Zuhausebleiben für die Kinder ? Fragen über Mütter

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von 960207 19.03.10 - 09:30 Uhr

Hallo wir hatten gestern eine anregende Diskussion im Freundeskreis.

Es geht um das bewusste „zu hause“ bleiben...
Mhm? Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll...?

Sich dafür zu entscheiden – und das gerne „ nur Mutter „ zu sein.
Unabhängig davon ob sie es sich finanziell Leisten können oder auch nicht ?
Sich nicht für den Beruflichen Weg zu entscheiden?
Sondern sich intensiv der Aufgabe zu widmen -die eigenen Kinder zu erziehen?

Ist man gleich ein Sozialschmarotzer wen man nicht aus Liebe zu seinen Kindern zu hause bleibt,weil vielleicht die Betreuungssituation nicht gesichert werden kann ?

Oder weil man als „ nur „ Mutter glücklich ist ?


Gibt es Frauen die glücklich sind nur Hausfrau und Mutter zu sein ?


Sollte der „ Beruf“ Mutter nicht ganz anders anerkannt werden ?
Unabhängig vom finanziellen?
Der Beruflichen Bildung ?


Wie wird das Muttersein in 10 / 20 /50 Jahren aussehen? Was wird / müsste sich da ändern ?



Fragen über Fragen :-)



P.s.

Das soll kein Schlag gegen Arbeitende Mütter oder ALG2 Empfänger sein!
Ebenso bitte ich um einen sachliche Diskussion!
Bzw. Diesen Beitrag als Diskussion betrachten und nicht als privaten Kriegszug


Vielen Dank an alle Teilnehmer
960207

Beitrag von linagilmore80 19.03.10 - 09:35 Uhr

Meine Meinung: Das soll jede Familie für sich entscheiden, ohne dass man von Außen verurteilt wird.

Leider ist das immer der Fall. Bleibt man zuhause ist man gleich ein fauler Schmarotzer. Geht man arbeiten vernachlässigt man sein Kind.

Lasst doch die Frauen machen und leben wie sie wollen, solange Niemanden geschadet wird.

Wie das Muttersein in 10/20/50 Jahren ausschaut? Kann ich nicht beurteilen, warscheinlich wird man noch schiefer von der Seite angesehen, wenn man Daheim bleibt.

Und was sich ändern müsste: Mehr Toleranz für die unterschiedlichen Lebensmodelle.

LG,
Lina

Beitrag von aliciakommt 19.03.10 - 13:24 Uhr

#pro

Beitrag von angi05 19.03.10 - 14:26 Uhr

Genau so sieht es aus!

Warum geht nur MEIN Weg?
Viele Wege führen ans Ziel.

Schaut man mal über die Grenzen unseres Landes, ist es in vielen Ländern selbstverständlich, dass die Schulen bis nachmittags gehen und die Frauen auch arbeiten!

Dort wird aber nicht die mit dem "anderen Lebensweg " angezickt oder muss sich permanent verteidigen!

Ein wenig Verständnis auf beiden Seiten wäre echt mal angebracht!!

LG Angi


Beitrag von dominiksmami 19.03.10 - 14:29 Uhr

da sprichst du mir aus der Seele.

Hier gibt es nichts selbstverständlicheres als das beide Elternteile arbeiten gehen.

Dennoch käme keiner auf die Idee mich als Hausfrau komisch anzugucken oder mir gar zu erzählen wie dumm ich wäre *lach*

lg

Andrea

Beitrag von sweety03 19.03.10 - 09:53 Uhr

Hallo,

ich denke, hier zählt wieder das Motto "Leben und leben lassen".
Ich persönich habe schon alle Modelle hinsichtlich Arbeitszeit durch: VZ ohne Kind, TZ mit einem Kind,
400 € mit zwei Kindern, TZ mit zwei Kindern und jetzt VZ mit zwei Kindern (allerdings ist mein Mann jetzt zu Hause bzw. macht sich gerade selbstständig).
Ich könnte es mir nie vorstellen, nur zu Hause zu sein, dafür mag ich meinen Job viel zu sehr.
Ich war ein halbes Jahr ganz zu Hause und war froh, wieder TZ arbeiten zu können. Allerdings war ich nie ein Freund davon, dass die Kinder so früh in die Krippe müssen. Wir hatten Glück und meine Schwiegermutter hat aufgepasst, wenn ich gearbeitet habe.
Unsere Kinder (6 und 4) sind mit 3 in den KiGa gekommen.
Wenn eine Mutter nur zu Hause glücklich ist und dieses das gewählte Modell ist, ok, aber was ist, wenn die Kinder größer werden und somit unabhängiger? Dann steht frau irgendwann ohne Kinder da, da diese nicht mehr umsorgt werden müssen, und dann? Im Glücksfall hat man diverse Hobbies, denen man nachgehen kann. Im schlechteren Fall langweilt man sich.
Für mich ist die Arbeit sehr wichtig.

Sweety

Beitrag von metalmom 19.03.10 - 10:02 Uhr

Ich glaube, dieser Kampf findet ausschliesslich zwischen Frauen statt. Und bei urbia erst recht, weil sich hier beinahe ausschliesslich Frauen rumtreiben.
Die Hausfrau glaubt dass Frauen die arbeiten: Egoistisch sind, nur deshalb arbeiten gehen weil sich selbst verwirklichen wollen, sich keine Kinder anschaffen sollten wenn sie sich eh nicht drum kümmern wollen, für die Karriere über Leichen gehen, sich für was Besseres halten, die Kinder nichts von ihrer Mutter haben, etc.
Berufstätige Frauen denken: dass Hausfrauen zu faul zum arbeiten sind, ziemlich dumm und ungebildet sind, zuhause komplett verblöden, kein eigenes Leben haben, ein Schmarotzerleben führen.
Und so geht das hin und her und hin und her.
Zu meiner persönlichen Situation: Zu Beginn der Beziehung haben mein Mann und ich ausfürhlich besprochen ob und wann wir Kinder bekommen, wer zuhause bleibt, wie lange derjenige zuhause bleibt, etc. Daher wussten wir, was auf uns "zukommt".
Ich war lange mit den Kindern zuhause und fand es toll. Genauso bin ich inzwischen arbeiten gewesen und fand es auch toll. Aus diversen Gründen mache ich derzeit eine Arbeitspause und bin wieder voll zu Hause. Vom Staat bekam ich, ausser Kindergeld, nie etwas. Mein Mann ist momentan Alleinverdiener und wir kommen mit dem Geld gut aus.
Es stimmt schon, wenn man erwähnt, dass man "nur" Hausfrau und Mutter ist, dann erntet man oft abschätzende Blicke und die oben genannten Vorurteile werden aktiv. Das wird sich nie ändern. Beide Lebensmodelle haben ihre Klischees und das wird sich wohl nie ändern. Weil Frauen sich halt gerne über andere Frauen aufregen, lästern und sich als was Besseres fühlen möchten.
Darum ärgere ich mich nicht drüber und mache mir keine Gedanken, ob Frau Meier oder Schule meinen Lebensweg abnickt.
Geht ausser meiner Familie niemanden etwas an.
LG,
Sandra

Beitrag von jasahe 19.03.10 - 10:05 Uhr

Ich finde auch, dass das jede Familie, jede Frau mit ihrem Partner selbst entscheiden soll. Wenn ich vom Geld meines Mannes lebe, bin ich außerdem kein Sozialschmarotzer. Und außerdem ist es nicht das Geld des Mannes, denn er erhält ja dafür "full service" vom Essen bis zu gebügelter, sauberer Wäsche. Für mich sind das alles Schubladen und nicht bindend. Mein Mann und ich haben auch in 12 Jahren schon fast alles durch. Zu Beginn hat er noch studiert, hat sich um unser Baby gekümmert und ich habe Vollzeit gearbeitet. Ich war total unglücklich, dass ich nicht bei meinem Kind sein konnte und er, weil er endlich fertig sein wollte und arbeiten wollte. Dann arbeiteten wir beide; totaler Stress, Beziehungsprobleme, Streit über "wer macht was" etc. Dann stieg ich aus meinem Job aus und machte mich selbständig; hatte viel Zeit für Haushalt und Kind, aber doch Beschäftigung (und genauso viel Geld wie vorher!). Dann bekam ich ein zweites Kind und war 2 Jahre lang nur Hausfrau und Mutter. Ich war nicht so unglücklich wie ganz zu Beginn, als ich mit Baby arbeiten mußte, aber unruhig und unzufrieden. Also wieder auf selbstständig zurück. Damit bin ich zufrieden. Vorallem da die Selbständigkeit meiner Ausbildung entspricht; ich bin Unternehmensberaterin und Trainerin und bin halt tageweise bei meinen Kunden; manchmal bin ich wochenlang nicht unterwegs; habe aber einen sehr guten Tagsatz und brauche für ein gutes Gehalt nur ein paar Tage im Monat zu arbeiten.

Fazit: Vollzeit arbeiten im Angestelltenverhältnis würde ich nur machen, wenn wir nichts mehr zu essen hätten.
Ganz zu Hause als Hausfrau und Mutter ist zwar besser als ersteres, aber auf Dauer nicht erfüllend. Ein Mittelding macht mich glücklich, denn ich bin sehr häuslich und kümmere mich sehr gerne selbst um meine Kinder.

Mich nervt Schubladendenken; es gibt viele Lebensmodelle; jedem das seine!

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 13:59 Uhr

Hallo,

dem schliesse ich mich an #pro! Sehe- und handhabe- es nämlich genauso ;-).

Ich verbringe die meiste Zeit selbst mit meinen Kindern und das von #herzlich gern. Komplett zu Hause würde mir aber trotzdem "die Decke auf den Kopf fallen" #schwitz. Außerdem soll mein Studium nicht "umsonst" gewesen sein und ich arbeite davon abgesehen sehr gern in meinem Beruf. Habe auch das Glück, dass ich mit ein paar Stunden/Woche so gut verdiene, dass ich gar nicht mehr machen müsste #schein. Über das Gehalt meines Mannes können wir uns auch nicht beklagen #hicks- allerdings bekommen wir beide nichts "geschenkt" und sowohl der Aufwand bezüglich unserer Jobs als auch die damit verbundenen Anforderungen sind teilweise extrem.

Umso mehr genießen wir die Zeit, die wir als Familie gemeinsam verbringen können und nutzen jede freie Minute dafür. Trotz der Jobs stehen unsere Mädels für uns immer an erster Stelle- und daran wird sich auch nichts ändern.

Lieben Gruß & allen ein schönes Wochenende #blume!

Kathrin

Beitrag von josephine2003 19.03.10 - 10:18 Uhr

Mutterschaft ist kein Beruf sondern ein Lebensmodell welches absolut NICHTS mit einer Erwerbstätigkeit zu tun hat. Ich bin auch als Mutter glücklich und gehe in meiner Mutterschaft voll auf.

Ich will aber mehr als "nur" sein. Ich will nicht "nur" Mutter sein oder "nur" Hausfrau oder "nur" Sexualpartnerin oder "nur" Freundin ich bin ich mit allen Facetten und um sich in der heutigen Welt ernähren zu können bedarf es auch einem Job und nicht nur einem Zweiten von dem man sich finanziell aushalten lassen kann (abgesehen davon das das Erfolgsmodell "Mutter und Hausfrau" mit der weitestgehenden Abschaffung des nachehelichen Unterhalts ein Ende gefunden hat).

Ich bin in einer Welt in der ich mehr erreichen kann und auch mehr für mich erreichen muss.

Wie ich schon gestern in einem andren Thread erwähnt habe hoffe ich immer noch dass es irgendwann auch in unserem Land normal sein wird, gleichberechtigt sowohl die Erwerb- als auch die Familientätigkeit ausübt.

Ich kann nicht verstehen warum Mütter denken sie wären mehr Wert als die Väter wenn es um die Kinder & Erziehungszeit geht.

Ich will gleiche Löhne für alle Geschlechter aber auch dies geschieht erst dann wirklich wenn dieses depperte Klischee der "Mutter am Herd" in den Köpfen endlich der Vergangenheit angehört.

Wir leben nicht mehr im Nationalsozialismus (der uns ua. Trümmerfrauen bescherte) und nicht mehr in der Wirtschaftwunderzeit (in der Frauengold für die Heimchen ein Renner war, vor allen Dingen für die die damals schon lieber ausgebrochen wären, aber dies auch oft nicht durften), wir sollten nicht mehr deren Frauenbild hinterherhängen wenn sie nicht mehr in diese Zeit passen.

Mit Sicherheit kontrovers und aneckend aber meine Meihnung.

Beitrag von luka22 19.03.10 - 10:27 Uhr

Wie andere meine Lebensweise beurteilen, ist mir wurschtpiepegal.

Mir ist wichtig:

- dass wir gemeinsam die Verantwortung für unser Leben und unsere Kinder übernehmen. Dazu gehört es für mich finanziell unabhängig zu sein.

- dass wir (mein Mann und ich) in der Rolle, in der wir gerade sind, (in der Regel ;-))wohl fühlen.

Menschen sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Der eine fühlt sich nur "ganz", wenn er auch einer außerhäuslichen Arbeit nachgeht. Der andere blüht als Hausfrau/ Hausmann auf.

Beides ist richtig und gut.

Warum sich Frauen hier gegenseitig immer die Augen aushacken müssen und einfach nicht einsehen können, dass jeder nun mal anders empfindet, ist mir ein Rätsel. Man kann doch sagen: Ich möchte mein Leben in dieser Weise gestalten OHNE im selben Atemzug den anderen Weg abwerten zu müssen.


Liebe Grüße
Luka

Beitrag von frotteemonster 19.03.10 - 10:37 Uhr

Ich war u. bin für meine Kinder die ersten 3 Lebensjahre zu Hause.

Mein Mann ist Alleinverdiener. Wir leben gut u. schön.
Bin aber auf der suche nach einer Beschäftigung auf Geringfügigerbasis,einfach um mir ein bisserl Abwechslung zu gönnen.

Wir haben die klassische Rollenverteilung u. sind sehr glücklich damit #pro

Gruß frotteemonster

Beitrag von kathrincat 19.03.10 - 11:12 Uhr

also, wenn du zuhause bleibst bekommst du kein geld vom staat, dann bist du über deinen mann mit kv versichert, und bekommst nichts, bist auch nicht rentenversichert, sondern musst selbst was machen.

ich bin jetzt 3 jahre zuhause, schon weil es hier kaum plätze für unter 3 jährige gibt, wir haben uns bewusst dafür entschieden, auch wenn meine denn in den kiga geht, gehe ich max. 15 stunden wieder arbeiten, weil wir halt nur einen 4 stunden platz haben.
in den ersten schuljahren kommen die kinder hier auch ca. 12 uhr nach hause, hort gibt es hier noch nicht, also muss jemand da sein, und wenn man wie wir keine fam hier hat, muss jemand zuhause bleiben oder dann sein. bei den ganzen ferien die kinder im kiga und schule haben ist es so schon schwer genug.
in der beziehung bin ich alleinerziehent, mein mann arbeitet min 50 stunden die wochen und kann nicht das kind zum kiga bringen oder abholen, geht einfach nicht.

zum glück können wir es uns so leisten, sonst müssten wir was anders org. was viel stress für alle wäre.

Beitrag von kruemlschen 19.03.10 - 11:12 Uhr

Hallo,

ich vertrete die Einstellung "Leben und leben lassen" SOFERN es auf die eigenen Kosten geht!

Also, JA man ist ein Sozialschmarotzer wenn man sich BEWUSST in die Abhängikeit von sozialen Geldern gibt "nur" weil man lieber die Kinder hütet als zu arbeiten.

Gruß Krüml

Beitrag von nele27 19.03.10 - 12:22 Uhr

Sehe ich auch so - wenn die Hausfrauen Ehemann oder andere Geldquellen haben, gönne ich ihnen Ihr Leben von Herzen.

Aber ich will nicht dafür bezahlen.

LG, Nele
Familienernährerin

Beitrag von dominiksmami 19.03.10 - 13:13 Uhr

sehe ich als Hausfrau genau so.

Ich käme nie auf die Idee zu Hause zu bleiben wenn wir dafür irgendeine finanzielle Unterstützung brauchen würden.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von muggles 19.03.10 - 11:31 Uhr

Ich habe ein Kind (6 Jahre), gehe Vollzeit arbeiten - ohne Grosseltern am Start, da wir im Ausland leben.

Ich arbeite gerne - seitdem ich mein Betaetigungsfeld erweitert habe (vorher arbeitete ich ausschliesslich in der Firma meines Mannes) muessen wir uns zwar wesentlich besser organisieren (mein Mann zieht exzellent mit, und wir haben auch ein gluecklicherweise pflegeleichtes Kind), aber insgesamt fuehle ich mich wohler, und das zusaetzliche Einkommen koennen wir gut gebrauchen.

Ich schaue auf "Nur-Hausfrauen" nicht hinunter, nur fuer mich waere das nichts. Ich kann aber nicht verstehen, dass es im Jahre 2011 noch Frauen gibt, die sich ausschliesslich ueber ihre Maenner identifieren (sprich mit dessen Einkommen und Karriere angeben).

Von mir aus kann jeder tun und lassen, was er will - solange ich dies nicht - indirekt - finanzieren muss. Ich erwarte aber auch Toleranz fuer meinen Lebensstil.

Claudia

Beitrag von fraukef 19.03.10 - 11:34 Uhr

Hmmm - ich bin da vielleicht ein wenig konservativ - aber ich finde, man muss es sich leisten können, wenn ein Elternteil zu Hause bleiben möchte / will / soll.

Die ersten 3 Jahre (Elternzeit) nehme ich hiervon mal aus - wenn man da auf vorübergehende Hilfe angewiesen ist, finde ich das noch akzeptabel (eben weil die Kinder noch sehr klein sind und es zu Betreuungsengpässen kommen kann) - aber danach spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, dass die Kinder in den KiGa gehen und Mama auch halbtags arbeitet, wenn es finanziell nötig ist, um über die Runden zu kommen.

Wenn man es sich finanziell leisten kann, dass ein Elternteil zu Hause bleibt, finde ich das völlig akzeptabel. Das muss dann wirklich jeder selbst entscheiden. Für mich wär es nichts - ich bin froh, dass ich wieder arbeiten gehen kann - und für meine Kinder ist es so auch besser - Mama wurde nämlich nach fast 3 Jahren am Stück zu Hause allmählich miesepetrig und unausgeglichen... So sind sie in einer guten Betreuung (Judith im KiGa - Felix noch bei einer Tagesmutter), ich komme ausgeglichen nach Hause - wir haben dann noch Zeit, die wir miteinander verbringen können - und genießen die Zeit gemeinsam.

In meinem Freundeskreis sind aber auch etliche Mütter die bewusst zu Hause geblieben sind. Ist doch auch völlig in Ordnung. Die Mamas sind damit glücklich - und das ist doch das Wichtigste!

Ich denke wir sollten davon wegkommen, dass wir über einander urteilen. Ich kann das ganze Geplärre nicht mehr hören. Auf den Spruch "Warum hast du dann überhaupt Kinder bekommen?" reagier ich inzwischen allergisch - aber einige SPrüche an die "Vollzeit-Mütter" sind auch nicht deutlich besser...

Nur für mich ist halt die Frage der Finanzierung NICHT nebensächlich... Du schreibst "Unabhängig davon ob sie es sich finanziell Leisten können oder auch nicht ? " - und ich denke, das kann man nicht unabhängig voneinander betrachten, einfach weil die eigene Versorgung ja gesichert sein muss...

LG
Frauke

Beitrag von carrie23 19.03.10 - 11:42 Uhr

Entscheiden sollte das jeder für sich WENN er es sich leisten kann.
Ich finde schon dass es was mit schmarotzen zu tun hat wenn man sich auf Kosten der Allgemeinheit dafür entscheidet nur Hausfrau und Mutter zu sein.
Dies gilt allerdings nicht für Frauen deren Kinder unter 3 oder wo die Betreuung eben noch nicht geregelt ist.
Ich persönlch könnts mir nicht vorstellen, zumal das letzte Kindergartenjahr bei uns verpflichtend ist.
Was mach ich also daheim wenn die großen in der Schule und das Kleinste im Kindergarten ist?
Mir wär das zu fad.
Natürlich fällt im Haushalt einiges an, aber seien wir ehrlich: wenn man den ganzen Tag nicht daheim ist fällt nicht viel im Haushalt an außer die üblichen Dinge wie Wäsche.
Außerdem möchte man ja auch wieder mal rauskommen, und nicht nur zum Spielplatz und Krabbelgruppen, um sich mit erwachsenen Menschen zu unterhalten.
Zumindest gehts mir so.
Auch glaube ich nicht dass Kinder einen seelischen Schaden davon tragen wenn die Mutter arbeteit denn unsere Mutter unsere Großmütter haben alle gearbeitet und ich glaube und hoffe dass unsere Familie da keien Ausnahme ist.
Kurz und knapp: Daheim bleiben soll wer will, wenn er es sich ohne staatliche Unterstützung leisten kann.

Beitrag von sternchen718 19.03.10 - 11:59 Uhr

Hallo,

ich bin der Meinung das es jeder für sich selber entscheiden muss wie es richtig ist.

Ein pauschales richtig oder falsch gibt es nicht.

Ich war 11 Jahre Vollzeitmama und fand es gut. Ich habe nebenher noch eine zweite Ausbildung gemacht damit ich was für mich tu, was auch wichtig ist.

Seit 3 Monaten habe ich einen Job der mir Spass macht, mir freie Zeiteinteilung lässt und ich meine jüngste zur not noch mitnehmen kann.

Denn für MICH stehen meine Kinder an erster Stelle und es gibt immer wieder Situationen wo die Betreuung einfach nicht vorhanden ist.

Ich musste mir hier auf Urbia schon Sachen anhören das sich mir die Zehennägel aufgerollt haben. Von wegen ich würde mich von meinem Mann aushalten lassen, und wenn er mich mal verlassen würde dann würde ich ja ganz arm dastehen und müsste ALG2 beantragen.

Das ist unsere Angelegenheit und ich finde es anmaßend von einigen hier so über andere herzufallen.

Mein Wunschdenken wäre das Frauen endlich mal zusammenarbeiten anstatt sich immer so anzuzicken. Denn dann könnte vielleicht die Vollarbeitende Mutter einen betreuungsengpass mit einer VollzeitMama abdecken.

Aber solange jeder sein Schild hochhält und der Meinung ist nur mein Lebensstil ist der richtige wird sich wohl nichts ändern.

Liebe Grüße
#stern chen718

Beitrag von linagilmore80 19.03.10 - 13:54 Uhr

Ein guter Gedankengang: Die Frauen halten endlich mal zusammen und die Vollzeitmamas helfen den Arbeitsmamas bei der Betreuung.

Beitrag von sandra7.12.75 19.03.10 - 12:03 Uhr

Hallo

Ich bin z.Z daheim.Es nervt schon aber in meinen erlernten Beruf gehe ich nicht zurück.Mein Mann hat einen festen Job und deshalb kann ich es mir erlauben daheim zu hocken und zu faullenzen#schein.Gut einen Tag bin ich ehrenamtlich bei der Caritas.
Unsere Kinder (wir haben vier)sind z.Z. ständig krank.
Egal was ich machen würde,wer betreut kranke Kinder????Mein Sohn ist jetzt schon 2 Wochen mit Grippe daheim.Dann haben wir ein Kind mit Epilepsie und einer Angststörung.Da habe ich auch Termine beim Pyschologen und öfter beim Arzt.
So ohne Job kann ich die Termine legen wie ich möchte und brauche mich nicht zu verbiegen.
Ich hatte letztes Jahr mal einen Burnout und das hat mir gereicht.Verwantschaft habe ich hier auch keine.

Was die Nachbarn und hier die Ladys von Urbia ist mir egal:-p.

lg #sonne

Beitrag von blacknickinblue 19.03.10 - 12:10 Uhr

<Ist man gleich ein Sozialschmarotzer wen man nicht aus Liebe zu seinen Kindern zu hause bleibt,weil vielleicht die Betreuungssituation nicht gesichert werden kann ? <

Wenn man einen Mann oder wen auch immer hat, der Frau und Kinder von seiner Hände Arbeit ernährt oder aus anderen Gründen ein dickes Konto hat und nicht dem Steuerzahler aus diesem Grund zur Last fällt, ist man kein Sozialschmarotzer.

Beitrag von schullek 19.03.10 - 12:20 Uhr

hallo,

ich gehe einen geteilten weg.
ich denke, dass es wichtig ist, die zukunft für sich selbst und die der kinder abzusichern. allerdings halte ich es auch für sehr wichtig, dass kinder genug zeit mit den eltern verbringen bzw. mit ihren ersten bezugspersonen.

ich studiere, mein mann arbeitet. mein studium leidet ganz klar. denn: ich bringe mein kind (4 jahre) jeden tag gegen 8.30 in den kiga und hole ihn immer um 15.00 ab. einmal die woche ist er mittagskind, da kommt die oma.
die nachmittag verbringen wir zusammen, obwohl er mittlerweile sehr, sehr viel alleine spielt, mich aber in seiner nähe, sprich zu hause, wissen will. so ist er glücklich, so kommen wir momentan am besten zurecht.
dafür brauche ich länger mit dem studium udn wir haben für eine zeit weniger geld. klar.
aber so kann ich beides unter einen hut bringen.

ich finde es völlig in ordnung, wenn mütter mit ihren kinder zu hause bleiben so lange sie wollen. solange das einkommen gesichert ist. für eine begrenzte zeit auf staatliche hilfe angewiesen zu sein ist nicht verwerflich. aber es als dauerhafte lösung anzusehen, wiel man jahrelang die kinder zu hause betreuen will ist schmarotzertum. und das finde ich verwerflich. denn dann wird sich auf den vielen familien ausgeruht, wo beide eltern arbeiten gehen, um das einkommen zu sichern.

wie gesagt, wenn es sich die familie leisten kann, finde ich das absolut in ordnung und da interessiert es auch nicht, wie ich die aufgabe als mutter und hausfrau definiere. denn: es geht mich schlichtweg nichts an.

lg

Beitrag von h-m 19.03.10 - 12:35 Uhr

"Nur" Mutter zu sein über einen längeren Zeitraum, das könnte ich mir nicht vorstellen.

Meine Traumvorstellung sieht so aus: sowohl Mutter wie auch Vater arbeiten, aber beide Teilzeit, und zwar so, dass immer einer von beiden das Kind bzw. die Kinder betreuen kann!

Na ja, das Leben hat mir anders mitgespielt, ich bin ae und nach dem Mutterschutz gleich wieder Vollzeit zurück ins Büro. Ich wäre gern etwas länger ganz zu Hause geblieben (vielleicht ein halbes Jahr), allerdings hauptsächlich wegen des Stillens, und hätte danach lieber auch nur ca. 25 oder 30 Std./Woche gearbeitet.