Ambulanter Pflegedienst will Mithilfe von Angehörigen

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Beitrag von rosali25 19.03.10 - 13:06 Uhr

Hallo zusammen,

meine Oma wird vom Ambulanten Pflegedienst gewaschen und umgezogen. Unter der Woche klappt das alles auch sehr gut.
Nur am Wochenende kommt nur eine Aushilfe, die eigentlich Arzthelferin ist.
Jetzt wurde meine Mutter von der Leiterin angerufen und ihr wurde gesagt, dass die Aushilfe am Wochenende das nicht alleine kann. Meine Mutter soll mithelfen.
Jetzt meine Frage: Wir bezahlen knapp 2.000 Euro nur für die ambulante Pflege, das sind feste Sätze, die berechnet werden für die Pflege.
Am Wochenende wir exakt das gleiche gemacht, wie unter der Woche.
Kann die Diakonie einfach sagen, am Wochenende machen wir weniger, bzw. ein Angehöriger muss helfen, obwohl die gleichen Arbeiten unter der Woche problemlos alleine klappen? Wir bezahlen doch den vollen Service. Ist das unser Problem, dass die Diakonie am WE nur inkompetente Aushilfen beschäftigt?

Und bevor die Steine fliegen: Meine Mutter opfert ihre gesamte Freiteit (17 Uhr bis 7 Uhr und am Wochenende 24 Stunden) für meine Oma, sie macht ALLES. Nur die Körperpflege kann und will sie nicht übernehmen. Das kann ihr ja auch keiner übel nehmen, nicht jeder kann das.

Gruß Lena

Beitrag von katelino 19.03.10 - 13:17 Uhr

Hallo,
das ist ja wohl mehr als frech. Wechselt doch den Dienst und warum bezahlt ihr diesen selber? Hat die Oma keine Pflegsstufe? Steine schmeißen hilft nichts, da leidet nur die Arbeitsqualität dann drunter.
LG

Beitrag von rosali25 19.03.10 - 13:19 Uhr

Doch, doch. Oma hat Pflegestufe II. Wir zahlen nur ca. 1.000 Euro dazu. Ich meinte, dass die Diakonie 2.000 Euro für/von Oma bekommt.

LG

Beitrag von blacknickinblue 19.03.10 - 13:18 Uhr

Hallo,

ich denke schon, dass der Pflegedienst alle Leistungen selber erbringen muss, schließlich wird er dafür bezahlt.

OT: Warum in aller Welt müsst Ihr über 2000 Euro selber zahlen? Zahlt die Pflegekasse nichts? Wir haben auch einen Pflegefall in der Familie, da kommen – ich weiß jetzt die genaue Summe nicht – aber doch so ca. 1500 Euro von der Pflegekasse. Die Familie zahlt dann nur noch ca. 500 Euro selbst.


Gruß, B.

Beitrag von rosali25 19.03.10 - 13:21 Uhr

Wir zahlen ca. 1000 selbst, Oma hat Pflegestufe II.
Ich meinte das so, dass der ambulante Pflegedienst 2.000,- bekommt.

Vor allem, was ich echt nicht nachvollziehen kann. Ob ein Angehöriger mithilft oder nicht, die Kosten bleiben ja trotzdem gleich. Schon frech..

Gruß L.

Beitrag von asira 19.03.10 - 13:19 Uhr

Hallo!
Welche Pflegestufe hat Deine Oma denn?
Ich finde das sehr merkwürdig, das Deine Mutter bei der Pflege helfen soll! Hat Deine Mutter da mal angerufen? Ansonsten: Pflegedienst wechseln, wenn ihr nicht zufrieden seid!
LG
asira

Beitrag von rosali25 19.03.10 - 13:23 Uhr

Meine Mutter wurde heute (auf der Arbeit) von der Leiterin angerufen! Da wurde ihr ja eröffnet, dass meine Mutter ab sofort am Wochenende zu helfen hat.

Meine Mutter hat einen anstrengenden Vollzeitjob und kümmert sich "nebenher" in ihrer kompletten Freizeit um Oma. Meine Mutter zeigt eindeutige Anzeichen für ein Burn-Out Syndrom und freut sich, wenn sie am Wochenende mal NICHT um 6 Uhr aufstehen muss und bis 9 Uhr liegen bleiben kann.

LG rosali

Beitrag von marina300601 19.03.10 - 13:23 Uhr

hallo Lena

also, ich bin Arzthelferin UND arbeite in der Mobilen Altenpflege :-)

Ich mache aber genau das selbe wie die Fachkräfte und das ganz allein :-)

Es gibt dinge, die eine Arzthelferin in der altenpflege NICHT darf, Katheter legen ect. aber zu solchen Patienten werde ich zum Beispiel garnicht hingeschickt.

Ich würde ganz erhlich auch den Pflegedienst wechseln, das kann nicht sein, das jemand kommt und ihr trotzdem noch helfen müßt.

Gruß marina

Beitrag von rosali25 19.03.10 - 13:26 Uhr

Meine Oma muss nur gewaschen und umgezogen werden. Alles was mit der PEG-Sonde zu tun hat oder Medikamente macht meine Mutter eh schon.

Also es sind nicht "besondere" Dinge, die der Dienst am WE abgeben will, sondern einfach insgesamt helfen.

Ich bin mal gespannt, wie das jetzt weiter geht. Meine Mutter hat der Leiterin ganz klar gesagt, dass sie das nicht macht, ohne Diskussion. Die Leiterin hat daraufhin einfach aufgelegt.

Wenn die Pflege jetzt am WE nicht mehr klappt, dann sollten wir wirklich mal nach einem anderen Dienst schauen.

Gruß Lena

Beitrag von miniwe07 19.03.10 - 14:52 Uhr

Wie pflegebedürftig ist denn deine Oma?

Liegt sie im fest im Bett? Läuft sie noch rum? Kann sie bei der Pflege mit helfen?

Ich denke das das wichtige Fragen sind.

Denn egal ob exam. oder "nur" Helferin, Pflegekäfte sind auch nur Menschen.

Beitrag von rosali25 19.03.10 - 14:56 Uhr

Pflegekäfte sind auch nur Menschen, aber wenn sie einen pflegebedürftigen Menschen nicht pflegen können, haben sie ihren Beruf verfehlt.

Meine Oma kann nicht mehr laufen, liegt tagsüber nur auf dem Sofa (wird im Rollstuhl hingefahren). Umsetzen kann sie sich aber noch selbst.

Mal wird sie zum Waschen ins Bad geschoben, mal im Bett gewaschen (wo sie dann auch den ganzen Tag liegen bleibt) Ganz nach Tagesform.

Sie trägt auch Windeln, geht aber noch auf Toilette (wird hingeschoben und mit Unterstützung draufgesetzt).

Sie wiegt allerdings nur knapp 30 Kg also vom Gewicht her für das Pflegepersonal kein Problem.

Beitrag von miniwe07 19.03.10 - 15:03 Uhr

Ich gehe jetzt mal davon aus das du noch nie in der Pflege gearbeitet hast! Sonst würdest du sowas nicht schreiben!

Nunja, an deiner Reaktion auf normale Fragen denke ich du möchtest gar keine objektive Antwort.

Sorry, aber ich kann beide Seiten sehr gut verstehen.

Beitrag von rosali25 19.03.10 - 15:10 Uhr

Welche Reaktion? Was habe ich denn jetzt falsch gemacht? Ich habe dir die Situation erklärt.

Beitrag von miniwe07 19.03.10 - 15:17 Uhr

Der erste Satz von dir auf meine Fragen. Warum sollte man direkt seinen Beruf verfehlt haben.

Also ich arbeite in der amb. Pflege und ich kann dir sagen 30 Kilo sind nicht gerade leicht, vor allem an schlechten Tagen der Pat. da ist das wie ein Sack Zement, ( Sorry nur zum verstehen)

Es ist schon richtig das man sich ja den Pflegedienst kommen lässt weil man es selbst nicht machen kann, möchte oder will. Was für mich vollkommen okay ist. Eben es ist der Job.

Aber findest du bzw. deine Mutter die Aushilfe inkompetent?
Oder meint ihr sie ist nur zu faul. Und will es nicht alleine machen.

Ich habe mir auch immer Tagesform abhängig der Pat. Hilfe von den Angehörigen geholt.

z.B. wenn ich jemanden im Bett versorgen musste. Es ist einfach für alle angenehmer. Vor allem für deine Oma, wenn sich die PP nicht abrackert, denn dann wird es für sie unangenehm.
( Ständiges hin und her drehen z. B.)

Beitrag von huhu79 19.03.10 - 19:27 Uhr

hallo,

ich bin altenpflegerin und so ganz verstehe ich deine ansichten nicht#kratz
der ambulante dienst wurde bestellt,weil rosalies mutter die körperpflege nicht übernehmen kann/will.warum soll sie dann mithelfen,NUR weil eine aushilfe ihren job nicht hinbekommt??
viele angehörige helfen freiwillig,weil sie es möchten,das ist deren sache.aber wenn schon extra der pflegedienst engagiert wird,sollte man davon ausgehen können,dass die ihren job beherrschen oder?!wenn das nicht der fall ist,ist sie eindeutig inkompetent.
lg

Beitrag von miniwe07 20.03.10 - 10:31 Uhr

Hallo,

ich denke das ganze macht hier nicht wirklich Sinn zu diskutieren.

Wir kennen alle nicht die kompletten Fakten.

Das mit den Kosten ist schon ärgerlich klar. Sie hat ja auch jederzeit die Möglichkeit den Pflegedienst zu wechslen.

Aber sorry, in der amb. Pflegfe ist man fast immer alleine unterwegs. Mehr will ich dazu nicht mehr sagen.

Lg und schönes Wochenende!

Beitrag von mansojo 20.03.10 - 11:07 Uhr

Hallo,

ich weiß was Du meinst
in meiner AUsbildung war ich allein unterwegs und konnte längst nicht die Leistung einer examinierten Kraft erbringen
aber die Leistung muss erbracht werden da sie vertraglich festgelegt ist
wird der Vertrag nicht eingehalten muss die Hauskrankenpflege etwas ändern
wenn die Angehörigen brav mit helfen kann man nix ändern
so blöd das klingt
man muss sich beschweren damit der Vertrag eingehalten wird auch wenn es erstmal auf Kosten des zu Pflegenden geschieht
aber sonst ändert sich nix

mein Mann hat während seines Zivildienstes pflegerische Aufgaben übernehmen müssen
für mich ein absolutes no go

hier geht es einzig um einhalt des Vertrages

liebe Grüße Manja

Beitrag von rosali25 20.03.10 - 11:43 Uhr

JA in meinen Augen ist die Aushilfe inkompetent. Denn unter der Woche klappt alles einwandfrei.

Und weißt du was? Heute um 7 Uhr kam die LEITERIN persönlich und hat Oma gewaschen und umgezogen. Und das klappte einwandfrei.
Also haben die anscheinend nicht genügend kompetente Mitarbeiter, die die Pflege übernehmen können.

Beitrag von rosali25 19.03.10 - 14:57 Uhr

Ach so, wenn man sie am Arm packt, kann sie auch alleine stehen.

Beitrag von stummelchen80 19.03.10 - 20:43 Uhr

Bin auch Krankenschwester von Beruf und arbeite seit 7 Jahren in einer neurologischen Klinik .Die Patienten die ich betreue sind alle schwerstbetroffen und können nicht mehr mithelfen. Der überwiegende Teil der Pflege am Patient wird alleine durchgeführt.

Natürlich ist es immer leichter die Angehörigen miteinzubeziehen, aber man kann es nicht als selbstverständlich ansehen. Menschen die Ihre Angehörigen zuhause mit hilfe eines Sozialdienstes versorgen, verdienen größten Respekt. Deshalb sollten auch alle Mitarbeiter in der Lage sein alleine mit dem Patienten klarzukommen und die Angehörigen wenigsten in der Zeit der Grundpflege zu entlasten.
Denn dass ist Ihr JOB!!!!!

Mfg

Beitrag von manavgat 19.03.10 - 15:39 Uhr

Ich würde den Dienstleister anschreiben und auffordern die Leistungen so zu erbringen, wie es vertraglich vereinbart ist.

Pflege ist eine Dienstleistung wie jede andere auch. Wenn ich dafür bezahle, dann muss sie so erbracht werden!


Gruß

Manavgat

Beitrag von rosali25 19.03.10 - 15:43 Uhr

Du hast das sehr gut formuliert, die Leistungen sind vertraglich festgelegt und der Pflegedienst bekommt Geld für diese Leistungen. Warum sollten sie diese Vertragsbedingungen am Wochenende nicht einhalten, wenn es unter der Woche (oder auch bis jetzt am Wochenende) einwandfrei funktioniert hat?

Wir werden dieses Wochenende abwarten, wie es läuft. Wenn nicht wie gewohnt, werden wir andere Wege gehen.

Gruß Lena

Beitrag von jeannylie 19.03.10 - 20:57 Uhr

Das ist ja ganz schön frech!
Wenn Deine Oma Pflegestufe II hat, dann bekommt sie (und das sind ja vom MDK festegelegte "Kriterien") ganz bestimmte Leistungen die selbstverständlich am WE erbracht werden müssen.
Das die das so versuchen...tse... da würde ich mal ein ernstes Gespräch mit der Pflegedienstleitung suchen oder direkt den Pflegedienst wechseln...

Beitrag von rosali25 19.03.10 - 21:06 Uhr

Abgerechnet und bezahlt werden die Leistungen am WE ja komplett. Ob jetzt jemand hilft oder nicht ist dabei egal.
Nur es geht halt schneller und man ist schneller beim nächsten Patienten.

LG Lena

Beitrag von loddlluis2007 19.03.10 - 21:23 Uhr

Hallo Lena!
Ich arbeite bei einem Amb. Pflegedienst. Wir arbeiten mit Fachkräften und Aushilfen (die auch das Hauswirtschaftliche übernehmen).

So etwas gibt es bei uns nicht. Wenn jemand mit einem Kunde nicht zurechtkommt, wird ein anderer Eingeteilt. Basta!
Es kann nicht sein das ihr das viele Geld bezahlt und dann auch noch mitarbeiten sollt. Ich finde das mehr als frech das die anrufen und darum bitten. Wenn es die Dame nicht schafft muss sie sich hilfe von ihren Kollegen erbitten.

Ich würde gerne noch wissen ob ihr für die Pflege die die Arzthelferin erbringt das gleich bezahlt wie für dir Fachkraft? Mir kommen die 2000 Euro ein bissel viel vor!

30 Kilo?? Sehr wenig! Es gibt spezielle Aufbaunahrung in Pulverform und Keksform die ab einem bestimmten BMI vom Arzt verordnet werden können. Das belastet auch nicht das Budget vom Arzt.

LG loddl

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