Der Gedanke macht mich krank Teil 2

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von warumnur? 19.03.10 - 11:26 Uhr

Hallo nochmal..

Weiter unten hatte ich ja bereits geschrieben..
Ich habe gestern den Test gemacht.. er war positiv..
Ich war und bin fix und fertig, auch war ich widererwartend geschockt... dabei hatte ich schon alle Anzeichen, die darauf hindeuten, schwanger zu sein und mir war es eigentlich auch klar.
Meine Freundin kam noch vorbei und hat mit mir darüber geredet, es tat sehr gut.
Für mich steht aber zu 100% fest, dass ich dieses Kind nicht bekommen werde.
Montag habe ich einen Termin beim Frauenarzt, dann muss ich zur Krankenkasse wegen Kostenübernahmne, zu PRO Familia und es könnte Do. schon sein, dass ich den Abbruch vornehmen lasse..
Nun ist die Frage..
MEDIKAMENTÖS oder CHIRURGISCH?????
ich müsste jetzt 5. Woche sein, wäre dann also in der 6. Woche, genaues wird der FA feststellen..
Bin völlig durch den Wind, aber ich weiss, dass es die richtige Entscheidung ist.. nicht nur für mich sondern in erster Linie für meine Kinder, auch beruflich gesehen..
Meine Freundin steht total hinter meiner Entscheidung, das erleichtert die Sache ungemein.. und sie wird auch da sein, wenn es soweit ist...
Zu was würdet Ihr mir raten?
LG

Beitrag von blaue-blume 19.03.10 - 11:44 Uhr

hi!

also, wenn du die wahl hast, ich würde mich immer für einen medikamentösen abbruch entscheiden.

das ist für den körper weniger "schädlich" weils eher wie ein natürlicher abgang ist, kein eingriff.


wenn du zu dem thema fragen hast, kannst du dich genr per pn melden, ich kann dir, denk ich, zu beiden methoden was sagen.

lg anna

Beitrag von m_sam 19.03.10 - 16:40 Uhr

Hallo,

vor gut 7 Monaten saß ich wahrscheinlich genauso fertig zu Hause am Küchentisch und wusste nicht, was ich machen soll. Für mich war klar - wenn ich das Kind nicht bekomme, dann nur, solange ein medikamentöser Abbruch gemacht werden kann. Danach wäre es vom Kopf her bei mir gar nicht mehr möglich gewesen, da ich ja weiß, wie weit die Kinder teilweise schon entwickelt sind, je länger man wartet.
Ich habe mich dann aber zusammen mit meinem Partner für das Kind entschieden.

Also wenn Abbruch, dann so früh wie möglich. Einfach, solange auf dem US-Bildschirm noch keine Arme und Beine zusehen sind - da könnte ich persönlich dann echt nicht mit meinem Gewissen vereinbaren und ich denke, man hat eh schon genug daran zu knabbern!

Alles Gute für Dich!

LG Samy (37. SSW) + 2 Mädels

Beitrag von jealousy28 19.03.10 - 20:58 Uhr

Hallo,
es tut mir sehr leid,was du durchmachst, ich kenne die Situation und habe mich damals auch gegen das Kind entschieden. Bis heute tut mir das wahnsinnig leid und ich werde auch nie darüber weg kommen, aber ich wüde dir das Chirurgische empfehlen, denn das Medikamentöse schadet dem Körper wesentlich mehr, weil es ein längerer Prozess ist und nicht von jetzt auf gleich erledigt ist. Hinzu kommt, daß du damit rechnen musst, daß du es stärker mitbekommst, daß der Fötus abgeht, denn bei der Chirurgischen Variante bist du ja unter Vollnarkose. Ich würde es dir nicht raten, es medikamentös zu machen!!!!!!!
Wie kommst du darauf, daß die Kasse das zahlt??Ich musste 430,-€ bezahlen.
Drück dir die Daumen.
LG

Beitrag von salida-del-sol 19.03.10 - 21:24 Uhr

Hallo Du,
es ist schön, dass Du wieder etwas von Dir hören läßt und uns an Deinem Ergebnis teilnehmen läßt. Vielen Dank für das Vertrauen.
Ich persönlich kann Dir weder den medikamentösen noch den chirurgischen Eingriff empfehlen. Denn beides kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden.
Es ist logisch, dass Du an die Grenzen der Belastbarkeit kommst, wenn Du schon 2 Kinder hast und eines davon krank ist. Leidet es an einer bestimmten Krankheit, oder holt es sich alle Infekte, die es gibt? Wenn Du magst, kannst Du darüber gerne ein wenig erzählen.
Aber es kann sein, dass die Aufarbeitung einer Abtreibung Dir mehr Kraft kosten würde, als das 3. Kind großzuziehen. Je nachdem an welcher Krankheit Dein Kind leidet, kann es auch sein, dass Du Hilfe beantragen könntest. Benutze das Gespräch auch dazu, Dir alle Hilfen aufzeigen zu lassen. Gib nicht eher auf, bis Du alles hast, was Du bräuchtest.
Mutterliebe ist etwas ganz erstaunliches. Egal in wieviel Stücke man sie schneidet, es wird dadurch doch kein Stück kleiner.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von luka22 19.03.10 - 21:38 Uhr

Weißt du, was an deiner Situation so schlimm ist? Das ist nicht nur bei dir Fall, sondern bei allen Frauen, die in deiner Lage sind. Man hat keine Zeit. Man hat keine Zeit zum Innehalten, zum Klarwerden, zum Informieren ... in einer absoluten Notsituation muss man so schnell wie möglich solche weitreichenden Entscheidungen treffen. Ich denke, dass sehr viele Frauen schon einmal einen positiven Test in den Händen hielten und geschockt waren. Jede von diesen Frauen hatte 1000 Gründe dieses Kind nicht zu bekommen und die meisten waren dann doch froh, ihr Kind bekommen zu haben.
Ich möchte dir damit kein schlechtes Gewissen machen. Ich weiß in welcher Not du bist. Mein Kleinster war nämlich auch ein "Pille danach" Kind. Als ich den positiven Test gemacht habe, hat mein Herz vor Panik so laut gepocht, dass ich dachte, es springt mir aus der Brust. Ich hatte beruflich gerade wieder Fuß gefasst, dann standen bei mir noch verschiedene medizinische Untersuchungen an .... und dann DAS. Nach einer Woche hatte ich es einigermaßen verdaut und bekam dann sehr starke Blutungen, wieder stand mein Seelenleben Kopf. Es war eine wirklich schwierige Zeit.
Mein Kleiner ist jetzt 14 Monate alt und auch heute noch plagt mich ein schlechtes Gewissen, weil ich die Pille danach genommen habe. FAST hätte es dieses Leben nicht gegeben :-(. Alle meine Sorgen die ich beim positiven Test hatte, haben sich Schritt für Schritt aufgelöst. Mein Job ist auf Eis gelegt und ich genieße jeden Tag meines Erziehungsurlaubes.
Das ist MEINE Geschichte. Deine Geschichte kann ganz anders sein. Am Job würde ich es allerdings nicht festmachen. Was, wenn etwas damit schief geht? Bei der Krankheit deiner Tochter würde ich überlegen: Ist es eine chronische Erkrankung, die sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und ständig beobachtet werden muss? Oder ist sie generell einfach "nur" kränklich?
Ich möchte dich wirklich nicht in noch größere Gewissensnöte bringen. Ich möchte lediglich, dass du alles gut durchdenkst. So eine weitreichende Entscheidung trifft man nicht an einem Abend!

Ganz liebe Grüße #liebdrueck
Luka

Beitrag von chery1987 20.03.10 - 11:07 Uhr

Hallo,

vor gut 3 Monaten saß ich wahrscheinlich genauso fertig zu Hause und wusste nicht, was ich machen soll.
Für mich und meinen Freund war klar, das Kind nicht zu bekomme. Ich habe mich über den Abbruch und was danach ist informiert und habe immer wieder lesen müssen "man bekommt zu 90% na Depressionen sagen die, aber ich denke das man immer daran denkt und es nicht verarbeiten kann.
Ich war so fertig und wusste nicht mehr wohin. Wenn mich das zu diesem Zeitpunkt schon so fertig macht, wie ist es erst danach. Danach wäre es vom Kopf her bei mir gar nicht mehr möglich gewesen. Ich habe bei Ultraschall das Herzchen schlagen gesehen und das war für mich die Entscheidung nochmal mit meinem Freund zureden.

Ich habe mich dann, aber zusammen mit meinem Freund für das Kind entschieden.

Also wenn Abbruch, dann so früh wie möglich. Einfach, solange auf dem US-Bildschirm noch keine Herzschlag zeigt, da könnte ich persönlich dann echt nicht mit meinem Gewissen vereinbaren und ich denke, man hat eh schon genug daran zu knabbern!

Arme und Beine siehste zum Glück erst nach der 12 Woche und da darf man nicht mehr Abbrechen.

Alles Gute für Dich oder Euch.


Liebe Grüße Jule (15+4)

Beitrag von chery1987 20.03.10 - 11:11 Uhr

Hallo,

vor gut 3 Monaten saß ich wahrscheinlich genauso fertig zu Hause und wusste nicht, was ich machen soll.
Für mich und meinen Freund war klar, das Kind nicht zu bekomme. Ich habe mich über den Abbruch und was danach ist informiert und habe immer wieder lesen müssen "man bekommt zu 90% na Depressionen sagen die, aber ich denke das man immer daran denkt und es nicht verarbeiten kann.
Ich war so fertig und wusste nicht mehr wohin. Wenn mich das zu diesem Zeitpunkt schon so fertig macht, wie ist es erst danach. Danach wäre es vom Kopf her bei mir gar nicht mehr möglich gewesen. Ich habe bei Ultraschall das Herzchen schlagen gesehen und das war für mich die Entscheidung nochmal mit meinem Freund zureden.

Ich habe mich dann, aber zusammen mit meinem Freund für das Kind entschieden.

Also wenn Abbruch, dann so früh wie möglich. Einfach, solange auf dem US-Bildschirm noch keine Herzschlag zeigt, da könnte ich persönlich dann echt nicht mit meinem Gewissen vereinbaren und ich denke, man hat eh schon genug daran zu knabbern!

Arme und Beine siehste zum Glück erst nach der 12 Woche und da darf man nicht mehr Abbrechen.

Alles Gute für Dich oder Euch.


Liebe Grüße Jule (15+4)

Beitrag von kuschel022 20.03.10 - 11:55 Uhr

Arme und Beine (klein aber deutlich zu sehen) sieht mann schon ab der 10.SSW und das Herz schlägt schon ab der 7.SSW!!!! Medis sind immer besser, als eine OP!!!
Mfg