Jemand da der auch eine schlimme Geburt hinter sich hat und...

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von babygirl2010 17.03.10 - 15:07 Uhr

... jemanden sucht zum reden??

Ich habe meine kleine Lea Zoe am 05.03.2010 per KS zur Welt gebracht.
Es war alles andre als schön.
Den Geburtsbericht könnt ihr im Forum Geburtsberichte lesen.

Ich suche nun Mamis, die ebenfalls einen KS hatten der evt. auch schief ging oder einfach Mamis die mit ihrem KS auch nicht klar kommen.

Einfach zum reden... Gefühle austauschen...

Mir tut es gut darüber zu reden, aber den Leuten in meiner Umgebung kann ich es ja nicht ständig immer wieder erzählen. *g*

Meldet euch einfach hier oder über VK.

GLG Janine mit Lea Zoe 12 Tage alt#verliebt

Beitrag von minnie85 17.03.10 - 17:06 Uhr

Hallo Janine,

bei mir ist es zwar schon etwas her, aber mein Sohn kam auch per KS zur Welt. Für mich war es auch keine besonders schöne Erfahrung, ich hatte völlig falsche Vorstellungen davon.
Schief ging bei mir nichts, aber allein die schlimmen Wundschmerzen danach (dagegen waren die Wehen bei meiner Tochter wie eine Streicheleinheit!) und dass ich einfach keine Geburt erlebt habe. Alles halt.

Mir persönlich hat vor allem das Aufarbeiten mit der Hebi nach 4 Wochen geholfen, da haben wir so ein Gespräch geführt, dass sie immer macht, um die Geburt zu bearbeiten. Und dann habe cih viel gelesen, zB von Ina May Gaskin und "Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht".
Es gibt auch Selbsthilfegruppen für KS-Mamis, aber nicht überall.

Liebe Grüße!

Beitrag von honolulumieze 17.03.10 - 19:35 Uhr

Hallo,
ich hatte zwar keinen Kaiserschnitt, aber eine Entbindung mit Saugglocke. Nach einer total problemlosen Schwangerschaft. Weder die Frauenärztin beim normalen Termin morgens, noch eine Hebamme und eine Ärztin haben erkannt, dass die Geburt bevorstand und haben mich (quasi als hysterische Erstgebärende) in die Stadt spazieren geschickt! Ich hätte mein Kind in einem Geschäft bekommen können. Eine andere Hebamme, die inzwischen nach meiner Rückkehr ins Krankenhaus Dienst schob, verfrachtete uns allein (!) in ein Stationszimmer und später (nachdem ich mit Wehen jede Minute wieder am Kreissaal auftauchte) allein (!) in ein CTG-Zimmer. Das war die schlimmste Stunde meines Lebens. Ich wollte aus dem Fenster springen und am Liebsten sterben. Irgendwann kam die Hebamme rein gerauscht, sagte mir, ich solle in den Kreissaal kommen (!). Ich weiß bis heute nicht, wie ich dahin gelaufen bin. Jedenfalls blieb meine Tochter stecken (den Hinweis meiner FÄ im Mutterpass auf ein enges Becken nahm auch niemand ernst) und mit Hilfe von 2 Hebammen, einer Ärztin und der herbei eilenden Oberärztin wurde sie dann mit Saugglocke geholt.

Die Kleine wurde sofort weg gebracht und ich musste eine Woche im Krankenhaus verbringen während sie 10 Tage auf der Intensivstation lag. Nachts kamen 2 Ärztinnen an mein Bett um mir zu sagen, dass es schlecht um sie steht. Sie wurde beatmet und intubiert. Gott sei Dank hat sie es geschafft. Ich selbst konnte wochenlang nicht sitzen und laufen, so sehr wurde ich aufgeschnitten.

Ich kann dich also vollkommen verstehen. Ich weiß nicht, ob meine Geburt anders hätte verlaufen können. Ich bin den Ärzten dennoch dankbar, dass sie mein Kind gerettet haben. Eine Geburt ohne Kinderstation und die Kinderärzte direkt vor Ort hätte meine Tochter vielleicht nicht überlebt.

Ich denke daher zwar nicht gern an die Entbindung zurück, weiß aber auch, dass früher sowas schief gegangen wäre. Ich wünsche mir trotzdem ein zweites Kind.

Alles Gute und in einigen Wochen und Monaten sieht es schon wieder anders aus. Glaub mir. Auch, wenn man das nie vergessen wird.