Beckenverwringung- wer hatte ein Kaiserschnitt?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von simidi 19.03.10 - 17:25 Uhr

Hallo!

Ich habe ein Beckenverwringung . Mein Frauenarzt ist der Meinung, dass man abwarten müsste wie groß das Kind wird und sich dann evtl. zu einem Kaiserschnitt entscheiden muss.

Wer hat auch eine Beckenverwringung und wie habt ihr euer Kind zur Welt gebracht?

Vielen Dank und Viele Grüße

Beitrag von honolulumieze 19.03.10 - 19:14 Uhr

Was heißt das genau? Ist das Becken zu eng? Bei mir war jedenfalls das Becken zu eng. Baby blieb stecken. Musste mit 2 Hebammen und 2 Ärztinnen per Saugglocke raus geholt werden, nachdem verschiedene Lagerungsversuche und dieser Kristeller (?)-griff nicht halfen. Sollte es bei dir auch sowas sein, würde ich wahrscheinlich zum Kaiserschnitt tendieren. Dass es dann am Ende in einer Saugglocken-oder Zangengeburt endet, ist nicht ungewöhnlich. Mein Kind musste 10 Tage auf der Intensivstation verbringen. Ein geplanter Kaiserschnitt hätte uns wohl besser getan.

Beitrag von simidi 19.03.10 - 20:08 Uhr

Also mein Becken ist in sich verwrungen. Es ist rechts nach hinten gekippt und links leicht nach vorne. Kann wohl sein, dass je nach Größe des Kindes es dann zu eng werden könnte...

Beitrag von simidi 19.03.10 - 20:17 Uhr

Tut mir Leid, dass deine Geburt nicht planmäßig verlief !Sollte das Kind zu groß sein würde ich nicht zögern und einen Kaiserschnitt machen lassen.(falls ärzte mir dazu raten) So eine anstrengende und nervenaufreibende Geburt die dann letztendlich im Kaiserschnitt endet brauch ja keiner.

Beitrag von bjerla 19.03.10 - 20:03 Uhr

Ich kann zwar mit dem Begriff nichts anfangen, aber mein Becken stand in der SS schief. Deutlich zu sehen, da mein Bauch nach rechts geneigt war. Probleme hatte ich dadurch direkt nicht. Und mir wurde da auch nicht zum KS geraten. Dennoch war meine Tochter recht groß und passte nicht durchs Becken. Vielleicht bestand da ja ein Zusammenhang.
Ich habe jedenfalls direkt durch einen geplanten KS entbunden.

LG

Beitrag von tzno98 19.03.10 - 20:57 Uhr

Hallo.

Ich haben einen Beckenschiefstand. Bei meiner ersten Geburt habe ich es spontan versucht und bin leider nach 12 Stunden absolut fertig gescheitert. Endete dann im Not-KS.... :-(

Bei meiner zweiten Geburt wusste ich es dann besser und habe direkt den geplaten KS gemacht. Ich kann kein Kind "normal" zur Welt bringen, es geht einfach nicht weiter, weil das Becken 2 cm schief steht.

Wenn ich das Genze schon beim ersten Kind gewusst hätte, wäre mir einiges erspart geblieben. Und meinem Soh auch.. Ist ja auch fies; von hinten wird geschoben und vorne gehts nicht weiter.... ;-)

Du musst leider auch bedenken, dass irgendwie die wenigsten Ärzte zum KS raten. Meiner hat auch bis zum Schluss versucht mir das Ganze auszureden. Mach am Besten dass, was nach Deinem Gefühl das Beste für euch ist. Ein KS ist zwar kein Spaziergang, aber was muss, dass muss.

Liebe Grüße
Nicole mit Matin und Sonja

Beitrag von simidi 19.03.10 - 21:19 Uhr

Danke, ich hoffe ich werde dann gut beraten. Aber es ist natürlich schwierig wenn nicht zu einem Kaiserschnitt geraten wird und man noch nie entbunden hat...
mmmmhhhh..
Wird das Becken eigentlich irgendwie ausgemessen?

Beitrag von tzno98 19.03.10 - 21:46 Uhr

War bei mir nicht so. Nach meiner ersten Geburt habe ich noch lange nicht gewusst warum das nicht geklappt hat. Und erst während der zweiten SS hat eine alte, erfahrene Hebamme mich untersucht und meinte beim Abtasten des MuMu ganz plötzlich: "Das kann ja gar nicht klappen, hier ist der Winkel zu eng, da kommt das Kind nicht vorbei". #schwitz Da hab ich erst kapiert, was Sache ist. Und als sie mich dann noch innerlich an dem "Hacken"angestubst hat (hat sich ganz komisch angefühlt) habe ich es ihr geglaubt. Mein Frauenarzt hat das dann bestätigt, dass es so etwas gibt. Mein Orthopäde übrigends auch. Hätte der ja auch mal früher was zu sagen können, habe ja eine bekannte Skuliose mit Beckenscheifstand.... :-[

Deins hört sich auch nicht sooo gut an. Beckenverwringung hört sich echt kompliziert an. Geh nur bitte kein all zu großes Risiko ein!! Vielleicht solltest Du auch mal eine Hebamme dazu befragen. Eventuell ist Deins ja auch "tastbar".

Wozu tendierst Du denn am ehesten?? KS oder spontan?? Was sagt Dein Bauchgefühl??

Lg

Beitrag von tzno98 19.03.10 - 21:49 Uhr

Beckenscheifstand.... auch klasse oder??? #rofl#rofl#rofl

Beitrag von simidi 19.03.10 - 22:00 Uhr

Huii, schwierig- habe komischerweise das Gefühl das es ein Kaiserschnitt werden könnte...Weil ich auch schon seit ich denken kann Becken/Rückenschmerzen habe.

Habe eine Hebamme schon gefragt, die meinte ich sollte die Röntgenbilder die gemacht wurden meinem Frauenarzt zeigen.

Komm mir nur ein bisschen blöd vor weil ich erst in der 15ssw bin. Deswegen habe ich ihn das letzte mal nur kurz darauf angesprochen.
Wie gesagt er ist mir etwas ausgewischen und sagte man müsste abwarten wie groß das Kind wird..

Aber von meinem Gefühl her, hätte ichs gern so schnell wie möglich geklärt- weil ich doch schon recht viel darüber nachdenken muss...

LG

Beitrag von tzno98 19.03.10 - 22:27 Uhr

Bei meiner zweiten Geburt wusste ich insgeheim auch, dass es ein KS wird. Obwohl das ja noch nicht klar war (erst 2 Tage vor dem ET) und zu dem Zeitpunkt auch nie im Raum stand. Im Gegenteil, da hieß es immer: "Diesmal klappt es!!". Aber wahrscheinlich weiß man es ja doch selber am Bestens (vom Gefühl her).

Ich denke, Du solltest Dir selber darüber klar werden, das eine normale Geburt klappen kann, aber nicht muss. Und das es mit einer solchen Geschicht noch mehr Risiken geben wird als ohnehin schon. Wenn Du eine normale Geburt willst dann freu Dich drauf, es kann ja wirklich alles super werden!! Und kurz voher kann man das immer nochmal genau klären. Wenn Du aber kein Risiko eingehen willst dann steh zu dem KS und freu Dich auch darauf!! Du musst Dich deswegen vor keinem rechtfertigen!! Ein KS mit Spinale ist auch ein schönes Erlebnis (natürlich nicht der KS ansich, sondern die "Geburt"). Bei meiner ersten Geburt war ich nach den 12 Std so fertig, dass ich den KS nur am Rade mitbekommen habe. Bei Nr. 2 fand ich das Ganze wunderschön, weil ich mit mir selber im Reinen war und dazu stand. Du willst den KS ja nicht weil Du keine Lust auf Wehen hast, sondern weil es u. U. medizinisch notwenig ist. Und den ersten Schrei hört man zusammen mit seinem Mann auch im OP gerne und weiß nicht wohin vor Glück!!

Wie gesagt, stell Dir die Frage, was DU für EUCH am Besten findest und mach genau das!! Ohne Wenn und Aber!

Ich wünsche Dir danz viel #klee für Deine Entscheidung (die richtig sein wird! Garantiert!)

#herzlich und #liebdrueck

Beitrag von honolulumieze 20.03.10 - 07:22 Uhr

Meine Frauenärztin hat im Mutterpass vermerkt, dass mein Becken sehr eng ist. Als ich mit Wehen im Krankenhaus auflief, interessierte das aber niemanden.Man schätzte mein Baby auf 2800 g. Und das genau am ET. In Wahrheit wog sie 3340 g. Wenn du dich für einen Kaiserschnitt entscheidest, dann lass dir frühzeitig einen Termin geben. Mit dem Gedanken: Wenn es nicht geht, bekomme ich halt einen Kaiserschnitt, solltest du nicht ins Krankenhaus gehen. WENN, dann bekommst du nur einen Not-Kaiserschnitt. Denn die werden erstmal versuchen, das Kind so aus dir raus zu bekommen. Ich musste nach der Saugglockenentbindung 7 Tage im Krankenhaus bleiben, so zusammengeflickt war ich. Machte also keinen Unterschied zum Kaiserschnitt. Das Hauptproblem war aber, dass es meinem Kind extrem schlecht ging und die Kleine 10 Tage auf der Kinderintensiv liegen musste. Die Geburt war einfach zu anstrengend für sie. Herztöne schlecht, Fruchtwasser und Blut geschluckt, beim Absaugen verletzt worden, dadurch dann nachts Blut geschluckt, intubiert und künstlich ernährt worden etc. Es war der Horror. Und alles nur, weil sie stecken blieb! Beim nächsten wird es wohl ein Kaiserschnitt.

Beitrag von qrupa 22.03.10 - 07:38 Uhr

Hallo

das mit dem Not KS ist schlicht und ergreifend falsch. Hier wird immer sehr viel über Not KS berichtet und ca 95% davon sind KEINE Not KS sondern ganz normale sekundäre KS. Bei einem Not KS heiß es baby raus und das sofort ohne auf solche Nebensächlichkeiten wie einen sterilen OP zu warten sondern da stürmt der Arzt mit Skalpell in der Hand den Kreißsaal und zwischen "Das Baby muß raus" und dem ersten Schrei vergehen im Idealfall gerade mal 10 Minuten.

Bei einem Sekundären KS (ich hatte auch einen) ist das was ganz anderes. Man sieht, dass die Geburt nicht voranschreitet, es dem Baby schlechter geht oder sonstwas, es gibt Wehenhemmer verabreicht, der OP wird in aller Ruhe vorbereitet, in aller Regel ist für die Frau eine PDA oder Spinale drin und dann wird in aller Ruhe ein KS gemacht. Das ganze dauert meist 1-2 Stunden je nachdem wie voll die Klinik ist.

LG
qrupa

Beitrag von kwax1973 25.03.10 - 16:51 Uhr

Hallo,

keine Ahnung, wie stark Deine "Beckenverwringung" oder Dein -schiefstand ist, wichtig ist jedoch, dass das ganze in sich beweglich ist und nicht blockiert (auch für die Schwangerschaft). Würde an Deiner Stelle schnellstens einen guten Osteopathen suchen (evtl. Hebi fragen), der viele Erfahrungen mit Schwangeren hat.
Regelmässige Behandlungen sind sehr hilfreich.
Habe selber auch Becken- und Wirbelsäulenprobleme, aber dank regelmäßiger Behandlungen lief bis jetzt alles recht gut (auch die erste Geburt, trotz nicht ganz leichtem Kind).

Gruß