4,5 Jahre und in der Grammatik sehr schlecht

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mama2012 18.03.10 - 12:07 Uhr

Hallo zusammen,

mach mir so langsam Sorgen wegen unserer Tochter. Sie wird im Juli 5 Jahre alt, spricht zum Teil aber noch so unverständlich das ich mir jetzt schon Sorgen mache ob sie nächstes Jahr eingeschult werden kann... :-( Ich weiß wenn es nicht klappt dann klappt das nicht, ist dann besser für sie aber wenn ich hör wie toll und vor allem auch grammatikalisch richtig andere Kinder reden macht mich das etwas traurig.

Beim Logopäden sind wir bereits seit sie ca. 3,5 Jahre alt ist. Jetzt hat sie gerade "sch" gelernt. Klappt so langsam auch. Aber dann gibt es noch weitere Buchstaben die geübt werden müssen.

Sie sagt z.B. ständig "Michael ihre Mama". Verbesser sie dann und erklär ihr das es bei Jungs "seine" und bei Mädchen "ihre" heißt. Weiß nicht wie lange ich ihr das schon versuche beizubringn aber sie merkt es sich einfach nicht.
Ist nur ein kleines Beispiel von vielen gewesen...

Interesse am Schreiben zeigt sie dagegen jetzt immer mehr, möchte viel schreiben und Zahlen lernen.

Hat vielleicht jemand das gleiche "Problem"?

LG
Nadine

Beitrag von fritzeline 18.03.10 - 12:12 Uhr

>>>"Michael ihre Mama". Verbesser sie dann und erklär ihr das es bei Jungs "seine" und bei Mädchen "ihre" heißt


*ähem* das machst du in dem Fall hoffentlich nicht? Es heißt immer noch " Michaels Mama" #gruebel

Beitrag von mama2012 18.03.10 - 12:16 Uhr

doch, ich sage "seine" und "ihre" damit sie den Unterschied merkt

Beitrag von bine3002 18.03.10 - 12:18 Uhr

Aber dann bist Du selbst in Grammatik sehr schlecht. Was erwartest Du dann von deiner Tochter?

Beitrag von jeannylie 18.03.10 - 12:20 Uhr

Dem Michael seine Mama!

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod! #rofl #rofl #rofl

Beitrag von marenchen23 18.03.10 - 16:19 Uhr

Darf ich mitlachen? Aber über mich #hicks

Jetzt hab ich endlich mal geschnallt was dieses "Der DAtiv ist dem Genitiv sein Tod" bedeutet.... bin mir jetzt ehrlich auch nicht sicher, ob ich so einen Satz wie "Michael seine Mama" nicht auch schon gebracht habe ;-)
Aber gut dass es Urbia gibt! Wessen Mama? DEM MICHAEL SEINE LOL ---> #rofl

ich habs geschnallt #huepf :-p

ach ja und hackt doch nicht so auf der TE rum.... erklärt ihr doch lieber, WAS sie da falsch macht.....

Maren

Beitrag von zwillinge2005 18.03.10 - 12:22 Uhr

Hallo Nadine,

Du "verschlimmbesserst" also einen grammatikalischen Fehler durch einen anderen?

Könnte es sein, dass bei Euch zuhause vielleicht auch kein perfektes Deutsch gesprochen wird?

Direktes verbessert sollte man in dem Alter noch nicht, sondern den Satz besser in "Frageform" oder "Aussageform" RICHTIG widerholen.

z.Bsp.: "Was hat Micheals Mutter gesagt/getan etc?"

Perfekt in den Feinheiten der deutschen Sprache müssen Kinder 1,5 Jahre vor der Einschulung aber auch noch nicht sein. Zuviel Druck kann da wohl eher schaden.

Was sagen den Logopäden und Erzieher im Kindergarten dazu?

Wichtig ist die gute Vorbildfunktion der Eltern und anderer wichtiger Bezugspersonen.

LG, Andrea

P.S.: Bei "Michael seiner Mutter" dreht sich mein Magen um.......

Beitrag von bine3002 18.03.10 - 12:18 Uhr

Ich schließe mich meiner Vorrednerin an. Wenn Du deine Tochter verbesserst, indem Du ihr sagst, dass es "Michael seine Mama" heißt, dann solltest Du das Verbessern lieber einem Fachmann überlassen. Es heißt nämlich "Michael ihm seine Mama" ;-)

Beitrag von mama2012 18.03.10 - 12:22 Uhr

wollt ihr jetzt auf dem einen satz rumhacken? #kratz
es geht hier nicht um den EINEN satz... und ja sie ist bei einam fachmann, sie geht seit über einem jahr zum logopäden. ;-)

es geht darum das sie für ihr alter sehr schlecht spricht und ich mich gerne mit eltern austauschen möchte welche die gleichen erfahrungen mit ihrem kind/ ihren kindern gemacht haben...

Beitrag von bine3002 18.03.10 - 12:26 Uhr

Dieser eine Satz bzw. die Art wie Du ihn korrigierst, sagt sehr viel aus über die Art und Weise wie Ihr Euch zu Hause unterhaltet. Und ein Kind lernt natürlich schlechter die Grammatik, wenn es sie zu Hause nicht richtig vorgesprochen bekommt. Das ist gar keine Kritik, manchmal ist es ja regionsabhängig wie Menschen sprechen.

Beitrag von susischaefchen 18.03.10 - 12:31 Uhr

hm #kratz ich überlege gerade wie man Dir nett sagen kann das meine Vorrednerinnen inhaltlich sehr recht haben.

Es heißt Michaels Mama oder die Mama von Michael, denn wenn Deine Tochter in die Schule kommt und schreibt wie Du sprichst bekommt sie auch ein Problem. Du hilfst ihr damit nicht wirklich. Ich korrigiere meinen fast 4-Jährigen Sohn sogar wenn er falsch konjungiert oder bei der Steigerung wie statt als benutzt. Wenn ich ihn nicht richtig verbessere wie soll er es richtig lernen.
Mein Mann hat sich da früher ein Späßchen draus gemacht und immer gesagt "wir gehen bei ...." da hab ich fast die Krise bekommen.

Hast Du Dir denn mal von dem Logopäden einen Rat geben lassen? Oder üben die nur die Aussprache?

LG Sabine

Beitrag von pocahonti 18.03.10 - 12:33 Uhr

Hallo Nadine,

ich "reite" jetzt nicht auf deinem Beispielssatz herum (obwohl es grammatikalisch natürlich falsch ist).

Aber - unabhängig von diesem Satz- sollte man Kinder in desem Alter nicht "verbessern". So verunsicherst du deine Tochter nur...
Wenn du es ihr richtig zeigen möchtest, dann frag nochmal nach "Was hat Michaels Mama gesagt?", damit hilfst du ihr viel mehr!

Oder frag doch mal den Logopäden oder die Erzieherinnen, was du tun kannst, um die Grammatik deiner Tochter zu verbessern...

LG,
Silke

Beitrag von funnybunny80 18.03.10 - 12:36 Uhr

hallo nadine,

hier eine antwort für dein eigentliches anliegen...

unsere tochter wird auch 5 jahre alt und spricht auch noch nicht sehr verständlich. ihr problem ist das sie manchmal einfach zu schnell spricht und somit manche worter nur "nuschelt". außenstehende müssen manchmal schon 1-2 mal nachfragen bis sie verstanden haben was sie meinen.

sie ist auch beim logopäden, die sind bis jetzt ganz zufrieden mit ihr. ihr macht es spaß zu lernen - mit der logopädin, aber mit mir daheim (wir müssen hausaufgaben machen) leider nicht #schmoll

wir warten jetzt mal ab wie die untersuchung für die einschulung verläuft und dann sehen wir weiter.

was meint denn der kinderarzt bezüglich der aussprache eurer tochter?

Beitrag von mama2012 18.03.10 - 12:45 Uhr

der kinderarzt hat uns als antwort gegeben das sie ja erst 4,5 jahre alt ist und wir schon recht früh mit logopädie begonnen haben. sie hätte aber auch noch zeit sich sprachlich zu entwickeln

Beitrag von metalmom 18.03.10 - 13:01 Uhr

Auweia.
Grammatik gelernt bei Yoda Du hast?

Beitrag von mama2012 18.03.10 - 13:03 Uhr

ha ha ha!!! sehr sinnvoller beitrag von dir!!!
warum antwortest du überhaupt!

Beitrag von quickys1 18.03.10 - 13:02 Uhr

Hallo Nadine,

nur wegen falscher Grammatik braucht man nicht zum Logopäden.
Verbessern bringt im übrigen auch nichts. Mein Sohn schaltet dann komplett auf stur und ganz ehrlich. Ich verstehe ihn. Ich möchte auch nicht ständig korrigiert werden. Außerdem ist es doch teilweise auch wirklich sehr süß, wie die Mäuse sprechen.
Lass deine Tochter doch einfach in Ruhe. Sie wird schon noch lernen, alles richtig zu sprechen. Die Schule tut ihr übriges dazu.

Bleib ruhig und lass es einfach auf dich zukommen. Es wird schon werden.
Meiner Meinung nach gehen eh viel zu viele einfach viel zu schnell zu irgendeinem Therapeuten. Logo, Ergo oder sonst was.

Mein kleiner hat erst mit gut 3 Jahren angefangen überhaupt zu sprechen. War noch nie beim Logopäden. Er ist jetz fast 4 1/2 und quatscht wie ein Wasserfall. Klar gibt es Versprecher. Ja und, ist doch gut so. Das bügelt er von ganz alleine irgendwann aus.

Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von engelchen28 18.03.10 - 13:26 Uhr

hallo nadine!
das was du sagst, ist genauso falsch!!!!! es gibt nicht "michael SEINE mama" sondern es ist "michaels mama". GENITIV nennt man das! woher soll das kind es auch richtig lernen, wenn du es ihr falsch erklärst???
vg
julia

Beitrag von mama2012 18.03.10 - 13:44 Uhr

ja danke ich hab es jetzt kapiert...da brauch ich nicht noch 10x das gleiche zu lesen bekommen

Beitrag von donaldine1 18.03.10 - 13:28 Uhr

Hallo,
also meines Erachtens vermischt du hier zwei verschiedene Probleme:
1. So wie ich es hier verstanden habe geht es zum einen um die grammatikalische Ausdrucksweise deiner Tochter. Ich kann es schon nachvollziehen, wenn hier viele auf dem Beispiel herumhacken, welches du genannt hast. Leider ist es nun einmal so, daß das, was du hier als Verbesserungsbeispiel nennst ebenso verkehrt ist, wie das, was deine Tochetr sagt.
Da liegt es schon nahe, daß der eine oder andere davon ausgeht, daß du es auch nicht korrekt sprichst. Ich muß dir leider sagen, daß es mir da genauso geht. Sprechen lernen die Kinder in erster Linie von den Eltern. Und wenn deine Tochter da so verkehrt redet, fragt man sich logischer Weise, woher sie das wohl hat. Das ist einfach so, ohne daß man die da zu nahe treten möchte. Die Frage kommt eben einfach auf.
Ansonsten denek ich, daß man diese Problem nur dadurch wegbekommt, wenn man es immer wieder selber richtig sagt. Und sie ggf. auch darauf hinweist, wenn sie es falsch macht.
2. Was die Aussprache angeht, da seid ihr ja bei einem Logopäden in den richtigen Händen. Wenn das mit dem "sch" jetzt klappt, dann wird es mit den anderen Buchstaben doch auch noch hinzubekommen sein, oder? Also: Hab doch da einfach noch ein wenig Geduld mit ihr.
LG
donaldine1

Beitrag von mama2012 18.03.10 - 13:42 Uhr

danke für deine antwort.
bei uns in der gegend ist es leider so das extrem dialekt gesprochen wird. man kann sein kind die ersten 3 jahre hochdeutsch erziehen aber sobald sie in den kiga gehen ist alles futsch...das war bei mir so und so ist das auch bei meiner tochter.

Beitrag von gismomo 18.03.10 - 14:05 Uhr

Manchmal frage ich mich, warum ich überhaupt noch hier bei Urbia reinschaue. Wenn für manche der einzige Sinn darin zu bestehen scheint, auf anderen rumzuhacken: Wenige bis keine Antworten auf die eigentliche Frage, dafür massenweise Hinweise darauf, dass der Beispielsatz der Posterin falsch ist ... wirklich, das ist traurig!

Zu deiner Frage:

Ich habe zwei Kinder, eins davon (mein Jüngster) hat die gleichen Probleme wie deine Tochter. Ich war in Deutsch und Sprachen immer sehr gut und habe auch unter anderem Sprachwissenschaft studiert. Mein ältester Sohn kommt nach mir. Bei meinem Jüngsten fiel mir schon sehr schnell auf, dass er massive sprachliche Probleme hat. Er konnte sehr viele Laute gar nicht sprechen, obwohl er viel und gerne redet. Als er vier war, haben wir eine Logopädie begonnen, die bisher sehr erfolgreich war.'s' und 'sch' spricht er bisher (er ist auch 4 1/2) noch nicht, aber das wird er bis Schulbeginn lernen, da bin ich zuversichtlich.

Größere Sorgen habe ich, weil er grammatikalisch noch sehr viel falsch macht und weil er sehr häufig Dinge nicht benennt, sondern z.B. sagt "das da drüben" etc. Er drückt sich auch sehr unklar aus, wenn er etwas beschreiben möchte. Dafür, dass er sehr viel spricht, ist sein Sprachvermögen also insgesamt sehr schlecht entwickelt. Es gibt ja Kinder, die sowieso nicht gerne sprechen, dazu gehört er aber nicht.

Ich vermute, er hat ein sprachliches Defizit, welches weit über die Lautbildung hinausgeht. Wie gravierend es ist und wie sehr es sich auf die Schulfähigkeit auswirken wird werden wir sehen. Das kann ich momentan noch nicht recht beurteilen.
Ich versuche ihn über Logopädie zu fördern und natürlich auch darüber, dass ich ihn anrege, Vorgänge etc. genau zu beschreiben. Ich korrigiere ihn nur, indem ich den Satz grammatikalisch korrekt nachspreche, wenn er ihn falsch sagt. Sagt er z.B. "Die Frau gangte dort entlang" sage ich "Ja, die Frau ist dort entlanggegangen." Und ich versuche, ihn über Bücher etc. zu Beschreibungen anzuregen, aber es ist mühselig, es ist halt einfach nicht sein Ding.

Ich habe mich darauf eingestellt, dass es mit ihm in der Schule schwieriger werden wird als mit seinem Bruder. Wie sehr, das kann ich momentan noch nicht beurteilen, das werden wir sehen. Allerdings strengt er sich mehr an als sein Bruder und gibt nicht so schnell auf wie mein Großer, dem vieles einfach zufliegt. Ich hoffe mal, er kann dadurch später mal einiges kompensieren.

lg
K.

Beitrag von mama2012 18.03.10 - 16:18 Uhr

hallo,

vielen dank das du dir die zeit genommen hast mir so ausführlich zu antworten, echt lieb. :-)

hab ja nicht damit gerechnet noch eine normale antwort zu bekommen.

liebe grüße
nadine

Beitrag von babybaer4 18.03.10 - 18:23 Uhr

Hallo,

ich kann dir nur raten das du die Sätze die sie falsch sagt ,richtig wiederholst.Nicht in dem du sie verbesserst sondern den Satz richtig nachsprichst.
Mein Sohn(4 1/2) hat lange nur mit Gesten und einzelnen Wörtern kommuniziert.
Beispiel:"Er hat wie ein Pferd gewiehert und da gesagt."
Für uns hieß es dann immer uns umzuschauen um zu Wissen was er meinte.Es war der Pferdeanhänge am Straßenrand.Ich sagte dann z.b "Ja da steht ein Pferdeanhänger."
Mein Sohn spricht heute grammatikalisch richtig,er hat mit diversen Buchstaben Probleme (auch seit ca 1j bei der Logopädin)
Aber die Logopädin fragte mich mal ob ich ihn immer "korrigiere"oder nur wenn er was falsch sagt.
Ich musste darüber nachdenken kam aber zur Erkenntniss das ich ihm immer nachspreche wie ein Papagei,weil es so in mir drinnen war.Dadurch war es für meinen Sohn so selbstverständlich, das er garnicht mehr zuhörte.
Die Logopädin meinte das bei einigen Kindern das Sprachverständniss erst später kommt,aber bei vielen kommt es dann auf einmal.
Das kann ich bei meinem Sohn bestättigen .Er hat ihm letzten Monat einen solchen Sprung gemacht.Er achtet jetzt plötzlich darauf wie er was ausspricht.
Es gibt noch viele Baustellen bei ihm aber ich bin zuversichtlich das es bis nächsten Jahr klappt.
Jan geht jetzt übrigens 2 mal die Woche zur Logo.Spreche mal mit eurem Logophäden darüber ob es vielleicht Sinnvoll wäre.
So das ist ein seeehrrr langer Text geworden ,sorry.

Lg Sabine

Beitrag von mama2012 18.03.10 - 18:36 Uhr

Hallo Sabine,

vielen Dank für deine Bemühung. Ich werde mal unsere Logopädin darauf ansprechen. Mal sehen was sie dazu meint.

LG
Nadine

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