Toilettengang- wer "darf"/sollte helfen? (Eure Meinungen bitte)

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 20:26 Uhr

Hallo an Euch alle,

die Frage ist vielleicht etwas "blöd" gestellt, ich wollte sie kurz formulieren #hicks.

Hintergrund: Lina (3 Jahre und 5 Monate alt) war heute nach dem Kiga (Waldtag) mit bei einem Spielkameraden zu Hause. Wir kennen die Familie seit etwa einem halben Jahr, unsere Zwerge verstehen sich gut und die Eltern des Jungen machen einen sehr netten Eindruck. Also alles unproblematisch und das Vertrauen ist natürlich gegenseitig da- sonst würden wir ja nicht unser Kind allein dort lassen (und umgekehrt).

Langer Rede kurzer Sinn: natürlich müssen die Kids auch mal zur Toilette und brauchen dabei in dem Alter ja meist noch Hilfe. Im Kiga bekommt Lina das schon ganz gut allein geregelt, zu Hause beim "kleinen Geschäft" auch. D.h., es "nimmt langsam Form an" und wir helfen momentan meist noch mal ;-). Heute erzählte Lina dann ganz nebenbei, dass der Papa ihres Spielkameraden ihr beim Toilettengang geholfen hat. Für sie war das offensichtlich unproblematisch- ich war trotzdem zuerst ein wenig erschrocken #schwitz. Vor allem, da die Mutter des Jungen ebenfalls zu Hause war. Keine Frage- wenn nur der Vater da ist und ein Besucherkind Hilfe braucht, dann ist das eben so. Mein Mann würde in dem Fall natürlich auch nicht sagen, "Sie zu, wie du klar kommst!", sondern helfen. Aber, wie gesagt: Lina kriegt das schon ganz gut allein hin- und selbst ich versuche, bei unseren Gast-Kindern die Hilfe auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, egal ob Junge oder Mädchen. Und wenn ich zu Hause bin, hält mein Mann sich diesbezüglich (und NUR diesbezüglich) bei anderen Kindern schon eher zurück.

Wie seht Ihr das denn #gruebel? Es geht mir jetzt keinesfalls darum, dass ich irgendwelche "krummen Gedanken" wegen der Situation heute habe. Aber ich finde es schon recht ungewöhnlich und außerdem befürchte ich nach Linas Reaktion, dass sie sich vielleicht von "Jedem" helfen lassen würde- oder "Schlimmeres" :-(. Grundsätzlich weiss sie schon ganz gut, dass sie "Nein!" sagen darf, wenn sie etwas nicht mag/möchte und tut dies auch bei Bedarf. In der Situation heute wäre ich aber davon ausgegangen, dass sie sagen würde, sie braucht/möchte keine Hilfe- versteht Ihr #kratz?

Freu' mich über Euer feed back- #danke schonmal & lieben Gruß #blume!

Kathrin & #huepf Lina Emilia & #baby Antonia Maria

Beitrag von julia222 19.03.10 - 20:37 Uhr

Hi erstmal

ja, ich finde es in der Tat auch nicht ganz einfach.
Ich hab zwei Söhne. Wenn mein Großer besuch hat, hab ich schon mal meinen Mann mitgeschickt. Es ist ja doch was anderes, seinen eigenen Sohn da sitzen zu haben oder einen anderen. Auch hier, SELBSTVERSTÄNDLICH ohne diese Gedanken!!
Wenn aber einen andere Mama meinem Sohn hilft, find ich das nicht "komisch".
Auch wenn ich ein Mädchen hätte, und ihr von einem Papa geholfen wird, würde ich mir da keine Gedanken ma hen.
Ich denke, das ist meine persönliche Hemmschwelle.

LG Julia

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 22:02 Uhr

Hallo,

danke für Deine Antwort!

Natürlich sollte solche Hilfe ebenso selbstverständlich wie "harmlos" sein (was sie in dieser Situation ganz sicher auch war). Aber die Grenzen sind leider "fließend" und wir offensichtlich durch unsere Jobs diesbezüglich äußerst sensibel.

Beitrag von juliane1978 19.03.10 - 20:37 Uhr

Hallo,

also ich verstehe Dich jetzt ehrlich gesagt nicht ganz. Du hast keine "krummen" Gedanken, machst Dir aber Sorgen deshalb...
Du lässt Deine Tochter zum Kindergartenfreund gehen und dann stört es Dich wenn der Vater des Kindes deinem Kind hilft. Vielleicht war die Mama einfach gerade nicht in der Nähe, deine Tochter hatte ein Problem wie auch immer. Warum hätte sie sagen sollen sie braucht keine Hilfe, nur weil es ein Mann war?
Bei uns hilft immer der den Besuchskindern der grad in der Nähe ist.
LG,
Juliane

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 21:56 Uhr

Hallo,

danke für Deine Antwort!

Wir machen uns weniger Sorgen wegen der Person als solcher, sondern, weil unsere Tochter sich 1. außer von meinem Mann und mir inzwischen grundsätzlich ungern helfen lässt (warum dann vom Vater ihres Spielkameraden?!) und wir uns 2. fragen, wo sie ihre persönliche Grenze ziehen wird/würde. Die Frage ist also: wo könnte das schlimmstenfalls hin führen #schwitz?! Ich könnte Dir mindestens zehn Leute nennen, die Lina besser/länger kennt und von denen sie sich jeweils zu 99% NICHT beim Toilettengang helfen lassen würde. Das irritiert uns eben...

Beitrag von amaramay 19.03.10 - 20:43 Uhr

Hallo, aus dem einen Satz schließe ich, das du bei der Mama weniger Probleme damit gehabt hättest. Also hast du beim Vater doch eher Hintergedanken???
Ich habe letztens auch einen kleinen Jungen im Kiga Hilfe geleistet. Die Toilettenräume sind ausserhalb der Gruppe und er war am rufen, da die Gruppentür geschlossen war, und die Erziehrin an dem Tag alleine war, habe ich gefragt, ob ich ihm helfen darf. Bin selber Erzieherin!!! Er hat bejaht und dann habe ich ihm den Po abgeputzt. Habe es auch anschließend seiner Mutter gesagt, falls er zu hause was erzählt, das sie Bescheid weiß.

LG D.

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 21:46 Uhr

Hallo & danke für Deine Antwort!

Ja- wir hätten kein Problem damit gehabt, wenn die Mama geholfen hätte. Sicher sind wir sehr sensibel bezüglich dieses Themas, das bringt aber bei uns auch ein Stück weit der Job mit sich.

In der Kiga-Situation hätte ich genauso reagiert wie Du, oder alternativ einer Erzieherin Bescheid gesagt. Klasse auf jeden Fall, dass Du die Mutter informiert hast #pro. Ja, es IST nur eine "Kleinigkeit", aber auch die kann "schief gehen" :-(. Hätte mir vielleicht auch gewünscht, einfach kurz darüber informiert zu werden.

Beitrag von engelchen28 19.03.10 - 20:48 Uhr

huhu!

meine beiden mädchen waren, als wir umgezogen sind, mit einer befreundeten familie zum ganztagesausflug im zoo. sie sind supernett, immer hilfsbereit, haben 3 kinder. als meine große erzählte, dass der papa der anderen familie meiner kleinen die windeln gewechselt hat, fand ich das auch befremdlich, vor allem, weil die mutter ja auch zeit gehabt hätte.

mein mann hätte mit sicherheit gesagt, dass ich den kids (insbesondere bei mädchen) beim pipimachen / toilettengang könne, klar würde er es auch machen, aber ich sehe es so wie du.

lg
julia

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 21:49 Uhr

Hallo,

danke für Deine Antwort! Schön, dass Du es ähnlich siehst wie wir- es ist eben befremdlich, wenn eine Frau "daneben sitzt" und auch helfen könnte... . Für die beiden glaube ich einfach "total selbstverständlich" im positiven Sinne- mein Mann und ich teilen uns auch recht "bedingungslos" alle Aufgaben , aber da hört's dann doch auf.

Beitrag von schnullabagge 19.03.10 - 21:28 Uhr

Hallo!
Ich kann dich verstehen. Und warum sollte man nicht "Hintergedanken" haben. Durch viele, viele Fälle in der Presse, wird man doch gerade zu geprägt, dass es immer und überall zu Missbräuchen von Kinder kommen kann. Da darf man doch hellhörig werden, wenn ein "fremder" Mann mit der Tochter auf die Toilette geht.

Wir hatten so einen Fall noch nicht, aber ich denke, dass es für uns hier ganz selbstverständlich wäre, dass meine Mann niemals mit einer Spielgefährtin auf die Toilette gehen würde. Selbst im pflegerischen Bereich oder bei der Arbeit mit behinderten Kindern, kenne ich es nur so, dass immer gleichgeschlechtliche Personen das Kind versorgen, soweit möglich.

Wenn ich hören würde, dass ein Mann meine Tochter im Kindergarten wickelt, dann hätte ich damit auch ein Problem.

In eurer Situation würde ich einfach überlegen, ob das Vertrauen wirklich so groß ist, dass du auch in Zukunft deine Kinder dort guten Gewissens spielen lassen würdest. Wenn dich jedes Mal Zweifel plagen, dann musst du das rechtzeitig ansprechen.

In einem offenen Gespräch, auch mit dem Vater zusammen, würde ich sagen, dass es dir lieber ist, dass die Mama das Kind zur Toilette begleitet. Einfach, damit deine Tochter weiß, dass es üblicher ist und sie dahingehend etwas sensibilisiert wird. (...schwer zu Formulieren, hoffe du weißt was ich meine. Im Prinzip stimme ich dir bei deinem Gedanken im letzten Absatz zu.) ;-)
LG Steffi

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 21:40 Uhr

Hallo Steffi!

Danke für Deine Antwort. Schön, dass mein Mann und ich (habe gerade mit ihm telefoniert und ihm davon erzählt) mit unserer Meinung nicht allein dastehen. Haben auf jeden Fall vor, das anzusprechen (nicht als Vorwurf- er wird's ganz sicher nicht "böse" gemeint haben, sondern als "Info" und um ein wenig zu sensibilisieren). Wir arbeiten selbst beide im pädagogischen/psychologischen/therapeutischen Bereich und sind "zum Glück" entsprechend aufmerksam/empfindlich. Lieber einmal zu viel... .

Mein Mann sagte das Gleiche wie Du (und ich ;-)), er würde auch niemals mit einer Freundin unserer Tochter zur Toilette gehen. Wenn "alle Stricke reißen würden", ja- aber keinesfalls, wenn ich auch zu Hause bin bzw. das Kind es schon irgendwie allein schaffen kann.

Alles nicht so leicht...

Beitrag von danymaus70 19.03.10 - 21:55 Uhr

wenn du nen sohn hättest, wäre es für dich ein problem wenn eine frau in wickelt? ich denk mal nein oder?

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 22:06 Uhr

Hallo,

es käme auch dann für uns sehr darauf an, in welchem Verhältnis diese Frau zu unserem potentiellen Sohn stehen würde. Ich habe auch alle unsere Neffen und meine Tageskinder (alles Jungs ;-)) gewickelt. Aber wenn man eher weniger miteinander zu tun hat finden wir es eben schon befremdlich.

Beitrag von ratpanat75 20.03.10 - 08:36 Uhr

Hallo,

"Wir hatten so einen Fall noch nicht, aber ich denke, dass es für uns hier ganz selbstverständlich wäre, dass meine Mann niemals mit einer Spielgefährtin auf die Toilette gehen würde. Selbst im pflegerischen Bereich oder bei der Arbeit mit behinderten Kindern, kenne ich es nur so, dass immer gleichgeschlechtliche Personen das Kind versorgen, soweit möglich."

Ich sehe nicht ganz den Sinn darin, warum es wichtig sein soll, dass es immer eine Person des gleichen Geschlechts sein soll.
Den Kindern ist das bis zu einem bestimmten Alter völlig egal, sobald sie natürlich in irgendeiner Weise zeigen, dass es ihnen unangenehm ist, muss das respektiert werden.
Aber Missbrauchsfälle gibt es nun mal nicht immer nur beim anderen Geschlecht, Pädophile vergreifen sich nicht nur an Mädchen, sondern auch an Jungen.

Ich habe jedenfalls nichts dagegen, wenn weine Freundin meinem Sohn hilft, wenn er bei ihr ist oder auch die Erzieherin im Kindergarten nur weil sie dem anderen Geschlecht anhören.


lg


Beitrag von mauskewitzki 19.03.10 - 21:37 Uhr

Hi,

sehe ich ganz locker ;-) Mein Mann hilft bei unseren Kinder egal ob Mädchen oder Junge und genauso handhaben wir es auch bei Kinder die uns besuchen. Ich habe mir bis jetzt ehrlich gesagt noch nie Gedanke darüber gemacht. Es sind Kinder die Hilfe brauchen und ein "normaler" Erwachsener sieht darin nicht mehr und nicht weniger.

Im Kiga gibt es doch meist nur Erzieherinnen, was sollten den da die ganzen Jungs machen #kratz

Je natürlicher man damit umgeht, desto natürlicher ist es doch auch für die Kinder.
Abputzen ist abputzen und wer das macht ist doch egal! #cool Kinder haben doch damit überhaupt kein Problem und wir als Erwachsen sollte auch keins daraus machen.

LG

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 22:14 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort!

Klar hilft mein Mann unseren Mädels auch (bzw. der "Großen", er wickelt natürlich auch die Kleine, badet mit den Zwergen, etc.). Ist für uns aber noch etwas VÖLLIG anderes, als einem Besucher-Kind auf der Toilette zu helfen.

Im Kiga sehe ich den "Rahmen" etwas anders- davon abgesehen, dass unsere Tochter, wie gesagt, ganz gut allein zurecht gekommen wäre und die Mutter des Jungen auch zu Hause war.

"Natürlich" ist gut und wichtig- die "Grenzen" zwischen normal und abnorm sind leider oft fließend. Nicht auf den Vater des Kiga-Freundes bezogen, sondern eben darauf, dass Kinder in dem Alter solche Situationen noch nicht richtig einschätzen können. Nach dem Motto, "Wenn der Papa von X mir schonmal geholfen hat, wird der Y es wohl auch nur nett meinen." #schwitz #gruebel

Beitrag von mauskewitzki 19.03.10 - 22:39 Uhr

Hallo noch mal :-)

Der Rahmen im Kiga ist für mich nicht anders. Dort ist die Erziehrin für das Kind in der Zeit veratwortlich zuhaus bist es halt du und/oder dein Mann.
Was ist wenn deine Tochter mal Jungs einladen möchte?

Ich denke man sollte nicht an jeder Ecke das "Böse" sehen. Die Medien verleiten uns ja doch sehr dazu. Das beste Beispiel sind ja die Schulen/Internate die gerade in den Medie sind. Daran kann man doch aber erkenne, dass der "Rahmen" (Kiga, Schule ect.) rein gar nichts aussagt. Jeder möchte sein Kind vor sowas schützen, deshalb sollte man aber nicht vergessen, dass es wichtig ist "normal" mit einander umzugehen. Ein "normaler" Papa denkt doch gar nicht in diese Richtung, wenn er einem Kind hilft. Ihm ist es doch, wie auch mir egal welchem Kind (Geschlecht) er hilft.


Man sollte seinem Kind viel lieber vermittel, dass es immer zu einem kommen kann, alles erzählen kann und nicht, dass es ungewöhnlich ist wenn ein Papa hilft. Wie soll das Kind denn verstehen, dass es da einen Unterschied gibt? Papas sind doch nicht "schlechter" als Mamas ;-)

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 23:17 Uhr

Auch nochmal "hallo" ;-)!

Unsere Tochter lädt jetzt bereits Jungs ein ;-), besagter Kiga-Freund ist "umgekehrt" ja auch mal bei uns zu Gast- ebenso wie ein anderer kleiner Junge. Da gilt für mich das Gleiche: helfen nur so weit, wie's dringend nötig ist. Und es klappt auch da erstaunlich gut (fast) ganz allein #cool.

Leider "sehe" ich nicht durch die Medien geprägt "an jeder Ecke das Böse", sondern bekomme, ebenso wie mein Mann, aufgrund meines Jobs sehr viel mit. Vor allem im Bereich Kindeswohlgefährdung (Misshandlung, Vernachlässigung, Missbrauch, ...)- die Grauzonen sind oft ebenso wie die TäterInnen erstaunlich wenig greif- oder vorhersehbar, die Grenzen fließend und das Meiste hat irgendwann irgendwo mal klein angefangen. Oder blieb über Jahre "klein" und tauchte eben nicht in den Medien auf... . Vielleicht sind wir deshalb beide so hochsensibel bezüglich dieser Themen.

Aber, nein- Papas sind definitiv nicht schlechter als Mamas! Mein Mann und ich sind ja "leuchtende Beispiele" ;-) #schein.

Beitrag von thea21 19.03.10 - 21:41 Uhr

Hallo,

meine Meinung:

Kranke Gedanken können Männlein, sowie Weiblein haben.

Also wäre es mir ehrlich gesagt egal ob ein befreundeter Vater, oder eben die Mutter meinem Kind hilft.

Wenn schon misstrauisch, wäre ich es auf beiden Seiten.

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 22:21 Uhr

Hallo,

danke für Deine Meinung!

"Kranke Gedanken können Männlein, sowie Weiblein haben." Das ist (leider) völlig richtig.

Trotzdem finden wir es befremdlich und schwer nachzuvollziehen, dass ein Mann mit einem kleinen Mädel zur Toilette geht, während die Frau im Nebenzimmer sitzt.

Thema ist da für uns vor allem die Sensibilisierung unserer Tochter (dahingehend, dass eben NICHT die Hilfe von Jedem okay ist- wo zieht man denn eine Grenze, die für das Kind logisch nachzuvollziehen ist #gruebel) und die Tatsache, dass sie sich von so manch' Anderem/r NICHT helfen lassen würde, obwohl sie diese Personen bereits viel länger/besser kennt.

Beitrag von turmmariechen 19.03.10 - 21:57 Uhr

Hey, mach Dir nicht zu viele Gedanken. Vielleicht war die Mama ja gerade nicht in der Nähe und Deine Tochter hat gerufen? Oder sie hat den Papa gezielt angesprochen da er gerade in der Nähe war? "Geholfen" kann ja auch aufs Klo setzen, Hose schließen, etc heißen..vielleicht war auch gerade kein Klopapier da?! Im Kiga gibt es bei uns auch einen Erzieher und auch der dieser muss den Mädels behilflich sein...ich geh mal davon aus, der Papa hat es gut gemeint!

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 22:27 Uhr

Hallo,

danke auch Dir für Deine Antwort!

Ja, wir gehen auch davon aus, dass der Vater es einfach gut gemeint hat. Deine Überlegungen hatte mein Mann auch (bezüglich Klopapier, Hose- es gab allerdings keinen Knopf ;-), o.ä.).

Trotzdem sollte/darf man solche Situationen auch nicht zu leichtfertig betrachten und muss sich außerdem immer wieder fragen, ob die Zwerge entsprechende Grenzen auch wahren können (wie weit darf man noch gehen?).

Beitrag von susanne85 19.03.10 - 22:51 Uhr

hallo,

ganz ehrlich, mein mann hätte genauso reagiert. ich lege mein hand für ihn ins feuer! das er nie was böses denken würde. er liebt einfach kinder und will helfen. auch ist mein mann jemand der aktiv! mit kindern spielen würde. er würde sich in der situation absolut nichts dabei denken und käme niemals auf die idee das dir das unangenehm ist.

wenn das kind nun 5-6 jahre alt wäre, würde ich das anders sehen.

Beitrag von kleine1102 19.03.10 - 23:07 Uhr

Hallo,

auch Dir vielen Dank für Deine Antwort!

Mein Mann und ich teilen uns ebenfalls alle Aufgaben rund um die Kinder, Jobs und Haus. Dazu gehört selbstverständlich, dass er sich für unsere Mädels um alle Belange kümmert und das in jeder freien Minute und sehr gern. Natürlich kommt es vor, dass wir z.B. ein Kind zu Gast haben und er dann mit den Zwergen zu Hause ist, während ich arbeite. Und es macht ihm auch viel Freude, mit (unseren) Kindern zu spielen. Und, ja- bevor so ein "Mini" sich "ins Hemd pieseln" ;-) würde, würde er auf jeden Fall auch helfen. Aber eben nicht, wenn ich quasi "daneben stehe" bzw. der erste Versuch wäre immer, zu schauen, ob das jeweilige Kind nicht doch weitestgehend allein zurecht käme bzw. sich "ausnahmsweise" mal selbst den Po abwischt. Und zwischen Spielen und Körperpflege im weiteren Sinne besteht unseres Erachtens schon noch ein Unterschied. Davon abgesehen, dass unsere Tochter es erfahrungsgemäß wirklich allein geschafft hätte.

Ja, der Vater des Freundes wollte sehr sicher nur nett sein und helfen- jemand anders vielleicht nicht und die Kids müssen eben lernen, dass manchmal grundsätzlich etwas mehr Zurückhaltung richtig und wichtig ist.

Beitrag von r.le 19.03.10 - 23:09 Uhr

Hallo Kathrin,

gerade wegen der von Dir geäußerten Denkweise habe ich es immer vermieden, Gastkindern beim Toilettengang zu helfen.

Ausnahmen waren diejenigen Kinder, mit deren Eltern wir gut bekannt sind.

Mich befremdet in der Tat, dass in Deinem Beitrag ein latenter Generalverdacht gegenüber Vätern / Männern mitschwingt, zumindest kommt es bei mir so an (’ich war trotzdem zuerst ein wenig erschrocken’, ’Aber ich finde es schon recht ungewöhnlich’, ’ oder "Schlimmeres" .).

Mein abschließendes Feedback wäre, dass Du Deine Verunsicherung nicht auf Deine Tochter übertragen solltest. Dadurch ist sie womöglich mehr gefährdet, als durch pädophile Väter, die hinter jeder Ecke lauern.

Nachdenklicher Gruß

Ralf