@Mehrfachmamis Gedanken zum zweiten Kind

Archiv des urbia-Forums Baby-Vorbereitung.

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von dingens 17.03.10 - 17:45 Uhr

Hi ihr Lieben,

so langsam mache ich mir richtig starke Gedanken. In etwa fünf bis sechs Wochen soll mein zweites Kind zur Welt kommen.

Derzeit ist es mit meinem Großen (16Monate) wirklich wunderschön, wir kuscheln viel und er ist einfach ein super liebes, fröhliches, ausgeglichenes, pflegeleichtes Kind.

Nun hab ich schon Bammel davor, wie es wird wenn ein Neugeborenes dazu kommt.

Wird er leiden? Werde ich beiden Kindern gerecht? Werden wir immer noch Zeit haben, so viel und ausgiebig zu kuscheln? Werde ich geduldig genug sein trotz Schlafmangel?

Das sind so die Fragen die mich grad echt beschäftigen.

Kann mir vll jemand berichten wies bei ihm so war und ob er auch diese Gedanken hatte? #gruebel

Beitrag von m_sam 17.03.10 - 18:04 Uhr

Meine Große war 16,5 Monate alt, als die Zweite kam. Ich habe die Große von Beginn an besonders mit einbezogen. Also grundsätzlich zuerst ihr die Aufmerksamkeit geschenkt (soweit das möglich ist). So hatte sie nie den Eindruck, dass sie plötzlich nur noch die zweite Geige spielt. Beim Stillen hatte sie eine Puppe, hat neben mir gesessen und auch "gestillt" - das klappt übrigens auch mit Jungen sehr gut;-)
Ansonsten beim Stillen gleichzeitig schmusen - geht auch, oder ein leise ein Buch vorlesen, bzw. singen. Einfach zeigen, dass man trotzdem noch ansprechbar ist.

Das mit der Geduld und dem Schlafmangel ist natürlich ein Punkt, aber da muss man sich einfach zusammenreißen! Ich habe zum Glück meinen Mann anrufen können, wenn ich das Gefühl hatte, mir platzt der Kragen. Der ist dann früher von der Arbeit bekommen, damit ich abschalten konnte.

Was noch gut hilft ist - raus, raus, raus. Die Kleinen schlafen im Kiwa, die Großen toben auf dem Spielplatz - nirgends kann man die erste Zeit besser entspannen.

Jetzt kommt bei uns Nr. 3 und ich hoffe auf gutes Wetter, damit ich das wieder so gut hinbekomme.

LG Samy

Beitrag von dingens 17.03.10 - 19:03 Uhr

Vielen lieben Dank#liebdrueck das macht mir nun echt Mut

Beitrag von gussymaus 17.03.10 - 19:21 Uhr

aslo das, was absolut mit zweitem kind nicht geht sollte man dem großen schon abgewöhnen ohne dass er es aufs baby bezieht. sonst ist eifersucht quasi vorprogrammiert...

das mit dem schlafmangel ist eben so. da ist man aml eher gereizt als sonst, aber das überleben große geschwister, wenn man sich bemüht es nicht an ihnen auszulassen reicht das in der regel... du musst halt lernen noch besser mit deinen kräften zu haushalten und dir freiräume besorgen bevor es knallt...

und das kuscheln... musst dir halt überlegen was dir wchtiger ist: kuscheln oder putezn? ich hab dann den haushalt eine weile schleifen lassen, hat auch keinem geschadet... dann sind die fenster eben mal eine woche bepatscht und die wäsche liegt mal nen tag länger.... da die kinder genug im schrank haben ist das nicht wirklich ein problem - hab mir nen großen wäschebehälter zugelegt...

und irgendwann spielt sich das alles ein, ohne dasssich jemand zurckgesetzt fühlt.

ich habe mir vorher vorgenommen: das baby wird NIE ein grund sein, warum der große was nicht darf. und wir haben es gut geschafft. es hieß NIE sei leise das baby schläft, und NIE ich muss jetzt erst das baby füttern. sondern: ich gebe dir was zu trinken wenn das baby fertig ist mit trinken und das baby schlief entweder beio krach in der küche oder oben bei ruhe... meine haben sich alle an den alltagslärm gewöhnt und schliefen prima in küche und wohnzimmer. und dass der große durst hat wenns babywas bekommtist klar, also hab ich rechtzeitig was hingestellt, dass er sich was nehmen konnte. und beim stillen zu unterbrechen und ein 20sekunden bedürfnis des großen zu befriedigen schadet auich kaum... die wenigsten kinder können damit gar nicht umgehen.. die meisten gewöhnen sich dran und kommen gut damit klar. das ist viel gewöhnung...

die stillzeiten hab ich immer viel zum vorlesen genutzt, das geht auch beim stillen, und alle waren betteiligt, keine fühlte sich weggeschickt. wir lagen alle auf dem boden oder ganz zu anfang in meinem bett und die jungs holten bücher ran.

Beitrag von snoopster 17.03.10 - 19:51 Uhr

Hallo,

meine sind 20 Monate auseinander. Ich hab mir auch viel Gedanken gemacht.
Noch dazu hatten wir noch ein Haus zu renovieren mein Mann hat das alleine gemacht, er war also nie da, und die alte Wohnung war viel zu klein. Ich war schon oft genervt und gereizt, aber eben nie wegen der Kinder, sonder wegen den äußeren Umständen...

Die Große hat die Kleine super angenommen. ICh weiß noch einmal dachte ich, ich geb das Baby im KH lieber ab, wenn die Große zu Besuch kommt, damit die mich auch alleine hat. Dann kam sie zur Tür rein und ihre ersten Worte waren: "BABY????" Sie hat so verzweifelt geschaut und gesucht, dass wir die Kleine dann doch geholt haben. Dann war sie zufrieden :-)

Die KLeine war auch am Anfang komplett anders wie die Große. Sie konnte allein im Beistellbett schlafen, kam alle vier Stunden zum stillen, ich konnte im Liegen Stillen, und bin dabei auch mal eingeschlafen. Es war alles so relaxt, ich war richtig verwundert.
Und meine Große war schon immer recht fordernd, was den Körperkontakt und die Aufmerksamkeit anbelangt, dass eher die KLeine "gelitten" hat, die wollte einfach nur ihre Ruhe, so waren Beide zufrieden.

Inzwischen sind die Beiden so süß miteinander, wie sie miteinander umgehen, spielen, lachen, wenn sie gegenüber sitzen, einfach nur Blödsinn machen und super sind miteinander, ich weiß, dass es einfach das Beste war, noch eines zu bekommen, dass ich inzwischen wieder schwanger bin, diesmal mit nem Abstand von 21 Monaten :-)
Die Große ist dann im KiGa und die Kleine hat dann die Möglichkeit, vormittags die Große zu sein und die Beiden werden hoffentlich so ein Team wie die BEiden jetzt sind...

Es wird schon!
Alles Gute,
LG karin

Beitrag von curie1 17.03.10 - 20:19 Uhr

Hallo,

Lorenz war 16,5 Monate alt als Felix zur Welt kam. Ich habe mir damals genau dieselben Gedanken gemacht wie du#schein. Hatte auch große Angst davor dass Lorenz eifersüchtig sein würde, dass er unter der neuen situation leiden würde etc.

Aber ich muss sagen, dass all meine Ängste umsonst waren. Lorenz ist sehr lieb zu seinem Brunder, will ihm immer Bussis geben und schon mit ihm spielen:-). Ich habe wirklich versucht, Lorenz nicht weniger Aufmerksamkeit zu widmen als früher. Er sollte ja nicht glauben, dass mama und papa nun weniger zeit für ihn haben - denn sonst könnte er das alles mit seinem bruder asoziieren und das schürt ja dann eifersucht und negative Gefühle. Na jedenfalls muss ich sagen dass ich am anfang eher lorenz mehr aufmerksamkeit gewidmet habe als Felix - denn lorenz war es ja nie anders gewohnt. Hatte teilweise schon ein schlechtes gewissen felix gegenüber. Außerdem hab ich immer versucht, lorenz in die babypflege etc miteinzubeziehen. Beim Stillen zB ist er anfangs immer neben mir gesessen und ich habe mit ihm ein buch gelesen. Nach einer Weile machte es ihm nichts mehr aus und mittlerweile kommt er nie mehr her wenn ich stille - er spielt dann alleine oder macht die Wohnung unsicher;-). Er hat sich daran gewöhnt, dass auch mal Felix an der Reihe ist.....

Naja, was ich eigentlich damit sagen will ist: man bekommt das hin!!!!! Ich konnte es mir damals auch nicht vorstellen, aber wenn das Baby erst mal da ist, dann geht es irgendwie von alleine:-). Natürlich gibt es Tage, die besonders anstrengend sind und manchmal möchte ich einfach nur davonlaufen und von niemanden was hören und sehen#schein, aber das ist normal denke ich.

Klar ich habe sicher auch noch ein anstrengendes jahr vor mir, Felix ist ja erst 3 Monate alt, aber wenn die zwei erst einmal zusammen spielen können, hat sich der ganze Streß sicher mehr als gelohnt:-).

LG Lilli

Beitrag von weili 17.03.10 - 21:03 Uhr

Ich empfehle dir das Buch "Erstgeborene" von Jirina Prekop.
Dieses Buch hat mir so einiges klar gemacht und mir sehr weiter geholfen!

LG Weili

Beitrag von dingens 17.03.10 - 22:30 Uhr

Danke an alle, für eure lieben und aufschlussreichen Beiträge!!!

Ihr habt mir echt Mut gemacht!!!!

Alles Gute euch und euren Kindern!

#klee

Beitrag von biobabs 17.03.10 - 23:56 Uhr

Ich denke, wenn du auch dem Großen genug Zuwendung gibst, wird alles gut.

Ich weiß noch, dass das Stillen am Anfang schwierig war, weil die Große genau dann entweder Blödsinn machte oder extra laut war oder etwas von mir wollte. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und eins nach dem anderen zu erledigen. Ich bat sie immer, uns beim Stillen alleine zu lassen, irgendwann akzeptierte sie das. Habe es auch begründet, weil die Kleine einfach keine Ruhe fand.

Geholfen hat auch, dass der Papa sich verstärkt um die Große gekümmert hat am Anfang.

Naja, die Großen sind oft verständiger als man denkt, versuche, alles vernünftig zu erklären und dann wird dein Großer sich so richtig groß fühlen.

Ein guter Beitrag zum Thema: http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Elternschaft/s_993.html