Haare ausreißen ein zeichen von Stress? Junge 15 Monate

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von moehrli 18.03.10 - 12:16 Uhr

Hallo ihr Lieben,

normalerweise bin ich hier nur stille Leserin aber heute habe auch ich mal ein kleines Problem.

"Kurz" zur Vorgeschichte:

Mein Sohn kam spontan und Bilderbuchmäßig fast Termingerecht zur Welt.
Danach hatte er so einige Probleme, unter anderen Krampfanfälle die Blutungen im Hirn ausgelöst haben. Mittlerweile sind die vernarbt, aber diese Hirnregion ist kaputt. Alles in allen sind wir klimpflich davon gekommen, denn er ist trotzdem geistig und feinmotorisch völlig normal entwickelt, nur mit der Grobmotorik hapert es noch ziemlich, aber er macht Fortschritte (zwar langsam aber zum Glück überhaupt).

Das Problem ist, dass wir seit den Krämpfen (von denen keiner weiß woher sie kommen und wieder gingen (denn sie kamen nur 3mal und dann nie wieder) ) natürlich ständig unter Beobachtung stehen. Jede Woche haben wir mindestens einen Termin deswegen (meist Physiotherapie, die er hasst). Die letzten beiden Wochen waren aber der pure Stress für uns beide. 2 Tage KH wegen erneuten MRT, dann ein Tag mal "frei" dann EEG im SPZ, dann WE (was wir extra ruhig verbracht haben) und Montag noch zwei Termine im SPZ (Arzt und Physiotherapie).

Heute dann sagte mir eine Kindergärtnerin, dass sie ihn mehrmals dabei beobachtet haben wie er sich die Haare ausreißt, also nicht nur mal ein bisschen Kopf kratzen wo ein, zwei Haare mit heraus fielen, nein - er rupfte sich so richtige Büschel aus meinte sie.
Das ist mir die letzten zwei Tage auch schon aufgefallen, habe mir aber nichts dabei gedacht, da er dass immer nur gemacht hat wenn das der Hund eben so gemacht hat (ist gerade im Fellwechsel und da kommen beim Kratzen natürlich mal ein paar Haare mit runter).

Nun mache ich mir natürlich Sorgen, dass das was Psychisches sein könnte. Er ist zwar recht unkompliziert (schläft gut, lacht viel, isst gut normalerweise (macht er seit paar Tagen auch nicht mehr so toll) ) aber ist halt ein Sensibelchen.
Er fremdelt sehr seit er 4 Monate alt ist und jeder Fremde der ihm zu nahe kommt wird herzzerreißend angebrüllt.
Komischerweise liebt er aber den Kindergarten. Er fällt den Erzeiherinnen morgens glücklich Glucksend um den Hals und ist auch so dort sehr lieb und selbsständig, hat keine Angst vor den vielen Kindern oder sonst was. Wenn er mal nicht in den Kiga darf ist er sogar regelrecht unausstehlich, da ich (im fast 8. Monat schwanger) und Papa (meist auf Arbeit) natürlich nicht so viel Abwechslung und Action bringen können wie 15 Kindergartenkinder und 4 Erzieher.

Im Kindergarten war er wegen den ganzen Terminen natürlich nicht.

So, lange Rede kurzer Sinn, meint ihr das könnte der viele Stress in den letzten Tagen/Wochen gewesen sein? Habt ihr das bei euren oder anderen Kindern auch schon mal beobachtet?
Wenn ja, hört das wieder auf wenns paar Wochen wieder ruhiger ist? (haben in nächster Zeit keine Termine außer Physio).

LG und sorry für das viele #bla

moehrli

Beitrag von tantom 18.03.10 - 13:09 Uhr

Hallo!

Helfen kann ich dir bei eurem Problem nicht, aber wir haben im Bekanntenkreis ein Mädchen, sie ist knapp 2, das sich die Haare rausreißt. Ihr werden mittlerweile die Haare kurz geschoren, weil sie nach ein paar Tagen kahle Stellen am Kopf hat.

Auf vorsichtiges Nachfragen bei der Mutter habe ich bisher nur rausbekommen, das sie und ihre Tochter eine schwierige Beziehung haben, sich nicht verstehen. Die beiden könne nicht kuscheln, haben gar keinen Körperkontakt, sie hört nicht auf ihre Mutter.

Die Kleine ist permanent krank, hatte 2x hintereinander eine Lungenentzündung, hat dauernd Infekte und ist total blaß. Deswegen ist sie auch in Behandlung, aber wegen dem Haare rausreißen erfolgte bisher wohl keine Vorstellung beim Arzt.

Ich weiß nicht, ob die Info dir hilft?

Alles Gute für euch
Tanja#herzlich

Beitrag von moehrli 19.03.10 - 12:25 Uhr

Hallo,

vielen Dank für deine Antwort.

Also an unserer Beziehung zueinander kann es nicht liegen. Wir kuscheln viel miteinander, er bekommt von mir jede Aufmerksamkeit die er braucht. Er wächst in stabilen Familienverhältnissen auf, nirgends wird gezankt oder sonst was. Alle verstehen sich super, seine Großeltern sieht er regelmäßig und liebt er usw.
Wir haben unsere täglichen Rituale und einen geregelten Tagesablauf. Abends bringen wir ihn, natürlich mit dem täglichen Ritual gemeinsam ins Bett, vorher wird noch zu dritt gegessen und gekuschelt.

Also daran kann es nicht liegen denke ich, sondern bestärkt eher noch meine Vermutung, dass der KH-Aufenthalt und die vielen Termine ihn aus seiner gewohnten Routine heraus gerbacht und richtig gestresst haben...

Trotzdem danke für die Anregung :-)

Ich hoffe natürlich noch auf weitere Antworten.

LG moehrli

Beitrag von rotten 24.03.10 - 22:40 Uhr

Huhu!


Guck mal hier: http://www.trich.de/site/infos/infos_w3.htm. Haben auch so einen Fall im Bekanntenkreis.

Lg, Rotten