Taufe... Kann man Pate werden, wenn man aus der ...

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Beitrag von schnelleschnitte 17.03.10 - 18:17 Uhr

Kirche ausgetreten ist?

Ich möchte im Sommer meine Töchter taufen lassen und wollte für die Große meinen Bruder als Patenonkel haben. Nun hat er mir gestern erzählt, das er aus der Kirche ausgetreten ist. Er ist getauft und konfirmiert.

Für Antworten wäre ich dankbar.

Liebe Grüße

Marie mit Julie-Saphira & Emily-Cayenne #verliebt

Beitrag von nicole1508 17.03.10 - 18:21 Uhr

Huhu
also Ich evangelisch konnte es,meine Freundin Katholisch nicht,
Ich denke es liegt vieleicht auch an den Pfarrer oder an der Kirche ob es sie machen oder nichtt,
sag doch einfach nichts davon
lg Nicole

Beitrag von sully0904 17.03.10 - 18:21 Uhr

Hallo!

Nein, man muss schon in der Kirche sein, um Taufpate zu werden.

Es gibt aber Gemeinden, die lassen Taufzeugen zu.

LG Susanne

Beitrag von hedda.gabler 17.03.10 - 18:23 Uhr

Wie soll jemand, der aus der Kirche ausgetreten ist, ein Kind auf seinem kirchlich-christlichen Lebensweg begleiten ...

Gruß von der Hedda.

Beitrag von paddelboot-neu 17.03.10 - 18:42 Uhr

christlich und kirchlich können 2 völlig verschiedene dinge sein!

Beitrag von hedda.gabler 17.03.10 - 18:49 Uhr

Das stimmt ... aber die Taufe dient nun mal dem Zweck in die Gemeinde aufgenommen zu werden ... und dabei geht es nicht nur um die christliche, sondern auch kirchliche Gemeinde.

Für den rein christlichen Gedanken benötigt man keine Taufe.

Beitrag von windsbraut69 18.03.10 - 06:20 Uhr

Ja eben!
Dann braucht man doch weder eine kirchliche Taufe, noch den offiziellen kirchlichen Taufpaten, oder?

Gruß,

W

Beitrag von sissy1981 18.03.10 - 08:24 Uhr

Dann brauch ich mich auch nicht in eine Gemeinde aufnehmen lassen, wenn ich garnicht vorhabe etwas einzubringen.

Ich meld mich auch nicht im Verein an um dann nie hin zu gehen

Beitrag von paddelboot-neu 17.03.10 - 18:44 Uhr

Noch mal eine frage:
verfällt denn die Patenschaft, wenn ein Pate NACH einer Taufe aus der Kirche austritt?

Beitrag von tauchmaus01 17.03.10 - 18:46 Uhr

Das geht wunderbar.
Ich bin ausgetreten weil ich nicht verstehe aus welchem Grund der liebne Gott Unterschiede macht zwischen Deutschland und anderen EU Staaten. Warum müßen wir Kirchensteuer bezahlen?
Mein Glaube hat nichts mit dem Gebäude Kirche zu tun. Geh ich dennoch mal hin, lege ich immer was in den Klingelbeutel.

Der Glaube sitzt in der Seele eines Menschen, im Herzen, nicht im nächsten Überweisungschein für die Kirchensteuer.

Mein Glaube hat sich nicht verändert, ich wäre bereit Taufpatin zu werden und könnte ein Kind christlich erziehen, sowie meine Kinder so erzogen werden.
Sie kennen schon so viele Bibelgeschichten, wissen warum wir welche Feste feiern und beten am Abend.

Du weißt schon seit wann es diese Kirchensteuer gibt oder?

Mona

Beitrag von carlotka 17.03.10 - 19:07 Uhr

Ja, aber das Kind wird ja z. Bsp. in die katholische Gemeinde aufgenommen.
Als Taufpate bezeugst Du, dass du das Kind in christlich-katholischen Glauben miterzeihst. Wie möchtest Du das denn bitte tun, wenn Du die katholische Kirche oder eine andere Scheiße findest? Ich behaupte mal, dass Du es dann nicht tun kannst. Aber das möchte ich ja von meinem Taufpaten.

Grüße

Beitrag von tauchmaus01 17.03.10 - 19:12 Uhr

Wieso muß ich das denn Scheisse finden? Ich finde es scheisse dass man gezwungen wird Geld zu bezahlen weil man einen Glauben hat.
Das ist alles.
Ich finde es wunderbar einen Glauben zu haben und ihn auszuleben, aber der liebe Gott hat nicht den Menschen erschaffen und gesagt:"Baut bald eine Kirche und nehmt von allen Geld sonst dürft ihr nicht glauben!"

Warum hängt es davon ab was ich monatlich zahle ob man christlich lebt. Nächstenliebe hat nichts mit Steuern zu tun.

Das Schlimme ist dass einem das so eingeimpft wird...wehe Du tritts aus, dann wirst DU verdammt und landest in der Hölle (welche sich die Kirche gar nicht mehr leisten kann=)

Zum Glück lebe ich hier in einer Gemeinde wo keiner fragt ob man Kirchensteuer zahlt oder nicht. Und auch in der Kirche in der meine Kinder getauft wurden, ging es nicht darum, sondern einfach um die Frage ob die Kinder im christlichen Glauben erzogen werden, und das geht wunderbar OHNE Kirchensteuer!


Mona

Beitrag von carlotka 17.03.10 - 19:19 Uhr

#kratz
Was hat das jetzt mit meiner Antwort zu tun?
Ich habe lediglich gesagt, dass Du so nicht in der Lage bist, das Kind in KATHOLISCH/EVANGELISCH-christlichem Glauben zu erziehen. Du bist eben kein Mitglied dieser Gemeinschaft.
Gehören Deine Kinder einer Kirche an? Ich glaube kaum, dass Gott ein Kind nicht ins Himmelsreich läßt, weil es ungetauft ist.

Beitrag von tauchmaus01 17.03.10 - 19:30 Uhr

Ich habe lediglich gesagt, dass Du so nicht in der Lage bist, das Kind in KATHOLISCH/EVANGELISCH-christlichem Glauben zu erziehen. Du bist eben kein Mitglied dieser Gemeinschaft.

und ich wollte sagen, dass es falsch ist. Ich bin nicht vor Jahren ausgetreten sondern erst vor einer Weile. Ich BIN Mitglied in dieser Gemeinschaft, die Kirche ist kein Verein, bei demman rausgeworfen wird sobald man keinen Vereinsbeitrag mehr zahlt.

Wie kann es sein dass in dem Moment meiner Unterschrift die Gabe verloren geht ein Kind in christlichem Glauben zub erziehen? Gott hat die Kirchensteuer nichtn erfunden, für ihn zählen alle zu seiner Schafherde......;-)

Beitrag von carlotka 17.03.10 - 20:01 Uhr

Irgendwie hab ich das Gefühl ich rede mit einem trotzigen Kind. Du mußt lernen zu unterscheiden zwischen christlich oder christlich-kirchlich, ich betone hier das kirchlich mal.
Entweder Du bist ausgetreten oder Du bist es nicht.

Beitrag von carlotka 17.03.10 - 20:28 Uhr

Ich frage mich grade zudem, was glaubst Du wie sich die Kirchen in den verschiedenen Ländern finanziert. Du sprichst ja davon, dass Du hier Kirchensteuer zahlen mußt in anderen Ländern (welche?) aber nicht. Wovon leben die Kirchen dort?

Beitrag von tauchmaus01 17.03.10 - 20:33 Uhr

Ja, wieso schaffen es andere Länder und wir nicht, das frag ich mich auch ständig.

Beitrag von hinterwaeldlerin09 17.03.10 - 20:44 Uhr

...weil deren Kirchen NICHT ENTEIGNET wurden.

In Portugal z.B. besitzt die Kirche 20% des gesamten Landbesitzes, die sind auf Steuern gar nicht angewiesen!

In Deutschland kommt die Kirchensteuer ursprünglich daher, dass der Staat/die Fürsten den Kirchen ihren Besitz, ihre Ländereien, wegnahmen, um damit Entschädigungszahlungen zu leisten.

Wenn die Kirche das alles noch besäße, was sie zu dem Zeitpunkt hatte, bräuchte sie keine Steuer!

Im Gegenzug zu der Enteignung sagten die Fürsten der Kirche zu, für den Unterhalt für Personal und Kirchen zu sorgen.

Dies geschah zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Der Staat zieht die Kirchensteuer ein, die Kirche hat dafür keine eigene Verwaltung (außer in Bayern). Dafür kassiert der Staat natürlich von der Kirche auch eine "Bearbeitungsgebühr".

lg die hinterwäldlerin

Beitrag von carlotka 17.03.10 - 20:45 Uhr

Nenn mir doch bitte mal die Länder die Du meinst.

Beitrag von hummingbird 17.03.10 - 21:46 Uhr

Sobald du im Fussballverein keinen Beitritt mehr zahlst, darfst du auch nicht mehr mitspielen.

Wieso willst du bei der Kirche etwas in Anspruch nehmen, aber nichts dafür geben?

Sicher kannst ohne Kirche du an Gott glauben!

Aber wenn du austrittst aus der Kirche dann darfst du bei kirchlichen Dingen nicht mehr mitmachen.

Du wirst auch nicht kirchlich beerdigt.

Hast du deinen Austritt wirklich überlegt?
Es kommt mir nicht so ganz so vor, als hättest du alle Konsequenzen bedacht.

Beitrag von hummingbird 17.03.10 - 21:42 Uhr

Hm, ich sehe das nicht ganz so.

Von den Kirchensteuern wird ja auch einiges bezahlt, was jeder in Anspruch nehmen kann.
Pastor/Personal, Kirche, Gesangbücher, Hostien, Weihrauch, Kerzen, Musikchor+Instrument+Noten+Chorleiter, Friedhof, Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser, und vieles mehr...

Wie im Sozialstaat wird das eben von allen finanziert.

Sicher hast du Recht, dass nicht alles dort ankommt, wo es hin soll.
Aber das ist bei unserem Staat nicht anders, oder?
Den boykottierst du doch auch nicht...
Denn dann könnte ich genauso sagen, dass ich jetzt an Deutschland auch keine/weniger Steuern mehr zahle, weil ich zB gerade kein Kindergeld beziehe...?

Oder?

Beitrag von demy 17.03.10 - 22:31 Uhr

Hallo,
nimm da bitte mal das "soziale" heraus.
da herrscht ein weit verbreiteter Irrglaube in den Köpfen der Leute.

Kindergärten,Altenheime, Krankenhäuser und andere kirchlich soziale Einrichtungen werden nicht aus Kirchensteuermitteln bezahlt, sondern aus Beiträgen, allgemeinen Steuermitteln, Spenden und Versicherungsbeiträgen.
Da fließt kein Cent Kirchensteuer hinein.

Eigentlich gehören Kindergärten,Altenheime und Krankenhäuser nicht in kirchliche Hände, da sie auch nicht aus kirchlichen Mitteln bezahlt werden.
Die Kirche hat aber trotzdem das sagen und kann mit ihrem Tendenzschutz allgemeines Arbeitsrecht aushebeln.

Das ist aber ein ganz anderes Thema und gehört nicht hierher ;-)
Wollte halt nur nochmal in Erinnerung rufen, das Kirchensteuermittel nicht oder nur seeeehr wenig für "soziale Dinge" verwendet werden.

Wenn jeder wüsste wie die kirchlichen sozialen Einrichtungen finanziert werden, würden noch viel mehr Leute der Kirche den Rücken zuwenden.

Gruß
Demy

Beitrag von hinterwaeldlerin09 17.03.10 - 22:57 Uhr

Hä?

Was ist das denn? Diese Leistungen werden natürlich zum großen Teil aus öffentlichen Mitteln bezahlt...? #kratz

Ich will hier keinen Klippkurs anfangen, aber es macht den Eindruck, dass dir sowohl das Subsidiaritätsprinzip als auch die Struktur der Freien Träger irgendwie nicht so ganz geläufig sind...?

Ansonsten kann ich mir so eine Äußerung nicht ganz erklären...
#kratz

Könntest du bitte mal den Beleg dafür darstellen, dass dort "kein Cent Kirchensteuer hinein" geht?

eine verblüffte Hinterwälderlin


Beitrag von demy 18.03.10 - 07:08 Uhr

Hallo,
die Informationen sind zwar schon ein wenig älter, haben an ihrem Wahrheitsgehalt bis jetzt nichts eingebüßt.
http://www.kirchensteuer.de/rundfunk_geld.html
Auch wenn es eine sehr einseitige Seite ist, wenn man ein Bistum anfragt, wird man genau diese Antworten bekommen.

Ich möchte einfach nur, dass klar ist, dass soziale Einrichtungen der Kirche nicht mit den Kirchensteuermitteln finanziert werden, damit man nicht immer argumentiert, wenn du in der Kirche bist, dann brauchst du auch nicht die kirchlichen "Dinge" wie Kindergärten etc. in Anspruch zu nehmen.
Ich sage doch, da die Kirche sie auch nicht bezahlt.

Gruß
Demy

Beitrag von hummingbird 18.03.10 - 08:35 Uhr

So weit ich weiß, stimmt das nicht ganz, was du sagst.

Es werden freie Träger vom Staat unterstützt. Dh der Staat zahlt die "Grundversorgung", aber ansonsten investieren die freien Träger.
"Die Diakonie handelt
stellvertretend für die öffentliche Hand. Darum wird sie aus den Mitteln unterstützt, die der
Staat für diese sozialen Zwecke vorgesehen hat, um in freier Trägerschaft diese vom Staat
für notwendig erachteten Aufgaben durchzuführen.
Um all diese Aufgaben wahrnehmen zu können, brauchen Kirche und Diakonie die engagierte
Mitarbeit von vielen Menschen und eine gesicherte Finanzierungsgrundlage. Diese solide
Grundlage bildet die Kirchensteuer." http://www.ekd.de/download/kirchensteuer_petersen.pdf

Verwendung der Steuergelder:
http://www.katholisch.de/34342.html

In Bayern sieht es übrigens so aus:
Der Träger eines anerkannten Kindergartens - egal, ob es ein freigemeinnütziger, kommunaler oder sonstiger Träger ist - hat die Gesamtverantwortung für seine Einrichtung. Das bedeutet, daß er u.a. für den Bau und Bauunterhalt (sofern er auch Bauträger ist), den Betrieb und die Betriebskosten, die personelle, räumliche, sachliche und organisatorische Ausstattung und die Einhaltung (diesbezüglicher) gesetzlicher Vorschriften zuständig ist. Der Träger stellt das Personal ein und übernimmt ihm gegenüber alle Arbeitgeberfunktionen. Nach Art. 9 BayKiG ist er für die Erziehungs- und Bildungsarbeit in seinem Kindergarten verantwortlich, also auch für die Konzeption. Der Träger setzt die Elternbeiträge nach Anhörung des Kindergartenbeirats fest.
http://www.kindergartenpaedagogik.de/366.html

Hm, kläre mich auf, wenn ich falsch liegen.

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