Antibiotikum geben !?? Sinnvoll?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von madcat 19.03.10 - 13:38 Uhr

Hallo Zusammen,

Paul (16 Mon.) hat seit Di. Abend Fieber. Schwankend, mal bis zu 40 Grad, aber auf Norofensaft sofrt runter bis auf 38. So übern Tag nur erhöhte Tempi, Abends und morgens und Mittags nach dem aufstehen ist es hoch.

Sonst topfit! Bin dann heut mit ihm zum KiA. Der sagte es könne das 3 Tage Fieber sein, dann ist es morgen weg.

Er hat aber zur Sicherheit Blutabgenommen und der CRP Wert(???) lag bei 50, also wohl erhöhte Entz.werte. Hab dann Antib. verschrieben bekommen. Auf der Heimfahrt dachte ich dann, sollte man nicht warten, ob das Fieber morgen weg ist? Wirklich gleich Antibitika geben? Kommt der Wert vom Fieber oder das Fieber von der Entzündung? Möchte ungern "unnötig" Antib. geben aber auch nicht mit Vorwürfe machen wenn wir ne Entzündung verschleppen.

KiA hat natürlich schon zu, wollte nochmal anrufen. Mist was mach ich jetzt?
Wenn er nachher aufsteht und hat kein Fieber mehr, trotzdem geben?

Was würdet ihr tun?

Sorry lang geworden.

LG madcat

Beitrag von schullek 19.03.10 - 13:56 Uhr

hallo,

für mich klingt es jetzt (meine persönliche meinung), als ob der arzt euch das antib. verschrieben hat, weil er halt nix anderes machen konnte. du stehst als besorgte mutter neben ihm und er ist im zugzwang. nur wenige ärzte raten heute einfach mal dazu abzzßuwarten.

ich kann dir raten, mal die fiebersenkenden mittel wegzulassen, udn dem körper deines sohnes so die chance zu geben sich selbst zu helfen. durch das ständige unterdrücken zieht sich das ganze nur ewig in die länge. hier mal ein text von mir dazu:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=4&tid=1784638

lg

Beitrag von lihsaa 19.03.10 - 14:09 Uhr

Hallo...

wenn er erst meint, 3-Tage-Fieber und nach der BE meint, lieber Antibiotikum... dann würde ich es geben. In der Regel verschreiben Kinderärzte nicht leichtfertig solche Medikamente. Und meiner Kenntnis nach ist das 3-Tage-Fieber auch nicht Anzeichen einer Entzündung, so das der erhöhte Wert eher auf eine behandlungswürdige Erkrankung hindeutet.
Ich würde das Antibiotikum geben... und ich bin wahrlich nicht schnell beim Arzt oder mit Medis bei der Hand.

Gute Besserung für den Drops!

lg, Kathrin mit Lotta (7 Jahre), Linnéa (2) und Lasse (10 Monate)

Beitrag von nuckenack 19.03.10 - 14:16 Uhr

Hallo,
da er extra Entzündungswerte abgenommen hat und die auch erhöht sind (CRP wert spricht für eine bakterielle Infektion) solltes du das Antibiotikum geben.
Deshalb hast du es ja verschrieben bekommen, also wegen den Werten.

nuckenack

Beitrag von taewaka 19.03.10 - 15:15 Uhr

ich würde mir eine zweite meinung einholen.

unser kinderarzt hatte immer ein gutes gefühl und wusste, dass er meiner wahrnehmung und einschätzung trauen kann.
so hat mein kind durchaus mal eine woche zwischen 38,5 und 40,1 gefiebert. dabei ging es ihm aber gut.

ich habe in meinem leben sowohl für mich als auch für die kinder schon "öfters" AB angeboten oder verschrieben bekommen.
bisher haben beide kinder noch nie ein "richtiges" medikament gebraucht.

ich denke manchmal oder oft wird mit kanonen auf spatzen geschossen. ein "gesundes" kind darf krank sein und in unserer wohlfahrtsland, mit guter versorgung und hygiene schaffen viele körper krankheiten und bakterien, die früher bei einem geschwächten körper eher zu komplikationen geführt hätten.

ich finde es gut, dass du die gabe abwägst und sehe es keinesfalls so, dass nur, weil ein arzt es verschreibt, dies auch gegeben werden muss. ich weiß auch nicht was die referenzwerte zu dem entzündungswert sind und würde daher tatsächlich eine zweitmeinung einholen und z.b. am mo noch mal blut abnehmen lassen, sollte der zustand sich nicht deutlich gebessert haben.

bei fieber sind wir so verfahren: viel trinken, windel runter (sofern plastik, staut die hitze), körperkontakt, also haut auf haut. bücher lesen, auf dem sofa liegen und dann gucken, ob es dem kind besser geht.

gute besserung

Beitrag von raena 19.03.10 - 15:41 Uhr

Liebe Madcat,

der Arzt bei dem du warst hat Kindermedizin studiert, er hat dein Kind eingehend untersucht, Blut abgenommen und den Entzündungswert festgestellt und hat dann entschieden dass es notwendig ist, ein Antibiotikum zu verschreiben!

Du bist zu dem Arzt gegangen weil zu Hilfe von ihm wolltest, die hat er dir gegeben, er hat untersucht, eine Diagnose gestellt und eine Therapie verordnet.
Und jetzt willst du hier bei Urbia von Müttern und anderen Amateueren wissen ob dein Arzt richtig gehandelt hat und deu ihm Antibiotika geben sollst?????

Antibiotika ist kein Gift! Es ist ein sehr wirksames Medikament, dass seit es erfunden wurden Millionen von Menschen schon das Leben gerettet hat. Ich bekomme immer die Krise wenn wir in diesem hochzivilierten und kultivierten Land eine Angst und Paranoia vor den bösen bösen Pharmakonzernen, Schulmedizin und Medikamenten geschürt werden. Man sollte sich mal im eigenen Umfeld umsehen und überlegen wer ohne die hochentwicklete Medizin die wir heute haben, heute noch am Leben wäre?

Ich hätte keinen Schwiegervater mehr da er herzkrank ist, keinen Neffen (der hatte schweren Noro und wäre vorn 100 Jahren daran gestorben), halt stopp er hätte gar nicht gelebt, denn meine Schwägerin wäre schon bei der Geburt des ersten Kindes gestorben und meine Tochter wäre vielleicht an einer Lungenentzündung gestorben .....

.... sorry bin etwas vom Thema abgekommen. Mein Rat? Der Arzt schein eine ordentliche Anamese gemacht zu haben und die Diagnose und die Therapie klingt vernünftig also mach sie auch und gibt deinen Sohn das Antibiotika!

LG
Tanja

Beitrag von blaue-blume 19.03.10 - 17:18 Uhr

hi!

da wirst du hier wohl sehr unterschiedliche meinungen bekommen...

ich muss ehrlich sagen, ich bin auch kein grosser freund von antibiotika, bzw. finde, das es zu oft zu früh verschrieben wird.
meine tochter (2,5) ist bisher ganz ohne ausgekommen.

was das fieber senken angeht: fieber hat ja auch seinen sinn, das macht der körper ja nicht, um die mamma zu ärgern...
solange mien tochter unter 39,5° bleibt, und es ihr gut geht, bekommt sie erstmal gar keine medikamente...
wenn das fieber zu stark steigt, bekommt sie belladonna, das hat bisher immer sehr gut geholfen das fieber wieder auf eine annehmbare temperatur zurück zu bringen.

ich denke, ein kind mit einem gesunden immunsystem steht auch nen kleinen infekt gut durch.


aber letzlic hmuss das jederselbst entscheiden, schliesslich trägt auch jeder die verantwortung für sein kind selbst.


lg anna