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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von wella 19.03.10 - 19:55 Uhr

Hallo,

am Montag wurde leider unsere geliebte Katze überfahren. Heute rief die Mutter von der Todesfahrerin an und möchte die Schäden die am Auto sind bezahlt bekommen. Angeblich ist die Stoßstange aus der Halterung gerissen und noch etwas ist kaputt. Angeblich soll das meine Haftpflicht übernehmen. Woher soll ich eigentlich wissen, ob nicht vorher diese Sachen am Auto kaputt waren.

An der Arbeit hat mir jemand gesagt, auch ich könne auf Schadenersatz klagen, da eine Katze lt. BGB als Sache gelte und die ja Sachbeschädigung anzeigen.

Ich weiß ist alles blöd. Aber ich bin echt geschockt.

Viele traurige Grüße

Beitrag von moeppi2004 19.03.10 - 20:00 Uhr

Soso...Stoßstange rausgerissen......Hattet Ihr eine Katze die so Groß wie ein Schäferhund war? Wie soll bitteschön bei ein normaler Katze die Stoßstange rausreißen? Ich wär da vorsichtig.

Hast Du keine Tierhalterhaftpflicht?

Da würde ich dann mal die Versicherung anrufen. Oder mach Dich bei einem Anwalt schlau.

Ich hätte die ja am Telefon zusammengestaucht ob sie nicht noch alle hätte für Mord noch Geld zu verlangen.

Nee aber im Ernst...Ruf die Versicherung und den Anwalt an und Frag nach.

Eine normale Haftpflicht übernimmt das nicht wenn die Tiere darin nicht eingetragen wurden.

Beitrag von cherymuffin80 19.03.10 - 20:05 Uhr

Dann vorder du doch im Gegenzug auch Schadensersatz! Deine "Sache" ist ja ein "unreperabler Vollschaden"!
Ich glaub die Alte hat den Knall noch nicht gehört #aerger solche Leute liebe ich ja! Das wäre das letzte was ich mich trauen würde wenn ich ein Tier überfahren hätte!

Muss sie ja erstmal beweisen das der Schaden durch deine Katze entstanden ist, ne rausgerissene Stoßstange hört sich für mich nicht wirklich nach ner Katze an, vieleicht ist sie jetzt irgendwo gegen gefahren jund da kahm es ihr recht das sie ja vor ein paar tagen ne Katze überrollt hat.

Versicherung anrufen kann ab er bestimmt nicht schaden.

LG

Beitrag von kja1985 19.03.10 - 20:57 Uhr

Wenn du deine "Sachen" auf der Straße liegen lässt kann die Frau nichts dafür wenn sie drüber fährt. Ich nehme mal nicht an dass sie durch euren Garten gebrettert ist oder?

Das ist leider das Risiko einer Freilaufkatze. Und ja, du musst für den Schaden haften.

Tut mir leid um deine Katze.

Beitrag von glu 19.03.10 - 21:07 Uhr

Na so einfach ist es ja nun auch nicht.

Mal angenommen die Fahrerin hat sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten oder es hat gar geregnet, dann könnte man ihr vorwerfen dass das nicht passiert wäre wenn sie ihre Fahrweise angepasst hätte!

Und wer weiss ob es überhaupt ein Unfall war, vielleicht hat sie ja auch absichtlich drauf gehalten!?

Beitrag von finchen85 19.03.10 - 21:13 Uhr

Ich habe ja nur von meinem Fall geschrieben;)

Das war in einer 30er Zone...und dan fahre ich immer 30...es war schon dunkel und die Katze kam wie aus dem Nichts und ist mir direkt vor den Reifen gelaufen!

Ich habe ja nicht gesagt, dass das im Fall der TE auch so gelaufen ist.

Eigentlich wollte ich nur mal loswerden, dass es großer Mist ist, was die Leute da jetzt abziehen!!!

Wie schnell muss die denn gefahren sein, dass da angeblich ein solcher Schaden am PKW entstanden ist?

Für mich klingt es wirklich nach Abzocke!

lg finchen

Beitrag von glu 19.03.10 - 22:02 Uhr

Na Dich hab ich doch gar nicht gemeint ;-)

Beitrag von finchen85 20.03.10 - 09:30 Uhr

*g* Hat aber auch zu meiner Antwort gepasst;)

Beitrag von farina76 20.03.10 - 01:36 Uhr

Was für eine bescheuerte Antwort.

Unfälle passieren nun mal! Hat sie ihre Katze auf der Straße festgetackert? Wohl kaum.

Die arme Katze und die arme Familie die um sie trauert.

Beitrag von trollmama 20.03.10 - 07:39 Uhr

So, und jetzt denken wir mal gemeinsam über Deine Antwort nach!

Doch tauschen wir zunächst bei dem Vorgang die Katze gegen einen großen Hund, hm, sagen wir Bernhardiner.

Es läuft also ein Bernhardiner über die Straße, Du sitzt Auto kommt, fährst ihn über, der Bernhardiner ist tot.

Es sind Schäden am Auto entstanden, aber Geld für die Reparaturkosten willst Du nicht, denn

>>Unfälle passieren nun mal! Hat der Besitzer seinen Hund auf der Straße festgetackert? Wohl kaum. Der arme Hund und die arme Familie die um ihn trauert.<<

Fakt ist nun einmal, daß kja1985 Recht hat, ob Dir das paßt oder nicht! Denn in Deutschland gibt es eine verschuldensunabhängige Tierhalterhaftung.

Darum würde ich an Deiner Stelle bei solchen Aussagen

>>Was für eine bescheuerte Antwort.<<

ganz still und leise den geordneten Rückzug antreten, denn falscher geht es kaum noch!

Beitrag von farina76 20.03.10 - 09:57 Uhr

Du willst mit mir gemeinsam nachdenken. So, so. Na moment dann muß ich erst mal nen Gang langsamer schalten.

Das mit der verschuldensunabhängige Tierhalterhaftung stimmt. Heißt in dem Fall der Halter muß nicht Schuld sein und trotzdem haften. Allerdings gilt genauso eine verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung für jeden der einen PKW fährt. Und die greift wiederrum hier auch weil mit der Katze ein Sachschaden entstanden ist. Oder etwa nicht. Paar Semesterchen Recht hatte ich schon auch.

Ich fand die Aussage frech lass deine Sachen nicht auf der Straße rumliegen. Wenn du dich darauf beziehst dass diese Aussage richtige ist wegen der verschuldungsunabhängigen Tierhalterhaftung, ist im Umkehrschluß wegen der verschuldungsunabhängigen Gefährdungshaftung dann doch auch die Aussage an die Fahrerin richtig. Wär sie halt nicht Auto gefahren.

Du weißt du, und Rückzug ist nicht so mein Ding. Wenn dir meine Meinung nicht paßt. Überles sie doch einfach.

Beitrag von glu 19.03.10 - 20:57 Uhr

Auf so einen Quatsch lass Dich nicht ein!

Frag sie mal ob sie beweisen kann das sie eine angemessene Geschwindigkeit gefahren ist!

lg glu

Beitrag von finchen85 19.03.10 - 21:02 Uhr

Ich wäre da auch vorsichtig! Klingt für mich nach Abzocke!

Mir ist vor ein paar Jahren auch eine Katze vors Auto gelaufen...mir wäre nicht im Traum eingefallen den Halter wegen irgendwas zu verklagen. Ich hatte sooo ein schlechtes Gewissen, obwohl es wirklich ein Unfall war:(

Zwei Wochen später stand ich damals mit einem Katzenjungen bei den Leuten vor der Haustür. Die haben geweint und sich gefreut wie die Schneekönige!

Solche Leute kann ich echt nicht verstehen! Wie groß soll deine arme Katze denn gewesen sein??

Eine #kerze für deine Katze...hoffentlich hat sie ihren Weg über die Regenbogenbrücke gefunden!

Beitrag von windsbraut69 20.03.10 - 07:43 Uhr

Frag sie, ob sie es tatsächlich auf ein Gutachten ankommen lassen möchte.

Wie schnell muß man denn durch den Ort (oder war es außerorts?) brettern, damit eine Katze einem den Stoßfänger abreißt?

LG;

W

Beitrag von trollmama 20.03.10 - 07:47 Uhr

Hallo!
Rein rechtlich gesehen, hat die Unfallfahrerin Recht.
Es gibt in Deutschland eine sog. verschuldensunabhängige Tierhalterhaftung, d. h., Du mußt für alle Schäden, die durch Dein Tier verursacht werden, gerade stehen, unabhängig von der Schuld.
Die Mutter hat auch Recht, wenn sie sagt, daß diese Schäden durch die Haftpflichtversicherung abgedeckt sind.
Allerdings habe ich meine Zweifel, ob eine Katze solche Schäden an einem Auto verursachen kann.
Ich möchte Dir raten, den Unfall der Haftpflichtversicherung zu melden. Schildere den Vorfall und teile ihnen auch Deine Zweifel mit. Die Versicherung wird sich mit der Unfallfahrerin in Verbindung setzen und ggf. durch einen Gutachter feststellen lassen, ob die Schäden am Auto wirklich von Eurer Katze stammen.
Viele Grüße
Trollmama
P.s.: Eine #kerze für Eure Katze. Gute Reise über die Regenbogenbrücke!

Beitrag von asira 20.03.10 - 08:09 Uhr

Hallo!
Das tut mir leid um Deine Katze!
Also theoretisch bist Du als Tierhalter schon für Schäden haftbar, allerdings kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, das eine Stoßstange von einer Katze abgerissen werden kann!
Hast Du eine Privathaftpflicht? Da sind eigentlich (meistens) Katzen mit drin versichert. Ich würde den Schaden der Versicherung melden und denen auch meine Zweifel erläutern. Die haben gute Anwälte, sollen die sich drum quälen!
Alles Gute!
asira

Beitrag von pamamaroo 20.03.10 - 08:17 Uhr

Hallo!

Tut mir wahnsinnig leid um Eure Katze!!! #heul

Zum Thema selbst... nun ja, mal abgesehen davon, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass eine normale Hauskatze einen solchen Schaden verursacht haben soll. Ich könnte mir auch fast denken, dass die Halterin einen selbstverschuldeten Schaden bezahlt haben möchte. Wie dem auch sei, scheinbar ist es aber tatsächlich so, dass Du für den Schaden, wenn es sich als wahr erweist, aufkommen müsstest.
http://www.123recht.net/forum_topic.asp?topic_id=128005&ccheck=1
Wie in dem Link erwähnt würde ich aber auch im Gegenzug die Fahrerin wegen Unfallflucht oder Sachbeschädigung verklagen (naja, zumindest damit drohen).
Also, ich bin heil froh, dass ich noch keine Katze überfahren habe, hoffe, dass mir das nie passiert... aber wenn, dann wäre es für mich das aller letzte, die trauernden Besitzer auch noch wegen eines Schadens am Auto zur Rechenschaft zu ziehen...
LG
pamamaroo