Ist Zustand nach 3 Wochen KIGA

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jasahe 19.03.10 - 09:46 Uhr

Hallo!

Brauche mal Euren Rat bzw. Eure Meinung zu dem Thema. Wir sind aus Österreich; der Kindergarten ist in unserem Bundesland ab 2,5 Jahre für alle Kinder kostenlos. Mein Sohn ist 2 Jahre und 7 Monate alt und seit drei Wochen im Kindergarten. Er war total aufgeschlossen, haben einen super sanften Start gemacht; ich bin selbständig und kann mir die Arbeitszeit einteilen. Nach der ersten Woche blieb er 2 Stunden, nach der 2. Woche blieb er schon die geplante Zeit von 3 bis 3,5h (halb neun bis halb 12). Am Freitag bekam ich dann einen Auftrag, der die ganze aktuelle Woche dauert. Er wurde um halb neun hingebracht und um 12:30, erstmals mit Mittagessen, wieder abgeholt. Nun tut die Kindertärtnerin so, als ob ich das arme Kind total vernachlässigen würde. Sie beklagt sich, dass er ihr so leid tut, weil er zwischen 09:45 bis 11:00 ein Tief hat und nach der Mami jammert (nicht weint!), er möchte dann auf ihrem Schoß sitzen und kuscheln. Immer wieder "er tue ihr so leid, er sei so arm". Dann machte die Gruppe zweimal einen Ausflug in den Wald bzw. zum Bauernhof und mein Sohn mußte in der anderen Gruppe bleiben (als einziger). Begründung; das sei zu anstrengend für ihn. Er wurde auch nicht zum Mittagessen wieder zurückgeholt, sondern blieb dort, bis ich ihn um 12:30 wieder abholte. Da ich eine Kindergarteneingewöhnung schon hinter mir habe, versuche ich ruhig und sachlich zu bleiben und stelle mir so einige Fragen.
Sollte das Programm eines Kindergartens nicht so gestaltet sein, dass alle Kinder mitgehen können? Auch im April muss er einen Tag sogar ganz zu Hause bleiben, weil alle Gruppen mitgehen und das Programm für ihn nicht geeignet ist (meine ich auch!) Oder ist das ungerecht aus Sicht der anderen Kinder? Er ist halt der einzige Neue, ab September kommen mehr Kinder hinzu. Wie soll es dann funktionieren, man kann doch dann nicht gleich 5 bis 7 Kinder in eine andere Gruppe schicken?!

Ist das nicht normal, dass ein 2,5 Jähriger nach 2 Wochen schon für 3h Stunden im KIGA bleiben könnte, ohne dass man eine Rabenmutter ist? Er freut sich total in der Früh und weint auch nicht beim Abgeben. Die Kindergärtnerin gibt mir das Gefühl, dass es ihr viel zu schnell geht und sie hätte es am liebsten noch wochenlang , dass er nur für max. 2h kommt.

Ich möchte sie gerne sachlich darauf ansprechen und ihr die Punkte, mit denen ich unzufrieden bin, mitgeben; freue mich aber, wenn Ihr mir vorher noch Eure Meinung dazu sagt!

Danke!

LG

J.

Beitrag von cludevb 19.03.10 - 10:02 Uhr

Hi!

Klar ist das normal.
In unsere Krippe im Kindergarten gehen die Zwerge (wesentlich jünger) auch im Schnitt 4 Std am Stück.

Lukas ist genau zum 3. Geburtstag hingekommen, am ersten Tag hab ich ihn nach 2,5 Std abgeholt (nur damit der erste Tag halt nicht überfordernd ist), am 2. Tag und seitdem immer - ist er die vollen 4 Std dort geblieben. - Komplett tränenlos.

... dein Kleiner gewöhnt sich schon noch an den Ablauf und übersteht das "Tief" schneller... ich denk das ist Gewohnheit!

Komische Erzieherinnen habt ihr... da muss sie halt mit Leben dass dein Kleiner dann n Tief hat und probieren ihn abzulenken. Klar, geht natürlich einfacher, wenn er zum "tief" einfach nicht da ist #augen


LG Clude, Lukas (3) und Michel (11 Mon)

Beitrag von babysun1978 19.03.10 - 10:05 Uhr

Hallo!

Also ich finde das auch nicht zu schnell. Meine Tochter ist mit zwei in den KiGa gekommen und blieb nach der zweiten Woche auch schon für drei Stunden dort.

In der dritten Woche dann schon zum Mittag und seit dem geht sie von 7:30 Uhr bis 11:45 Uhr.

Schon seltsam. Frag sie doch mal direkt ob sie eine wochenlange Eingewöhnung für sinnvoll erachten.

Ist er denn der einzige, der in dem Alter ist? Mir erschließt sich gerade nicht so genau, warum das Programm im Kiga nicht so ausgerichtet ist dass er auch teilnehmen kann. #kratz

LG Babysun

Beitrag von ivik 19.03.10 - 10:16 Uhr

Ich finde das merkwürdig bei euch. Warum muss dein Sohn bei Ausflügen im Kiga beleiben? Bei uns machen gerade die Kleinen viele Ausflüge (die müssen oft noch keinen EIntritt zahlen). Auch in der großen Gruppe sind Kinder in dem Alter deines Sohnes. Die haben diese Woche zweimal einen "Stadtbummel" gemacht und alle waren dabei.
Das Programm muss auf das Alter aller Kinder abgestimmt sein. Kleine Einschränkung: Unsere machen im April ihren "Kinderurlaub" und fahren drei Tage weg. DIe ganz Kleinen bleiben dann zu Hause. Aber die sind noch keine zwei Jahre alt; teilweise gerade erst 1.
Wenn dein Sohn am Tag einen Durchhänger hat, dann ist es an den Erziehern ihn darüber hinweg zu helfen. Meine Tochter hat auch heute mit fast 4 ihre "Zicken". Sie hatte wohl die Frühjahrsmüdigkeit und das war auch kein Problem. EIn Erzieher hat sich dann intensiv um sie gekümmert und sie ist dann mit in die Krippe und hat dann auch mal ein Nickerchen gemacht. Oder man kuschelt auf dem Sofa und liest in Ruhe ein Buch.
Ach ich vergaß; bei uns gibt es nur Ganztagsbetreuung. D.h. bei der EIngewöhnung geht es biltzschnell (je nach Kind; meine Tochter brauchte 3,5 Wochen) auf eine Betreuungszeit von 8 bis 16 Uhr. Und das machen auch die Kleinen mit (Kernzeit ist von 8:45 bis 15 Uhr).

lg ivik

Beitrag von kruemlschen 19.03.10 - 10:34 Uhr

Hallo,

eine Kindergarten-/Krippeneingewöhnung sollte in meinen Augen immer so gestaltet werden, wie es für das Kind am besten ist.

Wenn also Dein Sohn bereits 3-3,5h ohne die Mama durchhält ist das super und auch völlig in Ordnung so.
Ich finde es ist völlig in Ordnung wenn er zwischenzeitlich mal einen kleinen Durchhänger hat, solange er sich auch von den Betreuerinnen ablenken und trösten lässt ist alles paletti. Schließlich sind es ja erst 3 Wochen und ein Kindergarten ist ja auch anstrengend, er muss sich eben noch daran gewöhnen.

Das er von jeglichen Ausflügen ausgeschlossen wird finde ich nicht richtig! Das würde ich auch im Kindergarten so sagen.
Warum sollte Dein Sohn in den Augen der Kindergärtnerin einen Ausflug in den Wald oder zum Bauernhof nicht schaffen?

Ich würde das ansprechen und auch die betreffende Betreuerin bitten Dir sachlich zu erklären warum ihr Dein Sohn "so leid" tut und warum sie der Meinung ist die Eingewöhnung verzögern zu müssen.

Der Unterschied zwischen einer jetzigen Eingewöhnung und der im September wir einfach der sein, dass jetzt eben nur ein Kind dazwischen dazu gekommen ist und man daher nicht den kompletten Kindergartenbetrieb ändern möchte, im September hingegen ist im allgemeinen die große Ein- bzw. Wiedereingewöhnung, denn dann waren ja auch die großen Ferien und es kommen mehr Kinder dazu weil ja auch welche in die Schule gewechselt sind.

LG Krüml