Seit ca einem Jahr Nachts trocken-Kia sagt Windel um nach Unfall!?!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nicki1820 19.03.10 - 11:17 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist letzte Woche 4 Jahre alt geworden und seit etwa einem Jahr braucht sie auch Nachts keine Windel mehr. Es passieren allerdings hin und wieder mal Unfälle, so einmal im Monat würde ich sagen. Nun war es um Weihnachten rum schon einmal so, dass sie jede Nacht für ca 5 Tage in das Bett gemacht hat, das hat sich dann aber zum Glück erledigt.
Jetzt macht sie aber seit 2 Wochen jede Nacht mind. ein Mal in das Bett. Wir waren gestern Abend beim Kinderarzt um abzuklären ob möglicherweise eine Infektion vorliegt. Dies ist aber nicht so und ihre Antwort war nur: "machen sie ihrer Tochter konsequent jede Nacht eine Windel um!" Ich war sehr empört über diese Aussage und äußerte dies auch.

Was meint ihr dazu?

Danke und beste Grüße

nicki

Beitrag von visilo 19.03.10 - 11:28 Uhr

Mach die Windel drum. Wir hatten das auch. Lukas war von 3 1/4 bis zum 4 Geburtstag nachts komplett unfallfrei trocken. Dann ab Dez 08 war jede Nacht das Bett naß, am Anfang dachten wir das gibt sich. 6 Wochen hab ich täglich das Bett gewaschen dann hab ich auf den Arzt gehöhrt und ihm wieder eine Windel umgemacht, diese trug er noch bis vor ca 3 Wochen, also über 1 Jahr lang, in dieser Zeit kann ich an 2 Händen abzählen wie oft die Windel trocken war.

Er hat dann selber vor 3 Wochen gesagt er braucht jetzt keine Windel mehr, und seid dem klappt es. Wir hatten letztes Jahr im Sommer mal versucht die Windel wegzulassen, das hat überhaupt nicht geklappt.

Was will denn deine Tochter, wenn sie die Windel akzeptiert dann mach sie dran, wenn nicht dann wasch halt jedn Tag das Bettzeug, mir war das einfach zu umständlich, vor allem da ich arbeite und früh keine Zeit habe sowas zu machen. Viele Kinder machen nochmal einen Rückschritt was das Trockensein betrifft. Ich kenne 7 Jahrige die nachts noch Windeln brauchen bzw die häufig mal Unfälle haben.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von fraz 19.03.10 - 11:29 Uhr

Ich habe das Gefühl, dass viele Eltern die Intelligenz ihrer Kinder daran messen, in welchem Alter sie trocken geworden sind.

Meine Tochter hat mit 1 Jahr gesprochen wie ein Buch, trug aber in der Nacht Windeln bis im Alter von 5 1/2 Jahren.

Mein Sohn sprach erst mit über zwei Jahren und lief erst mit 22 Monaten, war aber sowohl tags wie auch nachts trocken mit 2 1/2 Jahren.

Wieso denn deine Empörung? Die andere Möglichkeit ist, dass du jeden Morgen das Bett neu beziehst. Oder du ziehst von Arzt zu Arzt, bis du jemanden gefunden hast, der dir attestiert, das was nicht stimmt mit deiner Tochter...


Sorry, ich versteh das nicht...

Beitrag von nicki1820 19.03.10 - 11:40 Uhr

Versetz dich doch mal in die lage des Kindes. Erst wird sie gelobt, das sie schon so groß ist und keine Windel mehr braucht und nun soll ich ihr nur weil ich kein Lust habe ihr (für eine absehbare Zeit) das Bett Nachts neu zu beziehen einfach mal eine Windel ummachen!?!
Das wäre doch eine riesen Enttäuschung für sie, zumal ihre kleine Schwester auch keine mehr braucht.

Klar, wenn es nicht anders geht muss ich das wohl machen denn dann wäre die nasse Hose für meine Tochter wohl ein größeres Problem als die Windel aber doch nicht nach 2 Wochen!!!!!!!!!!

Beste Grüße und danke für deine Meinung

Beitrag von fraz 19.03.10 - 11:58 Uhr

Genau darum geht es:

Eine wachende Zahl von Eltern hat das Gefühl, wenn ihr Kind einen Rückschlag hinnehmen muss, so ist das ein Schaden, der niemals mehr gut gemacht werden kann.

Lieber machen sie sich zum Sklaven ihres Kindes.

Meiner Meinung nach einfach falsch verstandene Elternliebe.

Beitrag von punkt3 19.03.10 - 12:17 Uhr

Nein! Das ist weder falsch verstandene Elternliebe noch ein zum Sklaven machen!!!

Was an der Psyche eines Kindes mehr zerrt, das ständig nasse Bett oder das Gefühl, doch noch nicht so groß zu sein, das weiß ich jetzt auch nicht, aber ja: Kinder wollen keine Rückschläge, genauso wenig wie Erwachsene.
Sie wollen da selber rauskommen und das erreichen, was sie ja eigentlich schon konnten!

Es gibt bestimmt keinen irreparablen Schaden, aber Deine Antwort (insbesondere die Sklavengeschichte) läßt mir die Hutschnur hochgehen.

Beitrag von anja1968bonn 19.03.10 - 13:21 Uhr

Meine Güte, Deine Tochter ist 4 Jahre alt! Natürlich muss man nicht gleich bei jedem Rückschlag auf die Windel zurückgreifen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Deine Tochter besonders glücklich damit ist, Nacht für Nacht einzunässen - mal abgesehen von der Wascherei.

Ich glaube kaum, dass Deine Tochter einen seelischen Schaden erleidet oder überhaupt das zeitweise Windel-Tragen als Rückschlag empfinden wird.

LG

Anja, deren Sohn mit 7,5 Jahren nachts immer noch nicht zuverlässig trocken ist (belastend für Kind und Waschmaschine!)

Beitrag von punkt3 19.03.10 - 12:19 Uhr

ich denke auch, dass die Windel eher kontraproduktiv wäre. Hast Du das Trainigsprogramm von William Sears (Schlafen und wachen) schon mal versucht?

Wir haben das Problem zum Glück nicht, aber ich fand, es klang so logisch!

Beitrag von kate75 19.03.10 - 12:20 Uhr

Benni war auch zeitig tagtrocken und etwas später nachttrocken. Letzteres allerdings nur bis er letzten Oktober operiert wurde. Danach hatte er quasi ständig "Unfälle".

Bis die OP-Narben verheilt waren, habe ich ihn ohne Windel gelassen und quasi am laufenden Band Bettwäsche gewaschen. Nach ca. 3 Wochen - also als die OP-Narben lt. Arzt stabil waren - habe ich ihm wieder eine Windel angezogen.

Und das tue ich bis heute, obwohl mittlerweile "nur" noch ein- bis zweimal pro Woche einpullert und das auch nur mit ein paar Tröpfchen, so dass man kaum eine Windelfüllung bemerkt. Aber Benni ist seit der OP sehr unsicher und fühlt sich besser/sicherer mit Windel.

Und mal ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass ein Kind es positiv sieht, wenn es mitbekommt, dass es seiner Mama viel Arbeit macht, weil es einnässt. Zumindest war Benni immer fürchterlich geknickt, obwohl ich NIE geschimpft oder mich beschwert habe, wenn er gesehen hat, was sein Einpullern ausgelöst hat. Dann doch lieber die Windel und ein Bussi und erklären, dass das halt vorkommt und nicht so schlimm ist, dass nochmal eine Windel benötigt wird.

LG

Beitrag von cludevb 19.03.10 - 12:47 Uhr

HI!

Wir haben auch alle 3-4 Monate ca 2-6 Nächte am Stück, wo das Bett wieder nass ist... aber inzwischen weiß ich auch den Grund: entweder Wachstumsschub oder Entwicklungsschub (is ja bemerkbar im nachhinein).

da ich aber nunmal keine windeln mehr im hause hab und auch keine mehr kaufen werde, muss ich halt den wäschemehraufwand hinnehmen... ihm ist das selbst unangenehm, er wacht dann auch auf (halt 5 min später als er sonst aufwachen würde und nachts sonst immer selbstständig aufs klo geht) und wir wechseln halt nachts schnell die wäsche und bettwäsche und gut ist.

ich mach da auch keinen grossen aufwand drum, nur am 3.-4. abend sag ich ihm gewöhnlich (stimmt zwar nicht, wirkt aber komischerweise) in ruhigem ton "du, heut nacht musst du aufpassen, dass du auf toilette gehst, die ganze bettwäsche ist schon nass und im keller in der wäsche... ich hab heute nacht keine neue zum wechseln) und gewöhnlich hat sich das thema dann erledigt und er geht ab da nachts auch wieder auf klo. warum auch immer ;-) vielleicht hat er dann innerlich nachts wieder n besonderes "auge" drauf oder so weil ihm das nunmal selbst unangenehm ist und stellt dann seinen pipi-sensor wieder an #rofl#klatsch ;-)

LG Clude, Lukas (3) und Michel (11 Mon)

Beitrag von 3jungsmama 19.03.10 - 14:46 Uhr

Hallo,

ich kann deine "Entrüstung" verstehen. Natürlich ist es normal, wenn ein Kind ab und an nochmal nachts Unfälle hat. Vielleicht macht deine Tochter gerade einen Entwicklungsssprung, oder aber viell. belastet sie etwas? hat sich irgendetwas bei euch geändert? Frag sie doch mal. Ansonsten würde ich persönlich auch keine Windeln kaufen, es sei denn, sie sagt, dass sie welche haben will. Meistens gibt sich das von alleine wieder.

Viele Grüße

Beitrag von anja96 19.03.10 - 20:32 Uhr

Hallo,

ich meine, wenn Dein Kind noch ins Bett macht, würde ich auf den Kinderarzt hören - die andere Möglichkeit ist, jeden Morgen die Kleidung und das Bettzeug zu waschen. Dazu hätte ich keine Lust.

LG, Anja

Beitrag von ohmama 19.03.10 - 21:12 Uhr

Hallo Nicki!

An Deiner Stelle würde ich Deine Tochter fragen was SIE möchte.

Meine ältere Tochoter hatte Nachts bis vor ein paar Wochen auch noch ab und zu Nachts einen "Unfall". Sie wollte aber lieber ohne Windel schlafen.

Ich hab sie gelassen. Es hat sich relatif zügig von alleine geregelt und sie ist seit einiger Zeit absolut verlässlich trocken.

LG Bille

Beitrag von ohmama 19.03.10 - 21:13 Uhr

...sollte natürlich "relativ" heissen...#zitter