Anwaltsberatung

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von bluestar1905 18.03.10 - 19:20 Uhr

Hi,

ich war heute zu einer kostenlosen Anwaltsberatung um mich über Trennung und Scheidung zu informieren.

Leider habe ich nicht alles verstanden und wollte mir auch nicht die Blöße beim Anwalt geben.

Wie ist das nochmal mit dem Finanziellen? Ich habe bei dieser Beratung verstanden, dass ich nur Geld fürs unsere Tochter von 225 Eur bekommen würde, da mein mann nur Netto ca. 1.400 Eur verdient und ich nur knapp 550 Eur. Die Anwältin meinte zu mir, ich könnte dann noch Hartz 4 beantragen, wäre dann aber wieder abhängig vom Staat und müßte all deren Schikanen wieder hinnehmen.

Weiter hat sie viel über Versorgungsausgleich etc. erzählt, woraus ich überhaupt nicht schlau wurde.

Da diese Beratung kostenlos war, teilte die Anwältin mir mit, dass sie beim Amtgericht Prozeßkosten, ich denke ihr Honorar für diese kostenlose Beratung beantragen will und von mir eine Unterschrift wollte und ich solle ihr, meine verdienstbescheinigung, Mietvertrag und Schuldenaufstellung bzw. Verträge zu schicken.

Irgendwie hat für mich das nicht mehr den Charakter einer unverbindlichen Beratung sondern komme mir schon vor, als wenn ich richtig beim Anwalt war.

Habe ich mit meiner leichtfertigen Unterschrift da irgendwas Verbindliches unterzeichnet?

Ich war noch nie bei einem Anwalt, vielleicht könnt Ihr mich da aufklären.

Vielen Dank.

LG Blue

Beitrag von sabrinaa81 18.03.10 - 20:27 Uhr

Kann es sein das du ihr das Mandat erteilt hast?
Also den Auftrag deine Scheidung durchzuführen?

Sonst bräuchtest du keine PKV. Denn das Gespräch war und bleibt kostenlos.

Für mich liest es sich jedenfalls so, als wenn sie für dich die Scheidung fertig machen will.

Beitrag von bluestar1905 18.03.10 - 21:22 Uhr

Hi,

danke für Deine Antwort.

Ja, also sie sprach die ganze Zeit darüber das ich mich dann an sie wenden soll, wenn eine Trennung aktuell wird.

LG Blue

Beitrag von bikinihaserl83 21.03.10 - 10:31 Uhr

guten morgen!

zuerst einmal: es gibt keine kostenlose beratung beim anwalt! die anwältin wird wahrscheinlich für dich beratungshilfe beantragen. dann übernimmt die staatskasse die kosten für die außergerichtliche beratung. aber selbst dann muss derjenige einen eigenanteil von 10,00 € beim anwalt einbezahlen. ist vergleichbar mit der praxisgebühr beim arzt. für die beantragung benötigt die anwältin die ganzen unterlagen (mietvertrag, verdienstbescheinigung etc.) von dir. beratungskostenhilfe bekommen nämlich nur, wer "bedürftig" ist. also leute mit geringem einkommen oder dergleichen.

du kannst aber ruhig nochmals bei der anwältin anrufen. mit der beratungshilfe ist die ganze außergerichtliche tätigkeit im rahmen dessen, für welche tätigkeit die beratungshilfe gewährt wurde, abgedeckt. egal, ob du 1x anrufst oder 20x.

um genau zu sagen, was du unterschrieben hast, müsstest du evtl. kurz beschreiben, wie denn das ausgesehen hat, was du unterschrieben hast. evtl. war es nur der antrag auf gewährung von beratungshilfe.

lg
sonja

Beitrag von bruchetta 21.03.10 - 12:53 Uhr

Ich finde es schon etwas merkwürdig, dass Du zum Anwalt gehst und jetzt die Urbianer Dir alles erklären (müssen).
Das hat doch nichts mit "Blöße geben" zu tun, Du solltest schon nachfragen und zwar solange bis Du es verstanden hast.
Dafür ist ein Anwalt doch da!! #kratz