Tampons & Fruchtbarkeit - Zum Nachdenken - *lang*

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Beitrag von pumpphonia84 17.03.10 - 16:22 Uhr

Liebe Mädels,

als Tamponnutzerin bin ich kürzlich auf einen Hinweis in Bezug auf Tamponnutzung gestoßen. Mir gibt es zu denken, zumal ich eh nicht mehr so zufrieden mit dem Ganzen bin. Zur Zeit schaue ich mich nach Alternativen um - vielleicht ist eine Menstruationstasse was für mich...werde mich mal genauer informieren.

Folgende Informationen möchte ich euch nicht vorenthalten:

Ein Tampon besteht hauptsächlich aus Kunstseide oder aus Baumwolle oder einer Mischung aus diesen Fasern. Zusätzlich wird es mit einer synthetischen Schicht umgeben um das Ein- und Ausführen zu erleichtern. Das “Rückholbändchen” besteht aus Baumwolle, manchmal aus anderen Fasern und kann eingefärbt sein.

Bei der Nutzung von Tampons sollte die Frau darauf achten, immer die kleinstmögliche Größe zu wählen, da die Vagina austrocken kann, wenn das Tampon zu groß ist und sich somit zu stark aufsaugt. Dadurch wird auch das Ein- und Ausführen erschwert und kann schmerzhaft sein.
Tampons sollten außerdem maximal acht Stunden getragen werden, da das aufgesaugte Blut Bakterien anzieht.

Jetzt zu dem Teil, den viele Frauen nicht wissen:

Die für Tampons verwendete Baumwolle ist überwiegend genmanipuliert. Außerdem werden 25 % der weltweit verwendeten Pestizide und Insektizide bei der Baumwollproduktion eingesetzt. Darunter fünf der neun giftigsten (!) Pestizide. Häufig wird bei dieser genmanipulierten Baumwolle auch ein Insektengift nachgewiesen, welches aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis stammt.

In Tampons (und in Babywindeln ) wurden auch das Biozid TBT (Tributylzinn) und andere zinnorganische Verbindungen gefunden.

Außerdem verwenden Hygieneartikelhersteller die Chemikalie Dioxin zur Bleichung – damit die Produkte schön weiß und somit sauber ausschauen. Dioxin ist schon in sehr geringen Mengen giftig. Die Tamponhersteller geben zwar an, kein dioxinhaltiges Bleichmittel zu verwenden, was aber durch eine unabhängige Studie bisher nicht nachgewiesen wurde. Tamponhersteller die auf eine natürlichere Herstellung setzen und ihre Rohstoffe aus rein biologischem Anbau auswählen, geben explizit an, KEIN Dioxin zu verwenden. Also warum ein Risiko eingehen?

All diese giftigen Stoffe kommen in Berührung mit der empfindlichen Körperstelle und wandern in den Körper der Frau.

Alleine das TBT ist schon in aller-kleinsten Mengen, d.h. im Milliardsten-Gramm-Bereich schädigend für das Hormonsystem des Menschen.

Pestizide greifen die Organe und das Nervensystem an, schädigen das Immunsystem, verursachen Krebs, Allergien, Asthma und andere chronische Krankheiten, Depressionen, Hypersensitivität, stören den Hormonhaushalt, beeinträchtigen die Fruchtbarkeit, bzw. machen unfruchtbar, verändern den Menstruationszyklus, greifen in die vorgeburtliche Entwicklung ein und können so Missbildungen verursachen und Frühgeburten auslösen. Pestizide führen außerdem zu neurologischen Störungen und Verhaltensstörungen bei Kindern.

Dioxine werden in Verbindung mit Regelschmerzen (Endometriose) gebracht. Frauen die an Endometriose erkranken weisen eine hohe Konzentration von Dioxinen im Körper auf. Außerdem sind Dioxine krebserregend, verwirren das Hormonsystem und können zu Unfruchtbarkeit, Geburtsfehler und Missgeburten führen.

Binden und Tampons enthalten auch Rayon (Viskose) was mit seiner starken Saug- u. Bindewirkung einer besseren Absorption dienen soll. Damit unterstützt es gleichzeitig die schädliche Wirkung anderer Chemikalien. Bei der Benutzung von Tampons bleiben meist kleine Fasern in der Vagina zurück. Um diese Fasern entsteht ein entzündender Herd der dem Dioxin einen guten Nährboden gewährleistet. Rayonfasern verursachen sogar kleine Schnitte in der Gebärmutterwand wodurch dann auch Infektionen hervorgerufen werden können.

Durch diese ganzen Stoffe wird eben auch nicht nur der Körper der Frau, sondern die ganze Umwelt erheblich geschädigt.

Wenn Sie also für Ihre Gesundheit und die unserer Umwelt handeln wollen, benutzen Sie Tampons die natürlich und aus biologischem Anbau hergestellt werden, wie z.B. die vom Hersteller Natracare. Und die Männer die diesen Artikel lesen, dürfen Ihre Frauen gerne darauf hinweisen.

Benutzen Sie keine Binden und Tampons mehr, die mit genmanipulierter Baumwolle und giftigen synthetischen Stoffen hergestellt werden! Ihr Körper und die Umwelt werden es Ihnen danken.

Beitrag von connie36 17.03.10 - 16:30 Uhr

menstruationstasse????#rofl#kratz

Beitrag von daisydonnerkeil 17.03.10 - 16:34 Uhr

http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=104839

Auch Mooncup genannt. Gibt's z.B.beim Globetrotter, damit du auf dem Trekkingtrip nicht die Binden in den Busch werfen musst. ;-)

Tja, es gibt nichts, das es nicht gibt.

Beitrag von connie36 17.03.10 - 16:37 Uhr

ernsthaft?
man stopft diese plastikhülle in sich rein, und nix läuft daneben?????
was ich beim tampon so mag, ist das man das '"Blutlaufen" nicht spürt. ich fand das immer am ekligsten.
neeeeeeee, ich bleibe bei meinen genmanipulierten tampons...und auf trekkingpfaden bin ich eh kein häufig gesehener mensch.
lg conny

Beitrag von resi-t 17.03.10 - 20:13 Uhr

Das "Blutlaufen" merkt man bei einer Menstasse gar nicht. ;-)
Man merkt diese ganze Tasse nicht wenn man sie richtig eingeführt hat.

Beitrag von neekah 17.03.10 - 16:39 Uhr

#rofl Nein Danke! Dann lieber die "giftigen" Tampons ;-)
Und in den Busch geh ich eh nicht :-p #rofl

Beitrag von ivenhoe 17.03.10 - 17:19 Uhr

Klingt aufs Erste recht ulkig, aber bei dem angegebenen Link hat es total viele geradezu begeisterte Einträge von Frauen, die das Ding benutzen.

Ist ein Versuch Wert und heitert uns geplagte immerzu hoffende und wartende KiWu-Kanditatinnen sicher etwas auf...
Danke für den Hinweis

Grüsse
ivenhoe

Beitrag von antonia30 17.03.10 - 17:36 Uhr

Donnerwetter... was es nicht alles gibt #rofl

Ein Grund mehr, endlich mit der bescheuerten Mens mal 9 Monate Pause zu machen.:-D

Beitrag von cwallace 17.03.10 - 17:59 Uhr

#pro recht hast Du!!! :-D

Beitrag von saturablau 17.03.10 - 17:43 Uhr

Danke für den Artikel! ich hab mir den Link mal angeschaut, weil ich noch nie davon gehört habe. Scheint ja ein ganz interessantes teil zu sein, besonders wenn man die Kundinnenresonanzen mal liest.

Beitrag von tina279 17.03.10 - 17:59 Uhr

Also Gift hin oder her, aber allein die Müllberge und das ständige Kaufen-müssen haben mir auch die Tampons verleidet... ich habe daher monatelang schon so eine Tasse verwendet und finde das extrem praktisch, einfach und angenehm. #pro

Ist auf den ersten Blick etwas ungewohnt (sieht man ja auch an den Reaktionen #rofl), aber wenn man mal seine Vorurteile überwindet ;-), dann fragt man sich plötzlich, warum man da nicht schon viel eher drauf gekommen ist....

viele Grüße
Tina

Beitrag von daisydonnerkeil 17.03.10 - 22:10 Uhr

Und wie reinigt frau das Teil? Stelle mir das umständlich vor.

Neugierige Grüße,
Daisy

Beitrag von tina279 18.03.10 - 09:06 Uhr

Entweder mit Toilettenpapier abputzen oder einfach unter dem Wasserhahn halten und dann nach den Tagen im Wassertopf einmal auskochen.
Geht schneller als Tampons immer bereit zu haben und aus der Plastikhülle zu wurschteln.
Wunderbare Unabhängigkeit!

Wenn du interessiert bist, kann ich dir gerne noch einen Infolink schicken, die Teile sind echt einen Versuch wert!

viele Grüße
Tina

Beitrag von daisydonnerkeil 18.03.10 - 09:28 Uhr

Jupp, schick mir bitte mal den Link. Bin zwar noch etwas skeptisch, vor allem was das Thema Hygiene und Keime betrifft. Aber der ganz große Tampon-Fan bin ich auch nicht. Ist für mich eher das kleinere Übel. ;-)

Mal sehen. Wir wollten eh demnächste mal zum Globetrotter.


Lg,
Da.

Beitrag von karina6886 17.03.10 - 19:42 Uhr

Habe auch den Mooncup zu Hause, bin aber ganz und gar nicht zufrieden! Dicht hält er schon und ist auch einfach einzuführen und stört nicht.....aber das Saubermachen is ne absolute Sauerei:-( !!! Meist läuft nämlich wegen dem Vakuuk beim Rausziehen von oben Blut nach und beim nächsten Reinstecken is halt auch die Außenwand von der Tasse benetzt!
Das Blut wird dann altblutig und klebt eklig an der Außenwand. Hab dann immernoch ne Slipeinlage gebraucht!
Bin nach 2 Monaten wieder auf meine Tampons umgestiegen!

Liebe Grüße

Beitrag von tina279 18.03.10 - 09:09 Uhr

Hallo,

das Vakuum sollte vor adem Entfernen aufgelöst werden, dazu einfach den Cup eindrücken, so dass der Rand nicht mehr ganz schliesst und so dann rausziehen. Dann gibts kein Vakuum mehr und es fliesst nix nach. Geht auch viel einfach zu Entfernen so.
Vor dem Wiedereinführen kann man dann den Cup ggf. entweder unter dem Wasserhahn oder mit Toilettenpapier einmal schnell säubern, so dass nix außen ist. Wobei das bei mir nie ein Problem war, eine Slipeinlage brauch ich nie.

Vielleicht gibst du dem Cup noch eine Chance?

viele Grüße
Tina

Beitrag von resi-t 18.03.10 - 10:03 Uhr

Ist bei mir auch so. #pro
Finde das Einführen auch leichter, wenn man den Cup einmal unter Wasser anfeuchtet und dann wie ein C faltet bevor man ihn einführt.
Geht echt gut.

Beitrag von tina279 18.03.10 - 10:36 Uhr

Ja genau #pro

Beitrag von resi-t 17.03.10 - 20:12 Uhr

Habe seit 3-4 Monaten einen Ladycup und bin absolut zufrieden damit.
Nichts läuft daneben. Hält auch sehr lange dicht (muss nicht so oft gewechselt werden wie ein Tampon) und man kann den wirklich einfach leeren und säubern.

Bei Tampons hatte ich oft Probleme wenn die Blutung nicht so stark ist (einführen war schwierig und unangenehm da ich zu "trocken" war).

Lg,
Resi #stern#stern#stern

Beitrag von malino 17.03.10 - 22:22 Uhr

Ich kann dir und allen anderen auch nur wärmstens eine Menstruationstasse empfehlen, ich habe meine seit einem Jahr und bin sehr zufrieden!

Beitrag von reethi 18.03.10 - 21:11 Uhr

Hallo!

Darf ich mal fragen wie das in der Praxis funktioniert? Ich stelle mir das ein wenig umständlich vor, wenn man halt mal nicht zu Hause ist sondern unterwegs und ein öffentliches Klo benutzt... Wie macht man die Tasse da dann sauber? Mit Klopapier auswischen stelle ich mir ekliger vor, als einfach am Faden zu ziehen. Man kann ja dann auch schlecht damit zum Waschbecken gehen... #kratz
Ist es dann nicht doch umständlicher, als ein Tampon zu benutzen?

Vielen Dank für die Antwort vorab!

Neddie

Beitrag von dorianne 15.11.10 - 09:36 Uhr

ich war ein paar mal in der fruchtbarkeitsmassage und die masseurin hat mir auch immer gesagt, wie schlimm tampons seien. erstens die chemischen rückstände (naja, da kann frau ja einfach die oben erwähnten natracare nehmen, machte ich schon vor dem kiwu so) und zweitens würden tampons die scheidenwände austrocknen, weshalb der tampon beim rausnehmen ganz viele kleine wunden machen würde, die dann vernarben.
die frauenärztin meine: "soooooo ein schwachsinn!" ausserdem sagte sie, dass frau sich ja nicht verrückt machen soll. kinderwunsch, schwangerschaft und mutterschaft sei die zeit, wo einem immer alle reinquatschen, weil frau sowieso alles falsch macht und nun alle plötzlich das gefühl haben, zu sagen, wie es besser gemacht werden müsste.
stimmt eigentlich, oder? klar nehme ich tipps an, aber halt eben überlegt.
nun ja, was tampons angeht war ich damals nicht so konsequent und habe mir vor dem besuch bei der fä bereits eine meluna gekauft. nun muss ich sagen: meine entdeckung des jahres! hätte mir nie vorstellen können, dass dieses ding so praktisch ist. hier die lobeshymne dazu:
ich benutze die meluna (billigversion von mooncup) seit august und bin begeistert - hätte ich dieses ding bloss schon früher entdeckt!
ich war zu beginn superskeptisch und dachte, dass es wohl eher was für hardcore-ökos ist. stellte es mir unpraktisch vor, weil das ding ja doch nicht gerade bequem aussieht und dann erst das auswaschen...
völlig falsch gedacht! mit der richtigen technik ist das rein- und rausnehmen so einfach wie bei einem tampon.
der grosse vorteil ist aber, dass ich die tasse nur zwei mal täglich wechseln muss und sie im gegensatz zu tampons bei mir wirklich immer 100% dicht ist. also nix mit auswaschen auf öffentlichen klos: morgens und abends auswaschen reicht vollkommen.
im schwimmbad schätze ich, dass kein badewasser am faden entlang ins körperinnere gelangt und in der sauna find ichs super, dass überhaupt nichts sichtbar ist.

stimmt, wenn man nur darüber liest klingt es absurd und eklig - die praxis beweist dann aber schnell, dass die ganzen vorurteile unbegründet waren.

soooo, ein langer text. vielleicht zur weiteren aufheiterung :-) vielleicht aber auch zur klärung einiger fragen, wer weiss...

und bitte macht mich jetzt deswegen nicht fertig. ich bin nun halt mal zufrieden damit, aber finde es ja genau so ok, dass anderen tampons oder binden benutzen. ist wohl einfach gewohnheitssache und kein grund, einander deswegen anzugreifen, oder?

#winke
dorianne