Frage an zukuenftige Mehrlingsmamas

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von tosca71 17.03.10 - 16:57 Uhr

Hallo,

da ich mich in KiWu-Behandlung begeben muss um ein 2. Kind bekommen zu koennen und dadurch das Mehrlingsrisiko steigt, wollte ich mal nachfragen, was man bei einer Mehrlings-SS an Praenataldiagnostik machen kann.

Bei meiner ersten SS habe ich Bitest und Nackenfaltenmessung kombiniert. Ist eine Nackenfaltenmessung, Bi-Test usw. sinnvoll bei Mehrlingen??? Ich denke auch eine Fruchtwasseruntersuchung ist ein zweischneidiges Schwert, denn was kann man denn machen, wenn ein Kind krank sein sollte???

Was habt ihr denn so gemacht, bzw. fuer eure Mehrlings-SS geplant?

#danke und lg,

Tosca

Beitrag von jeannylie 17.03.10 - 17:17 Uhr

Das Dich das jetzt schon interessiert :-) nun ja..
also natürlich die üblichen Untersuchungen NFM, AFP-Bestimmung und was man halt alles so macht, allerdings natürlich auch immer mit dem Wissen das alles ein bischen ungenauer ist als bei Einlingen.
FWU lasse ich nicht machen oder Chorionzottenbiopsie ...warum auch. Ich finde das ist "schlimmeren Fällen" vorbehalten.
Was ich ebenfalls jetzt machen lasse, weil nicht invasiv, ist der Ausschluss von FFTS.
Wenn Du dann Zwillinge kriegen solltest rate ich Dir in einem Zwillingsforum mitzumischen... da gehen Dir bestimmte Sachen in Fleisch und Blut über :-)
Es ist halt doch eine ganz andere SS als "nur" mit einem ...
LG
Jeannylie

Beitrag von tosca71 17.03.10 - 19:23 Uhr

Hallo,

#danke fuer deine Antwort!

Ja, wahrscheinlich ist das seltsam, dass man sich schon im Vorfeld fuer solche Themen interessiert, bei meiner ersten SS waere mir das auch nicht im Traum eingefallen... aber wenn man eine KiWu-Behandlung macht, weiss man dass es (wenn es klappt!!!) schnell mal 2 oder 3 Kinder werden koennen und ich finde dann sollte man sich auch schon vorab mit dem Thema auseinandersetzen...

Danke nochmal und lg Tosca

Beitrag von jeannylie 18.03.10 - 11:19 Uhr

Gern geschehen und viel Glück, was immer es auch wird :-)

Beitrag von symbadi 10.05.10 - 23:57 Uhr

Hallo Jeannylie,
wie willst Du FFTS ausschließen? Das würde mich mal interessieren.
FFTS kann jederzeit und manchmal auch tiemlich schnell auftreten!?
MfG Nicole

Beitrag von jeannylie 11.05.10 - 15:39 Uhr

Hi Nicole,
FFTS kann jederzeit und ziemlich schnell auftreten?
Öhm..reden wir hier von der gleichen Krankheit?
Also ich war ja schon zum Ausschluss bei einer Spezial-Diagnostik durch einen Pränatalmediziner, da bin ich - ebenso wie durch die Fachliteratur (nein, mal kein Internet :-) )
völlig anders informiert...

LG
Jeannylie

Beitrag von symbadi 14.05.10 - 09:53 Uhr

Hallo Jeannylie,
glaub mir, ich weiß, wovon wir sprechen, dem Feto-Fetalen Transfusionssyndrom. Geh mal auf die Internetseite vom UKE Eppendorf.
FFTS tritt fast nur bei monochorialer diamnioter Schwangerschaft auf.
Wenn diese Konstellation bei dir schon ausgeschlossen wurde ist die Wahrscheinlichkeit des FFTS natürlich gering.
Ansonsten tritt FFTS überwiegend zw. der 19.-25.SSW auf.

LG und alles Gute Nicole

Beitrag von jeannylie 14.05.10 - 10:33 Uhr

Hi,
ja ich habe schon von Eppendorf gehört. Dies und Bonn sind ja wohl so ziemlich die besten Anlaufstellen (ist mir glücklicherweise erspart geblieben).

"FFTS tritt fast nur bei monochorialer diamnioter Schwangerschaft auf. "

Ja das stimmt, umso überraschter war ich zu hören dass es in seltenen Fällen auch Di/Di Schwangerschaften auftreten kann( Bzw. bei Mono/Mono doch auch...). So was liest man im Internet nämlich leider nicht ... hab mich nämlich deswegen umfassend schlau gemacht, weil wegen des Verdachts bei mir echt Schiss hatte und mir so ein super schlau Ärzte-Buch bestellt für Mehrlings-SS... da gabs dann ausreichend Infos und Studien :-)

Aber soweit ich weiß tritt FFTS nicht "plötzlich und unerwartet auf". Es ist nur erst ab dem 2 Trim. zu diagnostizieren. Schwere Fälle sollten dann auch behandelt werden, dann ist die "Heilungschance" am größten. Nichts desto trotz gibt es ja Fälle die z.B. nicht gelasert werden und einfach engmaschig überwacht werden. Dann besteht dass FFTS natürlich auch im 3. Trim. noch weiter...

Lg

Jeannylie

Beitrag von symbadi 14.05.10 - 11:17 Uhr

Hallo Jeannylie,
ist ja auch egal, ich wurde auf jedenfall inEppendorf gelasert, hab´die Infos höchstpersönlich von dort erhalten.Bei mir wurde es schon ganz am Anfang(13,SSW) vermutet. Musste dann auf den optimalen Zeitpunkt warten und wurde dann in der 19.SSW gelasert. Habe während der Schwangerschaft leider feststellen müssen, dass sich nur wenige Ärzte richtig damit auskennen, und dass man weit fahren muß, um die richtige Therapie zu bekommen. Habe einen super FA, der alles frühzeitig erkannt hat.
LG Nicole

Beitrag von jeannylie 14.05.10 - 11:51 Uhr

Ja, dann bist Du ja die Expertin!
Ich hoffe es ist alles gut gegangen? Bist Du noch ss oder ist das schon etwas her?

Aber wenn man in der 19. SSW schon gelasert hat, dann denke ich mir lag entweder eine schwere Form vor, oder Du hast einen FA gehabt der auch gut reagiert hat! (was man eigentlich auch erwarten kann).

Aber es gibt ja auch unterschiedliche Klassifikationen und Schweregrade. Habe schon von gelaserten gehört, in denen ein Zwilling leider doch zu Schaden gekommen ist.

LG

Beitrag von symbadi 19.05.10 - 11:42 Uhr

Hallo Jeannylie,
Antwort kommt ein bisschen spät, aber wir hatten einen Blitzschlag in die telefonanlage und bis heut keine Verbindung zur Außenwelt.
Meine Zwilling sind inzwischen 10 Monate alt und haben alles gut überstanden.
Ich war nach der Laserung nochmals kurz zuhause und dann 8 Wochen stationär zur engmaschigsten CTG Kontrolle Die zwei Mädchen kamen dann in der 31.SSW mit 900 und 1400 g zur Welt (nachdem es dem Akzeptor schlecht ging).
Habe bisher leider noch niemanden kennengelernt, bei dem nach der Laserung auch beide überlebt haben. Entweder waren eins oder beide gestorben.
Wir hatten RIESENglück. Als ich in HH-Eppendorf ankam hatte der Donor keinerlei Fruchtwasser mehr und Magen und Blase waren auch leer , der Akzeptor hatte 2 l Fruchtwasser zuviel und sie haben es trotzdem geschafft.


LG und Alles Gute Nicole

Beitrag von jeannylie 19.05.10 - 19:29 Uhr

Hi,
wow, das ist sooo schön zu hören dass es bei Euch so gut verlaufen ist.
Ich schreibe auch viel im Zwillingsforum (1kannjder.de) und da gibt es einige mit FFTS die auch in HH gelasert wurden. Aber so ein krasser Fall wie bei Dir ist mir nicht bekannt.
Echt toll was die Medizin hergibt.

LG

Beitrag von symbadi 19.05.10 - 21:33 Uhr

Hallo,
ja wir sind superglücklich!!Es ist so schön, 2 gleiche Kinder zu haben.
Muss mich mal im Zwillingsforum umschauen, habe mich bis zur Geburt nie mit dem Thema beschäftigt, weil ich jeden Tag gesagt bekam, dass eine oder beide noch sterben können. Die Ärzte habens schöner ausgedrückt, die haben gesagt es besteht jederzeit die Möglichkeit eines IUFT. Zu dem Zeitpunnkt habe ich mich geärgert, dass ich das jeden Tag gesagt bekomme, inzwischen weiss ich jedoch , wie Ernst die Lage war, und sie nur wollten, dass ich darauf vorbereitet bin. Ich habe jedoch immer an mich geglaubt und habe gespürt,dass alles gut geht.
LG Nicole

Beitrag von twix08 17.03.10 - 17:34 Uhr

Hi Tosca,

ich bin in der23. SSW mit Zwillis (durch ICSI). Ich denke du musst dir im Vorfeld klar werden, welche Konsequenz du aus den Untersuchungsmöglichkeiten ziehen möchtest. Wir waren in der 13. SSW zur NFM und dann in der 16.SSW zu Kontrolle einer anderen Auffälligkeit (Ductus venosus Rückfluss). In der 21. SSW waren wir dann zur Feindiagnostik. Bei meinen Beiden ist soweit wohl alles ok.#verliebt

Das war allerdings alles mehr zum Baby-TV #hicks. Eine Konsequnz in Richtung Abbruch war schon im Vorfeld (bei lebensfähigem Kind mit evtl. Behinderung) ausgeschlossen.
Denn aktiv 1 oder beide Kinder "umzubringen" wäre mir unmöglich. Meine Ärztin und die Ärzte der Uni Bonn meinten das kranke (ungewollte) Baby würde durch eine gezielte Kaliumspritze ins Herz getötet...#schock
Auch invasive Untersuchungen wie Fruchtwasserpunktion kamen für mich nicht in Frage, da das Fehlgeburtsrisiko in meinen Augen zu hoch ist.
Das Ergebnis von Blutuntersuchungen ist bei Zwillis auch nicht aussage kräftig, da sich die Werte von beiden Kindern im mütterlichen Blut mischen.

Am Ende muss jeder wissen wie er und womit er leben will. Es sollte auch niemand für seine Einstellung verurteilt werden.
Ich drücke dir für deine Behandlung alle #pro, dass es klappt !!!
LG
twix08 (23.SSW) mit #baby#baby inside

Beitrag von tosca71 17.03.10 - 19:40 Uhr

Hallo twix,

vielen #danke fuer deine Antwort. Es freut mich, dass du es geschafft hast... #freu

Ich habe es mir gedacht, dass diese Untersuchungen bei Mehrlingen an Aussagekraft verlieren. Ich habe bei meiner ersten (spontanen) SS auch keine FWU oder aehnliches gemacht, sondern einfach eine NFM + Bitest. Ich haette bei einem negativen Ergebnis wahrscheinlich eine Chorionzottenbiopsie machen lassen, dann weiss man wenigstens frueher schon Bescheid, wobei ich nicht weiss was ich dann gemacht haette!!! - zum Glueck wurde ich nicht vor dieses Problem gestellt...

Du kannst sicherlich verstehen, dass man sich mit diesem Thema schon frueh auseinandersetzen muss, man muss entscheiden wieviele Embryonen man zuruecknimmt... Hauptsache ist natuerlich dass es ueberhaupt klappt aber dann sollte man schon mit allen Konsequenzen vertraut sein!!!

Ich wuensche dir noch eine schoene SS lg,

Tosca

Beitrag von bittersweet81 17.03.10 - 19:12 Uhr

Also ich bin auf natürlichem weg mit Zwillinge schwanger geworden und ich hab nix von diesen Sachen machen lassen wie NFM und auch nicht diese Fruchtwasseruntersuchung.
Das einzige was ich jetzt mache ist in der 20 SSW den Feindiagnostik-Termin.

Hab viel schlechtes über diese NFM gehört, viele falsche Diagnosen wo die Schwangeren mehrere Wochen ihre Schwnagerschaft garnicht mehr ruhig verbringen konnten, bis es entkräftet wurde diese wahrscheinlichkeit.
Fruchtwasseruntersuchung würd ich wirklich nur machen lassen wenn wirklich ein schlimmer Verdacht vorliegt ansonsten würd ich nix machen was in irgendeinerweise
dem baby schaden könnte. Gerade wenn man sich ja schon lange ein Kind wünscht und es endlich klappt würd ich nix riskieren was eventuell sich negativ auf die schwangerschaft auswirkt.

Beitrag von tosca71 17.03.10 - 19:46 Uhr

Hallo,

ja, da hast du recht, ich bin eigentlich auch gegen FWU (habe ich bei meiner ersten Spontan-SS auch nicht machen lassen) aber NFM fand ich eigentlich gut - allerdings muss ich sagen, dass ich danach seeeehhhr beruhigt war, weil die Untersuchung super gelaufen ist.

Meine Frage soll mir einfach helfen, mich richtig zu entscheiden und informiert an diese Sache ranzugehen... wenn man spontan mit Zwillies SS wird, denkt man vorher ja gar nicht darueber nach, wenn man aber eine KiWu-Behandlung macht muss man sich das alles schon ueberlegen...

Ich wuensche dir eine entspannte SS.

Lg Tosca