1. Klasse - keine Kontrolle der Hausaufgaben auf Richtigkeit

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von philomene 17.03.10 - 22:11 Uhr

N´abend an alle!

Die halbe Frage steht ja schon oben. Ist es bei Euren Erstklässlern auch so, dass die Lehrer nicht mehr in der Lage sind, die Hausaufgaben auf Richtigkeit zu kontrollieren, sonden nur noch auf Vollständigkeit?

Ich hab mir eben erklären lassen, dass man es als Lehrer wohl nicht mehr schafft, da man so viel im Unterricht unterwegs ist, um Hilfestellung zu geben, z. B. beim Schriftbild, heisst schreiben der Buchstaben, Zahlen, ... und selbst wenn man am Pult sitzt, so viele Kinder um einen rum stehen, dass man nur damit beschäftigt ist, Fragen zu beantworten?

Man kann wohl von einem Lehrer heutzutage nicht mehr verlangen, alle Hausaufgaben nachzurechnen. Und dabei sind bei uns in einer Klasse noch nicht mal 20 Kinder.

Wie ist das bei Euch so? Ach so: Wir kommen aus NRW.

Liebe Grüße
Claudia

Beitrag von danymaus70 17.03.10 - 22:23 Uhr

Hi,

mein Sohn ist zwar jetzt in der 2. Klasse aber bei ihm werden die Aufgaben von der Lehrerin nachgeschaut. Oft sammelt sie dann alle Hefter ein und gibt sie dann wieder zurück.

LG Dany (Hessen)

Beitrag von zaubertroll1972 17.03.10 - 23:33 Uhr

Hallo,

in der Klasse meines Sohnes sind 27 oder 28 Kinder. Die Kinder haben täglich Hausaufgaben auf, bis auf Freitag. Die Aufgaben werden nicht täglich auf Richtigkeit kontrolliert, was ich auch voll und ganz verstehen kann. Die Bücher und Schnellhefter werden aber regelmäßig eingesammelt und nachgesehen. Es gibt dann jedes Mal auch ein kurzes Feedback oder eine Info.
Wenn die lehrerein jeden Tag täglich alle Aufgaben nachsehen würde ginge ja sicherlich eine Stdunde flöten. Da ist es mir wichtiger daß der Unterricht gemacht wird. Unsere Aufgaben sind eh richtig wenn mein Sohn sie gemacht hat.

LG Z.

Beitrag von motzkuh05 18.03.10 - 10:01 Uhr

Hallo,
"unsere Aufgaben" ist ja auch ne super Aussage. Ich sage meinen Kindern immer, dass ich zum Glück keine Schülerin mehr bin und meine schulischen Leistungen schon erbracht habe, jetzt sind sie dran.
LG Motzkuh, die sich zum Glück nicht mit den Hausuafgaben ihrer Kinder identifizieren muss, diese aber trotzdem auch kontrolliert

Beitrag von zaubertroll1972 19.03.10 - 10:27 Uhr

Meine Güte....man kann ja auch jedes Wort auf die Goldwaage legen. Daher wohl auch Dein Name "Motzkuh" . Paßt ja super zu Dir!
Mein Sohn weiß daß ich keine Shülerin mehr bin. das muß ich ihm nicht extra sagen.
Schau die Aufgaben doch nicht nach wenn Du Dich nicht zuständig fühlst.
Ich muß mich weder mit meinem Sohn noch mit seinen Aufgaben identifizieren und würde auch nie auf solch eine Vermutung kommen. Ich glaube aber Dir liegt das näher wenn Du so denkst!

So, jetzt motz einfach woanders rum, Du Motz KUH!

Beitrag von motzkuh05 19.03.10 - 19:33 Uhr

#kratz Wer hier was auf die Goldwaage legt, ist ja wohl offensichtlich. :-p

Beitrag von zaubertroll1972 19.03.10 - 20:55 Uhr

Du hast hier immer was zu motzen....da muß man sich nur mal weiter durchlesen...viel Spaß noch dabei....

Beitrag von connie36 18.03.10 - 02:55 Uhr

hi
ich denke da kommt es 1. auf die klassengrösse an, und 2. auf den lehrer.
bei uns ist es so, das sie drei mathehefte haben, auch deutschhefte haben sie drei. eines für schulaufgaben, eines für hausaufgaben, und eines für tests und arbeiten. das war schon in der 1.klasse so und jetzt in der 2. istes genauso.
dh. meistens hat die lehrerin ein heft eingesammelt.
bei uns sind es allerdings auch nur 16 kinder in der klasse. da ist das auch besser machbar als wenn es 29 wären.
lg conny

Beitrag von gunillina 18.03.10 - 06:33 Uhr

Nein, bei uns läuft es so, dass die Lehrerinnen in regelmäßigen Abständen die Sachen mit nach Hause nehmen und sie dort durchsehen und wenn nötig korrigieren.
Alles kein Problem.

Beitrag von grizu99 18.03.10 - 07:16 Uhr

Also Hausaufgaben auf Richtigkeit werden bei uns nicht kontrolliert, nur auf Vollständigkeit! (1.Klasse)

Ich schaue zuhause die Hausaufgaben nach und rechne die Rechenaufgaben durch und wenn was falsch ist, muß mein Sohn es halt nochmal rechnen bzw. schreiben.

Sie nimmt ab und zu mal Stichprobenartig Hefte/Hefter mit.

Bye grizu99

Beitrag von 3erclan 18.03.10 - 08:15 Uhr

Hallo

natürlich wurden bei uns die Hausaufgaben auf richtigkeit täglich kontroliert von der Lehrerin.Für welchen Zweck haben sie denn sonst???So erhalten die Lehrer einen Überlick welches Kind noch Probleme hat.
Wenn das die Kinder mitbekommen und die Eltern zuhause nicht nachschauen schreiben sie ja einfach was hin.

Dafür haben die Lehrerin den Nachmittag.

Beitrag von jules0815 18.03.10 - 08:43 Uhr

Hi,

mein Sohn macht seine Hausaufgaben zu Hause und ich bin in der Lage sie auf Richtigkeit zu prüfen! Die Lehrer prüfen sie auf Vollständigkeit und bei Kindern mit einem nicht dahinter stehendem Elternhaus auch auf Richtigkeit.


Meine Eltern haben die Hausaufgaben bis zur 4.Klasse nachgeschaut und mich nicht mit falschen Antworten losgeschickt, mag ein wenig nach Kontrolle klingen, aber das sind nunmal auch Elternpflichten.

LG

Beitrag von motzkuh05 18.03.10 - 09:58 Uhr

Hallo,
wie beurteilen die Lehrer das denn?
Wenn mein Kind die Hausaufgaben alleine macht und ich lediglich auf Vollständigkeit kontrolliere und die Überprüfung der Richtigkeit der Lehrerin überlasse, damit sie sich ein Bild der Fähigkeiten meines Kindes machen kann und nicht meiner Fähigkeiten, stehe ich dann nicht dahinter? Komme ich dann nicht meinen Elternpflichten nach?
LG Motzkuh

Beitrag von jules0815 18.03.10 - 10:13 Uhr

Zuerst muss man sich mal die Frage stellen, wozu Hausaufagben da sind?!

Wie der Name schon sagt, sind es HAUSaufgaben, die üblicherweise im häuslichen Umfeld bearbeitet werden. Sie sind zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts da, sie helfen bei der Festigung des Schulstoffes, fördern die Eigenverantwortung und stärken die Arbeitshaltung. Zudem sind sie ein Bindeglied zwischen Schülern und Eltern, man sieht als Erziehungsberechtigter wo die Kinder stehen, inwieweit sie selbst denken, in welchem Tempo und mit welcher Konzentration es arbeitet.

Beitrag von jules0815 18.03.10 - 10:18 Uhr

UND ein Bild von den Fähigkeiten des Kindes, macht sich der Lehrer nicht durch ein verfremdetes Ergebnis einer Hausaufgabe, sondern im Unterricht, denn nur dort zählen die Leistungen, sie sind unverfälscht und natürlich!

Beitrag von motzkuh05 18.03.10 - 10:32 Uhr

Hallo,
ich sehe es etwas anders: Hausaufgaben sind kein Bindeglied zwischen Schüler und Eltern (#schock) und sollten eigentlich komplett ohne Hilfe geleistet werden. Leider ist es in unserem System jetzt üblich, dass die Eltern auch inhaltlich viel unterstützen und Lehrer sich darauf auch verlassen - Sinn der Hausaufgaben ist das sicherlich nicht.
Hausaufgaben sind sehr wohl Leistungen, die auch in die gesamte Leistungbewertung einfliessen.

Und meine anderen Fragen hast du noch nicht beantwortet. Wäre darauf aber sehr gespannt.

Lg Motzkuh

Beitrag von jules0815 18.03.10 - 12:48 Uhr

Das ist deine Meinung dazu, ich sehe es anders und begründete dies schon... .

Es ist nicht jetzt in unserem System so üblich, sondern war zu meiner Schulzeit auch schon so. Vll. schwanken da die Länder und Bundesländer hinsichtlich der Lehrmethodik: meine erlernte finde ich jedoch deutlich besser und logischer.



Und ich muss weder auf eine Frage noch auf alle von dir gestellten eingehen, zumal ich manche als rethorisch gestellt halte...

Beitrag von motzkuh05 18.03.10 - 14:14 Uhr

Halo,
natürlich "musst" du auch meine Fragen nicht beantworten, aber in einer Diskussion ist es schon ein Zeichen der Höflichkeit, Fragen zu beantworten, zumal ich sie dir direkt gestellt habe.
Schade, dass du von die aufgestellten Thesen, die von mir hinterfragt wurden, nicht weiter erläuterst.
LG Motzkuh



Beitrag von jules0815 18.03.10 - 14:23 Uhr

Ein wenig schmunzeln muss ich schon, denn ich erwartete diese Antwort von Dir!

Wenn Du genauer liest, habe ich Deine Fragen bereits beantwortet. Deine rhetorische Frage natürlich nicht -mir kommt sie so gestellt vor, deshalb keine Antwort-.


Im Übrigen stellte ich keine unbegründeten Thesen auf, habe Dir nur nicht direkt geantwortet. Das ist Deutsch der 7. und 8. Klasse (zum Glück haben mir meine Eltern be den Hausaufgaben über die Schultern geguckt und korrigiert und ich bin keine Deutsch-Muttersprachlerin).

Beitrag von thalia.81 18.03.10 - 12:51 Uhr

#pro

DANKE!

Beitrag von jules0815 18.03.10 - 13:14 Uhr

Wofür #rofl


Manchmal frage ich mich wo wir leben?! In einer Gesellschaft wo jegliche Verantwortung abgeben wird und wenn etwas schief läuft, alle anderen Schuld sind!

Beitrag von rosabuntstift 18.03.10 - 10:27 Uhr

Hi,

In der Schule werden bei beiden Kindern (3.+7.Kl) die Hausaufgaben auf
1. auf Vollständigkeit
2. Richtigkeit
geprüft.

Entweder die Lehrer nehmen die Hefte mit oder sie kontrollieren reihum in der Klasse.
Besprochen und verbessert wird es in der Schule.

Am Anfang (1. Klasse) hab ich die Aufgaben kontrolliert bzw. unterstützt und geholfen, sie brauchen erst eine gewisse Führung und müssen alles erstmal lernen.

Doch dann hab ich sie alleine machen lassen.


Hier wird die "Elternpflicht" genannt, der komm ich nach wenn ich sehe, dass alle Hausaufgaben
gemacht werden, seh mich aber nicht als Lehrerin an die alles kontrollieren und erklären muss.
(was nicht heißt das ich nichts erkläre wenn daheim Fragen kommen)

Ich find`s schon #aerger wenn du sagst, "...und bei Kindern mit einem nicht dahinter stehendem Elternhaus ..."

Klar, manchmal kommt meine Kleine heim und sagt, die Aufgabe ist falsch gewesen oder das hätte ich so zeichnen sollen und der Rotstift vom Lehrer ist im Heft.
Na und!!!? was ist da so schlimm dran? Meine lernen so eher aus ihren Fehlern, als wenn ich sie daheim alles ewig verbessern lasse.
(vorausgesetzt es handelt sich um 1,2 kl. Fehler und es ist nicht das ganze Heft rot, denn dann passt eh was nicht)


Bei der Gr. kann ich eh nicht mehr viel helfen, sie muss ihre Aufgaben selbst erledigen und auch
in der 7.Kl. werden die Hausaufgaben noch richtig kontrolliert und verbessert.
Nur so erkennen sie ihre Fehler!

Warum soll ich dann in der Grundschule alles kontrollieren und dann später nicht mehr?
Wäre es da nicht auch meine Elternpflicht?
Bin ich deshalb eine schlechte Mutter weil ich es später nicht mehr kontrolliere? (kontrollieren kann!!)
Kommt mein Kind aus einem Elternhaus bei dem die Eltern nicht dahinter stehen?

Für die Kinder ist jede Aufgabe eine neue Aufgabe die sie bewältigen müssen.
Eine 8-jährige findet das Plusrechnen genauso schwierig wie eine 12-jährige Terme o. Assoziativgesetze.
Müsste ich da meiner Großen nicht auch alles kontrollieren und evtl. erklären wenn sie etwas nicht versteht?
Wäre es da nicht auch meine Pflicht?
Ach so, Elterpflicht besteht nur bis zur 4. Klasse bzw. nur solange wie ich in der Lage bin zu helfen?!?!

Klar, ich bin auch in der Lage einem 3.Klässler die Aufgaben zu kontrollieren, aber ich mach es nicht. (bzw. nur begrenzt)
(vielleicht hab ich auch das Glück, dass sie gut ist und nur wenig bis gar keine Fehler macht)


Freundliche Grüße
:-)

Beitrag von jules0815 18.03.10 - 13:04 Uhr

Es ist schön wie sich immer an einem Wort hochgeschaukelt wird und dies den ganzen -langen-Text bestimmt.


Ich bin so aufgewachsen und das ist meine Meinung dazu! Hausaufgaben dienen zur Nachbereitung und Festigung des in der Schule gelernten Stoffs. In der Schule wird auch kontrolliert, wieso nicht also auch gleich zu Hause?! Sind die Matheblöcke nicht untereinander "stört" mich das auch nicht, jedoch bei flaschen Lösungen oder falscher Rechtschreibung helfe ich gleich.
Ich bin, zum Glück, nicht oft in dieser Situation, da mein Sohn im mathematischen Bereich sehr gut ist und deutschtechnisch auch nicht hinterher hinkt. Jedoch schreibt er manchmal Substantive klein und die verbesser ich gleich mit, was bringt es auch ihn einen Tag warten zu lassen?! : Nichts! Er prägt es sich ggf. falsch ein.

"Müsste ich da meiner Großen nicht auch alles kontrollieren und evtl. erklären wenn sie etwas nicht versteht? "

Ja! ich würde es so machen. In der Grundschule trifft der Fall aber viel eher zu. Da die Selbstständigkeit noch nicht so ausgeprägt ist.

"Ich find`s schon wenn du sagst, "...und bei Kindern mit einem nicht dahinter stehendem Elternhaus ..."

Ich habe dies nicht grundlos geschrieben. Es gibt mittlerweile genug Eltern die sich einen Sch... um ihre Kinder kümmern und sie nebenher nur laufen lassen. In der Klasse meines Sohn sind 3 Kinder die auf sich gestellt sind, sie gehen allein nach Hause, kommen allein, machen sich das Essen selbst und machen ihre Hausaufgaben -meistens- allein, ohne Anleitung, ohne Kontrolle. Lesen stumm vor sich hin. Ich frag mich wo da die Chancengleichheit ist?!



Beitrag von wasteline 18.03.10 - 19:48 Uhr

Die Chancengleichheit ist doch schon lange nicht mehr gegeben. Was ist mit den Migrantenkindern, deren Eltern die deutsche Sprache nicht oder nur schlecht beherrschen? Was wird aus den Kindern?

Wenn Du für Chancengleichheit plädierst (was natürlich positiv ist), dann muss in Deutschland flächendeckend die Ganztagsschule eingeführt werden. Nur so haben alle Kinder die gleiche Chance.

Beitrag von rosabuntstift 19.03.10 - 09:32 Uhr

Guten Morgen

Ich will es nicht alleine an einem Wort festmachen!
Hab viell. auch etwas überreagiert, aber auch ich hab es nicht grundlos geschrieben.

Weißt, ich hab noch eine Gr. und da kann ich (selbst wenn ich es wollte) nicht mehr wirklich helfen. Da müsste ich täglich mit ihr bei den Hausaufgaben sitzen um den Faden nicht zu verlieren. Mal so schnell hinschauen und das richtige Ergebnis nennen geht da nicht mehr.
(bei Rechenarten bis zur 4./ 5. Klasse kein Problem)

Sie "muss" sich auch alleine durchkämpfen für sie sind die Aufgaben genauso schwer wie für die Kleine ihre x:+- Aufgaben.

Ich seh mich deshalb aber nicht als schlechte Mutter an , nur weil ich nicht jede Hausaufgabe auf Fehler untersuche.
Ich lenk sie in die richtige Richtung und helfe wie ich es für richtig halte.
Mir ist das was meine Kinder tun und erarbeiten wichtig (hat aber nichts mit HA-Kontrolle zu tun).
Wie schon geschrieben, vielleicht seh ich es wirklich etwas lockerer weil meine beiden nicht schlecht sind.

Die Meinungen gehen sehr auseinander. Kommt einfach auf die Kinder und die Eltern an.
Wie heißt es:“ Die Geschmäcker sind verschieden“------ die Denkweisen auch!
Jeder handelt so, wie er es für richtig hält!

weiterhin freundliche Grüße
:-)