ohne Aufzug, ich bin wieder schwanger!), trage sie hoch und sage ihr, dass ich sie verstehen kann, aber dass es jetzt nun mal leider nicht anders geht. Bis wir oben sind, ist immer alles wieder gut #verliebt

Du tust dir einen großen Gefallen, wenn du dich entspannst #schein

Viele Grüße von N. mit ihrem KrawallZwerg A.

Beitrag von ela06 17.03.10 - 21:05 Uhr

Danke an alle für eure Antworten.
Vieles davon werde ich mir zu Herzen nehmen und überdenken und anwenden.

Eines hat mich jedoch völlig #schock

"Sie wird dieses Jahr noch ganz andere Kaliver auffahren...warte nur" #schock#schwitz

Das steh ich nicht durch#schwitz#augen


Aber ja, ich sollte mich mehr entspannen und das ganze hier beherzigen.

Lieben Dank nochmal an alle:-D

Beitrag von hanni123 17.03.10 - 21:23 Uhr

Nächstes Jahr! ;-)

Ich war das, und ich meinte "in einem Jahr", also wenn sie mal 3 Jahre alt ist. Dann sind sie nämlich nicht nur trotzig, sondern verstehen auch noch viel mehr Zusammenhänge, und dann kommt sowas raus wie bei uns heute:

Mein Sohn (3,5) war schlecht gelaunt, als mein Mann nach Hause kam. Ich sagte, er solle dem Papa die Tür aufmachen, er wollte nicht, also machte ich sie auf. Daraufhin fing er zu kreischen an, er hätte es doch aber machen wollen. Mein Mann sagte dann zu ihm, wenn er weiter so laut schreien würde, dann müsste er das in seinem Zimmer machen, denn ihm täten da die Ohren weh. Mein Sohn schaute nur meinen Mann an und sagte: Ich bleib hier einfach stehen. Du hast doch ein Gipsbein, Du kannst mich gar nicht in mein Zimmer tragen. #schock

Tja, das hat er richtig erkannt... Drohe nie mit einer Konsequenz, die Du nicht auch in die Tat umsetzen kannst... :-p

LG

Hanna

Beitrag von lajo 18.03.10 - 17:10 Uhr

Ach, das istr doch alles pillepalle, ab 3,5 fängt es erst richtig an und Ende so 7- 7,5 Jahren.

Bleib einfach locker, egal wie wenig Zeit du hast. Sie testet Grenzen aus, was passiert, wenn ich das und das mache. Austesten, dass muß nicht unbedingt heißen ich will Mama ärgern. Nimm ist nicht persönlich. Sing beim Zähne putzen ein Lied. Versuch mit Dingen ab zu lenken wie z.B. Schau mal welche Frabe hat die Zahnpasta oder lass sie deine und du putztihre Zähne usw usw.

Beitrag von gaia-70 19.03.10 - 14:06 Uhr

moin sabrina,
wo ist denn der vater zu dem kind der dich da mal etwas unterstützen könnte? väter sind m.e. diejenigen die grenzen etwas konsequenter setzen als die doch meist etwas liebere, weichere mami... aber das mag durchaus woanders anderes sein... wichtig ist auch das deine tochter merkt, daß du und dein mann an einem strang zieht... niemals darf das kind die eltern gegeneinander ausspielen... tut es auch im normalfall nicht wenn die beziehung in ordnung ist... unsere ist 2 einhalb und hat auch einen recht starken willen, aber mutwilig sachen zerstören, oder mit essen schmeißen, bzw. getränke verschütten geht garnicht und wird nicht toleriert... warum gibts du ihr überhaupt die möglichkeit den becher 3x über den tisch zu verteilen? bei uns wäre da nach dem 1. mal schon schluss. deine tochter möchte deine und ihre grenzen austesten, sie will dich provozieren, will wissen wie du reagierst, will auch deine autorität testen, will emotionen spüren. sie will und muss dich auch mal richtig böse erleben, genauso wie sich dich richtig lieb erleben will. lass sowohl deine negativen als auch die positiven gefühle mal volle kanne und ungefiltert raus. du wirst sehen, daß deine tochter das versteht und sie wird dich dafür lieben. du brauchst keine angst zu haben das sie dich nicht mehr lieben könnte. sei authentisch und friss nix in dich rein - lass es raus...
gruß
gaia

Beitrag von ela06 19.03.10 - 22:52 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.
Mein Mann ist 12 Stunden nicht zu Hause der kommt immer erst abends um halb 7 von daher hat er mit dem ganzen nicht viel um die Ohren.
Am Wochenende ist er allerdings zu Hause und ja er ist wesentlich konsequenter als ich.

Wie schon gesagt werde ich mir hier einiges zu Herzen nehemn und es auch so handhaben. Zumindest das was ich mit mir vereinbaren kann.

lg

Beitrag von svecoly 19.03.10 - 16:45 Uhr

Hallo,

unsere Tochter (war) bzw ist auch heute noch so eine Zicke:-D. (jetzt 3,5 J alt)

Die ach-ich-schmeiß-mich-mal-Hin-Brüllphase haben wir
hinter uns. Mitten im Real am Samstag.. Alles guckte
so unter dem Motto ARMES KIND.. Mama ist aber mit Papa weitergegangen und haben unser Kind aus der Ferne beobachtet. Als die ersten Kunden unser Kind ansprachen kam sie zu uns angerannt wie der Blitz:-p

Hat Sie in der Öffentlichkeit nie wieder gemacht!!

Stühle wurden kurzzeitig entfernt nachdem Kind sich eine Rutsche damit bauen wollte#zitter mit Tisch und 2 Stühlen.

Nein , Mama ist warm , ich brauche keine Jacke#schrei
(wenn nicht gerade unter NUll Grad sind ,Bitte...
(jacke nehme ich natürlich mit in einer Tasche..)--lass ich sie. Keine 5 Minuten an der Luft #schrei KALT..
Das machst Du 2 mal und das Kind zieht die Jacke freiwillig an. und zwar in der Wohnung.

Becher schmeißen hatten wir auch, Dann gab es halt eine Kinderlerntasse... (kleckert nicht ganz so wie ein halbes Glas Saft...)---Dauerd auch nicht lange und sie wird aus einem Becher (unfälle abgezogen) normal trinken.

Ich habe aber auch gedacht es wäre eine Phase
#rofl..Jetzt ist Sie 3.5Jahre und wir haben andere Phasen...

(ich will nicht, ich kann nicht , ich mag nicht, böse Wörter
wie A .. und Sch..., Glitter, Haarspangen, Hauen , Treten,
Mama ich will helfen#schrei........)

Ja abends ist man schon froh wenn Kind schläft#hicks

Gruss Corinna

Beitrag von gaia-70 20.03.10 - 16:14 Uhr

ich frage mich warum du das negative verhalten deiner tochter tolerierst und als phase abtust die mit der zeit von selbst verbeigeht?! das ist ein trugschluss, denn die zeit geht weiter, aber deine tochter entwickelt sich in wirklichkeit nicht mit und legt nur immer neue allüren an den tag. mit gegenständen schmeißen, dinge zerstören, hauen, treten, andere beschimpfen geht garnicht und hat mit phasengerechter entwicklung nix zu tun. sie wird mit 6 statt arschl***, *otze und *ick dich sagen und mit so einem verhalten draußen logischerweiße nicht gut ankommen. dann bekommt sie ein schönes syndrom diagnostiziert und fertig ist ein weiters "adhs" kind. kannst dich ja nochmal melden wenn die kleine in die schule kommt und mal einen zwischenstand durchgeben...

Beitrag von svecoly 20.03.10 - 17:24 Uhr

Hallo,

sorry, aber ich kann mir nicht vorstellen,dass Du mich meinst ? ---ODER ?

Gruss Corinna

Beitrag von gaia-70 20.03.10 - 18:49 Uhr

du sprichst doch von deiner tochter als "zicke", sagst daß sie dich nervt, daß sie haut, tritt und schimpfwörter benutzt... ich empfinde das als negatives verhalten... und du tolerierst und rechtfertigst das als normales, phasengerechtes verhalten.... oder habe ich dich falsch verstanden?

Beitrag von svecoly 20.03.10 - 19:24 Uhr

Hallo,

#rofl
Zicke ist bei uns ein Liebkosewort.

Trink Dir eine#tasse Beruhigungstee und komme wieder runter..

Trotz Missverständnissen wünsche ich Dir und Deiner Familie ein schönes Wochenende#sonne