Sachen ins Sozialkaufhaus bringen. Was meint ihr?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von honolulumieze 17.03.10 - 20:35 Uhr

Habe zu Hause einige Klamotten, Bettwäsche und einen beutellose Staubsauger, so gut wie nie benutzt. Keine teure Marke und die Saugkraft ist auch nicht super toll, aber er saugt. Nun hab ich die Möglichkeit, die Sachen in den Müll/Kleidercontainer zu werfen oder im Sozialkaufhaus einige Orte weiter abzugeben.

Wie seht ihr das? Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich eine bedürftige Person die Sachen bekommt? Wie gesagt, sie sind intakt bzw. sauber und ganz. Bei uns ist es so, dass dort jeder hin kann. Es nennt sich nur Sozialkaufhaus. Man muss dort also nichts vorlegen, dass man bedürftig ist. Ist es da eher wahrscheinlich, dass sich Raffzähne, die es gar nicht nötig haben, die Sachen abgreifen? Ich hätte schon ganz gern, dass die Sachen dorthin kommen, wo sie wirklich benötigt werden und nicht zu irgendwelchen geizigen Rentnern, die in Wahrheit genug Geld haben, aber stattdessen ins Sozialkaufhaus tigern, weil´s da so schön günstig ist.

Macht ihr das überhaupt? Oder landet bei euch direkt alles im Container/Müll?

Beitrag von sy2007 17.03.10 - 20:39 Uhr

Hallo.

Ich habe schon oft Sachen ins Sozialkaufhaus gebracht.

Wer die da kauft ist mir aber relativ egal. Wenn derjenige glücklich damit ist, dann soll es mir Recht sein. Ist immer noch besser als es in den Müll zu werfen :-)

LG Jana

Beitrag von sonnenblume77 17.03.10 - 20:44 Uhr

Hallo,

mir wäre es völlig wurscht wer die Sachen dort kauft. Gib sie einfach ab und denk dran dass sich jemand darüber freut.

LG

Beitrag von sandra7.12.75 17.03.10 - 21:15 Uhr

Hallo

Ich bin ehrenamtlich bei der Caritas und auch hier im Second-Hand darf jeder kommen.Auch ich.Am Ende des Monats ist nämlich auch bei mir Ebbe im Portomonai;-).
Hier ist es auch so das jeder kaufen darf,was bei den Tafeln Gottseidank nicht so ist.Ich habe es echt schon oft erlebt das gerade Leute die nicht bedürftigt sind kommen und kaufenIch mache das aber auch.

Das Problem ist das die leute die es eigentlich brauchen sich nicht trauen:-(

Entweder gibst du die Sachen ab oder machst da sonst was mit.

lg

Beitrag von ayshe 17.03.10 - 21:36 Uhr

hallo,

also ob es wirklich dort ankommt, wo man ment, daß es auch ankommen soll, weiß ich echt nicht.

aber durch den tod meiner schwiegermutter und dann auch noch meines schwiegervaters mußten wir eine haushaltsauflösung durchführen.
nach flohmärkten, hausflohmärkten und anderen möglichkeiten, das haus leerer zu bekommen, blieb immer noch eine menge über.

und wir haben sie angerufen, sie kamen, haben sich mitgenommen, was sie für das kaufhaus brauchen konnten.
ehrlich gesagt, uns war es egal.
es war viel zu schade für den müll, aber wir können uns auch nicht komplett vollstopfen.


lg
ayshe

Beitrag von oma.2009 17.03.10 - 21:47 Uhr

Hallo,

wir haben auch die Wohnung meines Schwiegervaters auflösen müssen und haben ein Soazialkaufhaus angerufen, das keine 500 m weiter weg war. Die wollten das Abholen auch noch von uns bezahlt haben!!!! Dabei wollten wir auch nur etwas Gutes tun und die ganze Einrichtung verschenken. Es waren ein kompl. fast neues Wohnzimmer (die Couchgarnitur steht immer noch in der Wohnung, die kommt am Wochenende auf den Müll) ein fast neues kompl. Schlafzimmer mit Überbau und Eckschrank, das hat ein Bekannter meiner Schwägerin abgeholt und alles an Geschirr usw. wurde von uns bereits entsorgt.
Wir haben es über das Internet versucht, über "Käseblätter" usw. alles an Selbstabholer zu verschenken, es hat sich kein Bedürftiger gemeldet, es hat sich gar keiner gemeldet. Die restl. Sachen wurden bereits von uns zur Müllverbrennung gebracht und die Garnitur folgt am Wochenende.
Es scheint so, als ob es in Hamburg keine Bedürftigen geben würde.

Uns war es eine Lehre, wir werden in Zukunft die sachen gleich entsorgen.

LG

Beitrag von anyca 17.03.10 - 22:19 Uhr

"alles an Selbstabholer zu verschenken, es hat sich kein Bedürftiger gemeldet"

Schon mal dran gedacht, daß Bedürftige kein Auto haben, mit dem sie ein komplettes Wohnzimmer transportieren können bzw. sich auch keinen Lastwagen mieten können?

Oder daß unter Bedüftigen auch Rentner, Alleinstehende, Behinderte sind, die eben schlecht Möbel schleppen können?

Den Schluß, es gäbe bei Euch keine Bedürftigen, finde ich völlig verfehlt.

Beitrag von oma.2009 18.03.10 - 07:47 Uhr

Hallo Anyca,

wir haben eben diese schlechte Erfahrung gemacht.
Und wenn man Sachen spendet für ein Sozialkaufhaus, warum soll ich dann auch noch dafür bezahlen, dass die die Sachen nehmen? Es war kein billiger Ramsch den wir dort hinspenden wollten.
Wir sind jedenfalls durch mit dem Thema, bei uns wird nichts mehr gespendet sondern gleich entsorgt.


LG

Beitrag von ayshe 18.03.10 - 09:37 Uhr

also dafür bezahlen müssen, finde ich auch nicht schön.

bei uns kamen sie vom sozialkaufhaus und nahmen eben, was sie noch brauchten, aber wir mußten es nicht bezahlen. das ist sicher ganz unterschiedlich.

naja, ich kann schon verstehen, daß einen das nicht gerade positiv stimmt :-(

Beitrag von nele27 18.03.10 - 09:41 Uhr

Vll hat Euer Sozialkaufhaus gerade eine Spende bekommen, sodass Transporter und Sprit bezahlt werden kann.

Ist ja immer eine Frage der finanziellen Mittel... Und es ist viel schwieriger eine Geldspende zu bekommen als jmd zu finden, der seine alten Möbel abholen lässt - da muss er ja nix für bezahlen und ist den Kram los.

Beitrag von ayshe 18.03.10 - 13:17 Uhr

das kann natürlich sein.
wir haben es bisher nur einmal gemacht, daher habe ich keine vergleiche und weiß nicht, was generell üblich ist.

Beitrag von sassi31 18.03.10 - 12:38 Uhr

Wir haben seinerzeit eine Wohnungsauflösung gemacht nach dem Tod der Tante meines Ex-Freundes. Das wurde in der Zeitung angekündigt und es waren etliche Leute da. Die guten Möbel wurden komplett verkauft. In der Anzeige stand kein Hinweis darauf, dass es was umsonst gibt. Vielleicht ist das auch das Problem. Evtl. haben die Leute gedacht, dass Möbel, die verschenkt werden sollen, nur noch etwas für den Speermüll sind und sich die Besitzer die Entsorgung sparen wollen.

Beitrag von nele27 18.03.10 - 08:52 Uhr

Ich wohne auch in Hamburg.

In meiner Nachbarschaft sind viele Bedürftige. Die würden sich freuen über die Sachen, die Ihr in den Müll (!!! #schock) schmeißt.
Leider haben die aber kein Auto um sie sich abzuholen.

Also wenn Du sie bei mir vorbeibringen kannst, haben sie in 5 Minuten einen neuen Besitzer.

Nele

Beitrag von oma.2009 18.03.10 - 09:01 Uhr

Hallo Nele,

wenn das so ist, dann schick mir über VK eine Nachricht.
Vielleicht können wir uns einigen. Die Garnitur ist ein 3-Sitzer + 2 Sessel in einem blaugrau, mit dezentem bunten Muster.
Der REst ist leider schon entsorgt.

LG

Beitrag von nele27 18.03.10 - 09:18 Uhr

Moin,

hier gibt es viele, die regelmäßig alle Müllcontainer durchsuchen #schmoll
Der Bedarf ist also sehr groß.

Ich werde mal bei meinem Nachbarn klingeln und einen Zettel in den Hausflur hängen. Es findet sich auf jeden Fall jemand. Ich melde mich mit Stadtteil & Adresse über VK.

Die Zielgruppe die Du suchst liest keine Zeitung :-) Und sieht daher Deine Kleinanzeigen nicht.

Naja und viele schämen sich eben auch.
Ich stelle meine überschüssigen Sachen immer abends raus, weil die meisten sie lieber im Dunkeln mitnehmen...

Ich melde mich!

Gruß
Nele

Beitrag von anyca 17.03.10 - 22:13 Uhr

Du würdest heile Sachen lieber in den Müll schmeißen, als sie Leuten zu geben, die sie noch brauchen können - bloß weil die vielleicht nicht am Hungertuch nagen?#kratz

Für mich ist es schon aus ökologischen Gründen selbstverständlich, daß gute Sachen nicht auf der Müllkippe landen! Was im Bekanntenkreis keiner braucht, bringe ich zu Oxfam (wo es verkauft wird und das Geld geht in die Entwicklungshilfe) oder stelle es bei allesundumsonst.de ein.

Ich habe hier auch selber viele Sachen, die ich im Bekanntenkreis geerbt habe (vom Bettsofa bis zum Kinderschneenanzug), bin ich nun ein "Raffzahn", nur weil ich die Sachen auch selber hätte bezahlen können?#kratz

Beitrag von nele27 18.03.10 - 08:45 Uhr

Sehe ich auch so.

Hauptsache, die Leute können die Sachen gut brauchen. Ob sie dann ein Sofa "zuviel" haben ist doch wurscht #augen

Ichb kann diese Einstellung "der ist ja gar nicht richtig bedürftig, weil noch nicht halb verhungert" eh nicht verstehen.

LG, Nele

Beitrag von reethi 17.03.10 - 22:24 Uhr

Hallo!

Ich würde es weg bringen. Wir haben bei uns kein Sozialkaufhaus. Aber so etwas in der Art. Dort haben wir auch schon oft Sachen hingebracht.
Die verkauften Sachen gehen zwar nicht unbedingt an "Bedürftige", aber die Leute die dort arbeiten sind Langzeitarbeitslose oder Menschen die wieder eingegliedert werden und dadurch eine Aufgabe haben. Das finde ich auch gut.

Vielleicht gibt es so etwas bei Euch ja auch?

Viele Grüße,
Neddie

Beitrag von anatoli 17.03.10 - 22:40 Uhr

Hallo,
ich bringe viele Sachen auch ins Sozialkaufhaus. Warum sollen die Sachen zu hause verrotten? Ist doch eine gute Sache!!! Und ich muss sagen, dass ich das eine oder andere Teil auch schon einmal dort gekauft habe. Finde ich nichts schlimmes dran. Meiner Meinung nach sind die sozialkaufhäuser eine gute Sache. Bei uns zumindest werden viele Jugendprojekte damit unterstüzt. Bevor ich die Babysachen im Keller bunkere oder auf dem Flohmarkt für 50 cent verhökere, spende ich sie lieber .
LG
Anatoli

Beitrag von butler 17.03.10 - 23:03 Uhr

Wenn das nicht gerade das verräucherte Muchtenkaufhaus in B. ist würde ich es hin bringen. Ich bringe die Sachen: Arbeitslosenverband(Kleiderkammer)
Babysachen in eine kirchl. Einrichtung die sich um Frauen in Not kümmert
lg.

Beitrag von nordseeengel1979 17.03.10 - 23:05 Uhr

<<die Saugkraft ist auch nicht super toll, aber er saugt.>>

Meinst Du sozial schwache haben kein Anrecht auf voll funktionstüchtige Sachen ??? DEN Staubsauger würde ich eher in den Müll werfen... Auch Sozialschwächere dürfen einen Staubsauger haben der voll saugt ;-)

Genauso wie hier immer Kleidung mit Flecken angeboten wird... als ob Sozialschwächere dazu da sind, den Müll anderer aufzubrauchen #klatsch Haben diese Personen kein Anrecht darauf den Kindern saubere Klamotten anzuziehen ??? Sowas würde ich nichtmal weitergeben...

Schade, das Sozialschwächere hier immer so abgestempelt werden, so nach dem Motto, den Müll zu denen...

Musste mal raus, die Leute tun mir echt leid

Beitrag von honolulumieze 18.03.10 - 07:23 Uhr

So war das nicht gemeint. Unsere Sachen sind einwandfrei, sauber und ohne Flecken. Schmutzige, nicht mehr zu reinigende oder löchrige Sachen kommen bei mir in den Müll. Und der Staubsauger ist für eine kleine Wohnung absolut ok. Ein 200 m² Haus mit viel Teppich mit so einem kleinen Ding zu saugen wäre etwas mühsam. Ein Fehlkauf halt. Mir sind die normalen Sauger mit Beuteln lieber. Die saugen, jedenfalls bei uns, stärker.

Beitrag von cocoskatze 18.03.10 - 07:51 Uhr

Ich finde nicht, dass du dich hier rechtfertigen mußt ;-)

Wer die Sache mit der Saugkraft des Staubsaugers verstehen will, der versteht es schon :-)

LG
Simone

Beitrag von cocoskatze 18.03.10 - 07:34 Uhr

Wie überflüssig#klatsch

Es gibt nunmal Staubsauger, die eben NICHT so super saugen wie andere!

Sie hat doch geschrieben, dass die Sachen in Ordnung sind!

Du bist ja ein wahrer Interpretationskünstler. Ganz klasse!:-[

Beitrag von anyca 18.03.10 - 10:30 Uhr

"Genauso wie hier immer Kleidung mit Flecken angeboten wird"

Da scheuen sich die Leute ja nicht mal bei ebay vor ... hab neulich ein Kinderkleidungsstück erstanden, das wirklich unbrauchbar war wegen eines Flecks, die Verkäuferin meinte dann nur, die Hose sei ja noch als Schlafanzughose brauchbar #klatsch

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